read more:The House of the Good ShepherdSister Ezechiela Endrass (English)Foto Schwester Ezechiela Endrass. In: Mutterhaus-Archiv der Barmherzigen Schwestern vom Hl. Vinzenz von Paul in Zams in Tirol. Das Schicksal von Schwester Ezechiela (Elisabeth) Endrass (1877-1974) zeigt die perfiden Methoden der NS-Justiz, um unliebsame Personen zu bestrafen. Als Oberin des Zufluchtsklosters war sie die geistliche und administrative Leiterin des „Hauses zum Guten Hirten“ in Hall in Tirol .
Ihre Verhaftung am 12. Juli 1941 markierte einen schweren Schlag gegen die Klostergemeinschaft. Nicht etwa ihr offener Widerstand oder ihr Glaube wurden ihr direkt vorgeworfen, sondern ein angeblicher Verstoß gegen die Verbrauchsregelungsstrafverordnung – eine willkürliche Anklage, die oft zur Verfolgung politischer Gegner benutzt wurde. Von einem Sondergericht in Innsbruck wurde sie zu einer sechsmonatigen Gefängnisstrafe verurteilt und verbrachte über fünf Monate im Landesgericht Innsbruck in Haft, bevor die Strafe zur Bewährung ausgesetzt wurde. Ihre Inhaftierung unter einem fadenscheinigen Vorwand war eine gezielte Maßnahme, um die Leitung des Klosters zu brechen und die Gemeinschaft zu destabilisieren. Schwester Ezechielas Haft ist ein exemplarisches Beispiel für die Rechtlosigkeit und Willkür, der fromme und unbequeme Menschen im Nationalsozialismus ausgesetzt waren. (Siehe Blog Haus zum Guten Hirten)
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