"Nationalsozialismus in Hall in Tirol: NS-Widerstand, Verfolgung und Schicksale"
  • Home
    • Home EN
  • Über uns
    • About Us - EN
  • GEDENKPORTRÄTS
  • BLOG
    • Akteur:innen des Widerstands >
      • Actors of the Hall Resistance
      • Youth organizations and Catholic organizations
    • Widerstands-Guppen >
      • Resistance groups in Hall in Tyrol
    • Verfolgte und Opfer >
      • The Persecuted and the Victims
    • Institutionen im Widerstand >
      • Institutional Resistance
      • Priester und Ordensleute im Widerstand
      • Clerical Opposition
      • Religious Orders in Resistance
    • Erinnerungs-Kultur >
      • Commemorative Culture"
  • Impressum/Imprint
    • Sponsoren/Sponsors
  • Home
    • Home EN
  • Über uns
    • About Us - EN
  • GEDENKPORTRÄTS
  • BLOG
    • Akteur:innen des Widerstands >
      • Actors of the Hall Resistance
      • Youth organizations and Catholic organizations
    • Widerstands-Guppen >
      • Resistance groups in Hall in Tyrol
    • Verfolgte und Opfer >
      • The Persecuted and the Victims
    • Institutionen im Widerstand >
      • Institutional Resistance
      • Priester und Ordensleute im Widerstand
      • Clerical Opposition
      • Religious Orders in Resistance
    • Erinnerungs-Kultur >
      • Commemorative Culture"
  • Impressum/Imprint
    • Sponsoren/Sponsors


Schwester Angela Autsch OSST
(1900-1944)

"Der Engel von Ausschwitz"


Schwester Angela Autsch OSST (1900 - 1944)

2/23/2025

0 Comments

 

Lesen Sie mehr:

wwv.yadvashem.org/yv/de/exhibitions/album_auschwitz/index.asp

segu-geschichte.de/auschwitz-birkenau/

www.yadvashem.org/de/stories-from-our-collections/auschwitz-aerial-photos.html

wwv.yadvashem.org/yv/de/exhibitions/album_auschwitz/multimedia.asp

Schwester Angela Autsch  OSST (1900-1944)

Der „Engel von Auschwitz“ und ihr Widerstand gegen den Nationalsozialismus

Picture
 Schwester Angela Autsch im KZ Auschwitz, Polizeifoto vom 26. März 1942. Quelle: Wikimedia Commons / Wikipedia.

read more:

Blog (EN) Sister_Amgela_Autsch_OSST

Die Häftlingsfotos von Auschwitz

Die Häftlingsfotos in KZ Auschwitz wurden von der SS unmittelbar nach der Ankunft der Gefangenen angefertigt. Die neu eingelieferten Häftlinge mussten sich fotografieren lassen, damit die Lagerverwaltung sie registrieren und überwachen konnte.
Dabei entstanden meist drei Aufnahmen: eine Frontalansicht sowie zwei seitliche Profilbilder. Zusätzlich erhielten die Gefangenen eine Häftlingsnummer, die anstelle ihres Namens verwendet wurde. Die Fotos dienten ausschließlich der Kontrolle und Entmenschlichung der Inhaftierten.
Viele dieser sogenannten Erkennungsfotos blieben erhalten und zählen heute zu den wichtigsten historischen Dokumenten aus Auschwitz. Sie erinnern an die einzelnen Menschen hinter den Nummern und machen die Opfer des NS-Terrors sichtbar.
Das Foto von Angela Autsch entstand vermutlich nach ihrer Deportation nach Auschwitz im Jahr 1942.

Herkunft und Eintritt in den Orden

Angela Autsch wurde am 26. März 1900 als Cäcilia Autsch in Röllecken in Westfalen geboren. Sie wuchs in einfachen und bescheidenen Verhältnissen auf, konnte jedoch eine Ausbildung zur Modeverkäuferin absolvieren.
Im Jahr 1933 entschloss sich die damals 33-jährige Cäcilia Autsch zu einem geistlichen Leben und trat in den Orden der Trinitarierinnen in Mötz ein. Ein Jahr später erhielt sie den Ordensnamen „Schwester Angela vom Heiligsten Herzen Jesu“.
Warum sie sich gerade für das Kloster der Trinitarierinnen im Tiroler Oberland entschied, ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Im September 1938 legte sie ihre ewigen Gelübde ab.

Der Orden der Trinitarierinnen

Orden der Trinitarierinnen gehört zur Ordensgemeinschaft der Trinitarier, die bereits im Jahr 1198 von Johannes von Matha gegründet wurde. Der Orden entstand ursprünglich mit dem Ziel, christliche Gefangene freizukaufen und Menschen in Not beizustehen.
Die Trinitarierinnen orientieren sich an den Grundwerten der Nächstenliebe, Barmherzigkeit und Hilfe für Verfolgte und Bedürftige. Besonders wichtig sind das soziale Engagement, die Pflege von Kranken sowie die Unterstützung von Menschen in schwierigen Lebenssituationen.
Das Kloster der Trinitarierinnen in Mötz entwickelte sich in den 1930er-Jahren zu einem Ort des religiösen Lebens und der sozialen Fürsorge. Schwester Angela Autsch lebte dort nach den Idealen ihres Ordens und setzte diese Werte später selbst unter den unmenschlichen Bedingungen der Konzentrationslager konsequent um. Ihr Einsatz für Mitgefangene in Auschwitz entsprach dem zentralen Gedanken der Trinitarier: Menschen in Leid und Gefangenschaft beizustehen.

Lesen Sie mehr:

www.ordensgemeinschaften.at/portal/news/article/2135.html&&ts=1779889541043

gedenkort.at/personen/79fd5fe5-1b83-478b-84de-26897ba18e64

Widerstand gegen das NS-Regime

Als Klosterökonomin und Stellvertreterin der erkrankten Oberin setzte sich Schwester Angela entschlossen gegen die drohende Auflösung des Klosters durch die Nationalsozialisten zur Wehr.
Sie argumentierte gegenüber den Behörden, dass sich das Mutterhaus des Ordens in Valencia befinde und das Kloster daher spanischer Besitz sei. Schließlich wandte sie sich sogar an den spanischen Konsul in Wien. Tatsächlich wurde das Kloster nicht enteignet.
Doch Schwester Angela ging mit ihrem Verhalten weit über die von den Nationalsozialisten geduldete passive Haltung hinaus. Ihr offener Widerstand machte sie zunehmend zur Zielscheibe der Gestapo.

Verhaftung und Deportation

Am 12. August 1940 wurde Schwester Angela aufgrund einer anonymen Denunziation wegen angeblicher „Führerbeleidigung“ und „Wehrkraftzersetzung“ von der Gestapo verhaftet. Zeitzeugen berichten von äußerster Brutalität bei ihrer Festnahme.
Zunächst wurde sie vom 12. bis 29. August 1940 im Polizeigefängnis Innsbruck festgehalten und anschließend nach Rosenheim überstellt. Ende August 1940 deportierte man sie ohne Gerichtsverfahren als politische Gefangene in das Frauenkonzentrationslager KZ Ravensbrück. Dort erhielt sie die Häftlingsnummer 4651 sowie den roten Winkel für politische Gefangene.
Am 25. März 1942 wurde Schwester Angela gemeinsam mit fast tausend Frauen in das Konzentrationslager KZ Auschwitz deportiert. Dort erhielt sie die Häftlingsnummer 512. Im August desselben Jahres wurde sie in das Vernichtungslager Birkenau verlegt.

Lesen Sie mehr:

Heinrich Andergassen (Teil I)

Der „Engel von Auschwitz“

In Auschwitz arbeitete Schwester Angela zunächst im Krankenrevier, später im SS-Lazarett sowie in der Wäschekammer und bei der Essensausgabe. Diese Tätigkeiten nutzte sie mutig, um Mithäftlingen heimlich zusätzliche Lebensmittel, warmes Wasser und Seife zukommen zu lassen.
Immer wieder versteckte sie kranke Gefangene in der Wäschekammer, um sie vor Selektionen und der Ermordung zu bewahren. Damit riskierte sie täglich ihr eigenes Leben.
Durch ihre außergewöhnliche Hilfsbereitschaft, ihren tiefen Glauben und ihren selbstlosen Einsatz wurde Schwester Angela unter den Häftlingen als „Engel von Auschwitz“ bekannt. Zahlreiche Überlebende berichteten später über ihre Menschlichkeit und ihren Mut. Auch die österreichische Sozialistin Rosa Jochmann würdigte ihre aufopfernde Fürsorge für Mitgefangene.

Lesen Sie mehr:

de.wikipedia.org/wiki/Rosa_Jochmann

www.parlament.gv.at/person/735?selectedtab=BIO

Tod im Konzentrationslager

Bei einem Luftangriff auf das SS-Lazarett erlitt Schwester Angela vermutlich einen Herzinfarkt. Sie starb am 23. Dezember 1944 im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau.
Ihr Leben steht bis heute beispielhaft für christlich motivierten Widerstand, Zivilcourage und Menschlichkeit unter den unmenschlichen Bedingungen des nationalsozialistischen Terrorsystems.

Lesen Sie mehr: 

de.wikipedia.org/wiki/Angela_Maria_Autsch

Das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz

Picture
Ausschwitz-Brikenau. Online unter, ​CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=212357, (Stand: 26.5.2026)

Lesen Sie mehr:

www.auschwitz.org/en/german/

KZ-Ausschwitz

KZ Auschwitz war das größte Konzentrations- und Vernichtungslager des nationalsozialistischen Deutschlands und wurde zum Symbol für den Holocaust sowie die nationalsozialistischen Massenverbrechen. Das Lager entstand 1940 im von Deutschland besetzten Polen nahe der Stadt Oświęcim, die von den Deutschen „Auschwitz“ genannt wurde.
Der Lagerkomplex bestand aus mehreren Teilen: dem Stammlager Auschwitz I, dem Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau (Auschwitz II) sowie dem Arbeitslager Auschwitz-Monowitz (Auschwitz III) und zahlreichen Nebenlagern. Besonders Auschwitz-Birkenau entwickelte sich zu einem Ort industriell organisierter Massenvernichtung.
Millionen Menschen wurden nach Auschwitz deportiert, darunter vor allem Jüdinnen und Juden aus ganz Europa. Ebenso wurden politische Gefangene, Widerstandskämpfer, Sinti und Roma, sowjetische Kriegsgefangene, Homosexuelle, Geistliche und andere vom NS-Regime verfolgte Menschen inhaftiert. Viele wurden unmittelbar nach ihrer Ankunft in Gaskammern ermordet. Andere starben an Hunger, Krankheiten, Zwangsarbeit, medizinischen Experimenten oder Misshandlungen.
Die Lebensbedingungen im Lager waren unmenschlich. Die Häftlinge litten unter extremer Unterernährung, Gewalt, Überbelegung und fehlender medizinischer Versorgung. Die SS führte regelmäßig sogenannte „Selektionen“ durch, bei denen kranke oder geschwächte Menschen zur Ermordung bestimmt wurden.
Auch Angela Autsch wurde 1942 nach Auschwitz deportiert. Dort setzte sie ihr Leben aufs Spiel, um Mitgefangenen zu helfen. Durch ihren mutigen Einsatz erhielt sie den Beinamen „Engel von Auschwitz“.
Heute ist die Gedenkstätte Auschwitz ein internationaler Erinnerungsort gegen das Vergessen und mahnt an die Verbrechen des Nationalsozialismus sowie an die Bedeutung von Menschenwürde, Demokratie und Zivilcourage.

Auschwitz-Birkenau (Auschwitz II)

Auschwitz-Birkenau, auch Auschwitz II genannt, wurde ab 1941 als größter Teil des Lagerkomplexes Auschwitz errichtet. Das Lager diente vor allem der systematischen Massenvernichtung von Menschen durch das nationalsozialistische Regime.
In Birkenau befanden sich die großen Gaskammern und Krematorien, in denen Hunderttausende Menschen ermordet wurden. Die meisten Opfer waren Jüdinnen und Juden aus ganz Europa. Darüber hinaus wurden dort auch politische Gefangene, Sinti und Roma sowie andere verfolgte Gruppen inhaftiert und getötet.
Die Deportationszüge fuhren häufig direkt bis in das Lager hinein. Nach der Ankunft entschieden SS-Ärzte bei sogenannten „Selektionen“ über Leben und Tod der Menschen. Viele wurden unmittelbar nach ihrer Ankunft in die Gaskammern geschickt. Andere mussten Zwangsarbeit unter unmenschlichen Bedingungen leisten.
Die hygienischen Zustände, der Hunger, Krankheiten und die Gewalt der SS führten täglich zu unzähligen Todesfällen. Auschwitz-Birkenau wurde damit zum zentralen Symbol für den Holocaust und die nationalsozialistische Vernichtungspolitik.
Auch Angela Autsch war zeitweise in Birkenau eingesetzt. Dort setzte sie trotz Lebensgefahr ihren selbstlosen Einsatz für kranke und geschwächte Mithäftlinge fort.

Lesen Sie mehr:

GD Portal Winter Kinder

Jenische Gemeinschaft in Hall

Das Konzentrationslager Ravensbrück

KZ Ravensbrück war das größte Frauenkonzentrationslager des nationalsozialistischen Deutschlands. Es wurde 1939 nahe der Stadt Fürstenberg an der Havel errichtet und diente der Inhaftierung von Frauen aus zahlreichen europäischen Ländern.
Im Lager waren politische Gefangene, Widerstandskämpferinnen, Ordensfrauen, Jüdinnen, Sinti und Roma sowie viele weitere vom NS-Regime verfolgte Menschen interniert. Die Häftlinge litten unter Hunger, Zwangsarbeit, medizinischen Experimenten, Misshandlungen und unmenschlichen hygienischen Bedingungen. Tausende Frauen wurden ermordet oder starben an den Folgen der Haft.
Auch Schwester Angela Autsch wurde 1940 ohne Gerichtsverfahren nach Ravensbrück deportiert. Dort erhielt sie die Häftlingsnummer 4651 und den roten Winkel, der politische Gefangene kennzeichnete. Bereits in Ravensbrück setzte sie sich für Mitgefangene ein und teilte Lebensmittel sowie Trost mit anderen Frauen.
Das Konzentrationslager Ravensbrück gilt heute als zentraler Erinnerungsort für die Verfolgung von Frauen im Nationalsozialismus und für den weiblichen Widerstand gegen das NS-Regime.

Lesen Sie mehr:

www.ravensbrueck-sbg.de

0 Comments

    Autorin
    Elisabeth Walder
    ​BA MA MA

    Historikerin-Ethnologin

    Archive
    ​
    Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands


    Tschol, Helmut/Reiter, Johann: 6. Liste der verhafteten Priester und Ordensleute. In: Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands (Hrsg.). Widerstand und Verfolgung in Tirol 1934 - 1945. Eine Dokumentation (2). Wien/München 1984, S. 332.

    Archiv der Diözese Innsbruck


    Diözese Innsbruck (Hrsg.): gedenken.versöhnen.ermutigen. Zeugnisse des NS-Widerstands in Tirol. Innsbruck 2024.

    Archiv der Ordensgemeinschaften Österreichs
    ​
    Schwester Angela Autsch OSST. 23. Dezember 2019.
    ​Online unter, 
    https://www.ordensgemeinschaften.at/portal/news/article/2135.html&ts=1740308713961, (Stand: 23.2.2025)

    ​Publikationen:

    Auer, Konstantia/Scheuer, Manfred (Hrsg.): Starke Frauen in der Kirche Tirols. Das Stille ist kräftiger als das Laute. Innsbruck 2008, S. 84 f. – Beitrag von Peter Stöger

    Fux, Ildefons: Schwester Angela Maria vom Heiligsten Herzen Jesu. Maria Roggendorf

    Hormayr, Gisela: „Wenn ich wenigstens von euch Abschied nehmen könnte“. Letzte Briefe
    und Aufzeichnungen von Tiroler NS-Opfern aus der Haft. Innsbruck 2017. S. 130 f.


    Multhaupt, Hermann: Engel Nr. 512. Schwester Angela Autsch: Ein Stück Himmel in Auschwitz. Aachen o.J.

    ​Regensburger, Annemarie: Angela Autsch. Der Engel von Auschwitz. Innsbruck 2019.

    Haas, Reimund, et al. (Hrsg.): Christen an der Ruhr (Bd. 3) 2006, S. 202-225.


    Velez de Mendizabal, Gotzon: Verzehrendes Feuer. Angela Maria Autsch: Der Engel von Auschwitz. Maria Roggendorf 1997.


    February 2025

    Categories
    ​Zeitgeschichte

    All

    RSS Feed

Proudly powered by Weebly