Nationalsozialismus in Hall in Tirol und in Tirol: NS-Widerstand,Verfolgung und Schicksale
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Msgr. Michael Weisskopf (1890–1966) 
Priester im NS-Widerstand in Tirol





Msgr. Michael Weißkopf (1890-1966) Priester im NS-Widerstand in Tirol

4/17/2026

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Sprache / Language: DE | EN

Michael Weisskopf (1890–1966) 

Historische Schwarz-Weiß-Aufnahme der Fronleichnamsprozession in Hall in Tirol im Jahr 1939 mit Dr. Carl Lampert. Quelle: Pfarrarchiv Hall in Tirol/DBANT.
Dr. Carl Lampert bei der Fronleichnamsprozession in Hall in Tirol, 1939. Foto aus der Pfarrchronik des Jahres 1939. Quelle: Pfarrarchiv Hall in Tirol/DBANT.

Historischer Kontext: Kirche und Nationalsozialismus in Tirol

Die katholische Kirche in Tirol befand sich nach dem „Anschluss" Österreichs an das Deutsche Reich 1938 in einer äußerst schwierigen Lage. Das NS-Regime verfolgte eine systematische Politik der Zurückdrängung kirchlichen Einflusses: Klöster wurden aufgelöst, kirchliche Vereine verboten, religiöser Unterricht eingeschränkt und Wallfahrten sowie andere Formen öffentlicher Frömmigkeit zunehmend unterbunden. Gleichzeitig wurde massiver gesellschaftlicher Druck zum Kirchenaustritt ausgeübt – Statistiken aus dem Gebiet der Apostolischen Administratur Innsbruck zeigen einen deutlichen Anstieg der Austrittszahlen in den ersten Kriegsjahren.
Trotz dieser Repression bildeten sich in Tirol verschiedene Formen kirchlichen Widerstands heraus – von stiller Verweigerung bis zu offenem Protest. Geistliche wie Michael Weisskopf, aber auch Bischof Paulus Rusch und Provikar Carl Lampert, gerieten wiederholt ins Visier der Gestapo. Besonders die Auseinandersetzung um traditionsreiche Wallfahrtsorte wie Maria Waldrast zeigt, wie religiöse Praxis selbst zu einem Feld des Widerstands werden konnte: Die Schließung der Wallfahrtskirche und die Bedrohung des Gnadenbildes lösten spontanen Protest vor allem unter jungen Menschen aus – eine Generation, die eigentlich Zielgruppe der NS-Jugendorganisationen war, sich hier aber bewusst gegen das Regime stellte.
Diese Ereignisse fügen sich in ein größeres Bild des sogenannten „Kirchenkampfes" im nationalsozialistischen Deutschland und Österreich ein, bei dem sich die Kirchen zwischen Anpassung, stiller Duldung und offenem Widerstand bewegten. Die Biografie Michael Weisskopfs steht dabei exemplarisch für jene Geistlichen, die trotz erheblicher persönlicher Gefahr an ihrer religiösen Überzeugung und ihrem seelsorgerischen Auftrag festhielten – und dafür wiederholt Verhaftung und Verfolgung in Kauf nahmen.

Lesen Sie mehr: 

gedenkort.at/personen/f292034b-c141-5732-b8d9-e675993428be

www.stsg.de/cms/torgau/biografien/carl-lampert

www.dibk.at/meldungen/gedenken-an-80.-todestag-von-carl-lampert

www.heiligenlexikon.de/BiographienO/Otto_Neururer.htm

Dekan Bernhard Praxmarer

Michael Weisskopf (1890–1966) – Priester im NS-Widerstand in Tirol

Schwarz-Weiß-Darstellung einer kleinen Pilgergruppe, die einen Weg hinab zur Wallfahrtskirche und zum Kloster Maria Waldrast geht. Im Hintergrund sind bewaldete Hänge und Berge zu sehen. KI-generierte Bearbeitung einer Fotografie.
: Pilgerinnen und Pilger auf dem Weg zur Wallfahrtskirche Maria Waldrast in Tirol. KI-generierte Schwarz-Weiß-Darstellung auf Grundlage einer Fotografie des Wallfahrtsortes von 2006; die dargestellten Personen wurden hinzugefügt. Quelle der Vorlage: DBANT.
Michael Weisskopf war ein Tiroler Priester, kirchlicher Funktionsträger und mutiger Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime. Geboren am 20. Jänner 1890 in Prägraten am Großvenediger und gestorben am 3. September 1966 in Innsbruck, zählt er zu den prägenden Persönlichkeiten der katholischen Kirche in Tirol im 20. Jahrhundert.

Lesen Sie mehr: 

www.zukunftsfonds-austria.at/aktuelles.php?id=235

Frühes Leben und kirchliche Laufbahn

Weisskopf wuchs als Sohn eines Bauern auf und erhielt seine Ausbildung im Vinzentinum in Brixen. Nach seinem Theologiestudium wurde er 1914 zum Priester geweiht. In den folgenden Jahren war er unter anderem als Kaplan und Redakteur tätig, bevor er nach Innsbruck wechselte. Dort engagierte er sich besonders in der Jugendseelsorge und wurde Mitglied der katholischen Studentenverbindung K.Ö.H.V. Leopoldina.

Lesen Sie mehr: 

www.leopoldina.at

Historischer Kontext: Die Päpste Pius XI. und Pius XII.

Die Zeit, in der Michael Weisskopf seinen Widerstand gegen das NS-Regime leistete, fiel in die Pontifikate zweier bedeutender Päpste: Pius XI. (Achille Ratti, Papst von 1922 bis zu seinem Tod am 10. Februar 1939) und sein Nachfolger Pius XII. (Eugenio Pacelli, ab 1939).
Pius XI. war mit den großen ideologischen Umbrüchen der Zwischenkriegszeit konfrontiert – dem Aufstieg des Kommunismus, des Nationalsozialismus sowie autoritärer katholischer Regime wie dem österreichischen Ständestaat. Sein Verhältnis zu Österreich war eng, insbesondere durch den Einfluss des Vatikans auf die österreichischen Bischöfe während der Ständestaat-Zeit zwischen 1934 und 1938. Bekannt ist auch sein kritisches Verhältnis zum Wiener Kardinal Theodor Innitzer, der sich beim „Anschluss" Österreichs 1938 zunächst wohlwollend gegenüber dem NS-Regime gezeigt hatte – eine Haltung, die Pius XI. deutlich missbilligte und die ihn zu einer scharfen Zurechtweisung veranlasste.
Besondere Bedeutung erlangte gegen Ende seines Pontifikats die Enzyklika „Mit brennender Sorge" (1937), die sich klar gegen die nationalsozialistische Weltanschauung richtete. Neuere Forschungen zeigen dabei auch österreichische Bezüge: Der Ethnologe Wilhelm Schmidt vom Missionswerk der Steyler Missionare in Mödling bei Wien, der eine eigene, dem NS-Rassismus diametral entgegengesetzte „katholische Rassenlehre" entwickelt hatte, gilt heute neben den Jesuiten als wichtiger Impulsgeber dieser Enzyklika.
Nach dem Tod Pius' XI. im Februar 1939 – also unmittelbar vor Beginn des Zweiten Weltkriegs – wurde sein bisheriger Kardinalstaatssekretär Eugenio Pacelli als Pius XII. zu seinem Nachfolger gewählt. Sein Pontifikat, das den gesamten Zweiten Weltkrieg umfasste, bleibt bis heute Gegenstand intensiver historischer Debatten, insbesondere hinsichtlich der Haltung des Vatikans zur Verfolgung der Juden und zur NS-Herrschaft in Europa.
Für die kirchliche Situation in Tirol – und damit auch für das Wirken von Männern wie Michael Weisskopf – bildete diese vatikanische Politik der Zwischenkriegs- und Kriegszeit den übergeordneten Rahmen: Der lokale Widerstand einzelner Priester und Gläubiger vollzog sich stets im Spannungsfeld zwischen offizieller kirchlicher Vorsicht auf höchster Ebene und dem persönlichen Mut Einzelner vor Ort.

Lesen Sie mehr: 

religion.orf.at/v3/stories/2560383/

katholisch.de/artikel/67468-pius-xii-der-papst-an-dem-sich-die-geister-scheiden

Widerstand gegen das NS-Regime

KI-generierte Schwarz-Weiß-Szene: Ein Mann sitzt nachts in einem Zimmer und hört aufmerksam einem Radio zu. Die Darstellung veranschaulicht Michael Weißkopfs heimliches Hören von Radio Vatikan.
Michael Weißkopf beim heimlichen Hören von Radio Vatikan während der NS-Zeit. KI-generierte Schwarz-Weiß-Darstellung; keine historische Aufnahme. Quelle: DBANT.
Während der Zeit des Nationalsozialismus geriet Michael Weisskopf mehrfach in Konflikt mit den Behörden. Zwischen 1940 und 1941 wurde er insgesamt viermal von der Gestapo verhaftet. Die Gründe dafür waren unter anderem das Abhören von Radio Vatikan, regimekritische Predigten sowie eine kritische Haltung gegenüber der nationalsozialistischen Ideologie.
Eine zentrale Rolle spielte Weisskopf im Zusammenhang mit dem Tiroler Wallfahrtsort Maria Waldrast. Nachdem die Nationalsozialisten die Wallfahrtskirche geschlossen hatten, formierte sich Widerstand innerhalb der katholischen Bevölkerung, insbesondere unter Jugendlichen aus dem Wipp- und Stubaital. Rund 200 junge Gläubige protestierten gegen die Schließung.
Im Zuge dieser Ereignisse kam es zu zahlreichen Verhaftungen von Geistlichen und kirchlich engagierten Personen. Auch Weisskopf wurde vom 18. April bis 1. Mai 1941 inhaftiert. Hintergrund war die Durchführung einer verbotenen Wallfahrt sowie die Sicherung des Waldraster Gnadenbildes, das vor dem Zugriff der Behörden geschützt werden sollte.

Maria Waldrast und das Gnadenbild

Cover mit der Aufschrift „Mutter und Vater erzählen von der Waldrast“. Darunter die gekrönte Muttergottes von Maria Waldrast mit dem Jesuskind vor einem goldenen Strahlenkranz.
Cover der Tonaufzeichnungen „Mutter und Vater erzählen von der Waldrast“ von Dr. Josef und Maria Mair, 1980. Abgebildet ist die Muttergottes von Maria Waldrast mit dem Jesuskind. Quelle: Privatarchiv Mag. Thomas Mair, Hall in Tirol / DBANT.
Der Wallfahrtsort Maria Waldrast wurde zu einem Symbol des kirchlichen Widerstands in Tirol. Die heimliche Rettung des Gnadenbildes gilt bis heute als bedeutender Akt des Widerstands gegen die Unterdrückung religiösen Lebens durch das NS-Regime.
Die Ereignisse führten zu schweren Repressionen durch die Gestapo. Mehrere Priester und Theologiestudenten wurden verhaftet, darunter Franz Kolb, Reinhold Stecher und andere. Trotz der Gefahr hielten viele Gläubige an ihrem Glauben fest und leisteten stillen Widerstand.

Erfahren Sie mehr über Maria Waldrast:

Die Tiroler Wallfahrt - 20. April 1941

Dr. Josef Mair

Maria Mair die geheime Rettung der Madonna

www.mariawaldrast.at/maria-waldrast/wallfahrtsort/

Dr. Reinhold Stecher

Pfarrer Msgr. Dr. Franz Kolb

Bedeutung nach 1945

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs spielte Michael Weisskopf eine wichtige Rolle beim Wiederaufbau der Kirche in Tirol. 1955 wurde er zum Provikar ernannt, bevor er 1964 erster Generalvikar der neu gegründeten Diözese Innsbruck wurde.
Sein Wirken prägte die kirchliche Organisation nachhaltig. Weisskopf galt als engagierter Seelsorger und stand für Kontinuität, Stabilität und moralische Orientierung in einer Zeit des Umbruchs.

Vermächtnis

Michael Weisskopf wird heute als Tiroler Katholik erinnert, der während der nationalsozialistischen Herrschaft für seinen Glauben einstand. Sein Umgang mit der Verfolgung und sein Einsatz für den Schutz religiöser Symbole verdienen eine differenzierte historische Würdigung.

Zusammenfassung

Michael Weisskopf (1890–1966) war ein Tiroler Priester, der sich während der NS-Zeit durch offenen Widerstand gegen das Regime auszeichnete. Zwischen 1940 und 1941 wurde er viermal von der Gestapo verhaftet – unter anderem wegen des Abhörens von Radio Vatikan und regimekritischer Predigten. Besondere Bedeutung erlangte sein Wirken im Zusammenhang mit der Wallfahrtskirche Maria Waldrast: Nach deren Schließung durch die Nationalsozialisten formierte sich unter jungen Gläubigen aus dem Wipp- und Stubaital Widerstand, an dem rund 200 Personen teilnahmen. Weisskopf war maßgeblich an der Rettung des Waldrastner Gnadenbildes vor der Beschlagnahme beteiligt und wurde dafür 1941 inhaftiert. Nach dem Krieg setzte er sich für den Wiederaufbau der Kirche in Tirol ein und wurde 1964 erster Generalvikar der neu gegründeten Diözese Innsbruck. Er gilt heute als einer der bedeutendsten Vertreter des katholischen Widerstands in Tirol.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wer war Michael Weisskopf?

Michael Weisskopf (20. Jänner 1890 – 3. September 1966) war ein Tiroler Priester, Kirchenfunktionär und kämpfte gegen das NS-Regime. Er gilt als eine der einflussreichsten Persönlichkeiten der katholischen Kirche in Tirol im 20. Jahrhundert.

Woher stammte Michael Weisskopf und wie begann sein kirchlicher Werdegang?

Er wurde als Bauernsohn in Prägraten am Großvenediger geboren und erhielt seine Ausbildung am Vinzentinum in Brixen. Nach dem Theologiestudium wurde er 1914 zum Priester geweiht. In den folgenden Jahren wirkte er als Kaplan und Redakteur, bevor er nach Innsbruck übersiedelte, wo er sich besonders in der Jugendseelsorge engagierte und der katholischen Studentenverbindung K.Ö.H.V. Leopoldina beitrat.

Warum wurde Michael Weisskopf von der Gestapo verhaftet?

Zwischen 1940 und 1941 wurde er insgesamt viermal von der Gestapo verhaftet. Die Gründe dafür waren unter anderem das Abhören von Radio Vatikan, regimekritische Predigten sowie seine klare Ablehnung der nationalsozialistischen Ideologie.

Welche Rolle spielte Weisskopf bei den Ereignissen rund um Maria Waldrast?

Er spielte eine zentrale Rolle, nachdem die Nationalsozialisten die Wallfahrtskirche Maria Waldrast geschlossen hatten. Unter der katholischen Bevölkerung, insbesondere unter jungen Menschen aus dem Wipp- und Stubaital, formierte sich Widerstand – rund 200 junge Gläubige protestierten gegen die Schließung. Weisskopf war vom 18. April bis 1. Mai 1941 inhaftiert, im Zusammenhang mit der Organisation einer verbotenen Wallfahrt und der Rettung des Waldrastner Gnadenbildes vor der Beschlagnahme durch die Behörden.

Welche Bedeutung hatte das Gnadenbild von Waldrast?

Der Wallfahrtsort Maria Waldrast wurde zu einem Symbol des kirchlichen Widerstands in Tirol. Die heimliche Rettung des Gnadenbildes gilt bis heute als bedeutender Akt des Widerstands gegen die Unterdrückung des religiösen Lebens unter dem NS-Regime.

Wurden im Zusammenhang mit diesen Ereignissen auch andere Geistliche verhaftet?

Ja. In der Folge wurden zahlreiche Priester und Theologiestudenten verhaftet, darunter Franz Kolb und Reinhold Stecher. Trotz der Gefahr leisteten viele Gläubige auf subtile Weise weiterhin Widerstand.

Welche Rolle spielte Weisskopf nach 1945?

Er spielte eine wichtige Rolle beim Wiederaufbau der Kirche in Tirol. 1955 wurde er zum Provikar ernannt, 1964 wurde er der erste Generalvikar der neu errichteten Diözese Innsbruck.

Warum gilt Michael Weisskopf als historisch bedeutend?

Er wird als Tiroler Katholik erinnert, der während der nationalsozialistischen Herrschaft für seine religiösen Überzeugungen einstand. Gewürdigt werden seine Standhaftigkeit angesichts der Verfolgung und sein Einsatz für den Schutz religiöser Symbole.

Wann starb Michael Weisskopf?

Er starb am 3. September 1966 in Innsbruck.

Welche Quellen dokumentieren sein Leben?

Die Biografie stützt sich unter anderem auf das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands (DÖW), wie „Widerstand und Verfolgung in Tirol 1934–1945“, kirchliche Publikationen, biografische Lexika sowie im DÖW verwahrte Archivdokumente und Korrespondenzen.

In welchem päpstlichen Kontext stand das Wirken von Michael Weisskopf?

Weisskopfs Widerstand fiel in die Pontifikate von Papst Pius XI. (1922–1939) und seinem Nachfolger Pius XII. (ab 1939). Pius XI. positionierte sich mit der Enzyklika „Mit brennender Sorge" (1937) deutlich gegen die nationalsozialistische Ideologie, während sein Nachfolger Pius XII. die gesamte Kriegszeit über amtierte. Der lokale Widerstand einzelner Priester wie Weisskopf in Tirol vollzog sich dabei stets im Spannungsfeld zwischen der offiziellen kirchlichen Haltung auf höchster Ebene in Rom und dem persönlichen Mut Einzelner vor Ort.
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    Autorin
    Elisabeth Walder
    ​BA MA MA

    Historikerin-Ethnologin


    Archive

    Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands (DÖW) (Hrsg.): Widerstand und Verfolgung in Tirol 1934 -1945. Eine Dokumentation (2), Wien/München 1984, S. 349.

    kathprb Nr. 205 (5. 9. 1966).
    Mitteilungen der K. Ö. H. V. Leopoldina Nr. 60, Jänner 1967, 26f.


    Widerstand und Verfolgung in Tirol 1934–1945. Eine Dokumentation. Band 2. Hg. vom Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands. Wien 1984, 5,11,74f.,77f.,111,136,141,144,217,235,253,299,349.

    Franckenstein, Josef: Michael Weiskopf, in: Die Bischöfe der deutschsprachigen Länder 1945–2001. Ein biographisches Lexikon. Hg. von Erwin Gatz. Berlin (2002), 279f.

    DÖW (Hrsg.):  Brief von Pater Johann Steinmayr SJ aus dem Zuchthaus Brandenburg an den Leiter des Seelsorgeamtes der Apostolischen Administratur Innsbruck, Michael Weißkopf, 31.8.1944 (DÖW183).
    Sowie Publikation Benedicta Maria Kempner: Priester vor Hitlers Tribunalen, München 1966, S. 412.


    Kirchliche Denkschrift von Bischof DDr. Paulus Rusch, Innsbruck, 2. März 1940. (DÖW 10919) Titel: Einschränkende Maßnahmen auf dem Gebiet des religiös – kirchlichen Lebens im Bereich der Apostolischen Administratur in Nord-und Osttirol., Provikar Dr. Carl Lampert, Kanzler Lechleitner und Seelsorgeamtsleiter Msgr. Michael Weißkopf wurden an Stelle des Bischofs von der Gestapo für 2 Wochen inhaftiert. (DÖW Dokument 439; sowie Liste der verhafteten Ordensleute und Priester) Diese erste Fassung ist auszugsweise in den Werken von Johann Neuhäusler: Kreuz und Hakenkreuz, München 1946, 1. Teil, S. 351-353, sowie in: Saat des Bösen. Kirchenkampf im Dritten Reich, München 1964, S. 119-124, enthalten. 

    DÖW (Hrsg.): Dokument 259 Statistische Aufschlüsselung der Kirchenaustritte im Gebiet der Apostolischen Administratur Innsbruck in der Zeit von 1938 – 1945, Innsbruck Dezember 1947. Die Seelsorge, Beilage zum Verordnungsblatt der AAI-F, 2. Jg., Nr. 6, Dez. 1947, S. 21. Austritte Hall in Tirol: 1938 – 35; 1939 – 161; 1940– 289; 1941 –130; 1942–39; 1943–26; 1944–9; 1945–1; 1946–4. Austritte Matrei am Brenner: 1938–5; 1939–51; 1940–35; 1941–39;1942–26; 1943–7; 1944–2; 1945–1; 1946–0. In: DÖW (Hrsg.):  S. 136.  

    DÖW (Hrsg.): Widerstand und Verfolgung in Tirol 1934 – 1945. Eine Dokumentation (2), Wien/München 1984, S. 235-236. (Dokument Nr. 507: Bericht des RA Franz Nagele aus Innsbruck an Seelsorgeamtsleiter MSGR. Michael Weißkopf über Guardian Pater Gaudenz Conzi (Vgil). Conzi und Frater Konrad Walcher vom Franziskanerkloster in Hall in Tirol, 14.8. 1940. DAI, NS-Akten Abt. 4.  „In der Angelegenheit des Herrn Guardian Conzi und der Pförtners Walcher teile ich mit, dass die Voruntersuchung nunmehr abgeschlossen ist. Die Akten wurden heute vom Ermittlungsrichter dem Staatsanwalt übermittelt. Der Staatsanwalt hat mir erklärt, er wisse noch nicht, ob die Anklage erhoben werde bzw. ob er in dieser Sache an das Reichsjustizministerium in Berlin berichten müsse. Die Untersuchung wurde wegen Verbrechens nach § 217 StG. geführt, weil Conzi einem gewissen Ennemoser, der aus dem Gefängnis entwichen sein soll, 3 Mark gegeben hat. der Pförtner hat demselben 5 RM gegeben.“ 

    Quelle: Michael Weißkopf. Gedenkort .at Online, https://gedenkort.at/personen/661652e1-bf45-5413-b643-2c200282bc80, (Stand: 18.4.2026)

    Publikation:

    kathprb Nr. 205 (5. 9. 1966).
    Mitteilungen der K. Ö. H. V. Leopoldina Nr. 60, Jänner 1967, 26f.

    Franckenstein, Josef: Michael Weiskopf, in: Erwin Gatz (Hrsg.): Die Bischöfe der deutschsprachigen Länder 1945–2001. Ein biographisches Lexikon. Berlin 2002, 279f
    .

    Fritz, Herbert/Krause, Peter (2013) (Hrsg.): Farbe tragen, Farbe bekennen 1938–45. Katholisch Korporierte in Widerstand und Verfolgung. (ÖVfStg, 2013) S. 584.

    ​
    Digitales biografisches Archiv des NS-Widerstands in Tirol von Elisabeth Walder

    Aktualisiert: 
    ​September 2026

    April 2026

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