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Schwester Erharda Hendlmeier. In: Mutterhaus-Archiv der Barmherzigen Schwestern vom Hl. Vinzenz von Paul in Zams/Tirol. Die nationalsozialistische Verfolgung religiöser Gemeinschaften machte auch vor leitenden Persönlichkeiten nicht halt. Schwester Erharda (Franziska) Hendlmeier (1874-1954) war als Direktorin der Haupt- und Handelsschule im „Haus zum Guten Hirten“ eine tragende Säule der Bildungsarbeit in Hall.
Ihr festes Eintreten für den christlichen Erziehungsauftrag brachte sie in Konflikt mit dem Regime. Im Zuge der Repressionen gegen das Kloster wurde Schwester Erharda von der Gestapo verhaftet und für etwa zwei Wochen im Gestapo-Gefängnis im Hotel Sonne in Innsbruck festgehalten. Obwohl der genaue Haftgrund nicht überliefert ist, zeigt ihre Verhaftung deutlich, dass die Nationalsozialisten insbesondere die Führungsfiguren der Orden gezielt einschüchterten und auszuschalten versuchten. Ihr Schicksal steht für den mutigen Widerstand aller Schwestern, die sich weigerten, ihre Überzeugungen aufzugeben.
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