read more:Blog (EN) Dr. Greiter, Dr. Kneussl und Dr. Fink Blog (EN) Dr. jur. Franz Greiter Blog (EN) Dr. jur. Erich Kneussl Dr. phil. Josef Fink Dr. jur. Franz Greiter (1896-1978)Studentenverbindung Austria Innsbruck. Wikipedia. Die freie Enzyklopädie. Wappen der Austria. Online unter: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:WappenAustria.gif (Stand: 10.8.2024). Dr. jur. Franz Greiter (1896–1978) – Rechtsanwalt, Widerständler, Bürgermeister Dieser Blog widmet sich dem Leben und Wirken von Dr. jur. Franz Greiter (1896–1978), einer der beeindruckendsten, aber weitgehend vergessenen Persönlichkeiten der jüngeren Tiroler Geschichte. Als Rechtsanwalt vertrat Greiter gemeinsam mit seinem Vater Dr. Josef Greiter während der NS-Zeit den Servitenorden in Innsbruck und geriet dadurch ins Visier der Gestapo. Nach dem "Anschluss" 1938 wurde er verhaftet und 1944 erneut festgenommen – diesmal für zwei Monate im berüchtigten Gestapolager Reichenau. Der Blog beleuchtet insbesondere die dramatischen Ereignisse rund um die Beschlagnahme des Wallfahrtsklosters Maria Waldrast im April 1941, die Entwendung des Gnadenbildes Mariens durch zwei junge Widerständler und die anschließende Protestwallfahrt, die zu zahlreichen Verhaftungen führte. Ein Schlüsseldokument ist der Brief von Dr. Josef Greiter an den Serviten-Provinzial in Wien, der die Familie Greiter zwang, die Anwaltschaft zurückzulegen. Nach dem Ende der nationalsozialistischen Herrschaft kehrte Franz Greiter in die Politik zurück: Von 1951 bis 1956 amtierte er als Bürgermeister von Innsbruck und gehörte von 1953 bis 1956 dem Tiroler Landtag an. Heute erinnert die Franz-Greiter-Promenade in Innsbruck an diesen mutigen Juristen und Politiker. Der Blog zeichnet auf Basis von Archivmaterial der Landespolizeidirektion Tirol ein eindringliches Bild von Verfolgung, Zivilcourage und dem Wiederaufbau nach 1945. Rechtsvertretung des Servitenordens Bereits vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten übernahmen Dr. Josef Greiter und Dr. Franz Greiter die rechtsanwaltliche Vertretung des Servitenordens in Innsbruck. Die Serviten betreuten auch das Wallfahrtskloster Maria Waldrast in Matrei am Brenner. Beschlagnahmung des Klosters Maria Waldrast Während der Zeit des Nationalsozialismus kam es zur behördlichen Beschlagnahme des Klosters am 8. April 1941. Die anwesenden Patres und Brüder mussten das Kloster innerhalb von 48 Stunden verlassen. Lesen Sie mehr:Maria Waldrast 1941 Dr. Josef Mair Dr. Reinhold Stecher Michael Weisskopf Pfarrer Msgr. Dr. Franz Kolb Maria Mair die geheime Rettung der Madonna Die Rechtsanwaltskanzlei Greiter unter Gestapo-Überwachung Die Rechtsanwaltskanzlei Greiter wurde aufgrund ihrer Rechtsvertretung des Servitenklosters von der Gestapo überwacht und verfolgt. Die Entwendung des Gnadenbildes von Maria Waldrast durch Unbekannte und die anschließende Protestwallfahrt, bei der 200 Personen von der Gestapo fotografiert und verhaftet wurden, führte zu einer weiteren Verhaftung und Verfolgung von Priestern und Theologen. Verhaftungen von Dr. Franz Greiter Nach dem Anschluss Österreichs wurde Dr. Franz Greiter sofort verhaftet und für 30 Tage im Polizeigefängnis in Innsbruck festgehalten. Im August 1944 kam es zur nochmaligen Verhaftung von Dr. Franz Greiter, und er wurde für zwei Monate im Gestapolager Reichenau festgehalten. Lesen Sie mehr:www.erinnern.at/bundeslaender/tirol/artikel/broschuere-gendenkort-lager-reichenau Rückkehr in die Politik nach 1945 Nach Ende der nationalsozialistischen Herrschaft kehrte er in die Kommunalpolitik in Innsbruck zurück. Von 1951 bis 1956 war er Bürgermeister von Innsbruck und gehörte von 1953 bis 1956 auch dem Tiroler Landtag an. Lesen Sie mehr:Dr. Gottfried Uffenheimer Gedenken In Gedenken an sein Leben wurde die Franz-Greiter-Promenade in Innsbruck benannt. Dr. Franz Greiter Promenade in Innsbruck. Online unter: https://www.unser-stadtplan.at/Stadtplan/Innsbruck/str/Franz-Greiter-Promenade.map?appmode=0 (Stand: 10.8.2024). Dr. jur. Erich Kneussl (1884–1968) – Jurist, Politiker, NS-WiderständlerStudentenverbindung Austria Innsbruck. Wikipedia. Die freie Enzyklopädie. Wappen der Austria. Online unter: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:WappenAustria.gif (Stand: 16.5.2026). Erich Kneussl studierte Rechtswissenschaften in Innsbruck, trat in den Landesdienst und wurde nach dem Ersten Weltkrieg Bezirkshauptmann in Lienz. Als Abgeordneter zum Nationalrat (ab 1927) und später Mitglied des Bundesrats (1934–1938) engagierte er sich besonders für Tirol. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde er dienstenthoben und ihm jede juristische Tätigkeit untersagt. Wegen seiner politischen Haltung folgte im August 1944 seine Verhaftung und Einlieferung ins Gestapolager Reichenau. Erst nach fünf Wochen wurde er aus gesundheitlichen Gründen entlassen. Kneussls Biografie steht exemplarisch für die Verfolgung regimekritischer Juristen und Politiker in der NS-Zeit. Lesen Sie mehr:Anton Haller Widerstandsgruppe Dr. Viktor Schumacher Ing. Walter Jud www.erinnern.at/bundeslaender/tirol/artikel/broschuere-gendenkort-lager-reichenau Dr. phil. Josef Fink (1894-1973)Wappen der Studentenverbindung Tirolia Innsbruck. Wikipedia. Die freie Enzyklopädie . Online unter: Von Vermutl. Leopold Huter - AKV Tirolia, PD-alt-100, https://de.wikipedia.org/w/index.php?curid=3858804 (Stand 17.5.2026) Dr. phil. Josef Fink (1894–1973) – Bürgermeister, Landtagsabgeordneter und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus. Der promovierte Historiker und Geograf übernahm 1919 den Gasthof „Volderwildbad“ in Volders. Von 1928 bis 1936 Bürgermeister von Großvolderberg, danach bis 1938 Tiroler Landtagsabgeordneter. Nach dem „Anschluss“ bekannte er sich offen anti-nationalsozialistisch, wurde 1939 von der Gestapo inhaftiert – dank eines befreundeten Arztes entging er der Deportation nach Hartheim. In seinem Gasthof versteckte er Verfolgte. 1944 ins KZ Reichenau eingeliefert, überlebte er und kehrte nach 1945 als ÖVP-Abgeordneter in den Nationalrat zurück. Foto: Volderwildbad. Wikipedia. Die freie Enzyklopädie. Online unter: https://de.wikipedia.org/wiki/Bad_Volderwildbad#:~:text=Das%20Anwesen%20Bad%20Volderwildbad%20liegt,ein%20Ortsteil%20der%20Gemeinde%20Volders. (Stand: 11.8.2024). Übernahme des Pensionsgasthofes Volderwildbad durch Josef Fink und seine Gattin. Hausprospekt, 1950er Jahre. Lesen Sie mehr:Sternkorona III www.erinnern.at/bundeslaender/tirol/artikel/broschuere-gendenkort-lager-reichenau Gestapo Beamter Heinrich Andergassen (1907-1946)Heinrich Andergassen (geb. 1907) war ein österreichischer Gestapobeamter, der während der Zeit des Nationalsozialismus in Hall in Tirol lebte und tätig war. Als fanatischer Nationalsozialist nutzte er bei Verhören eine freundliche und hilfsbereite Fassade, um von Inhaftierten Geständnisse zu erlangen. Nach Kriegsende wurde er als Kriegsverbrecher von einem amerikanischen Militärgericht in Neapel zum Tode durch den Strang verurteilt. Übersetzung:HAUPTQUARTIER MITTELMEER-KRIEGSSCHAUPLATZ UNITED STATES ARMY APO 512 GENERALSBEFEHLE NUMMER 137: 19. Juli 1946 Heinz Andergassen, August Schiffer und Albert Storz ... nachdem sie verurteilt wurden, am Halse erhängt zu werden, bis der Tod eintritt ... wird das Urteil gegen jeden der Angeklagten vollstreckt ... bis spätestens 28. Juli 1946 ... Auf Befehl von Generalleutnant Lee: L. C. Jaynes Generalmajor der United States Army Chef des Stabes 78 Hinweis: Im Text wird der Name „Heinz Andergassen“ anstelle von „Heinrich Andergassen“ verwendet. Es handelt sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um dieselbe Person – möglicherweise eine abweichende Namensschreibweise im amerikanischen Militärdokument oder eine Rufname-Variante. Quelle: Akt Heinrich Andergassen, Präs. 1233/46 in: Historisches Archiv der Landespolizeidirektion Tirol, Seite 1. Obiges Schreiben verdeutlicht die zwei Seiten des Gestapo Beamten Heinrich Andergassen. Die Beschuldigten glaubten seiner freundlichen und hilfsbereiten Art und vertrauten auf seine Hilfe, obwohl er ein fanatischer Nationalsozialist war, der aufgrund seiner vermeintlichen Freundlichkeit viele Geständnisse erhielt. Die Inhaftierten erzählten ihm freiwillig alle Begebenheiten, weil sie meinten, dass er Ihnen helfen werde. Heinrich Andergassen wurde als Kriegsverbrecher in Neapel vom amerikanischen Militärgericht zum Tode durch den Strang verurteilt. Heinrich Andergassen. Wikipedia. Die freie Enzyklopädie. Online unter,https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Andergassen#/media/Datei:Andergassen.jpg, (Stand: 16.5.2026) Lesen Sie mehr:Heinrich Andergassen (Teil I) Dr. Ernst Verdross Buchpräsentation KZ-Dachau
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