|
Otto Grünmandl war eine zentrale Figur im frühen Widerstand gegen das NS-Regime in Hall in Tirol. Trotz der Verfolgung, die er als Teil der jüdischen Bevölkerung erleiden musste, schloss er sich mutig der Widerstandsgruppe um Dr. Walter Krajnc, Dr. Matthias Pahle und besonders Peter Zwetkoff an.
Die Repressalien des Regimes trafen ihn direkt: Er wurde, ebenso wie sein Vater, im Arbeitslager Reichenau in Innsbruck inhaftiert und zu Zwangsarbeit deportiert. Sein Überleben verdankte er auch der Courage und Menschlichkeit Haller Bürger. Dies bringt ein Zitat von ihm eindrücklich zum Ausdruck: "Ich lasse nichts über die Haller Katholiken kommen, ohne die hätten wir den Krieg nicht überlebt. Besonders zu danken, gilt es der Familie Hans Petzer, die uns beide Brüder zum Mittagstisch einluden, um unseren großen Hunger zu stillen." Diese Worte zeigen, dass es auch in der dunkelsten Zeit Menschen wie Hans Petzer und seine Familie gab, die mit Zivilcourage und Mitgefühl handelten und Verfolgte unterstützten. Otto Grünmandls Geschichte ist somit ein Zeugnis sowohl des Widerstands als auch der rettenden Solidarität in der Haller Bevölkerung. (siehe Blogeintrag Widerstandskreis junger Katholiken in Hall in Tirol)
0 Comments
|
Autorin
|
Proudly powered by Weebly
RSS Feed