read more:🕯️ Father Franz Reinisch Memorial (EN) Grand Opening of the Historic Schneiderkapelle Reinisch_Franz_Pallottiner_Blog (EN) Lesen Sie mehr:Pater _Franz _Reinisch 🕯️Pater Franz Reinisch Gedenken Eröffnung Schneiderkapelle Gedenkgottesdienst – Nationalsozialismus und Widerstand in Hall in Tirol – Dem Gewissen verpflichtet (2023) Im Jahr 2023 widmete die Stadt Hall in Tirol gemeinsam mit der Pfarre St. Nikolaus dem Pallottinerpater und NS-Widerstandskämpfer Franz Reinisch eine Reihe von Gedenkveranstaltungen. Anlass war die Eröffnung des Franz-Reinisch-Platzes, die Enthüllung einer Gedenkskulptur sowie ein Gottesdienst unter dem Leitgedanken „Dem Gewissen verpflichtet“. Die Veranstaltungen erinnerten nicht nur an das Leben und den Mut Franz Reinischs, sondern rückten auch die Bedeutung von Gewissen, persönlicher Verantwortung und Zivilcourage in einer demokratischen Gesellschaft in den Mittelpunkt. Plakat: Foto Dekan Dr. Jakob Patsch. Pfarramt Hall in Tirol. Lesen Sie mehr:pfarre-hall.at/at/glaube/Franz_Reinisch.php www.pallottiner.org/gemeinschaft/ueber-uns/vorbilder-im-glauben/pater-franz-reinisch/ religion.orf.at/stories/3220128/www.dibk.at/meldungen/Hall-in-Tirol-im-Gedenken-an-P.-Franz-Reinisch www.franz-reinisch.org/ Historischer Kontext Franz Reinisch gehört zu den bedeutendsten Persönlichkeiten des christlichen Widerstandes gegen den Nationalsozialismus. Seine Weigerung, den Treueeid auf Adolf Hitler zu leisten, war im Jahr 1942 nahezu einzigartig. Während die Mehrheit der Wehrmachtssoldaten und auch viele Geistliche den Eid ablegten – häufig aus Angst, Pflichtgefühl oder unter erheblichem Druck –, entschied sich Reinisch bewusst für den Weg seines Gewissens. Seine Haltung war nicht politischer Opportunismus, sondern Ausdruck einer tiefen religiösen Überzeugung. Reinisch war überzeugt, dass ein Eid auf Adolf Hitler mit dem christlichen Glauben unvereinbar sei. Diese Entscheidung kostete ihn das Leben: Am 21. August 1942 wurde er im Zuchthaus Brandenburg-Görden hingerichtet. Heute gilt Franz Reinisch als Symbol des individuellen Gewissenswiderstandes. Sein Beispiel zeigt, dass Widerstand gegen Unrecht nicht erst mit dem militärischen Zusammenbruch des NS-Regimes begann, sondern bereits zu einer Zeit möglich war, als das nationalsozialistische Herrschaftssystem auf dem Höhepunkt seiner Macht stand. Gerade deshalb besitzt sein Handeln bis heute eine außergewöhnliche historische und moralische Bedeutung. Lesen Sie mehr:www.zeitklicks.de/zeitstrahl/1942 www.ndr.de/geschichte/tagebuecher/1942-Die-Ermordung-von-mehreren-Millionen-Juden-bis-Ende-1942-die-schrecklichsten-Monate-Stalingrad,kujau406.html Franz Reinisch (1903-1942)Pater Franz Reinisch SAC – Widerstand aus Gewissensüberzeugung Foto: Franz Dionysos Reinisch. Franz-Reinisch Forum, Palottistraße 3, 56179 Vallendar. Online unter, {https://www.franz-reinisch.org/}, (Stand 16.7.2026). Franz Reinisch wurde am 1. Februar 1903 in Feldkirch (Vorarlberg) geboren. Seine Schulzeit verbrachte er unter anderem am Franziskanergymnasium in Hall in Tirol, wo er 1922 die Matura ablegte. Nach seinem Studium der Rechtswissenschaften und anschließend der Theologie wurde er am 29. Juni 1928 in Innsbruck zum Priester geweiht. Im Jahr 1930 trat Reinisch in die Gemeinschaft der Pallottiner (Societas Apostolatus Catholici, SAC) ein. Seine seelsorgliche Tätigkeit führte ihn an verschiedene Orte in Deutschland und Österreich. Schon früh setzte er sich kritisch mit dem Nationalsozialismus auseinander. In seinen Predigten warnte er vor der menschenverachtenden Ideologie des Regimes und stellte die christliche Gewissensfreiheit über den Anspruch eines totalitären Staates auf bedingungslosen Gehorsam. Aufgrund seiner klaren Ablehnung des Nationalsozialismus verhängten die nationalsozialistischen Behörden im September 1940 ein reichsweites Redeverbot über ihn. Im April 1941 wurde Reinisch zur Wehrmacht einberufen. Bereits bei der Gestellungskommission erklärte er, dass er den vorgeschriebenen Fahneneid auf Adolf Hitler aus Gewissensgründen nicht leisten werde. Seine Entscheidung begründete er mit den Worten: „Sooft ich auch mein Gewissen überprüfe, ich kann zu keinem anderen Urteil kommen. Und gegen mein Gewissen kann und will ich mit Gottes Gnade nicht handeln. Ich kann als Christ und Österreicher einem Mann wie Hitler niemals den Eid der Treue leisten.“ (Franz Reinisch, 1942) Nach seiner Weigerung wurde Reinisch verhaftet. Am 7. Juli 1942 verurteilte ihn das Reichskriegsgericht wegen „Wehrkraftzersetzung“ zum Tode. Trotz des drohenden Todesurteils blieb er seiner Gewissensentscheidung treu und lehnte bis zuletzt den Eid auf Adolf Hitler ab. Auch die Bitte von Vertretern seines Ordens, den Eid dennoch abzulegen, konnte ihn nicht umstimmen. Die Auffassung, Hitler sei ein Vertreter einer von Gott gewollten staatlichen Ordnung, wies Reinisch entschieden zurück. Er erklärte: „Die gegenwärtige Regierung sei keine gottgewollte Autorität, sondern eine nihilistische Regierung, die ihre Macht errungen hat durch Gewalt, Lug und Trug. Ich lebe und sterbe als Österreicher.“ Bereits 1939 hatte Reinisch in einem Tischgespräch seine Haltung zum Soldateneid deutlich formuliert: „Den Eid, den Soldateneid auf die nationalsozialistische Fahne, auf den Führer, darf man nicht leisten. Das ist sündhaft. Man würde ja einem Verbrecher einen Eid geben.“ (Franz Reinisch, Tischgespräch 1939) Am 21. August 1942 wurde Pater Franz Reinisch SAC in der Hinrichtungsstätte des Zuchthauses Brandenburg-Görden durch das Fallbeil ermordet. Er war der einzige katholische Priester im Deutschen Reich, der aufgrund seiner ausdrücklichen Verweigerung des Fahneneids auf Adolf Hitler zum Tode verurteilt und hingerichtet wurde. Sein Leben steht bis heute beispielhaft für Widerstand aus religiöser Überzeugung, für die Freiheit des Gewissens und für die Verantwortung des Einzelnen gegenüber einem verbrecherischen Staat. Lesen Sie mehr:www.pallottiner.org Historischer Kommentar zur Quelle: Redeverbot der Geheimen Staatspolizei Erfurt gegen Franz Reinisch (1940) Pater Franz Reinisch-Redeverbot. Arolsen Archives. DocID: 5179021 (Dionys Franz REINISCH) Online unter, { https://collections.arolsen-archives.org/de/document/5179021}, (Stand16.7.2026) Gestapo-Erfurt, 1940: Reichsweites Redeverbot gegen Pallottinerpater Franz Reinisch. Das Dokument zeigt die Überwachung und Unterdrückung eines Geistlichen, der aus Gewissensgründen Widerstand gegen den Nationalsozialismus leistete. (Originalquelle: Geheime Staatspolizei, Staatspolizeistelle Erfurt) Bei dem vorliegenden Dokument handelt es sich um eine Originalquelle der Geheimen Staatspolizei (Gestapo), Staatspolizeistelle Erfurt, aus dem Jahr 1940. Das Schreiben dokumentiert ein reichsweites Redeverbot gegen den Pallottinerpater Franz Reinisch (1903–1942) und ist ein eindrucksvolles Beispiel für die Überwachung, Einschüchterung und Unterdrückung kirchlicher Persönlichkeiten durch den nationalsozialistischen Staat. Franz Reinisch, Priester der Gesellschaft der Pallottiner, war seit den 1930er-Jahren zunehmend in Konflikt mit dem nationalsozialistischen Regime geraten. Er kritisierte die nationalsozialistische Weltanschauung, insbesondere den Führerkult, die Missachtung der Menschenwürde und die Vereinnahmung des Staates gegenüber Kirche und Gewissen. In seinen Predigten und Vorträgen rief er zu einer christlich begründeten Haltung gegenüber der NS-Diktatur auf und betonte die persönliche Verantwortung des Einzelnen vor Gott und seinem Gewissen. Die Gestapo betrachtete solche Äußerungen als politische Gefahr. Das Redeverbot zeigt, dass das Regime nicht nur offene politische Gegner verfolgte, sondern auch Geistliche überwachte und sanktionierte, die durch moralische oder religiöse Argumentation die Legitimität des Nationalsozialismus infrage stellten. Ein „Redeverbot für das gesamte Deutsche Reich“ bedeutete, dass Reinisch nicht mehr öffentlich predigen, Vorträge halten oder zu kirchlichen Gruppen sprechen durfte. Damit wurde ein zentrales Mittel seiner seelsorglichen Tätigkeit – die öffentliche Verkündigung – gezielt eingeschränkt. Die Quelle verdeutlicht zugleich den Charakter der nationalsozialistischen Herrschaft: Die Gestapo verfügte über weitreichende Möglichkeiten, Grundrechte wie die Meinungs- und Religionsfreiheit außer Kraft zu setzen. Solche Verwaltungsmaßnahmen erfolgten häufig ohne rechtsstaatliches Verfahren und dienten dazu, oppositionelle Stimmen zum Schweigen zu bringen. Trotz des Verbots blieb Reinisch seiner Gewissensentscheidung treu. Nachdem er 1941 zur Wehrmacht eingezogen wurde, verweigerte er aus religiöser Überzeugung den Treueeid auf Adolf Hitler. Er sah diesen Eid als unvereinbar mit seinem christlichen Gewissen an. Wegen dieser Gewissensentscheidung wurde er wegen „Wehrkraftzersetzung“ zum Tode verurteilt und am 21. August 1942 im Zuchthaus Brandenburg-Görden hingerichtet. Das Gestapo-Dokument ist daher nicht nur ein Zeugnis staatlicher Repression, sondern auch ein wichtiger Beleg für die Entwicklung Reinischs vom kirchlichen Mahner zum entschiedenen Vertreter des christlich motivierten Widerstandes. Es zeigt, wie das nationalsozialistische Regime bereits Jahre vor seiner Hinrichtung versuchte, seine Stimme zum Schweigen zu bringen. Quellenkritische Einordnung:Als Verwaltungsdokument der Gestapo ist die Quelle aus der Perspektive der nationalsozialistischen Verfolgungsbehörde entstanden. Sie enthält keine Darstellung von Reinischs eigener Motivation, sondern dokumentiert ausschließlich die staatliche Wahrnehmung und Bewertung seiner Tätigkeit. Gerade diese einseitige Perspektive macht das Dokument jedoch historisch wertvoll: Es zeigt unmittelbar, welche Personen und Äußerungen das Regime als bedrohlich einstufte. Lesen Sie mehr:www.dhm.de/lemo/kapitel/ns-regime/ns-organisationen/gestapo Heinrich Andergassen (Teil I) Die Hinrichtungsstätte des Zuchthauses Brandenburg-Görden Die ehemalige Hinrichtungsstätte im Zuchthaus Brandenburg-Görden gehört zu den zentralen Orten der nationalsozialistischen Justizverbrechen. Zwischen 1940 und 1945 wurden hier mehr als 2.000 Menschen aus dem Deutschen Reich und den besetzten europäischen Ländern durch die NS-Justiz ermordet. Die meisten Todesurteile wurden mit dem Fallbeil vollstreckt. Zu den Opfern gehörte auch Pater Franz Reinisch SAC, der am 21. August 1942 in Brandenburg-Görden hingerichtet wurde, nachdem er aus Gewissensgründen den Eid auf Adolf Hitler verweigert hatte. Sein Schicksal steht stellvertretend für jene Menschen, die sich dem nationalsozialistischen Unrechtssystem widersetzten und für ihre Überzeugung ihr Leben opferten. Heute erinnert die ehemalige Hinrichtungsstätte als Gedenkort an die Opfer der NS-Justiz und mahnt zur Auseinandersetzung mit Verantwortung, Gewissen und Zivilcourage. Die Gedenkstätte bewahrt die Erinnerung an die Menschen, die durch ein politisch instrumentalisiertes Justizsystem entrechtet und ermordet wurden. Quelle: Gedenkstätte Zuchthaus Brandenburg-Görden, „Hinrichtungsstätte“, online unter: https://www.brandenburg-zuchthaus-sbg.de/hinrichtungsstaette/ (Stand: 16.07.2026). Hinrichtungsstätte Zuchthaus Brandenburg-Görden. Online unter, {https://www.brandenburg-zuchthaus-sbg.de/hinrichtungsstaette/}, (Stand 16.7.2026). Lesen Sie mehr:www.brandenburg-zuchthaus-sbg.de Dr. Carl Lampert – ein Opfer der nationalsozialistischen Justiz Neben Pater Franz Reinisch erinnert auch das Schicksal von Dr. Carl Lampert an die Verfolgung katholischer Geistlicher durch das nationalsozialistische Regime. Lampert (1894–1944), aus Göfis in Vorarlberg stammend, war Provikar der Apostolischen Administratur Innsbruck-Feldkirch und damit der ranghöchste österreichische Geistliche, der während der NS-Zeit hingerichtet wurde. Nach dem „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich geriet Lampert zunehmend in Konflikt mit den Nationalsozialisten, da er die Eigenständigkeit der Kirche verteidigte und sich gegen Eingriffe des Regimes in kirchliche Angelegenheiten wandte. Bereits 1940 wurde er verhaftet und in den Konzentrationslagern Dachau und Sachsenhausen inhaftiert. Nach seiner Entlassung musste er Tirol verlassen und wurde nach Pommern ausgewiesen. In Stettin geriet Lampert erneut ins Visier der Gestapo. Aufgrund von Denunziationen und der Aussagen eines eingeschleusten Spitzels wurde er 1943 gemeinsam mit weiteren Geistlichen verhaftet. Die nationalsozialistische Militärjustiz warf ihm unter anderem „Wehrkraftzersetzung“, „Feindbegünstigung“ und Spionage vor. Nach mehreren Verfahren wurde er schließlich zum Tode verurteilt. Am 13. November 1944 wurde Dr. Carl Lampert gemeinsam mit Pater Friedrich Lorenz und Kaplan Herbert Simoleit im Zuchthaus Halle (Saale) durch das Fallbeil hingerichtet. Sein Leben steht beispielhaft für den religiös motivierten Widerstand gegen den Nationalsozialismus und für Menschen, die aus ihrem Gewissen heraus die Forderung nach bedingungslosem Gehorsam gegenüber der NS-Diktatur ablehnten. Die Biografien von Franz Reinisch und Carl Lampert zeigen unterschiedliche Formen des Widerstandes: Reinisch verweigerte den Fahneneid auf Adolf Hitler aus Gewissensgründen, während Lampert als kirchlicher Würdenträger die Freiheit der Kirche und die Würde des Menschen gegen den Anspruch des totalitären Staates verteidigte. Beide Schicksale erinnern daran, dass Widerstand nicht nur politisch, sondern auch aus religiöser und moralischer Überzeugung entstehen konnte. Lesen Sie mehr:gedenkort.at/personen/f292034b-c141-5732-b8d9-e675993428be www.dibk.at/meldungen/gedenken-an-80.-todestag-von-carl-lampert Grabstätte von Franz ReinischDie Grabstätte von Pater Franz Reinisch ist bis heute ein bedeutender Erinnerungsort für Menschen, die sich mit christlichem Widerstand gegen den Nationalsozialismus auseinandersetzen. Nachdem Reinisch am 21. August 1942 in Brandenburg-Görden hingerichtet worden war, wurde seine Urne nach dem Zweiten Weltkrieg nach Schönstatt in Vallendar überführt. Dort fand sie ihre letzte Ruhestätte in unmittelbarer Nähe des Urheiligtums der Schönstattbewegung. Das Grab erinnert an einen Mann, der aus Gewissensgründen den Fahneneid auf Adolf Hitler verweigerte und dafür sein Leben opferte. Es ist heute ein Ort des stillen Gedenkens, des Gebets und der Auseinandersetzung mit den Themen Gewissen, Verantwortung und Zivilcourage. Pater Franz Reinisch Grabstätte befindet sich in Schönstatt/Vallendar. Online unter, {https://www.franz-reinisch.org/orte-des-lebens-und-gedenkens/grab/}, (Stand 16.7.2026)
Zusammenfassung Die Gedenkveranstaltungen des Jahres 2023 in Hall in Tirol verbinden regionale Erinnerungskultur mit europäischer Zeitgeschichte. Sie erinnern an Franz Reinisch als ehemaligen Schüler des Franziskanergymnasiums und Bundesbruder der Sternkorona, der aus christlicher Gewissensentscheidung den Eid auf Adolf Hitler verweigerte. Mit der Benennung des Franz-Reinisch-Platzes, dem Gedenkgottesdienst und der Errichtung einer Skulptur setzt Hall in Tirol ein dauerhaftes Zeichen gegen Diktatur und für Menschenwürde, Gewissensfreiheit und Zivilcourage. Die Veranstaltungen machen deutlich, dass historische Erinnerung nicht nur dem Gedenken dient, sondern auch Verantwortung für Gegenwart und Zukunft vermittelt. Lesen Sie mehr:Eröffnung Schneiderkapelle Gedenktafel-WIDER.STAND Wert der individuellen Verantwortung: Warum die Geschichten von Einzelpersonen wie Pater Franz Reinisch erinnert werden solltenEs gibt viele Gründe, warum wir uns erinnern sollten, insbesondere an Ereignisse wie den Widerstand gegen den Nationalsozialismus und die Opfer dieser Zeit. Die Erinnerung an Widerstandsopfer wie Pater Franz Reinisch und ihre Taten ist von entscheidender Bedeutung, um sicherzustellen, dass ihr Mut und ihre Opfer niemals vergessen werden. Indem wir ihre Lebensgeschichten in unserem Gedächtnis behalten, können wir die Bedeutung des individuellen Gewissens und des Widerstands gegen Unrecht hervorheben. Historischer Hinweis: Der Pallottinerpater Franz Reinisch (1903–1942), der als einziger katholischer Priester den Fahneneid auf Adolf Hitler verweigerte und am 21. August 1942 in Brandenburg-Görden hingerichtet wurde, gilt als wichtiges Vorbild für Franz Jägerstätter. Der Gefängnisseelsorger berichtete Jägerstätter vor dessen Hinrichtung im August 1943 von Reinischs mutiger Gewissensentscheidung. Diese Begegnung bestärkte Jägerstätter in seiner eigenen Verweigerung des Fahneneides. Nach dem Krieg setzte sich Reinischs Bruder, der Rechtsanwalt wurde, erfolgreich dafür ein, dass Jägerstätters Witwe Franziska die zunächst verweigerte Witwenpension erhielt. Während der NS-Zeit hatte der Gefängnisseelsorger die Familie Jägerstätter zudem finanziell unterstützt. Lesen Sie mehr:de.wikipedia.org/wiki/Franz_Jägerstätter www.dioezese-linz.at/portal/glaubenfeiern/heiligezeiten/seligeheilige/article/1740.html&ts=1784205991391 www.doew.at/erinnern/fotos-und-dokumente/1938-1945/lob-des-ungehorsams/ein-katholischer-bauer-der-nicht-fuer-hitler-kaempfen-wollte-franz-jaegerstaetterHäufig gestellte Fragen (FAQ) Warum wird Franz Reinisch in Hall in Tirol besonders geehrt? Franz Reinisch besuchte das Franziskanergymnasium in Hall in Tirol und war Mitglied der katholischen Mittelschulverbindung Sternkorona. Die Stadt und die Pfarre Hall in Tirol erinnert mit einem eigenen Platz und Gedenkveranstaltungen an seinen außergewöhnlichen Gewissensmut. Warum wird Franz Reinisch in Hall in Tirol besonders geehrt? Reinisch war überzeugt, dass ein Treueeid auf Hitler mit seinem christlichen Glauben und seinem Gewissen unvereinbar war. Deshalb lehnte er den Wehrdienst unter dem NS-Regime ab. Warum verweigerte Franz Reinisch den Eid auf Adolf Hitler? Reinisch war überzeugt, dass ein Treueeid auf Hitler mit seinem christlichen Glauben und seinem Gewissen unvereinbar war. Deshalb lehnte er den Wehrdienst unter dem NS-Regime ab. Warum gilt Franz Reinisch als Märtyrer des Gewissens? Er nahm die Todesstrafe in Kauf, anstatt gegen seine religiöse Überzeugung zu handeln. Sein Handeln gilt bis heute als Beispiel für Gewissensfreiheit und persönliche Verantwortung. Welche Bedeutung hatte das Jahr 2023 für die Erinnerung an Franz Reinisch? 2023 wurde in Hall in Tirol der Franz-Reinisch-Platz feierlich eröffnet. Begleitend fanden ein Gedenkgottesdienst, ein Festakt und weitere Veranstaltungen zur Erinnerung an den NS-Widerstand statt. Warum ist Franz Reinisch für die heutige Demokratie relevant?Sein Leben verdeutlicht, dass demokratische Werte, Menschenwürde und Gewissensfreiheit von einzelnen Menschen verteidigt werden müssen. Sein Beispiel erinnert daran, dass persönlicher Mut auch unter diktatorischen Bedingungen Geschichte verändern kann. Franz Reinisch-Bundesbruder der Sternkorona in Hall in TirolAls Schüler des Franziskanergymnasiums in Hall in Tirol trat Franz Reinisch 1919 der katholischen Mittelschulverbindung Sternkorona bei. Die Prinzipien der Verbindung – Glaube, Freundschaft, Heimatverbundenheit und Bildung – prägten seinen Lebensweg nachhaltig. Als Bundesbruder der Sternkorona entwickelte er jene Gewissensstärke, die ihn später dazu führte, als einziger katholischer Priester im nationalsozialistischen Deutschland den Eid auf Adolf Hitler zu verweigern. Für diese Entscheidung bezahlte er am 21. August 1942 in Brandenburg-Görden mit seinem Leben. Lesen Sie mehr:Sternkorona I gedenkort.at/personen/f9d3ddf3-5363-5fd9-a106-06379e281d40 Verfolgte _Franziskaner_Ordensleute Franz-Reinisch-Platz in Hall in TirolZur Erinnerung an den Pallottinerpater Franz Reinisch wurde in Hall in Tirol ein Platz nach ihm benannt. Die Widmung würdigt seinen mutigen Entschluss, den Eid auf Adolf Hitler aus Gewissensgründen zu verweigern, sowie sein Vermächtnis als Symbol des christlich motivierten Widerstands gegen den Nationalsozialismus. Lesen Sie mehr:www.brixnerdom.com/news/kirchenjahr-2023-24/gekoepft-p-franz-reinisch www.pallottiner.org/bronzeskulptur-fuer-pater-franz-reinisch/ www.dibk.at/meldungen/Hall-in-Tirol-im-Gedenken-an-P.-Franz-Reinisch www.schoenstatt.de/de/news/6179/112/Pater-Franz-Reinisch-Gedenkfeiern-in-Innsbruck-und-Hall-Tirol.htm Your browser does not support viewing this document. Click here to download the document. Your browser does not support viewing this document. Click here to download the document. Your browser does not support viewing this document. Click here to download the document. Pfarre St. Nikolaus Hall in Tirol, in: Dr. Jakob Patsch, Dekanat - Pfarramt Hall in Tirol. Lesen Sie mehr:Marianisten Pater Jakob Gapp www.pfarre-wattens.at/glaube/gapp_biographie.html Alois Flatscher DDDr. _Pater _Johannes _Kapistran _Pieller
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