"Commemorating the Anti-Nazi Resistance and Victims of the Nazi Regime in Hall in Tirol"
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​Widerstandsgruppe Anton Haller in Solbad Hall
1938 – 1945


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Widerstandsgruppe Anton Haller in Solbad Hall 1938 –1945

11/14/2023

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Blog (EN) resistance group of Anton Haller and Dr. Viktor Schumacher
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​Foto: Innsbrucker Nachrichten (14. März 1938). In: Privatarchiv K. Walder Hall in Tirol.

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Innsbrucker Nachrichten, 18. März 1938. In: Privatarchiv K. Walder Hall in Tirol. 
Grok generiertes Video. K. Walder Hall in Tirol. (13. März 1938)
Der Widerstand gegen das nationalsozialistische Regime war nicht nur eine Angelegenheit einzelner mutiger Persönlichkeiten. Jeder Akt des Widerstands, sei es groß oder klein, hat einen wichtigen Beitrag geleistet und uns daran erinnert, dass wir niemals schweigen dürfen, wenn Unrecht geschieht.

Gründe für nationalsozialistischen Widerstand in  Solbad Hall/Hall in Tirol

Die Opposition in Hall hatte unterschiedliche Gründe für ihren Widerstand. Die Sorge um die Freiheit Österreichs, das Aufheben der Rechtsstaatlichkeit, die starke Einschränkung der Meinungsfreiheit und die Übernahme des Schulwesens durch den Staat waren die wichtigsten Gründe. 
Besonders wurde die Auflösung der 22 katholischen Vereine durch die Nationalsozialisten, wobei die sozialistisch-kommunistischen Vereine bereits 1934 verboten wurden, kritisiert. Dazu gehörten beispielsweise der Vinzenz Verein, der Gesellenverein, der Katholische Arbeiterverein, die St. Georgs Pfadfinder, die Studentenverbindungen Nibelungia und Sternkorona. Die Vermögenswerte aller Vereine wurden zugunsten der NSDAP in Hall konfisziert. Die Mitglieder der Marianischen Kongregation der Herren, beispielsweise Dr. Viktor Schumacher (1894-1981), Anton Haller (1907-1958), Josef Wagner (1875-1964), Anton Walder sen. (1870-1943), Paul Bruch (1897-1962), Alois Tusch (1898-1963) und Josef Viertl (1905-1991) beteiligten sich aktiv am Haller Widerstand. Alle Klöster und Ordensgemeinschaften in Hall wurden von den Nationalsozialisten verfolgt. 
Persönliche Gründe spielten ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Entscheidung vieler Menschen, sich dem Widerstand anzuschließen. Viele Familien waren den Bespitzelungen durch NS-Anhänger ausgesetzt, beispielsweise Dr. Viktor Schumacher, Dr. Ernst Verdross-Drossberg (1892-1963), Bernhard Stolberg zu Stolberg (1881-1952), Friedrich Corazza (1897-1944) oder Anton Dosch (1914-1979).

Ziele der Widerstandsbewegungen in Solbad Hall/Hall in Tirol

Die politischen Ziele der verschiedenen Gruppen der Widerstandsbewegungen von Hall waren sehr unterschiedlich, aber Alle gemeinsam verfolgten das Ziel, die NS-Herrschaft zu beseitigen.
Die Monarchisten waren der Ansicht, dass die Monarchie die beste Form der Staatsorganisation sei. Die Kommunisten dachten, dass nur eine kommunistische Herrschaft die Ausbeutung der Arbeiterklasse beenden und eine gerechte Gesellschaft schaffen könne. Die Sozialisten und die Anhänger der späteren ÖVP glaubten, dass die Republik die einzig wahre Form der Demokratie sei und dass Österreich nur als Republik frei und selbstbestimmt sein könne. ​

​Die Gruppe Anton Haller und Dr. Viktor Schumacher verfolgte mehrere Ziele: ​

Untergrabung des Ansehens der NSDAP, Zersetzung der Wehrmacht, Verbreitung von Nachrichten von Auslandssendern, Kontaktaufnahme mit dem Ausland, Aufklärung der Jugend in den Schulen, der Versuch in Dienststellen der Wehrmacht einzudringen, um dort die Freistellung vom Wehrdienst zu beeinflussen, Ausstellung falscher Papiere, Beherbergung von Deserteuren, Aufnahme von Verbindung zu Fremdarbeitern, Vorbereitungen für den Fall des Zusammenbruchs.

Widerstandsgruppe Dr. Viktor Schumacher und Anton Haller 

Eine starke Widerstandsgruppe, die sich gegen das Regime formierte, wurde von Dr. Viktor Schumacher (1894–1981)  und Anton Haller (1907–1958)  bereits im Jahr 1938 gegründet.
​ Ihre erste Aktion fand in der Nacht vom 11. auf den 12. März 1938 im Rathaus von Hall statt. Gemeinsam mit Jakob Schonger (1900–1980) und Ing. Richard Matt (1905-1959) brachten sie die Akten und Mitgliederverzeichnisse der Vaterländischen Front in sichere Verstecke. Dies rettete vielen Haller Bürgern das Leben, indem es ihnen Inhaftierung und Deportation ersparte.
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Foto Anton Haller. Online unter: https://www.parlament.gv.at/person/494  (Stand 10.8.2024). Foto Dr. Viktor Schumacher. In: Privatarchiv Dr. Andreas Schumacher Hall in Tirol.
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Foto: (links)  Jakob Schonger. In: Privatarchiv Schonger Hall in Tirol. Foto: (rechts) Ing. Richard Matt. In:  Privatarchiv Matt Hall in Tirol.

​Erste Aktion der Widerstandsgruppe um Dr. Viktor Schumacher und Anton Haller am 12. März 1938

Eine Stunde vor Besetzung des Rathauses am 12. März 1938 durch die Parteikader der NSDAP beschlossen Dr. Viktor Schumacher, Ing. Richard Matt, Jakob Schonger und Anton Haller die Listen-und Aktenbestände der Vaterländischen Front Bezirksführung in Sicherheit zu bringen. Es mussten vor allem die Mitgliedsverzeichnisse vor dem Zugriff der NSDAP gerettet werden, um die Mitglieder vor Verhaftung zu schützen. Diese Aktion verlief erfolgreich, denn die Nationalsozialisten bewachten den Vordereingang, während die Gruppe um Anton Haller das Magistratsgebäude durch den Hinterausgang verließ. Das Akten-und Listenmaterial konnte während der gesamten NS-Herrschaft trotz Verhören nicht von der Gestapo gefunden werden. Ab diesem Zeitpunkt fanden regelmäßige Zusammenkünfte dieser ersten Zelle des Widerstandes um Anton Haller statt.
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Foto: 13. März 1938 Einmarsch der Wehrmacht am Unteren Stadtplatz in Hall in Tirol. In: Privatarchiv Reinhart Federspiel 6068 Absam.

Verhaftung der Opposition gegen den Nationalsozialismus in Hall in Tirol am 11./12. März 1938

Die SS und SA-Verbände der NS-Macht verhafteten die Opposition in der Nacht vom 11. auf den 12. März 1938 in Solbad Hall. Dadurch erlitt der erste Widerstand (1938 bis 1940) einen schweren Schlag. In der ersten Verhaftungswelle wurden oppositionelle und bürgerliche Kreise, wie Dr. Viktor Schumacher (1894–1981) Stadtarzt, Hauptmann d. R. Herbert Plattner (1879-?), Anton Haider Messner in Absam (1903-1979), Graf Galen Christof Gutsbesitzer in Baumkirchen (1885-?), Karl Farbmacher Metzger, Gemeinderat (1907-?), Andreas Weber Oberhüttenmeister (1878-?), Karl Durkowitzer Gastwirt Post (1904-?), Pius Reinmayer Schuldiener (1907-?) und Salinenschmied Johann Witsch (Lebensdaten?) beim Bezirksgericht in Hall in Schutzhaft genommen.
Weitere Verhaftete waren Angehörige des monarchistisch-legitimistischen Widerstandes, beispielsweise Bernhard Stolberg zu Stolberg (1881–1952), der Magistratsdirektor Dr. Ernst Verdross-Drossberg (1898–1963 ins KZ-Dachau Häftlingsnummer 14354), D
Dr. Arthur Reisinger (1899–1983), aber auch bürgerliche Kreise wie Hofrat Dr. Manfred Mumelter (1885-1965, KZ-Dachau Häftlingsnummer 14350), sowie Stützen der Regierung Dr. Kurt Schuschnigg (1897–1977), wie Dipl. Ing. Herbert Pichler (geb. 1900- ? KZ-Dachau Häftlingsnummer 14349), Polizeiinspektor Friedrich Corazza (1897–1944, ins KZ-Dachau Häftlingsnummer 14353) und Direktor Josef Egg (1891–1958). Sie wurden nach Innsbruck ins Hotel Sonne gebracht und als besonders gefährliche Gegner bezeichnet.
Diese Verhaftungen waren ein schwerer Schlag für die Opposition in Hall. Dennoch kehrten die ersten Inhaftierten nach einem Monat Haft nach Solbad Hall zurück. Dr. Viktor Schumacher schloss sich dem Widerstand um Anton Haller an und war von Beginn an eine treibende Kraft im Widerstand gegen den Nationalsozialismus in Hall. 
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Foto (links) Prof. Anton Dosch. In: Privatarchiv Niederwolfsgruber Innsbruck. Foto: (rechts) Anton Demanega. In: Privat-Archiv Architekt Dipl.Ing. Herbert Demanega Innsbruck. 

Treffpunkt der oppositionellen Kräfte in Hall in Tirol 1938-1945

Bereits 1938 diente die Schusterwerkstatt in der Agramgasse 8 als Treffpunkt für die oppositionellen Kräfte in Hall. Da Schuhe von jedem gekauft oder repariert werden mussten, konnten Gleichgesinnte unauffällig mit Anton Haller über die politische Lage diskutieren. Nur der engste Kreis um Dr. Viktor Schumacher und Anton Haller wusste, welche Einwohner von Hall in die Aktivitäten involviert waren. Die Mitbegründer der Haller Widerstandsbewegung gehörten zu den ersten Teilnehmern dieser Treffen. Es wurde ein allgemeines Erkennungszeichen vereinbart, um neue Mitglieder zu identifizieren. Im Zeitraum von 1941 bis 1945 spielte Schuhmachermeister Anton Haller eine zentrale Rolle des Widerstandes in Solbad Hall. Ein Netzwerk von Widerstandskämpfern um Anton Haller (1907-1958), Dr. Viktor Schumacher, Anton Demanega (1910-1987) und Anton Dosch (1914-1979) bildete sich.
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Foto: Schusterwerkstatt Eingang Agramgasse 8, Hall in Tirol. In: Privatarchiv  K. Walder Hall in Tirol.

Rückkehr zahlreicher Verhafteter nach Solbad Hall/Hall in Tirol im Jahr 1939

Im Jahr 1939 kehrten zahlreiche Verhaftete aus Gefängnissen, dem KZ-Dachau, KZ- Mauthausen und KZ-Gusen zurück, wohin sie nach dem Anschluss gebracht wurden. Auch sie wurden zu Trägern des Widerstandes in Solbad Hall. Dabei handelte es sich um angesehene Haller Bürger, beispielsweise Hofrat Dr. Manfred Mumelter, Dr. Ernst Verdross und den Stadtpolizisten Friedrich Corazza. Die Anschlussjahre bedeuteten für die meisten von ihnen schwere soziale Not und Isolation. Denn durch die lückenlose Überwachung durch die Gestapo waren Kontakte mit Gleichgesinnten erschwert möglich. Der Besuch der Kirchen nahm in den Kriegsjahren zu, denn dadurch konnten sich die Widerstandswilligen mit Gleichgesinnten austauschen. Obwohl die Fronleichnamsprozession von 1939 aufgrund von Einschränkungen nur begrenzt, möglich war, wurde sie nicht verboten. Dennoch war die Teilnahme der Bevölkerung außergewöhnlich zahlreich.
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Trotz der Verhaftungen arbeitete der katholische Widerstand im Untergrund weiter.  Denn im Sommer 1939 sprachen SD-Sicherheitsberichte davon, dass sich in Tirol der passive Kampf des katholischen Widerstandes in aktive illegale Tätigkeit gewandelt habe.

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 Foto:  Josef Terrabona, Karteikarten Nummer: 14_2-2 in: Stadtarchiv/Bildarchiv Hall in Tirol.

Zusammenschluss der Widerstandsgruppe Anton Haller mit der sozialdemokratischen/kommunistischen Widerstandsgruppe im Jahr 1941

Anton Haller konnte im Jahr 1941 erfolgreich die Anhänger der sozialdemokratischen und kommunistischen Partei in Solbad Hall, unter der Führung von Heinz Ehrenreich-Thöni, Josef Terrabona und Viktor Wachter für die Mitarbeit im Widerstand gewinnen. Die sozialistische und kommunistische Widerstandsbewegung in Hall in Tirol bestand seit 1934. Sie verteilte Flugblätter, malte Hammer-und-Sichel-Symbole an Hauswände und verbreitete Propaganda. Josef Terrabona, Viktor Wachter und Ehrenreich Thöni organisierten Munition und Waffen, um die Widerstandsbewegung für den Aufstand auszurüsten. Durch Kuriere, wie Johanna Wagner wurde Munition bis zur Piburger Gruppe ins Ötztal geliefert.  
Von der sozialdemokratischen Arbeiterpartei beteiligten sich Franz Bucher (1899-1975) , Nikolaus Laimgruber (1893-1980), Josef Schaidreiter (1904-1948), Hubert Schittelkopf (1909-1968), Stefan Schwaiger (geb. 1893-?), Josef Terrabona (1898-1986), Heinz Ehrenreich Thöni (1894-1971), Viktor Wachter (1890-1960), Josef Wappitsch (geb. 1901-?), Josef Weigand (geb. 1899-?), Florian Wirtenberger am Widerstand von Anton Haller. 

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Der Kommunist Johann Bauer wurde 1940 von der Gestapo verhaftet und vier Monate festgehalten. Er schloss sich ebenfalls dem Haller Widerstand an.  (siehe Blog: Sozialdemokratische Widerstandsbewegung)

Widerstandsnetzwerk in Innsbruck: Die Sabotagezelle im Wehrmeldeamt von Anton Walder und Zusammenarbeit mit  Anton Haller (1942)

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Foto:  Anton Walder (1942). In: Privatarchiv K. Walder Hall in Tirol.
 Im Jahr 1942 sprachen Anton Haller und Ing. Richard Matt mit Anton Walder (1913-1985) aus dem Widerstandskreis des Wehrmeldeamts in Innsbruck, um ihn für Halls Widerstand zu gewinnen. Unter Anton Walders Leitung wurde im Wehrmeldeamt eine gut organisierte Sabotagezelle aufgebaut, die dazu führte, dass zahlreiche Soldaten vom Militärdienst befreit wurden. Falls eine Befreiung vom Militärdienst nicht möglich war, wurden die jungen Männer an Dienststellen versetzt, die für die Widerstandsbewegung von besonderem nachrichtendienstlichem Wert waren. 
Als Mitglied des Haller Widerstandskreises war Postinspektor Anton Walder (1913–1985) auch für die Organisation und den Kontakt zu anderen Widerstandsgruppen verantwortlich. Er fungierte als Verbindungsmann zur Gruppe Post-Telegraphenamt, deren Gründungsmitglied (1938) er war und zur Gruppe Wehrmacht- Wehrmeldeamt um Fritz Würthle in Innsbruck. (siehe Blogeinträge Anton Walder I und II)

Netzwerk des Widerstands in Tirol um Anton Haller: Kontakte, Decknamen und konspirative Treffpunkte (1942-1945)

Anton Haller unterhielt enge Kontakte zu weiteren Schlüsselpersonen wie Dr. Hautz, Oblt. Johann Baumann, Stabsfeldwebel Schmidt und Fritz Würthle. Eine entscheidende Unterstützung erhielt er dabei von der Tiroler Handwerkskammer. Diese ermöglichte die Einrichtung zahlreicher Decknamen-Stellungen, organisiert durch Ärzte wie Dr. Santer, Prof. Dr. Anton Hittmayr (DÖW 4329), Dr. Oberhofer, Dr. Hahn und Dr. Krautschiedl.

Konspirative Treffpunkte und Tarnungen

Als ständige Treffpunkte der Gruppe dienten das Gasthaus Maria Theresia in Solbad Hall, das Weiße Kreuz und das Hotel Kreid in Innsbruck. Getarnte Zusammenkünfte fanden bei Messbesuchen, kirchlichen Feiern, Beerdigungen, Sportveranstaltungen oder in Kaffeehäusern statt; oft wurden Treffen auch als Krankenbesuche kaschiert. Dennoch blieb Anton Hallers Werkstatt der zentrale und wichtigste Ort für den politischen Meinungsaustausch.

​Enger Kontakt bestand mit den Widerstandsgruppen der Umgebung, mit BGM. Kaltenhauser in Ampaß, Linienschifffahrtsleutnant Conte Veith (1878-1959) in Tulfes, Ebenbichler in Volders, Tuninger in Gnadenwald. Eine wichtige Verbindung bestand seit Beginn der NS-Herrschaft mit dem Widerstandskreis um Ing. Anton Hradetzky, der ein Netzwerk von Verbündeten in ganz Tirol unterhielt. (siehe Blogeintrag Widerstandsgruppe Ing. Anton Hradetzky)

Vernetzung mit regionalen Widerstandsgruppen

Das Netzwerk war eng mit weiteren Widerstandsgruppen in der Umgebung verbunden, etwa mit Bürgermeister Kaltenhauser in Ampass, Linienschifffahrtsleutnant Conte Veith (1878-1959) in Tulfes, Ebenbichler in Volders und Tuninger in Gnadenwald. Eine besonders bedeutende Verbindung bestand von Beginn der NS-Herrschaft an zum überregional agierenden Widerstandskreis um Ing. Anton Hradetzky, der ein weitverzweigtes Netz von Verbündeten in ganz Tirol unterhielt (siehe dazu den Blogeintrag zur Widerstandsgruppe Ing. Anton Hradetzky, sowie Blog Conte Veith)

Organisatorische Festigung und personelle Erweiterung ab 1943

Ab dem Jahr 1943 erfuhr die organisierte Widerstandsgruppe um Anton Haller eine bedeutende Verstärkung. Der Kreis um Dr. Viktor Schumacher und Haller selbst bildete nun einen erweiterten Führungsstab. Zu diesem gehörten:
·       Dr. Viktor Schumacher (1894–1981)
·       Anton Haller (1907–1958)
·       Anton Dosch (1914–1979)
·       Heinz Ehrenreich Thöni (1894–1971)
·       Anton Demanega (1910-1987)
·       Anton Walder (1913–1985)
Zudem verstärkten zahlreiche Persönlichkeiten aus katholischen Kreisen die Gruppe. Ihnen schlossen sich unter anderem an:
·       Schulrat Josef Egg (1891–1958)
·       Dr. Ernst Verdross (1892–1963)
·       Martin Berger (1885–1953)
·       Paul Bruch (1897–1962)
·       Hermann Kerbler (1893–1982)
·       Rudolf Knapp (1890 –1961)
·       Josef Müller (1908–1980)
·       Alois Tusch (1898–1963)
·       Josef Viertl (1905–1991)
·       Julius Vogth (1893–1983)
·       Josef Wagner (1875–1964)
·       Leopold Wedl (1907–1965)
·       Karl Zanger (*1890)
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Foto: Schulrat Josef Egg. In: Privatarchiv GR Claudia Weiler Hall in Tirol.

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Foto: Hermann Kerbler hinten links. In Privatarchiv Hubert Berger Kufstein.

Intensivierung des Widerstands: Netzwerk, Partisanenkampf und gefährliche Doppelspiele (1943–1945)

In der letzten Phase des Zweiten Weltkriegs intensivierte sich der organisierte Widerstand in der Region Hall in Tirol, Innsbruck und Gnadenwald. Die Aktivitäten erreichten eine neue Qualität und Ausweitung.

Wehrkraftzersetzung und ärztlicher Widerstand

Die Zusammenarbeit mit dem Regionalen Ärztlichen Dienst (R.A.D.) wurde vertieft. Anton Walder baute die Widerstandszelle im Wehrmeldeamt Innsbruck systematisch aus, um die Wehrkraft zu untergraben. In Abstimmung mit dem Ärztekreis gelang es, zahlreiche junge Männer durch attestierte Dienstunfähigkeit vom Wehrdienst zu befreien.

Das Partisanenlager im Vomperloch

1943 richtete die Gnadenwalder Widerstandsgruppe ein geheimes Partisanenlager im abgelegenen Vomperloch ein. Zunächst wurden nur die vertrauenswürdigsten Männer dort untergebracht. Für die Logistik und Unterbringung war maßgeblich Postinspektor Martin Berger von der Haller Gruppe verantwortlich.
Als erster „Vomperlocher“ galt Friedl Steinlechner. Im Frühjahr 1945 stießen Franz Obleitner, Hans Norz, Max Bliem und Edi Weber aus Hall dazu. Die Versorgung des Lagers organisierten maßgeblich die Gnadenwalder Gründerväter Platzer und Steinlechner. Über Fritz Würthle erhielten Anton Haller und Anton Walder Kontakt zum Tiroler KP-Landesführer Josef Ronczay, der ebenfalls im Partisanenlager Schutz fand.

Das fatale Doppelspiel des Gestapo-Mannes Andergassen

Um an Informationen zu gelangen, war die Widerstandsbewegung auf Kontakte innerhalb von Gestapo, Polizei und NSDAP-Kreisen in Hall angewiesen. Seit Jahren pflegte Anton Haller den Kontakt zum Haller Gestapo-Beamten Heinrich Andergassen (1908-1946).
Was Haller nicht wusste: Andergassen war ein fanatischer Nationalsozialist, der sein hilfsbereites Auftreten gezielt nutzte, um Informationen aus dem Widerstand zu ziehen. 1943 nach Meran und später zum Sicherheitsdienst nach Bozen versetzt, war er dort unter anderem für Judendeportationen und die Tötung alliierter Agenten verantwortlich.
Nach Kriegsende wurde Andergassen von US-Behörden festgenommen, von einem Militärgericht zum Tod verurteilt und am 26. Juli 1946 in Livorno hingerichtet. Anton Haller erfuhr wohl erst 1946 von diesem Verrat. Dass Andergassen bei der unblutigen Stadtübergabe Halls am 2./3. Mai 1945 nicht anwesend war, dürfte vielen Widerstandskämpfern das Leben gerettet haben. Zeugenbefragungen legen nahe, dass er sich mit seinem Vorgesetzten ins Karwendelgebirge abgesetzt hatte. Möglicherweise war er einer der beiden bewaffneten Gestapobeamten, die – laut den Forschungen von Agnes Larcher – in Hallers Werkstatt erschienen und um Versteck im Halltal baten.

Infiltration von Polizei, Partei und Volkssturm

In den letzten Kriegswochen gelang es Anton Haller, wichtige Schlüsselpersonen für die Sache des Widerstands zu gewinnen, darunter Polizeileutnant Adolf Crepaz und den NSDAP-Funktionär Willi Jud. Besonders wertvoll war die Zusammenarbeit mit Ing. Walter Jud, dem interimistischen Bürgermeister von Hall, der wichtige Nachrichten lieferte.
Jud unterstützte die Widerstandsbewegung auch maßgeblich bei der Infiltration des Volkssturms, indem er einen linientreuen Leiter einsetzte. Ebenso konnte eine geplante Bewaffnung der Hitlerjugend in Hall durch eine Absprache mit Jud verhindert werden. Die Feuerwehr unter Ludwig Walder stellte ihre Fahrzeuge für den Widerstand bereit. Versuche, stabile Zellen innerhalb der Wehrmacht aufzubauen, scheiterten am ständigen Personalaustausch.

Verhaftungen und Befreiung

Im Herbst 1944 war die Widerstandsbewegung einem schweren Schlag ausgesetzt: Dr. Viktor Schumacher, Dr. Erich Kneussl (1884–1968) und Anton Haller wurden verhaftet. Nur durch das entschiedene Eingreifen von Ing. Walter Jud bei Gauleiter Hofer konnten Schumacher und Haller wieder freigelassen werden. Dr. Erich Kneussl blieb in Haft und wurde vom 23. August bis zum 28. September 1944 im Konzentrationslager Reichenau interniert

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Quelle: Heinrich Andergassen, Bericht Anschuldigungen gegen SS-Führer in Bozen, Zeugenprotokoll, in: Quelle-LAB B Rep. 057-01.3522 BDS Verona KDS Bozen.pdf; Folio (Seiten) 151-157. Hier 3. Unberechtigte Beschlagnahme: Folio 4; sowie 5. Flucht des SS-Stubaf. August Schiffer und SS-Ustuf. Heinrich Andergassen, Folio 5. Historisches Archiv der Landespolizeidirektion Tirol (Archiv LPD-Tirol). E-mail: Erich Schreder am 29.3.2024.
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Foto: Zeitung Innsbrucker Nachrichten ( 4. November 1944). In: Privatarchiv K. Walder Hall in Tirol.

Internationale Solidarität: Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter im Haller Widerstand

Die Widerstandsbewegung um Anton Haller zeichnete sich durch eine bewusste und gefährliche Zusammenarbeit mit Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern aus. Diese internationale Komponente war von entscheidender Bedeutung für die Aktionen der Gruppe.
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Foto: Barackenlager in Hall in Tirol. In: Privatarchiv Reinhart Federspiel 6067 Absam.

Kontaktaufnahme und erste Zusammenarbeit

In Anton Hallers Werkstatt knüpfte Anton Dosch die ersten Verbindungen zu ausländischen Gefangenen. Haller selbst beschäftigte drei serbische Männer, die sich bereiterklärten, aktiv am Widerstand teilzunehmen. In Solbad Hall mit seinen rund 11.000 Einwohnern stellten die etwa 400–500 Kriegsgefangenen und Zwangsarbeiter – Serben, Polen, Tschechen, Rumänen, Franzosen, Italiener und Ukrainer – eine bedeutende Gruppe dar. Sie waren überwiegend in Lagern wie dem KZ Reichenau oder in Eichat bei Absam interniert.
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Foto: Armbinden der österreichischen Widerstandsbewegung Mai 1945. In: Privatarchiv K. Walder Hall in Tirol.
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Organisation und Sabotage

1944 intensivierte sich die Zusammenarbeit, insbesondere bei der Erfassung wehrtauglicher Männer. Über Feldwebel Heuschild vom Kriegsgefangenenlager vermittelte, fand Haller Vertrauensleute unter den Gefangenen. Der serbische Schuhmacher Stanko Zoniloric, der in Hallers Werkstatt arbeitete, nutzte das Vertrauen der Lager-SS, um abgehörte Informationen an den Widerstand weiterzugeben.
Anton Dosch übernahm die Aufgabe, die Gefangenen zu organisieren. Es entstanden Gruppen mit tschechischen, polnischen und ukrainischen Mitgliedern. Diese führten waghalsige Sabotageakte durch, etwa bei Rückzugsbewegungen der Wehrmacht aus Italien, wo eigens gebildete Trupps die Reifen von Transportfahrzeugen beschädigten, um den Vormarsch zu verlangsamen.

Kriegsgefangene als militärisches Rückgrat

Trotz der drakonischen Strafen für den Umgang mit Kriegsgefangenen hielt die Haller Gruppe an dieser Kooperation fest. Die ausländischen Mitstreiter waren aus mehreren Gründen unverzichtbar:
  1. Sie waren die einzigen waffenkundigen Männer in einer Bevölkerung, die hauptsächlich aus Alten, Frauen, Kindern und Wehruntauglichen bestand.
  2. Sie waren zum sofortigen Losschlagen gegen das NS-Regime bereit.
Sie hatten Zugang zu Waffen und Munition, die sie unter größter Gefahr aus Lager- oder Armeebeständen beschaffen konnten.

Entscheidende Rolle bei der Befreiung 1945

Ihr wichtigster Beitrag erfolgte in der Endphase des Krieges. In der Nacht zum 2./3. Mai 1945leisteten die Kriegsgefangenen im Lager Eichat einen entscheidenden Beitrag zur unblutigen Übergabe der Stadt Hall an die heranrückenden US-Truppen. Um starke SS-Verbände am Ausrücken zu hindern, leerten Widerstandsarbeiter heimlich die Benzintanks der SS-Fahrzeuge. Diese Sabotage verhinderte einen möglichen blutigen Kampf um die Stadt.

Erweiterung des Netzwerks: Die Gruppe in St. Johann

Zu Beginn des Jahres 1945 weitete sich das Netzwerk weiter aus. Luis Vigl nahm Kontakt zur Heeres-Hochgebirgsschule in St. Johann auf. Auf Anton Hallers Geheiß hin formierte Vigl dort eine neue Widerstandsgruppe und meldete bereits Anfang Februar eine einsatzbereite Einheit von sechzehn Personen, die auf ihren Einsatz wartete.

Gescheiterter Waffenabwurf für den Widerstand

Im März und April 1945 verhandelten Anton Haller und Konrad Platzer aus Gnadenwald mit dem US-Offizier Fred Mayr von der OSS-Operation Greenup über einen von den Amerikanern versprochenen Waffenabwurf auf der Walder Alm in Gnadenwald. Dieser Abwurf unterblieb jedoch, da sich die militärische Lage so rasch änderte, dass die US-Armee Tirol bereits am 2. und 3. Mai 1945 einnehmen konnte.

Die Mission „Deadwood“ und die Gefangennahme Leutnant Hornecks

Bereits im März 1945 traf Joseph Freiherr von Franckenstein – unter dem Decknamen Leutnant Horneck – in Solbad Hall ein. Der vor 1938 in Hall wohnhafte und in die USA emigrierte Offizier war im Rahmen der OSS-Operation Deadwood über Süditalien eingereist und wurde von einem jungen Funker namens Novacek begleitet. Die Haller Widerstandsbewegung brachte die beiden bei Bürgermeister Josef Kaltenhauser in Ampass unter, wo erste geheime Besprechungen stattfanden, um die Widerstandskreise über das Herannahen der US-Truppen zu informieren.
Bald darauf wurde Bürgermeister Kaltenhauser denunziert. Bei einer Hausdurchsuchung konnte die Gestapo weder ihn noch Leutnant Horneck und dessen Begleiter festnehmen, da sie gewarnt worden waren und fliehen konnten. Horneck zog sich mit seinen Männern in die ihm von früheren Bergtouren bekannte Axamer Lizum Hütte zurück. Auch dieser Aufenthaltsort wurde jedoch von den Nationalsozialisten entdeckt. Bei einem Überfall einer SS-Truppe wurde der Funker Novacek, Vater von vier Kindern, getötet. Leutnant Horneck wurde verhaftet, in die Gestapozentrale nach Innsbruck und schließlich ins KZ Reichenau gebracht.
Dort gelang ihm mit Hilfe einer jungen Frau aus der Widerstandsbewegung, die ihm eine Feile zusteckte, die Flucht: Er löste seine Fesseln und sprang aus dem ersten Stock und entkam in den nahegelegenen Wald.

Verhaftungswelle und Schwächung des Widerstands

Durch die Verhaftungswelle vom 27. April 1945 wurden Ernst und Edi Grünwald sowie Verbindungsleute der Operationen Deadwood und Greenup festgenommen. Diese Schläge trafen den Tiroler Widerstand schwer.
Nach Kriegsende wurde Joseph Freiherr von Franckenstein (Leutnant Horneck) von Colonel Hudson als Militärrichter in Innsbruck eingesetzt, bevor er in die USA zurückkehrte. Dort arbeitete er später als Professor und Lektor an der Columbia University in New York.

Zusammenschluss der Widerstandsgruppen

Ab April 1945 schloss sich der Haller Widerstand mit der österreichischen Widerstandsbewegung um Dr. Karl Gruber in Innsbruck zusammen. Auf Vermittlung von Anton Walder kam es am 9. April 1945 zu einem Treffen zwischen Dr. Karl Gruber, Fritz Würthle und Anton Haller im Sanatorium Kettenbrücke. Dabei vereinten sich die Widerstandskreise des Wehrmeldeamts, der „Gruppe Post“ und der Haller Bewegung unter der Führung von Dr. Karl Gruber. Bei dieser Besprechung konnte Anton Haller eine einsatzbereite Kampfgruppe von 250 Mann stellen.
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Foto: Die Haller Widerstandsbewegung beim Treffen in der Werkstatt von Anton Haller (Juni 1945). In: Privatarchiv K. Walder Hall in Tirol. Bildmitte Anton Walder mit Blick zum Betrachter, rechts Anton Haller mit Rücken zum Betrachter, linke Seite Dr. Viktor Schumacher , Anton Demanega, Prof. Anton Dosch und Ing. Herbert Guglberger mit Hut im Hintergrund.
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Anton Haller musste noch im März 1945 den persönlichen Verlust, den Tod seines Vaters Anton Haller hinnehmen. Quelle: Innsbrucker Nachrichten, 6. März 1945, in: Anno Zeitungen, online unter: {https://anno.onb.ac.at/ (Stand: 10.8.2024)

Die entscheidende Rolle von Hauptmann Johann Baumgartner (1896 - 1958)

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Foto: Hauptmann Johann Baumgartner (1940). In: Privatarchiv Reinhard Schwaiger Hall in Tirol.
Hauptmann Hans Baumgartner trug maßgeblich zur unblutigen Übergabe der Stadt Hall an die alliierten Truppen am 3. Mai 1945 bei. Er informierte Anton Haller über das Eintreffen einer weiteren SS-Truppe aus dem Unterinntal und verhinderte die Sprengung der Volderer Brücke. Zu diesem Zweck postierte er Scharfschützen zum Schutz des Bauwerks. Zudem unterstützte er Anton Dosch bei der Führung eines bewaffneten Aufstands im Osten der Stadt. Im kritischen Moment gelang es ihm, die Mitglieder der Widerstandsbewegung in der Nacht des 3. Mai vor der Verhaftung durch SS-Offiziere zu warnen. (Siehe Blogbeitrag „Hauptmann Baumgartner“).

Vergebliches Warten auf das Signal zum Aufstand

Am Abend des 2. Mai 1945 fanden in der Wohnung von Anton Haller Lagebesprechungen statt. Gegen 20:00 Uhr fuhren Anton Haller und Anton Walder nach Innsbruck ins Café München, wo der Kampfstab der österreichischen Widerstandsbewegung unter Dr. Karl Gruber tagte. Das Treffen mit Gruber selbst fand in der Spirituosenhandlung „Palermo“ statt. Man vereinbarte, dass der Zeitpunkt des Aufstands über eine Radiomeldung bekannt gegeben werden sollte. Haller und Walder kehrten nach Hall zurück und warteten vergeblich auf das vereinbarte Funksignal.

Ein verhängnisvolles Telefonat und seine Folgen

Unterdessen fanden stündliche Besprechungen bei Anton Haller bis zwei Uhr nachts statt. Dr. Schumacher, verantwortlich für die Planung des bewaffneten Aufstands, begab sich nach dem letzten Treffen gemeinsam mit Anton Demanega in seine Praxis, um telefonisch Kontakt mit der Widerstandsbewegung in Innsbruck aufzunehmen. Dieses Gespräch wurde von einer Postbediensteten abgehört, die dabei die zufälligen Worte „dann schlagen wir jetzt los“ aufschnappte. Die Angestellte informierte umgehend Gauleiter Franz Hofer und nannte ihm auch die Telefonnummer (111) von Dr. Viktor Schumacher.
Noch in derselben Nacht schickte Gauleiter Hofer SS-Offiziere zur Wohnung Schumachers, um ihn festzunehmen.

Flucht und Verhaftung in letzter Minute

Anton Haller wurde von Dr. Schumachers Ehefrau über dessen Verhaftung informiert. Daraufhin mussten sich die Mitglieder der Widerstandsbewegung in Sicherheit bringen und die vorbereiteten Waffen verstecken. Haller floh nach Gnadenwald, Anton Demanega fand Unterschlupf in Hall, während Anton Walder und Ehrenreich Thöni sich am Volderberg und in Tulfes verstecken mussten. Die Wohnung von Anton Haller wurde indessen von Gestapo und SS überwacht.
Für Dr. Schumacher war jede Hilfe zu spät. Er wurde ins Innsbrucker Gauhaus gebracht und von SS-Offizieren bis zum Morgen verhört. Er weigerte sich standhaft, Auskünfte über die Haller Widerstandsbewegung zu geben. Man drohte ihm mit einem Standgericht und den Worten: „Das Erschießungskommando stehe in zwei Stunden bereit“. So entging Dr. Viktor Schumacher nur knapp der Hinrichtung in der letzten Nacht der NS-Herrschaft, da sich die Ereignisse überschlugen: Am nächsten Morgen befand sich Innsbruck bereits in den Händen der österreichischen Widerstandsbewegung.
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Quelle: Tiroler Tageszeitung, 22. Juni 1945 in: E-mail Harald Stockhammer vom 25. 2. 2024.
In diesem Zeitungsbericht wurde das Sicherheitswesen in Tirol nach Ende des Zweiten Weltkrieges dargestellt. Es wird berichtet, wie Oberstleutnant Wunsch zusammen mit dem  Polizeipräsidenten Dr. Junger in die Polizeikaserne in der Sillgasse eindrang und die Leitung der Innsbrucker Polizei im Namen der österreichischen Widerstandsbewegung  übernahm. Nur das Zusammenspiel all dieser Kräfte konnte die nationalsozialistische Herrschaft beenden und Menschenleben retten, beispielsweise jenes von Dr. Viktor Schumacher. 
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Foto : Rathaus in Hall in Tirol (2023). In:  Privatarchiv K. Walder Hall in Tirol.

Sicherung der Stadt und Rückkehr des Widerstands

Am 3. Mai 1945 kehrten Dr. Viktor Schumacher, Anton Haller, Anton Demanega, Ehrenreich Thöni und Anton Walder nach Hall zurück. Die Kampfgruppen der Widerstandsbewegung besetzten unverzüglich alle Wachen, öffentlichen Gebäude und strategisch wichtigen Punkte der Stadt, um Plünderungen zu verhindern. Unter der Leitung von Ludwig Walder (1892–1973) hielt die Feuerwehr ihre Fahrzeuge einsatzbereit, um gegebenenfalls Evakuierungen durchzuführen und im Falle von Brandstiftungen sofort eingreifen zu können.

Wahl des neuen Bürgermeisters

​Noch am Abend des 3. Mai wählte die Haller Widerstandsbewegung Dr. Viktor Schumacher zum Bürgermeister. (Siehe Blogeintrag Dr. Viktor Schumacher)

Offizielle Übergabe an die Alliierten

Am Vormittag des 4. Mai 1945 übergab Dr. Viktor Schumacher im Beisein von Dr. Ernst Verdross und Anton Haller im Rathaus die Stadt Hall kampflos an den Vertreter der amerikanischen Militärregierung, Arthur G. Weeks. Am 6. Mai 1945 wurde Dr. Viktor Schumacher offiziell von der US-Militärregierung als Bürgermeister bestätigt.
Zu den verantwortlichen Leitern der Haller Widerstandsbewegung, die auf den Zusammenbruch des nationalsozialistischen Regimes und die unblutige Übergabe der Stadt an die Alliierten hingearbeitet hatten, zählten:
  • Dr. Viktor Schumacher
  • Dr. Ernst Verdross
  • Anton Haller
  • Anton Demanega
  • Prof. Anton Dosch
  • Anton Walder
  • Heinz Ehrenreich-Thöni

Einzug der Befreier und eine tragische Verkettung

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Foto Erste Reihe -  links oben Dr. Viktor Schumacher, rechts oben Dr. Ernst Verdross, zweite Reihe links Anton Haller, rechts Anton Demanega, dritte Reihe Prof. Anton Dosch und  Anton Walder. In: Privatarchiv K. Walder Hall in Tirol.
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Foto Haller Blatt, Mai 2005, Bericht von Hans Spötl. In: Privatarchiv K. Walder Hall in Tirol.
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StAH, Protokoll der Gemeinderatssitzung vom 13. Mai 1945. In: Stadtarchiv Hall in Tirol.
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Foto Haller Blatt, Mai 2005. Bericht von Hans Spötl Hall in Tirol.  In: Privatarchiv K. Walder Hall in Tirol.
Dr. Ernst Verdross verfasste vermutlich im Jahr 1945/46 den Tätigkeitsbericht über die Haller Widerstandsgruppe:
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Quelle: Maislinger,Andreas: Organisierter Widerstand. Die Gruppe um Anton Haller. In: Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands (Hrsg.): Widerstand und Verfolgung in Tirol 1934 - 1945.  Eine Dokumentation (2). Wien/München 1984, S. 448-450. 

Die erste Nachkriegsregierung: Personal und Widersprüche

Im Jahr 1945 wurde der erste Gemeinderat aus Mitgliedern des Haller Widerstands gebildet, wie von Bürgermeister Dr. Viktor Schumacher festgehalten wurde.
Es ist jedoch eine historische Auffälligkeit zu vermerken: Unter den gewählten Mandatsträgern befanden sich mit Felix Ragonig (Sozialdemokratische Arbeiterpartei) und Jakob Schonger(Katholische Partei) zwei Personen, die zuvor Mitglieder der NSDAP gewesen waren. Aus den überlieferten Quellen lässt sich nicht eindeutig klären, wie sich diese frühere Parteimitgliedschaft mit ihrer späteren Beteiligung am Widerstand vereinbaren lässt.
(Quelle: Stadtarchiv Hall, Polizeiakten zur Entnazifizierung in Solbad Hall)
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Quelle: Stadtarchiv Hall in Tirol, Schachtel Widerstandsbewegung. In: Stadtarchiv Hall in Tirol. 
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Quelle: Anton Haller. Leiter der österreichischen Widerstandsbewegung Hall. Schreiben vom 11. Mai 1945. In: Historisches Archiv der Landespolizeidrirektion Tirol. Akt Heinrich Andergassen, Präs. III 1233/46, S. 4. 

Eine verhängnisvolle Fehleinschätzung

Am 11. Mai 1945, nur wenige Tage nach Kriegsende, bestätigte Anton Haller schriftlich, dass Heinrich Andergassen für die Haller Widerstandsbewegung tätig gewesen sei. Dieses Dokument beweist, dass Haller nichts von Andergassens doppeltem Spiel wusste.
Wäre Andergassen während des Aufstands der Haller Widerstandsbewegung tatsächlich in Hall involviert gewesen, hätten die führenden Köpfe – Anton Haller, Dr. Viktor Schumacher, Anton Dosch, Ehrenreich Thöni, Anton Demanega und Anton Walder – die Nacht des 2. auf den 3. Mai 1945 nicht überlebt. Ihre Rettung verdankten sie nur der Tatsache, dass sie sich nach der Denunziation einer Postangestellten rechtzeitig in Sicherheit bringen konnten. Diese hatte ein abgehörtes Telefonat über den bevorstehenden Aufstand an Gauleiter Hofer verraten.
(siehe auch Blogeintrag zu Dr. Ernst Verdross)​
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Zeitungsartikel TT, Nr 224/1970 in: Stadtarchiv Innsbruck. Email von  [email protected].
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Quellen:  Bundesrat Anton Haller. In: Tiroler Nachrichten, Nr. 40, am 18.2. 1952. In: Historisches Archiv der Bundespolizeidirektion Tirol; sowie Nationalrat  Anton Haller angelobt. In: Tiroler Tageszeitung, Nr. 15, am 18.1.1957.  In: Historisches Archiv der Bundespolizeidirektion Tirol.
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Quelle: Nachruf Anton Haller. In: Tiroler Tageszeitung, 16. April 1958, Nr. 87, Seite 3.  In: Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum Innsbruck. E-Mail: Harald Stockhammer vom 23. Mai 2024.
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    Autorin
    ​Elisabeth Walder
    ​BA MA MA

    Historikerin-Ethnologin.



    Archive

    ​
    Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands

    Maislinger, Andreas : Widerstand von Einzelnen. In: Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (Hrsg.): Widerstand in Tirol 1934-1945.  Eine Dokumentation (2). Wien/München 1984, 424-431, hier 430.

    Maislinger, Andreas :  6. Organisierter Widerstand. g) Die Gruppe „Post“ In: Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (Hrsg.): Widerstand und Verfolgung in Tirol 1934 - 1945. Eine Dokumentation (2). Wien/München 1984, S. 451-455.
     
    Maislinger,Andreas :  6. Organisierter Widerstand. i) Die Gruppe um Fritz Würthle. In: Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (Hrsg.): Widerstand und Verfolgung in Tirol 1934 - 1945. Eine Dokumentation (2). Wien/München 1984, S. 460-462.
     
    Maislinger, Andreas:   6. Organisierter Widerstand.  f) Die Gruppe um Anton Haller. In: Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (Hrsg.):  Widerstand und Verfolgung in Tirol 1934 - 1945. Eine Dokumentation (2). Wien/München 1984, S. 448-451.
     
    Maislinger, Andreas:   6. Organisierter Widerstand. h) Die Gruppe um Anton von Hradetzky. In: Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (Hrsg.): Widerstand und Verfolgung in Tirol 1934 - 1945. Eine Dokumentation (2). Wien/München 1984, S. 455- 460.
     
    Maislinger, Andreas : Fremdarbeiter und Kriegsgefangene.  In: Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (Hrsg.): Widerstand und Verfolgung in Tirol 1934-1945. Eine Dokumentation (1). Wien/München 1984, S. 388-389 und S. 411.


    Kunzenmann, Werner : Widerstand in der deutschen Wehrmacht. Wehrdienstentziehung. In: Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (Hrsg.):  Widerstand und Verfolgung in Tirol 1934 – 1945. Eine Dokumentation (2). Wien/München 1984, S. 508-519.

    Klamper, ​Elisabeth: NS-Terror. Morde und Misshandlungen. In: Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands (Hrsg.):  Widerstand und Verfolgung in Tirol 1934 – 1945. Eine Dokumentation (1). Wien/München 1984, S. 531-552, hier 534. (Prof. Dr. Anton Hittmayr, S. 534, S. 549, S. 583)


    Bundesarchiv

    Akt Heinrich Andergassen, R 9361 -III 2304. 

    Stadtarchiv Innsbruck

    Bericht und Foto: Anton Demanega. Email Stadtarchiv Innsbruck, Christoph Aichner an Elisabeth Walder. 

    Historisches Archiv der Bundespolizeidirektion Tirol
    ​

    Akt Heinrich Andergassen, Präs. III 1233/46.

    Privatarchiv 
    Architekt Dipl. Ing. Herbert Demanega Innsbruck
    ​
    Fotos Anton Demanega ohne Datum und Ortsangabe.
    ​


    Zeitungen:

    Zeitungsberichte über Anton Haller:
    Bundesrat Anton Haller, Tiroler Nachrichten, Nr. 40, vom 18.2.1952. 
    Anton Haller, Angelobung zum Nationalrat, in: Tiroler Tageszeitung, Nr. 15, 18. Jänner 1957.


    Quelle: Anton Haller. Leiter der österreichischen Widerstandsbewegung Hall. Schreiben vom 11. Mai 1945. In: Historisches Archiv der Landespolizeidrirektion Tirol. Akt Heinrich Andergassen, Präs. III 1233/46, S. 4. 

    Quelle: Heinrich Andergassen, Bericht Anschuldigungen gegen SS-Führer in Bozen, Zeugenprotokoll, in: Quelle-LAB B Rep. 057-01.3522 BDS Verona KDS Bozen.pdf; Folio (Seiten) 151-157. Hier 3. Unberechtigte Beschlagnahme: Folio 4; sowie 5. Flucht des SS-Stubaf. August Schiffer und SS-Ustuf. Heinrich Andergassen, Folio 5. In: Historisches Archiv der Landespolizeidirektion Tirol (Archiv LPD-Tirol). E-mail: Erich Schreder am 29.3.2024.

    Stadtarchiv/Bildarchiv
    Hall in Tirol
    ​
    Foto Josef Terrabona, Karteikarten Nummer: 14_2-2

    ​Stadtarchiv Hall in Tirol
    StAH, Gemeinderatsprotokoll 13. Mai 1945. In: Stadtarchiv Hall in Tirol.

    StAH, Schachtel Dr. Ernst Verdross. Die Haller Widerstandsbewegung 1938-1945. In: Stadtarchiv Hall in Tirol.

    StAH, Polizeiakten 1945-1946. Französische Militärbehörde, 20. Juli 1945, S. 7. 

    Pfarrarchiv Hall  in Tirol
    Pfarrchronik 1895- 1945, Das Jahr 1945, S. 101. In: Pfarrarchiv Hall in Tirol.


    Publikationen
    Larcher,  Agnes (Hrsg.): Untersuchungen zur Haller Widerstandsbewegung zwischen 1938 – 1945. Gemeinschaftsarbeit der Schüler des III. Jahrgangs der Haller Bundes-Handelsakademie Hall in Tirol im Rahmen der Aktion „Schüler forschen Zeitgeschichte.“ Hall in Tirol 1978, S. 10-26, hier S.17.

    Luza, Radomir : Der Widerstand in Nord- und Osttirol 1938-1945. In: Reinalter,Helmut/Pelinka, Anton/Maislinger,Andreas (Hrsg.):  Handbuch zur Neueren Geschichte Tirols. Zeitgeschichte- Politische Geschichte  (2). Innsbruck 1993.

     
     Mackowitz ,​ Rudolf (Hrsg.): Kampf um Tirol 1945. Entscheidende Taten zur Befreiung Innsbrucks im Frühjahr 1945. Innsbruck 1945.

    Wedekind, Michael : Nationalsozialistische Besatzungs-und Annexionspolitik in Norditalien 1943 - 1945. München 2003, S. 351, 449.

    Steinacher, Gerald: „In der Bozner Zelle erhängt ...“: Roderick Hall – einziges Ein-Mann-Unternehmen des amerikanischen Kriegsgeheimdienstes in Südtirol. Innsbruck 1999.



    Privatarchiv Reinhart Federspiel Absam

    Foto: Bayrische Regimenter 13. März 1938. Einmarsch der deutschen Wehrmacht  in Hall in Tirol. In: Privatarchiv Reinhart Federspiel Absam.

    Foto: Barackenlager in Hall in Tirol. In: Privatarchiv Reinhart Federspiel Absam.


    ​Privatarchiv Dr. Edith Kaufmann Innsbruck

    Foto: Dr. Ernst Verdross. In: ​Privatarchiv Dr. Edith Kaufmann Innsbruck.
    Dr. Ernst Verdross: KZ-Dachau Erinnerungsprotokoll. In: Privatarchiv Dr. Edith Kaufmann Innsbruck.


    ​Privatarchiv Arch. Dipl. -Ing. Dr. Illmer Innsbruck
    ​
    Foto: Dr. Ernst Verdross. In: ​Privatarchiv Arch. Dipl. -Ing. Dr. Illmer Innsbruck. 

    Dr. Ernst Verdross: KZ-Dachau Erinnerungsprotokoll. In:Privatarchiv Arch. Dipl. -Ing. Dr. Illmer Innsbruck. 


    Privatarchiv Matt Hall in Tirol
    Foto: Ing. Richard Matt. In: Privatarchiv Matt Hall in Tirol.

    Privatarchiv Niederwolfsgruber Innsbruck

    Foto: Prof. Anton Dosch. In: Privatarchiv Monika Niederwolfsgruber Innsbruck.

    Privatarchiv Schonger Hall in Tirol

    Foto: Jakob Schonger. In: 
    ​Privatarchiv Schonger Hall in Tirol


    Privatarchiv Dr. Schumacher Hall in Tirol


    Foto: Dr. Viktor Schumacher. In: Privatarchiv Dr. Andreas Schumacher Hall in Tirol.

    Privatarchiv Reinhard Schwaiger Hall in Tirol

    Foto: Johann Baumgartner. In: Privatarchiv Reinhard Schwaiger Hall in Tirol.

    Privatarchiv Gr. Claudia Weiler Hall in Tirol

    Foto: Schulrat Josef Egg. In: Privatarchiv Gr. Claudia Weiler Hall in Tirol.


    Privatarchiv Terrabona Hall in Tirol

    Foto: Zeitungsartikel Josef Terrabona. In: Privatarchiv Terrabona Hall in Tirol.


    Privatarchiv K. Walder Hall in Tirol

    Foto: Eingang Schusterwerkstatt Anton Haller in Hall in Tirol. (2023). In: Privatarchiv K. Walder Hall in Tirol.

    Foto: Anton Walder (1942). In: Privatarchiv K. Walder Hall in Tirol.
    ​
    Foto: Anton Walder und Gruppe Wehrmeldeamt in Innsbruck. In: Privatarchiv K. Walder Hall in Tirol.


    Foto: Innsbrucker Nachrichten (14. März 1938). In: Anno Zeitschriftenportal. Online unter: 
    https://anno.onb.ac.at/ (Stand: 10.8.2024)

    Foto: Innsbrucker Nachrichten (18. März 1938). In: Privatarchiv K. Walder Hall in Tirol.

    Foto: Armbinden der österreichischen Widerstandsbewegung. In: Privatarchiv K. Walder Hall in Tirol.

    ​Foto: Die Haller Widerstandsbewegung beim Treffen in der Schusterwerkstatt von 
    Anton Haller in Hall in Tirol. Bildmitte Anton Walder mit Blick zum Betrachter, rechts mit Rücken zum Betrachter Anton Haller, links Dr. Viktor Schumacher, Anton Demanega, Prof. Anton Dosch und Ing. Herbert Guglberger mit Hut im Hintergrund. (Juni 1945) In: Privatarchiv K. Walder Hall in Tirol.

    Foto: Innsbrucker Nachrichten ( 4. November 1944). In: Privatarchiv K. Walder Hall in Tirol.

    Anton Haller musste noch im März 1945 den persönlichen Verlust, den Tod seines Vaters Anton Haller hinnehmen. Quelle: Innsbrucker Nachrichten, 6. März 1945, in: Anno Zeitungen, online unter: {https://anno.onb.ac.at/ (Stand: 10.8.2024)

    Quelle: Tiroler Tageszeitung. 22. Juni 1945. Email von Harald Stockhammer an Elisabeth Walder, 25. 2. 2024. In: Privatarchiv Walder Hall in Tirol.

    Foto: Rathaus in Hall in Tirol (2023). In: Privatarchiv Walder Hall in Tirol.

    Foto: Haller Blatt (2005). In: Privatarchiv Walder Hall in Tirol.

    Foto: Haller Blatt (Mai 2005). Bericht von Hans Spötl: Die Haller Widerstandsbewegung. In: Privatarchiv Walder Hall in Tirol.



    Wikipedia

    Quelle: Heinrich Andergassen. Wikipedia. Die freie Enzyklopädie.  Online unter: https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Andergassen#cite_note-5 (Stand: 10.8.2024)

    Parlament Österreich:
    Foto: Anton Haller. Online unter: 
    https://www.parlament.gv.at/person/494 (Stand 10.8.2024)

    November 2023

    Kategorie
    ​Zeitgeschichte

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