read more:(EN) Paula NiederwolfsgruberHistorischer Hintergrund Nach dem „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich im März 1938 wurde auch in Tirol das gesellschaftliche, politische und schulische Leben konsequent nach der nationalsozialistischen Ideologie ausgerichtet. Katholische Organisationen wurden aufgelöst oder in ihrer Tätigkeit stark eingeschränkt, während Jugendliche zur Eingliederung in die nationalsozialistischen Jugendverbände und zur ideologischen Anpassung gedrängt wurden. Wer kirchliche Schriften verbreitete oder die Politik des Regimes kritisierte, musste mit Überwachung, Verhaftung und dem Ausschluss von Ausbildung und Beruf rechnen. Zu den schwersten Verbrechen der nationalsozialistischen Herrschaft gehörte die systematische Ermordung von Menschen mit körperlichen, geistigen oder psychischen Beeinträchtigungen. Dieses Mordprogramm wurde unter der beschönigenden Bezeichnung „Euthanasie“ durchgeführt und ist heute vor allem als „Aktion T4“ bekannt. Im Sommer 1941 verurteilte der Münsteraner Bischof Clemens August Graf von Galen die Tötungen öffentlich in seinen Predigten. Abschriften dieser Predigten wurden heimlich vervielfältigt und weitergegeben. In diesem Umfeld gewann auch der Widerstand junger gläubiger Menschen besondere Bedeutung. Die damals erst 17-jährige Paula Niederwolfsgruber verbreitete in Solbad Hall und Heiligkreuz Predigten von Galens. Damit setzte sie sich für den Schutz menschlichen Lebens und die Würde von Menschen mit Behinderungen ein. Am 27. Oktober 1941 wurde sie von der Gestapo verhaftet. Anschließend schloss man sie aus der Lehrerinnenbildungsanstalt aus, weil sie als ungeeignet galt, Kinder im nationalsozialistischen Sinne zu erziehen. Erst nach dem Ende der NS-Herrschaft konnte sie ihre Ausbildung fortsetzen. Lesen Sie mehr:de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_AndergassenZivilcourage in dunkler Zeit. Ein Protest gegen das Töten: |
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