Nationalsozialismus in Hall in Tirol und in Tirol: NS-Widerstand,Verfolgung und Schicksale
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​  Marianisten Pater Jakob Gapp 

(1897 – 1943)


Pater Jakob Gapp (1897–1943): Ein Lebensweg des Widerstands

8/21/2025

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Einleitung

Der Marianistenpater Jakob Gapp (1897–1943) zählt zu den bedeutenden Vertretern des christlich motivierten Widerstandes gegen den Nationalsozialismus in Tirol. Aus seinem katholischen Glauben und seiner Vorstellung von sozialer Gerechtigkeit heraus widersetzte er sich früh der nationalsozialistischen Ideologie. Er lehnte insbesondere den Führerkult, den Rassismus, den Antisemitismus und die Missachtung der Menschenwürde ab. In Predigten und im Religionsunterricht erklärte er, dass die nationalsozialistische Weltanschauung mit dem christlichen Glauben unvereinbar sei.
Seine konsequente Haltung brachte ihn in Konflikt mit den Machthabern. Gapp erhielt Unterrichtsverbot und musste Österreich 1939 verlassen. Auch im Exil setzte er seine Aufklärungsarbeit fort. Im November 1942 wurde er durch eine Täuschungsaktion deutscher Agenten über die spanisch-französische Grenze gelockt, festgenommen und nach Berlin gebracht. Der Volksgerichtshof verurteilte ihn am 2. Juli 1943 zum Tode. Am 13. August 1943 wurde Jakob Gapp in der Hinrichtungsstätte Berlin-Plötzensee enthauptet. Papst Johannes Paul II. sprach ihn am 24. November 1996 selig.

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🇬🇧 (EN) Marianist _Father _Jakob _Gapp

🇬🇧🕯️ Gapp_Jakob_Memorial

🇬🇧 🕯️ Father Franz Reinisch Memorial

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🕯️Gedenkporträt Marianisten Pater Jakob Gapp

🕯️Pater Franz Reinisch Gedenken

Historischer Kontext

Nach dem „Anschluss“ Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich im März 1938 wurden staatliche, gesellschaftliche und kirchliche Einrichtungen rasch der NS-Herrschaft untergeordnet. Der Nationalsozialismus verlangte nicht nur politische Loyalität, sondern erhob mit seinem Führerkult, seiner Rassenideologie und der Ausgrenzung von Jüdinnen und Juden einen umfassenden weltanschaulichen Anspruch.
Die katholische Kirche befand sich dabei in einer widersprüchlichen Situation. Während Teile des Klerus und der katholischen Bevölkerung versuchten, sich mit den neuen Verhältnissen zu arrangieren, leisteten einzelne Geistliche offenen oder verdeckten Widerstand. Dieser Widerstand reichte von kritischen Predigten und der Verbreitung kirchlicher Schriften über die Verweigerung nationalsozialistischer Rituale bis zur Unterstützung verfolgter Menschen.
Jakob Gapp gehörte zu jenen Geistlichen, die früh erkannten, dass sich christliche Nächstenliebe und nationalsozialistische Rassenideologie grundsätzlich widersprachen. Er verweigerte den Hitlergruß, trug kein Hakenkreuzabzeichen und wandte sich gegen die Vergötterung Adolf Hitlers. Seinen Schülerinnen und Schülern vermittelte er, dass jedem Menschen – unabhängig von Herkunft, Religion oder sogenannter „Rasse“ – die gleiche Würde zukomme.
Gapps Widerstand bestand nicht in bewaffneten Aktionen. Er war ein religiös und ethisch begründeter Widerstand durch Predigt, Unterricht, persönliche Verweigerung und Aufklärung. Gerade weil er als Priester öffentlich sprach und Menschen zum selbstständigen moralischen Urteil ermutigte, betrachtete ihn das NS-Regime als gefährlichen Gegner. Seine Verfolgung und Ermordung zeigen, mit welcher Härte die nationalsozialistische Justiz auch gegen Einzelpersonen vorging, die den ideologischen Herrschaftsanspruch des Regimes grundsätzlich infrage stellten. Gedenkstätte Plötzensee, DÖW-Kooperationsprojekt gedenkort.at

Pater Jakob Gapp (1897–1943): Ein Lebensweg des Widerstands

Gedenktafel mit einem Porträt des Marianistenpaters Jakob Gapp und Informationen zu seinem Leben und Wirken.
Gedenktafel für den seligen Marianistenpater Jakob Gapp (1897–1943), der wegen seines Widerstands gegen den Nationalsozialismus hingerichtet wurde. Foto: HellasX, eigenes Werk, gemeinfrei. Quelle: Wikimedia Commons (Zugriff: 21. August 2025).

Kindheit, Ausbildung und Kriegserlebnis

Jakob Gapp wurde am 26. Juli 1897 in Wattens, Tirol, in eine Arbeiterfamilie geboren. Seine schulische Ausbildung absolvierte er am Franziskanergymnasium in Hall in Tirol. Von den Wirren des Ersten Weltkriegs wurde er früh erfasst: Er meldete sich freiwillig zu den Tiroler Standschützen und wurde 1916 schwer verwundet. Nach seiner Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft im Jahr 1919 entschied er sich, sein Leben in den Dienst der Kirche zu stellen.

Lesen Sie mehr:

Franziskaner Kloster Hall in Tirol

franziskaner.at/hall-in-tirol/

Eintritt in den Orden und Wirken als Priester und Lehrer

Im Jahr 1920 trat Jakob Gapp der Gesellschaft Mariens (Marianisten) bei und wurde 1930 zum Priester geweiht. In den folgenden Jahren widmete er sich der Seelsorge in verschiedenen Gemeinden, darunter Freistadt, Lanzenkirchen und Graz. Bis zum Jahr 1938 wirkte er als Religionsprofessor am Privatrealgymnasium des Marieninstituts in der steirischen Landeshauptstadt Graz.

Das ehemalige Privatgymnasium des Marieninstituts in Graz (gegründet 1858) existiert in seiner ursprünglichen Form als reine Ordensschule nicht mehr. Die Tradition dieser Bildungseinrichtung in der Kirchengasse ging in das heutige BG/BRG Kirchengasse über. 

Lesen Sie mehr:

gym-kirchengasse.at

bischgym.augustinum.at

Der Marianistenorden

Der Marianistenorden, offiziell „Gesellschaft Mariä“ (Societas Mariae – SM), wurde 1817 vom seligen Wilhelm Josef Chaminade in Frankreich gegründet. Die Gemeinschaft orientiert sich am Vorbild Marias und verbindet Glauben, Bildung und soziales Engagement. Marianisten wirken weltweit vor allem in Schulen, Pfarren und sozialen Einrichtungen. Auch Pater Jakob Gapp gehörte diesem Orden an und lebte dessen Werte von Glaubenstreue, Menschlichkeit und Verantwortung in besonderer Weise.

Lesen Sie mehr:

www.marianisten.at/gemeinschaft/wir-ueber-uns/

Kompromissloser Widerstand gegen den Nationalsozialismus

Bereits früh zeigte Pater Gapp eine entschlossene und kompromisslose Ablehnung der nationalsozialistischen Ideologie. Während seiner Unterrichtstätigkeit weigerte er sich konsequent, den "Deutschen Gruß" ("Heil Hitler") zu erwidern oder ein Hakenkreuz-Abzeichen zu tragen. Diese unerschütterliche Haltung führte zu ersten Repressalien: Er wurde von Graz nach Freistadt versetzt. Schließlich fand er eine neue Wirkungsstätte als Kooperator in Breitenwang, wo er auch Religionskurse an der Volks- und Hauptschule in Reutte unterrichtete.
Pater Gapp stellte sich offen gegen das NS-Regime, kritisierte öffentlich den "Führer" und setzte sich leidenschaftlich für die Rechte der verfolgten jüdischen Bevölkerung ein. Sein mutiges Auftreten machte ihn bei nationalsozialistisch gesinnten Lehrkollegen und Eltern unbeliebt, doch er ließ sich nicht beirren.

Die folgenschwere Predigt und die Flucht

Den endgültigen Bruch provozierte eine Predigt am 11. Dezember 1938 in der Pfarrkirche seines Heimatortes Wattens. Darin stellte er katholische Literatur über die NS-Propaganda (er nannte ausdrücklich Alfred Rosenbergs "Mythos des 20. Jahrhunderts") und kritisierte die Prunksucht des Regimes, indem er das "Braune Haus" in München dem bescheidenen päpstlichen Palast gegenüberstellte.
Diese offene Kritik löste erheblichen Aufruhr aus. Um der Verhaftung durch die Gestapo zu entgehen, musste sich Pater Gapp bei einem Verwandten in Osttirol verstecken.

Lesen Sie mehr:

kolpingbuehne-wattens.at/kreuz-und-quer/

Exil, Verrat und Martyrium

Um ihn in Sicherheit zu bringen, halfen ihm seine Ordensbrüder zur Flucht ins Ausland. Über Bordeaux in Frankreich (Ankunft am 31. Januar 1939) gelangte er schließlich nach Spanien. Dort wirkte er von 1939 bis 1942 als Lehrer an Marianistenschulen in San Sebastián, Cádiz, Lequeitio und Valencia.
Doch auch im Exil war er nicht sicher. Am 9. November 1942 wurde er an der spanisch-französischen Grenze Opfer einer Gestapo-Falle und festgenommen. Nach seiner Inhaftierung in Berlin-Plötzensee wurde er vom Volksgerichtshof (VGH) am 2. Juli 1943 wegen "Hochverrats" zum Tode verurteilt. Das Urteil wurde am 13. August 1943 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee durch Enthauptung vollstreckt.

Lesen Sie mehr:

gedenkort.at/personen/63810c42-57b9-4346-8ec7-57714d5d7b8e

www.gedenkstaette-ploetzensee.de

Pater _Franz _Reinisch

Der Volksgerichtshof in der Ostmark (1938–1945)

Der Volksgerichtshof war ein besonderes Gericht des nationalsozialistischen Regimes im Deutschen Reich. Nach dem „Anschluss“ Österreichs 1938 galt er auch in der sogenannten „Ostmark“. Das Gericht verfolgte vor allem politische Gegnerinnen und Gegner des NS-Regimes. Viele Menschen wurden wegen Widerstandes, Kritik am Nationalsozialismus oder sogenannter „Wehrkraftzersetzung“ angeklagt. Die Urteile waren meist sehr hart und endeten oft mit langen Haftstrafen oder Todesurteilen.

Lesen Sie mehr:

de.wikipedia.org/wiki/Volksgerichtshof

Vermächtnis und Seligsprechung

Pater Jakob Gapp gilt als einer der mutigsten Glaubenszeugen Österreichs während der NS-Zeit. Er opferte sein Leben aus christlicher Überzeugung für die Wahrheit und die Menschenwürde. Papst Johannes Paul II. sprach ihn am 24. November 1996 selig.
Sein Gedenktag ist der 13. August.
Quellen:
  • Diözese Innsbruck
  • Marianisten (Gesellschaft Mariens - SM)
  • Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin
Rotes Programmheft der Kolpingbühne Wattens zum Theaterstück „Kreuz oder Quer – Pater Jakob Gapp“. Das Titelblatt zeigt ein Kreuz, ein Porträt Jakob Gapps, seine Lebensdaten 26. Juli 1897 bis 13. August 1943 sowie ein Hakenkreuz.
Programmheft zum Theaterstück „Kreuz oder Quer – Pater Jakob Gapp“, aufgeführt von der Kolpingbühne Wattens anlässlich des 80. Todestages des Marianistenpaters Jakob Gapp im Jahr 2023.
"Kreuz oder Quer": Theaterstück der Kolpingbühne WattensAnlässlich des 80. Todestages von Pater Jakob Gapp (13. August 1943 – 2023) ehrte die Kolpingbühne Wattens ihren Heimathelden mit einem beeindruckenden Theaterstück mit dem Titel "Kreuz oder Quer".
Diese Produktion war ein bedeutendes kulturelles und gedenkpolitisches Ereignis in Wattens, das die bewegende Geschichte von Mut, Glauben und Widerstand des in Wattens geborenen Paters auf die Bühne brachte.

Lesen Sie mehr:

de.wikipedia.org/wiki/Jakob_Gapp

www.gdw-berlin.de

www.dibk.at/Themen/tiroler-heilige-und-selige/Seliger-Jakob-Gapp

Zusammenfassung

Pater Jakob Gapp wurde am 26. Juli 1897 in Wattens geboren und trat 1920 in die Ordensgemeinschaft der Marianisten ein. Nach seiner Priesterweihe im Jahr 1930 arbeitete er als Lehrer, Erzieher und Seelsorger. Bereits vor 1938 setzte er sich intensiv mit dem Nationalsozialismus auseinander und gelangte zur Überzeugung, dass dessen rassistische und menschenverachtende Ideologie mit dem christlichen Glauben unvereinbar sei.
Nach der nationalsozialistischen Machtübernahme in Österreich verweigerte Gapp demonstrative Zeichen der Anpassung. In Predigten und im Unterricht trat er für Nächstenliebe und die gleiche Würde aller Menschen ein. Nach einem Unterrichtsverbot und wachsendem Verfolgungsdruck floh er im Januar 1939 zunächst nach Frankreich und später nach Spanien.
Deutsche Agenten lockten ihn im November 1942 unter einem Vorwand in das deutsch besetzte Frankreich. Dort wurde er festgenommen und anschließend nach Berlin gebracht. Nach monatelanger Haft verurteilte ihn der Volksgerichtshof am 2. Juli 1943 wegen „Feindbegünstigung“ zum Tode. Am 13. August 1943 wurde er in Berlin-Plötzensee hingerichtet.
Jakob Gapps Lebensgeschichte steht für einen Widerstand, der aus Glauben, Gewissen und persönlicher Verantwortung hervorging. Seine Heimatgemeinde Wattens bewahrt sein Andenken bis heute. Die Aufführung des Theaterstücks „Kreuz oder Quer – Pater Jakob Gapp“ durch die Kolpingbühne Wattens anlässlich seines 80. Todestages im Jahr 2023 führte seine Geschichte einer neuen Generation vor Augen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wer war Jakob Gapp?

Jakob Gapp war ein österreichischer katholischer Priester, Lehrer und Mitglied der Ordensgemeinschaft der Marianisten. Er wurde am 26. Juli 1897 in Wattens geboren und am 13. August 1943 in Berlin-Plötzensee vom NS-Regime hingerichtet.

Was sind die Marianisten?

Die Marianisten, offiziell „Gesellschaft Mariä“ beziehungsweise Societas Mariae (SM), sind eine katholische Ordensgemeinschaft. Zu ihren besonderen Aufgaben gehören Bildung, Erziehung, Seelsorge und soziale Verantwortung. Jakob Gapp trat 1920 in den Orden ein.

Welche Verbindung hatte Jakob Gapp zu Hall in Tirol?

Gapp besuchte ab 1910 das von den Franziskanern geführte Gymnasium in Hall in Tirol. Hall war damit ein wichtiger Ort seiner schulischen und religiösen Bildung.

Warum lehnte Jakob Gapp den Nationalsozialismus ab?

Er betrachtete den Führerkult, die Rassenideologie, den Antisemitismus und die nationalsozialistische Gewaltpolitik als unvereinbar mit dem christlichen Glauben. Für Gapp besaß jeder Mensch unabhängig von Herkunft, Nationalität oder Religion die gleiche Würde.

Wie äußerte sich sein Widerstand?

Sein Widerstand zeigte sich vor allem in Predigten, im Religionsunterricht und in persönlichen Verweigerungshandlungen. Er verweigerte den Hitlergruß, trug kein Hakenkreuzabzeichen und widersprach der nationalsozialistischen Erziehung. Zudem warnte er öffentlich vor der NS-Ideologie und verbreitete im Exil Informationen, die der nationalsozialistischen Propaganda widersprachen.

War Jakob Gapp Mitglied einer Widerstandsgruppe?

Nach dem gegenwärtigen Forschungsstand gehörte er keiner bewaffneten Widerstandsgruppe an. Sein Widerstand war vor allem religiös, geistig und moralisch begründet. Er handelte weitgehend als Einzelner und setzte der nationalsozialistischen Ideologie öffentlich seine christlichen Überzeugungen entgegen.

Warum musste er Österreich verlassen?

Wegen seiner kritischen Predigten, seines Unterrichts und seiner offenen Verweigerung nationalsozialistischer Rituale geriet Gapp zunehmend unter Druck. Nachdem ihm die Unterrichtstätigkeit untersagt worden war und eine Verhaftung drohte, floh er im Januar 1939 nach Frankreich und später nach Spanien.

Wie geriet Jakob Gapp in die Gewalt der Gestapo?

Deutsche Agenten gaben sich als hilfesuchende Männer aus und lockten ihn im November 1942 über die spanisch-französische Grenze. Im deutsch besetzten Frankreich wurde Gapp festgenommen und anschließend nach Berlin gebracht.

Wann wurde Jakob Gapp verurteilt?

Der nationalsozialistische Volksgerichtshof verurteilte ihn am 2. Juli 1943 wegen „Feindbegünstigung“ zum Tode. Das Verfahren war Teil der politischen NS-Justiz und entsprach nicht den rechtsstaatlichen Grundsätzen eines unabhängigen Gerichts.

Wann und wo wurde Jakob Gapp hingerichtet?

Jakob Gapp wurde am 13. August 1943 in der Hinrichtungsstätte Berlin-Plötzensee enthauptet. Sein Leichnam wurde nicht zur Bestattung an seine Familie oder seine Ordensgemeinschaft übergeben. Gedenkstätte Plötzensee
  

Warum gilt Jakob Gapp als Widerstandskämpfer?

Gapp stellte dem Nationalsozialismus öffentlich eine andere Werteordnung entgegen. Er verteidigte Menschenwürde, Nächstenliebe, Gewissensfreiheit und die Gleichwertigkeit aller Menschen. Trotz Unterrichtsverbot, Flucht und Verfolgung widerrief er seine Überzeugungen nicht.

Wann wurde Jakob Gapp seliggesprochen?

Papst Johannes Paul II. sprach Jakob Gapp am 24. November 1996 in Rom selig. Die katholische Kirche würdigte ihn damit als Märtyrer, der wegen seiner Glaubensüberzeugung verfolgt und getötet worden war.

Wann wird seiner gedacht?

Der kirchliche Gedenktag Jakob Gapps ist der 13. August, sein Todestag. Darüber hinaus erinnern Veranstaltungen, Gedenkorte, Publikationen und Theateraufführungen an sein Leben und seinen Widerstand.

Welche Bedeutung hat Jakob Gapp heute?

Seine Biografie zeigt, dass Widerstand auch aus persönlicher Gewissensentscheidung, religiöser Überzeugung und der Weigerung entstehen kann, menschenverachtende Ideologien hinzunehmen. Sein Leben mahnt dazu, Rassismus, Antisemitismus, Ausgrenzung und politischen Führerkult frühzeitig zu erkennen und ihnen öffentlich entgegenzutreten.
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    Autorin

    Elisabeth Walder
    BA MA MA

    ​Historikerin-Ethnologin

    Archive
    Diözese Innsbruck:
    Die Diözese Innsbruck, in der Jakob Gapp geboren wurde und wirkte, führt ihn als Glaubenszeugen und Märtyrer. URL: https://www.dibk.at/glaeubige/menschen/zeugen/jakob-gapp/

    2. Marianisten (Gesellschaft Mariens - SM):
    Als Mitglied des Marianistenordens ist seine Biografie auf deren offiziellen Seiten ausführlich gewürdigt. URL (deutsch): https://www.marianisten.de/orden/pater-jakob-gapp/ URL (international): https://www.marianist.com/jakob-gapp/

    3. Gedenkstätte Deutscher Widerstand:
    Die Gedenkstätte listet Jakob Gapp als einen der religiös motivierten Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus. URL: https://www.gdw-berlin.de/vertiefung/biografien/personenverzeichnis/biografie/view-bio/jakob-gapp/


    4. Vatican News / Selig- und Heiligsprechungsprozess:
    Der Vatikan berichtete anlässlich des 80. Todestages über ihn und seinen Seligsprechungsprozess. URL: https://www.vaticannews.va/de/kirche/news/2023-08/jakob-gapp-marianisten-pater-ns-widerstand-maertyrer-tod.html

    August 2025

    Kategorie 
    Zeitgeschichte 

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