Nationalsozialismus in Hall in Tirol: NS-Widerstand, Verfolgung und Schicksale
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 Dr. Walter Krajnc im Kampf
gegen den Nationalsozialismus

Dr. Walter Krajnc (1916-1944)

6/29/2023

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(F) 🕯 Dr Walter Krajnc (22 février 1916 – 29 juillet 1944)

🇫🇷 Français Krajnc- Dr.-Walter-Blog (F)

Dr. Walter Krajnc (1916-1944)

Schwarz-Weiß-Porträt von Dr. Walter Krajnc im Anzug. Er blickt in die Kamera. Das Foto stammt aus dem Privatarchiv Hubert Berger, Kufstein.
Dr. Walter Krajnc im Anzug. Schwarz-Weiß-Porträt. Foto: Privatarchiv Hubert Berger, Kufstein.

Einleitung

Dr. Walter Krajnc (1916–1944) zählt zu den bedeutendsten Persönlichkeiten des Tiroler Widerstandes gegen den Nationalsozialismus. Bereits als Schüler widersetzte er sich nationalsozialistischer Agitation. Nach dem „Anschluss“ Österreichs gehörte er dem katholisch geprägten Widerstandsumfeld in Hall in Tirol an. Während seines Wehrmachtsdienstes in Südfrankreich knüpfte Krajnc Kontakte zur französischen Résistance und leitete wichtige Informationen an den Widerstand und die Alliierten weiter. Nach seiner Verhaftung im Juli 1944 weigerte er sich trotz schwerer Verhöre, die Namen seiner französischen Kontaktpersonen preiszugeben. Am 29. Juli 1944 wurde er im Alter von 28 Jahren nahe Avignon hingerichtet. Sein Lebensweg steht für grenzüberschreitenden Widerstand, persönliche Verantwortung und ein Handeln, das von christlichem Glauben und moralischer Überzeugung getragen war.

Historischer Kontext

Mit der nationalsozialistischen Machtübernahme im März 1938 wurden in Österreich demokratische und kirchliche Strukturen zerschlagen und politische Gegner verfolgt. In Hall in Tirol entstanden unterschiedliche Widerstandskreise. Eine besondere Rolle spielte das katholische Umfeld der Pfarre St. Nikolaus: Junge Katholiken trafen sich in der Oberen Sakristei, um über die politische Lage zu beraten und ihre ablehnende Haltung gegenüber der nationalsozialistischen Ideologie zu bewahren. Walter Krajnc fand über seinen Stiefvater Martin Berger Zugang zu diesem Kreis. Auch seine Freundschaft mit der katholischen Jugendführerin Dr. Gertrud Theiner-Haffner verweist auf die engen persönlichen Verbindungen innerhalb dieses Milieus.
Nach seiner Einberufung zur Wehrmacht im Dezember 1940 wurde Krajnc nach Frankreich versetzt und kam schließlich als Angehöriger einer Funkkompanie nach Avignon. Die deutsche Besatzung Frankreichs war von militärischer Unterdrückung, wirtschaftlicher Ausbeutung, Geiselerschießungen und der Verfolgung tatsächlicher oder vermeintlicher Gegner geprägt. Zugleich entwickelte sich die französische Résistance zu einem vielfältigen Netzwerk, das Informationen sammelte, Fluchthilfe leistete, Sabotageakte vorbereitete und die Alliierten unterstützte.
Krajnc nutzte seine Stellung als Funker sowie seine Kontakte, die er unter anderem als Cellist bei Konzerten knüpfte, um Informationen an die Résistance weiterzugeben. Sein Handeln zeigt, dass Widerstand auch innerhalb der Wehrmacht möglich war, zugleich aber mit höchster persönlicher Gefahr verbunden blieb. Nach seiner Denunziation und Verhaftung im Juli 1944 wurde er wegen Hochverrats zum Tode verurteilt. Seine Hinrichtung erfolgte nur wenige Wochen vor der Befreiung Avignons im August 1944.
Die Bevölkerung von Les Angles bestattete Krajnc trotz des Widerstands der deutschen Besatzungsmacht in geweihter Erde. Sein Grab und die dortigen Gedenkveranstaltungen wurden zu Zeichen einer österreichisch-französischen Erinnerungskultur. Damit erinnert seine Geschichte nicht nur an den Tiroler Widerstand, sondern ebenso an die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Kampf gegen die nationalsozialistische Herrschaft.

Lesen Sie mehr: 

www.zumfeindgemacht.de/resistance/

Martin Berger – Stiefvater und Wegbegleiter

Martin Berger war der Stiefvater von Walter Krajnc und nahm ihn wie einen eigenen Sohn in seine Familie auf. Zugleich wurde er für Krajnc zu einem wichtigen politischen und persönlichen Wegbegleiter: Berger stellte den Kontakt zu den jungen Katholiken her, die sich nach der nationalsozialistischen Machtübernahme in der Oberen Sakristei der Haller Pfarrkirche St. Nikolaus trafen. ​

Lesen Sie mehr: 

Berger-Martin

Junge Katholiken im Widerstand

Dr. Matthias Pahle

Michael und Peter Zwetkoff

Freundschaft mit Gertrud Theiner-Haffner

Walter Krajnc war mit der promovierten Historikerin und katholischen Jugendführerin Dr. Gertrud Theiner-Haffner befreundet. Beide gehörten einem katholisch geprägten Umfeld an, das der nationalsozialistischen Ideologie ablehnend gegenüberstand. Theiner-Haffner engagierte sich von 1938 bis 1940 in der kirchlichen Mädchenarbeit und geriet wegen ihrer Haltung ins Visier der Gestapo. Die Freundschaft verweist auf die persönlichen Verbindungen innerhalb jener katholischen Kreise, aus denen in Tirol unterschiedliche Formen von Opposition und Widerstand hervorgingen.

Lesen Sie mehr: 

Dr. Gertrud Theiner-Haffner

Dr. August Haffner und Dr. Gertrud Theiner-Haffner

Walter Krajnc - Kurzbiografie

Walter Krajnc wurde am 22. Feber 1916  in Steinach am Brenner geboren. Nach dem Tod des Vaters zog er mit seiner Mutter nach Hall in Tirol. Er besuchte das Haller Franziskaner Gymnasium von 1926 bis zum Jahr 1934. Bereits in der siebten Klasse des Franziskaner Gymnasiums erhob sich Walter Krajnc gegen nationalsozialistische Agitation. Nach der Matura studierte er Rechtswissenschaften an der Universität in Innsbruck, wo er bei der katholischen Studentenverbindung Vindelicia rezipierte.
Walter Krajnc gehörte seit seiner Kindheit der Haller Pfarrjugend als Ministrant an. Seit dem März 1938 war er Mitglied des ersten katholischen Haller Widerstandskreises. Walter Krajnc promovierte im Herbst 1938 in Innsbruck an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät zum Dr. Juris. Bereits Im Jahr 1939 wurde er Mitglied bei der Kampfgruppe „Tirol“ der österreichischen Widerstandsbewegung. 
Im Dezember 1940 wurde er zur Wehrmacht einberufen. Er wurde daraufhin nach Frankreich versetzt, nach Paris, Dijon, Lion und später nach Avignon zu einer Funkkompagnie. 
Schwarz-Weiß-Fotografie von Hubert Berger und Dr. Walter Krajnc während eines Fronturlaubs im Jahr 1943 im Garten des Hauses Stadtgraben 1 in Hall in Tirol. Beide Männer tragen Wehrmachtsuniformen und stehen nebeneinander. Das historische Foto ist altersbedingt nur schlecht erhalten. Quelle: Privatarchiv Hubert Berger, Kufstein.
Hubert Berger (links) und Dr. Walter Krajnc (rechts) während eines Fronturlaubs im Garten des Hauses Stadtgraben 1 in Hall in Tirol (1943). Beide tragen Wehrmachtsuniformen. Schwarz-Weiß-Fotografie. Foto: Privatarchiv Hubert Berger, Kufstein.

Lesen Sie mehr:

oecv.at/Biolex/Detail/14101280

www.eduard-wallnoefer-platz.at/biografie/Walter+Krajnc/52

gedenkort.at/personen/a5f1d425-7db9-5e44-a152-2a8b85b7c457

gedenkort.at/organisationen/3531881b-29f6-4c31-99dc-d13fb3f0b125

de.wikipedia.org/wiki/Walter_Krajnc

Walter Krajncs Aktivitäten in Avignon (1942–1944)

Walter Krajnc war von 1942 bis zu seiner Verhaftung 1944 bei einer Funkkompanie in Avignon. Er machte Dienst nach Vorschrift und schlug die Offizierslaufbahn aus. Stattdessen traf er sich mit französischen Musikern und musizierte mit ihnen bei kleinen Konzerten. Auch spielte er als Cellist bei Kirchenkonzerten in Avignon. Diese Konzerte wurden sowohl von der französischen Bevölkerung als auch von stationierten Soldaten besucht. Walter Krajnc lernte bei diesen Aufführungen eine Reihe örtlicher Gemeindevertreter und Persönlichkeiten der Wirtschaft kennen. Er spielte bei großen Konzerten im Stadttheater, im Soldatenkino und bei Offiziersfeiern im Soldatenheim. Dabei erfuhr er wichtige Informationen, die er an die französische Widerstandsbewegung weiterleitete. 
Schwarz-Weiß-Fotografie von Dr. Walter Krajnc in Wehrmachtsuniform während eines Konzerts in Südfrankreich. Er sitzt mit einem Violoncello im Vordergrund und spielt das Instrument; im Hintergrund sind weitere Musiker zu erkennen. © Stadtarchiv Hall in Tirol.
Dr. Walter Krajnc bei einem Konzert in Südfrankreich während seines Wehrmachtsdienstes. Schwarz-Weiß-Fotografie. © Stadtarchiv Hall in Tirol.
Walter Krajnc unterhielt in Avignon neben der Verbindung zur französischen Widerstandsbewegung Cotre/Resistance, eine weitere zur amerikanischen Armee und der Funkstelle „ULTRA“ nahe London. 
Walter Krajnc wurde verhaftet, nachdem ein junger Soldat, der zufällig an seinem Tisch saß, politische Gespräche mit französischen Bekannten belauschte und dies seinem Kompaniechef meldete. Trotz strenger Verhöre verriet Krajnc keine Namen der Mitglieder der Resistance. Er wurde wegen Hochverrats zum Tode verurteilt und am 29. Juli 1944 in Avignon erschossen.

Lesen Sie mehr:

www.uibk.ac.at/de/newsroom/verfolgt-vertrieben-ermordet/1683827/

Gezeichnetes Porträt von Dr. Walter Krajnc. Die Zeichnung zeigt ihn im Brustbild mit Blick zum Betrachter. Quelle: Privatarchiv Hubert Berger, Kufstein.
Porträtzeichnung von Dr. Walter Krajnc. Quelle: Privatarchiv Hubert Berger, Kufstein.

Zusammenfassung

Walter Krajnc wurde am 22. Februar 1916 in Steinach am Brenner geboren und wuchs nach dem Tod seines Vaters in Hall in Tirol auf. Er besuchte das Franziskanergymnasium, studierte anschließend Rechtswissenschaften an der Universität Innsbruck und promovierte 1938. Bereits in jungen Jahren war er in der katholischen Pfarrjugend aktiv und wandte sich entschieden gegen den Nationalsozialismus. Seit März 1938 gehörte er einem katholischen Haller Widerstandskreis an; 1939 schloss er sich zudem der österreichischen Widerstandsbewegung an.
Nach seiner Einberufung zur Wehrmacht wurde Krajnc nach Frankreich versetzt. In Avignon diente er als Funker, verweigerte jedoch eine Offizierslaufbahn. Über musikalische und persönliche Kontakte fand er Zugang zur französischen Résistance. Er sammelte und übermittelte militärisch bedeutsame Informationen und unterstützte damit den alliierten Kampf gegen das NS-Regime.
Am 14. Juli 1944 wurde Krajnc denunziert und verhaftet. Obwohl er verhört und zum Tode verurteilt wurde, verriet er keine Namen seiner französischen Mitstreiter. In seinem Abschiedsbrief vom 28. Juli 1944 erklärte er seinen Eltern, dass er aus moralischer, charakterlicher und religiöser Überzeugung gehandelt habe. Einen Tag später wurde er nahe Avignon erschossen.
Dr. Walter Krajncs Lebensgeschichte verbindet den katholischen Widerstand in Hall in Tirol mit dem militärischen und zivilen Widerstand in Frankreich. Seine Standhaftigkeit bewahrte andere Mitglieder der Résistance vor Verfolgung und möglicherweise vor dem Tod. Bis heute wird in Hall in Tirol und in Les Angles an ihn erinnert. Sein Beispiel steht für Mut, Gewissensfreiheit, internationale Solidarität und die Verantwortung des Einzelnen gegenüber Unrecht und Diktatur.
Erinnerungsveranstaltung 2023

​Erinnerung an den Haller Widerstand

​Dr.Walter Krajnc
Mittwoch 22. Feber 2023 um 20 Uhr, Galerie Burg Hasegg (Eingang über Burghof)
Referentin: Elisabeth Walder (Historikerin)
Moderation: Ivona Jelcic (Journalistin)
Lesung: Michael Berger aus dem Abschiedsbrief von Dr. Walter Krajnc
Musik: Michael Cede, Flötenstück von Werner Pirchner

Walter Krajnc und die Erinnerung an seinen Geburtstag 2023

Walter Krajnc gehörte, wie bereits berichtet, dem militärischen Widerstand in Südfrankreich an. Sein Geburtstag am 22. Februar 1916 gab den Anlass zur Erinnerungsveranstaltung im Jahr 2023.

Moralische und religiöse Überzeugungen in seinem Abschiedsbrief
​

In seinem Abschiedsbrief vom 28. Juli 1944 an seine Eltern bekräftigte Walter Krajnc, dass er aus moralischen, charakterlichen und religiösen Überzeugungen handelte. Man könnte fragen, wer Dr. Walter Krajnc (1916–1944) war und warum wir uns an ihn erinnern sollen. Walter Krajnc war jemand, der für seine Überzeugungen und seinen Glauben stand und bereit war, sein Leben zu opfern. Seine Taten zeigen Mut und Integrität und verdienen es, in Erinnerung behalten zu werden.

Engagement im Widerstand gegen den Nationalsozialismus

Um Walter Krajnc vollständig zu verstehen, reichen biografische Angaben allein nicht aus. Wichtiger ist es, sein Engagement im Kampf gegen den Nationalsozialismus zu betrachten, das für ihn von entscheidender Bedeutung war. Er schloss sich der französischen Résistance an und leistete als Funker den Alliierten wertvolle Dienste, wodurch er vermutlich zahlreiche Soldaten und Zivilisten rettete. Darüber hinaus bewahrte er auch die ihm bekannten Mitglieder der Résistance vor Verhaftung und Exekution, indem er sich standhaft weigerte, ihre Namen preiszugeben. Es kann jedoch nur vermutet werden, dass seine Tätigkeit den Krieg vorzeitig beenden half.

Verrat und Festnahme

Tragischerweise wurde Walter Krajnc am 14. Juli 1944 verraten und festgenommen. Obwohl die französische Widerstandsbewegung von seiner bevorstehenden Festnahme erfahren hatte und am 19. Juli 1944 einen Fluchthelfer zu ihm sandte, kam die Rettungsaktion zu spät. Zu diesem Zeitpunkt befand sich Walter Krajnc bereits im Gefängnis der Gestapo.

Mut und Zivilcourage

Walter Krajnc bekräftigte in seinem Abschiedsbrief vom 28. Juli 1944 an seine Eltern, dass er aus moralischen, charakterlichen und religiösen Überzeugungen handelte. Er war ein junger Mann, der Mut und Entschlossenheit ausstrahlte und Zivilcourage zeigte.

Der Mythos um seine Hinrichtung

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges entstand der Mythos, dass Walter Krajnc wegen seiner Weigerung, französische Geiseln zu erschießen, hingerichtet wurde. Doch diese Erzählung wird seinem Leben und seinen Taten nicht gerecht. Walter Krajnc opferte sein Leben aus Überzeugung und starb für seinen katholischen Glauben. Sein Leichnam wurde von mutigen Bürgern aus Les Angles in geweihter Erde auf dem örtlichen Friedhof bestattet – trotz ausdrücklicher Verbote der nationalsozialistischen Besatzung. Diese Tat forderte große Zivilcourage von den Beteiligten, die sie sich dadurch selbst in Lebensgefahr brachten und für diese Handlung hätten erschossen werden können. Bis heute wird Walter Krajnc in Les Angles wie ein Nationalheld verehrt. Jährlich findet eine Gedenkveranstaltung statt, bei der sowohl seiner als auch der Taten der französischen Widerstandsbewegung gedacht wird.
(Hubert Berger: Gedenkveranstaltung vom 5. bis 8. September 2024 in Les Angles/Avignon)

Lesen Sie mehr: 

Krajnc -Dr. -Walter -Gedenkveranstaltung

Krajnc -Dr. -Walter -Novelle

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wer war Dr. Walter Krajnc?

Dr. Walter Krajnc (1916–1944) war Jurist aus Hall in Tirol und einer der bedeutendsten Widerstandskämpfer Tirols gegen den Nationalsozialismus. Er engagierte sich bereits vor dem Zweiten Weltkrieg im katholischen Widerstand und schloss sich später der österreichischen Widerstandsbewegung sowie der französischen Résistance an. 

Warum gilt Walter Krajnc als Symbol des Widerstands in Tirol?

Walter Krajnc setzte sich aus christlicher, moralischer und persönlicher Überzeugung gegen das NS-Regime ein. Trotz Lebensgefahr unterstützte er die Résistance, übermittelte Informationen an die Alliierten und verriet selbst unter schwersten Verhören keine Mitstreiter. 

Welche Rolle spielte Walter Krajnc in der französischen Résistance?

Während seines Wehrmachtsdienstes in Südfrankreich knüpfte Walter Krajnc Kontakte zur französischen Résistance. Er leitete militärisch wichtige Informationen weiter und unterstützte den alliierten Kampf gegen das nationalsozialistische Deutschland. 

Weshalb wurde Dr. Walter Krajnc hingerichtet?

Walter Krajnc wurde im Juli 1944 nach einer Denunziation verhaftet. Er wurde wegen Hochverrats zum Tode verurteilt und am 29. Juli 1944 in Avignon erschossen. Trotz intensiver Verhöre verweigerte er die Preisgabe der Namen anderer Widerstandskämpfer. 

Gibt es einen Abschiedsbrief von Walter Krajnc?

Ja. Einen Tag vor seiner Hinrichtung schrieb Walter Krajnc einen bewegenden Abschiedsbrief an seine Eltern. Darin bekräftigte er, dass er aus moralischen, religiösen und charakterlichen Überzeugungen gehandelt habe. Der Brief zählt heute zu den wichtigsten persönlichen Zeugnissen des Tiroler Widerstands. 

Wo ist Walter Krajnc begraben?

Walter Krajnc wurde in Les Angles bei Avignon in Südfrankreich beigesetzt. Sein Grab ist bis heute ein Ort des Gedenkens. Jährlich finden dort Erinnerungsveranstaltungen statt, an denen Vertreter aus Österreich und Frankreich teilnehmen. 

Welche Bedeutung hatte Walter Krajnc für Hall in Tirol?

Walter Krajnc zählt zu den bekanntesten Persönlichkeiten des Haller Widerstands gegen den Nationalsozialismus. Sein Lebensweg steht beispielhaft für den katholischen und militärischen Widerstand sowie für den Mut, auch unter diktatorischen Bedingungen Verantwortung zu übernehmen. 

Welche Quellen dokumentieren das Leben von Walter Krajnc?

Sein Leben ist durch Dokumente aus dem Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW), dem Pfarrarchiv Hall in Tirol, dem Archiv der Tiroler Franziskanerprovinz, dem Stadtarchiv Hall in Tirol sowie durch Briefe und Fotografien aus dem Privatarchiv Hubert Berger dokumentiert. 

Warum ist die Erinnerung an Walter Krajnc heute noch wichtig?

Walter Krajncs Lebensgeschichte erinnert daran, dass Widerstand gegen Unrecht Mut, persönliche Verantwortung und die Bereitschaft zum Opfer erfordert. Sein Beispiel zeigt, dass auch einzelne Menschen einen wichtigen Beitrag zur Verteidigung von Freiheit, Menschenwürde und Demokratie leisten können. 
Farbfotografie des Salzraums in Hall in Tirol. Im Vordergrund steht eine Säule, davor und in der Raummitte sind mehrere Reihen leerer Stühle angeordnet. Rechts befinden sich drei kleinere Stuhlreihen sowie ein Podium für die Vortragenden. Der Saal diente am 22. Februar 2023 als Veranstaltungsort der Gedenkveranstaltung für Dr. Walter Krajnc.
Der Salzraum in Hall in Tirol als Veranstaltungsort der Gedenkveranstaltung zum Gedenken an Dr. Walter Krajnc am 22. Februar 2023. Farbfotografie.
Farbfotografie mit vier Personen im Stadtmuseum Hall in Tirol. Von links nach rechts stehen Michael Cede, Michael Berger, Elisabeth Walder und Christine Weirather nebeneinander und blicken in die Kamera. Die Aufnahme entstand im Rahmen der Gedenkveranstaltung zu Ehren von Dr. Walter Krajnc. Foto: Domanig (Tiroler Tageszeitung).
Von links nach rechts: Michael Cede, Michael Berger, Elisabeth Walder und Christine Weirather bei der Gedenkveranstaltung zu Ehren von Dr. Walter Krajnc im Stadtmuseum Hall in Tirol. Foto: Domanig (Tiroler Tageszeitung).
Farbfotografie von Bürgermeister Dr. Christian Margreiter während seiner Ansprache bei der Gedenkveranstaltung für Dr. Walter Krajnc am 22. Februar 2023 im Salzraum in Hall in Tirol. Er steht vor einer Projektionsleinwand und spricht zum Publikum. Rund 150 Besucherinnen und Besucher nehmen an der Veranstaltung teil. Foto: Privatarchiv K. Walder, Hall in Tirol.
Bürgermeister Dr. Christian Margreiter spricht bei der Gedenkveranstaltung für Dr. Walter Krajnc am 22. Februar 2023 im Salzraum in Hall in Tirol zu den rund 150 anwesenden Gästen. Foto: Privatarchiv K. Walder, Hall in Tirol.
Farbfotografie von Michael Cede während seines musikalischen Beitrags bei der Gedenkveranstaltung für Dr. Walter Krajnc am 22. Februar 2023 im Salzraum in Hall in Tirol. Er steht allein und spielt auf der Querflöte das Flötenstück von Werner Pirchner. Foto: Privatarchiv K. Walder, Hall in Tirol.
Michael Cede spielt das Flötenstück von Werner Pirchner zum Gedenken an Dr. Walter Krajnc während der Gedenkveranstaltung am 22. Februar 2023 im Salzraum in Hall in Tirol. Foto: Privatarchiv K. Walder, Hall in Tirol.
Farbfotografie von Michael Berger bei der Gedenkveranstaltung für Dr. Walter Krajnc am 22. Februar 2023 im Salzraum in Hall in Tirol. Er hält ein Mikrofon in der Hand und liest bewegende Passagen aus dem Abschiedsbrief von Dr. Walter Krajnc vor. Foto: Privatarchiv K. Walder, Hall in Tirol.
Michael Berger, Großneffe von Dr. Walter Krajnc, liest während der Gedenkveranstaltung am 22. Februar 2023 im Salzraum in Hall in Tirol bewegende Passagen aus dem Abschiedsbrief seines Großonkels. Foto: Privatarchiv K. Walder, Hall in Tirol.
Farbfotografie von Elisabeth Walder und der Journalistin Ivona Jelcic während des Gesprächsmuseums des Stadtmuseums Hall in Tirol. Ivona Jelcic stellt Fragen zu Dr. Walter Krajnc und zum Widerstand in Hall in Tirol, Elisabeth Walder beantwortet sie vor dem Publikum. Die Aufnahme entstand bei der Gedenkveranstaltung für Dr. Walter Krajnc am 22. Februar 2023 im Salzraum. Foto: Privatarchiv K. Walder, Hall in Tirol.
Elisabeth Walder im Gespräch mit der Journalistin Ivona Jelcic während des Gesprächsmuseums des Stadtmuseums Hall im Rahmen der Gedenkveranstaltung für Dr. Walter Krajnc am 22. Februar 2023 im Salzraum in Hall in Tirol. Foto: Privatarchiv K. Walder, Hall in Tirol.
Farbige Abbildung der Pfarrzeitung Halleluja der Pfarre Hall in Tirol. Die Ausgabe vom März 2023 enthält auf Seite 14 den Beitrag „Dr. Walter Krajnc – NS-Widerstand aus Glaubensgründen“ von Elisabeth Walder.
Titelseite der Pfarrzeitung Halleluja der Pfarre Hall in Tirol mit dem Beitrag „Dr. Walter Krajnc – NS-Widerstand aus Glaubensgründen“ von Elisabeth Walder. Halleluja, März 2023, S. 14.
Farbige Abbildung der Seite 14 der Pfarrzeitung Halleluja der Pfarre Hall in Tirol. Die Seite enthält den Beitrag „Dr. Walter Krajnc – NS-Widerstand aus Glaubensgründen“ von Elisabeth Walder, erschienen in der Märzausgabe 2023.
Seite 14 der Pfarrzeitung Halleluja der Pfarre Hall in Tirol mit dem Beitrag „Dr. Walter Krajnc – NS-Widerstand aus Glaubensgründen“ von Elisabeth Walder. Halleluja, März 2023, S. 14.
Picture
Zeitungsbericht „Gegen das Vergessen“ über die Gedenkveranstaltung zu Dr. Walter Krajnc im Stadtmuseum Hall in Tirol mit Historikerin Elisabeth Walder. In: Hubert Berger: „Gegen das Vergessen“. Kronen Zeitung, 2. Februar 2023, S. 37.
Abbildung der Seite 6 der Stadtzeitung Hall in Tirol vom 19. Februar 2023. Der Artikel „Eine wichtige Erinnerung an den Haller Widerstand“ von Gregor Jenewein kündigt die Gedenkveranstaltung für Dr. Walter Krajnc an. Im oberen Bereich der Seite befindet sich ein Schwarz-Weiß-Foto von Dr. Walter Krajnc mit einem Violoncello aus dem Stadtarchiv Hall in Tirol. Der Artikel informiert über Krajncs Widerstand gegen den Nationalsozialismus sowie über das Programm der Gedenkveranstaltung.
Zeitungsbericht „Eine wichtige Erinnerung an den Haller Widerstand“ über die Gedenkveranstaltung für Dr. Walter Krajnc im Stadtmuseum Hall in Tirol. Der Artikel erschien in der Stadtzeitung Hall in Tirol. Das Foto zeigt Dr. Walter Krajnc mit Violoncello während eines Konzerts in Südfrankreich. Foto: Stadtarchiv Hall in Tirol. In: Gregor Jenewein: Eine wichtige Erinnerung an den Haller Widerstand. Stadtzeitung Hall in Tirol, 19. Februar 2023, S. 6.
Abbildung der Titelseite der Tiroler Tageszeitung vom 16. Juli 1945. Der Leitartikel „Märtyrer des Rechtsgefühls“ von Dr. Anton Klotz erinnert an Dr. Walter Krajnc und schildert seinen Einsatz in der französischen Résistance in Südfrankreich. Der Beitrag hebt hervor, dass Krajnc auch nach seiner Verhaftung und den Verhören keinen seiner französischen Widerstandskämpfer preisgab. Quelle: Stadtarchiv Hall in Tirol (StAH), Schachtel Dr. Walter Krajnc.
Titelseite der Tiroler Tageszeitung mit dem Artikel „Märtyrer des Rechtsgefühls“ von Dr. Anton Klotz über Dr. Walter Krajnc. Der Beitrag würdigt Krajncs Anschluss an die französische Résistance in Südfrankreich sowie seine Standhaftigkeit nach der Verhaftung, als er trotz schwerer Verhöre keinen seiner Mitkämpfer verriet. Quelle: Stadtarchiv Hall in Tirol (StAH), Schachtel Dr. Walter Krajnc. In: Tiroler Tageszeitung, 16. Juli 1945, S. 1
Drei maschinschriftlich beschriebene Briefseiten aus dem Jahr 1947. Der Brief wurde von Hermann Gruber, einem ehemaligen Kameraden von Dr. Walter Krajnc, an dessen Mutter Maria Berger verfasst. Er enthält persönliche Erinnerungen an Krajnc sowie Berichte über dessen Haltung im Widerstand und während der Gefangenschaft. Quelle: Privatarchiv Hubert Berger, Kufstein.
Drei maschinschriftlich beschriebene Briefseiten aus dem Jahr 1947. Der Brief wurde von Hermann Gruber, einem ehemaligen Kameraden von Dr. Walter Krajnc, an dessen Mutter Maria Berger verfasst. Er enthält persönliche Erinnerungen an Krajnc sowie Berichte über dessen Haltung im Widerstand und während der Gefangenschaft. Quelle: Privatarchiv Hubert Berger, Kufstein.
Drei maschinschriftlich beschriebene Briefseiten aus dem Jahr 1947. Der Brief wurde von Hermann Gruber, einem ehemaligen Kameraden von Dr. Walter Krajnc, an dessen Mutter Maria Berger verfasst. Er enthält persönliche Erinnerungen an Krajnc sowie Berichte über dessen Haltung im Widerstand und während der Gefangenschaft. Quelle: Privatarchiv Hubert Berger, Kufstein.
Drei maschinschriftliche Briefseiten von Hermann Gruber, einem ehemaligen Kameraden von Dr. Walter Krajnc, an dessen Mutter Maria Berger aus dem Jahr 1947. Der Brief enthält persönliche Erinnerungen an Krajnc sowie Berichte über dessen Verhalten im Widerstand und während der Gefangenschaft. Quelle: Privatarchiv Hubert Berger, Kufstein.
Zwei maschinschriftlich verfasste Briefseiten vom 29. Dezember 1947. Der Brief stammt von Hermann Gruber und ist an Maria Berger, die Mutter von Dr. Walter Krajnc, gerichtet. Gruber bedankt sich darin für das Weihnachtspaket und bringt seine Verbundenheit sowie seine Erinnerung an Dr. Walter Krajnc zum Ausdruck. Quelle: Privatarchiv Hubert Berger, Kufstein.
Zwei maschinschriftlich verfasste Briefseiten vom 29. Dezember 1947. Der Brief stammt von Hermann Gruber und ist an Maria Berger, die Mutter von Dr. Walter Krajnc, gerichtet. Gruber bedankt sich darin für das Weihnachtspaket und bringt seine Verbundenheit sowie seine Erinnerung an Dr. Walter Krajnc zum Ausdruck. Quelle: Privatarchiv Hubert Berger, Kufstein.
Zwei maschinschriftliche Briefseiten von Hermann Gruber an Maria Berger vom 29. Dezember 1947. In dem Schreiben bedankt sich Gruber für das Weihnachtspaket, das ihm Maria Berger übersandt hatte. Quelle: Privatarchiv Hubert Berger, Kufstein.
Fotografie einer gedruckten Abbildung der französischen Grabinschrift für Dr. Walter Krajnc in Les Angles bei Avignon. Die Inschrift nennt seine österreichische Herkunft, seinen Dienst als Unteroffizier in deutscher Uniform, seine Mitgliedschaft in einem französischen Widerstandsnetzwerk sowie seine Verurteilung und Erschießung am 29. Juli 1944. Quelle: Privatarchiv Hubert Berger, Kufstein.
Abbildung der französischen Grabinschrift für Dr. Walter Krajnc in Les Angles bei Avignon. Die Inschrift erinnert an den österreichischen Juristen und Angehörigen der französischen Résistance, der am 29. Juli 1944 von den Deutschen erschossen wurde. Quelle: Privatarchiv Hubert Berger, Kufstein.

Übersetzung der französischen Inschrift

Grab in Les Angles bei Avignon
Dr. jur. Walter Krajnc, Österreicher
Unteroffizier in deutscher Uniform
Mitglied eines französischen Widerstandsnetzwerks
zum Tode verurteilt
und von den Deutschen erschossen
16. Februar 1916 – 29. Juli 1944
Einseitiges maschinenschriftliches Dokument mit der Überschrift „Verwandtschaft von Dr. Walter Krajnc“. Die Seite enthält mehrere Absätze mit familiengeschichtlichen und biografischen Informationen zu Dr. Walter Krajnc, seinen Angehörigen und der Familie Berger. Am unteren Seitenrand befinden sich Quellenangaben. Quelle: Privatarchiv Hubert Berger, Kufstein.
Dokument „Verwandtschaft von Dr. Walter Krajnc“ mit biografischen und familiengeschichtlichen Angaben zu Dr. Walter Krajnc sowie zu Angehörigen der Familie Berger und Krajnc. Quelle: Privatarchiv Hubert Berger, Kufstein
Zwei handschriftlich verfasste Seiten des originalen Abschiedsbriefes von Dr. Walter Krajnc an seine Eltern, geschrieben am 28. Juli 1944, einen Tag vor seiner Hinrichtung. Das historische Dokument diente als Vorlage für eine maschinschriftliche Abschrift, aus der Michael Berger während der Gedenkveranstaltung für Dr. Walter Krajnc am 22. Februar 2023 vorlas. Quelle: Archiv der Tiroler Franziskanerprovinz, Hall in Tirol.
Zwei handschriftlich verfasste Seiten des originalen Abschiedsbriefes von Dr. Walter Krajnc an seine Eltern, geschrieben am 28. Juli 1944, einen Tag vor seiner Hinrichtung. Das historische Dokument diente als Vorlage für eine maschinschriftliche Abschrift, aus der Michael Berger während der Gedenkveranstaltung für Dr. Walter Krajnc am 22. Februar 2023 vorlas. Quelle: Archiv der Tiroler Franziskanerprovinz, Hall in Tirol.
 

Zwei Seiten des handschriftlichen Abschiedsbriefes von Dr. Walter Krajnc an seine Eltern vom 28. Juli 1944. Während der Gedenkveranstaltung am 22. Februar 2023 wurden Auszüge aus einer maschinschriftlichen Abschrift des Briefes von Michael Berger vorgelesen; das Originaldokument blieb aus konservatorischen Gründen im Archiv. Quelle: Archiv der Tiroler Franziskanerprovinz, Hall in Tirol
Maschinschriftliches Schreiben der Militärbehörde vom 1. August 1944 an Maria Berger in Hall in Tirol. Das Dokument teilt die Vollstreckung des Todesurteils gegen Dr. Walter Krajnc, seine Beisetzung in Les Angles bei Avignon sowie das Verbot öffentlicher Todesanzeigen und Nachrufe mit. Das Schreiben trägt eine Unterschrift des zuständigen Militärbeamten. Quelle: Privatarchiv Hubert Berger, Kufstein.
Schreiben der Militärbehörde über die Vollstreckung des Todesurteils an Maria Berger, die Mutter von Dr. Walter Krajnc, vom 1. August 1944. Das Schreiben informiert über die Hinrichtung Dr. Walter Krajncs am 29. Juli 1944 in Les Angles bei Avignon sowie über seine Beisetzung. Quelle: Privatarchiv Hubert Berger, Kufstein.
Drei abgebildete Buchseiten aus der Publikation Felsen.fest – leuchtende Glaubenszeugen in dunkler Nacht (Hrsg. Jakob Patsch, 2017). Die Seiten enthalten den Beitrag über Dr. Walter Krajnc mit historischem Text und Fotografien zu seinem Leben, seinem Widerstand gegen den Nationalsozialismus und seinem Gedenken. Quelle: Pfarrarchiv Hall in Tirol.
Drei abgebildete Buchseiten aus der Publikation Felsen.fest – leuchtende Glaubenszeugen in dunkler Nacht (Hrsg. Jakob Patsch, 2017). Die Seiten enthalten den Beitrag über Dr. Walter Krajnc mit historischem Text und Fotografien zu seinem Leben, seinem Widerstand gegen den Nationalsozialismus und seinem Gedenken. Quelle: Pfarrarchiv Hall in Tirol.
Drei abgebildete Buchseiten aus der Publikation Felsen.fest – leuchtende Glaubenszeugen in dunkler Nacht (Hrsg. Jakob Patsch, 2017). Die Seiten enthalten den Beitrag über Dr. Walter Krajnc mit historischem Text und Fotografien zu seinem Leben, seinem Widerstand gegen den Nationalsozialismus und seinem Gedenken. Quelle: Pfarrarchiv Hall in Tirol.
Drei Buchseiten mit dem Beitrag über Dr. Walter Krajnc in: Jakob Patsch (Hrsg.), Felsen.fest – leuchtende Glaubenszeugen in dunkler Nacht, Hall in Tirol 2017. Quelle: Pfarrarchiv Hall in Tirol.

Erinnerungsveranstaltung an Dr. Walter Krajnc am 5./6. September 2024 in Les Angles/Avignon - 80 Jahre Kriegsende und 80. Todestag 

Am 5. und 6. September 2024 fand anlässlich des 80. Todestages von Dr. Walter Krajnc (29. Juli 1944) eine Gedenkveranstaltung an seinem Grab statt. (siehe eigenen Blogeintrag Dr. Walter Krajnc Teil II)
Farbfotografie des Grabes von Dr. Walter Krajnc auf dem alten Friedhof von Les Angles bei Avignon. Das Grab ist von einem Metallgitter und einer steinernen Einfassung umgeben. Auf der Marmortafel befinden sich der Name und ein Porträt von Walter Krajnc. Vor dem Grab stehen die französische und die österreichische Flagge sowie ein Kranz mit Blumen und Gedenkschleife. Mehrere Kerzen erinnern an den Haller Widerstandskämpfer, dessen Grab im September 2024 anlässlich seines 80. Todestages feierlich geehrt wurde.
Grab von Dr. Walter Krajnc auf dem alten Friedhof von Les Angles bei Avignon (2024). Anlässlich des 80. Todestages des Haller Juristen und Widerstandskämpfers Dr. Walter Krajnc (29. Juli 1944) fand am 5. und 6. September 2024 eine Gedenkveranstaltung an seinem Grab statt. Eine Abordnung der Studentenverbindung CV-Vindelicia Innsbruck errichtete eine Marmorgedenktafel und legte einen Kranz nieder, um Krajncs Einsatz im Widerstand gegen den Nationalsozialismus zu würdigen. An der Gedenkfeier nahm auch sein Neffe Hubert Berger teil. Foto: Privatarchiv Dr. Ludwig Spötl, Hall in Tirol.
Farbfoto Marmorgedenktafel am Grab von Dr. Walter Krajnc, als Erinnerung von der Studentenverbindung CV-Vindelicia errichtet. am 6. September 2024
Marmorgedenktafel am Grab von Dr. Walter Krajnc, als Erinnerung von der Studentenverbindung CV-Vindelicia errichtet.
Fotos der Gedenkveranstaltung zum 80. Todestag von Dr. Walter Krajnc (29. Juli 1944-29. Juli 2024) in Les Angles bei Avignon. Die Bildserie dokumentiert die Gedenkfeier anlässlich des 80. Todestages des Haller Juristen und Widerstandskämpfers Dr. Walter Krajnc. Vertreter der Studentenverbindung CV-Vindelicia Innsbruck, der Bürgermeister von Les Angles, Paul Mely, sowie weitere Ehrengäste würdigten Krajncs Einsatz im Widerstand gegen den Nationalsozialismus. An der Gedenkveranstaltung nahm auch sein Neffe Hubert Berger teil. Foto: Privatarchiv Dr. Ludwig Spötl, Hall in Tirol.
Fotos der Gedenkveranstaltung zum 80. Todestag von Dr. Walter Krajnc (29. Juli 1944–29. Juli 2024) in Les Angles bei Avignon. Die Bildserie dokumentiert die Gedenkfeier anlässlich des 80. Todestages des Haller Juristen und Widerstandskämpfers Dr. Walter Krajnc. Vertreter der Studentenverbindung CV-Vindelicia Innsbruck, der Bürgermeister von Les Angles, Paul Mely, sowie weitere Ehrengäste würdigten Krajncs Einsatz im Widerstand gegen den Nationalsozialismus. An der Gedenkveranstaltung nahm auch sein Neffe Hubert Berger teil. Foto: Privatarchiv Dr. Ludwig Spötl, Hall in Tirol.
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    Autorin 
    Elisabeth Walder
    ​BA MA MA

    Zeitgeschichte


    ​Archive

    Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands

    Kunzenmann, Werner: Widerstand in der Deutschen Wehrmacht. Wehrkraftzersetzung. In: Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands (Hrsg.): Widerstand und Verfolgung in Tirol 1934-1945. Eine Dokumentation (2). Wien/München 1984, S. 506-508.

    Maislinger, Andreas: 6. Organisierter Widerstand. f) Die Gruppe um Anton Haller. In: Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (Hrsg.): Widerstand und Verfolgung in Tirol 1934 - 1945. Eine Dokumentation (2). Wien/München 1984, S. 448-451.


    Stadtarchiv Hall in Tirol

    StAH, Schachtel Dr. Walter Krajnc, Kennzahl XII – 1088. Original StAH, Polizeiakten von 1926 – 1933, XII, Zwischenfall Zettelverteilung durch die NSDAP vom 30. Mai 1933, Straferkenntnis Zl. II-4860/I. In: Stadtarchiv Hall in Tirol.

    StAH, Schachtel Stadtpolizei Varia - Polizeiakten 1920-1934, XII, Aufruf 2. Juli 1934 von Bürgermeister Dr. Paul Kathrein, Betreff: Sprengung des Halltaler Elektrizitätswerkes. In: Stadtarchiv Hall in Tirol.
     
    StAH, Schachtel Dr. Verdross, Gedenken an Walter Krajnc, Zeitungsbericht Haller Lokalanzeiger, Verfasser Hans Spötl, 28. Juli 2009. In: Stadtarchiv Hall in Tirol.

    StAH, Schachtel Dr. Walter Krajnc, Laughlin vau Foussard, Kleine Methode der Französischen Sprache. Leicht und praktisch, Librairie Garnier Frerers. In: Stadtarchiv Hall in Tirol.

    StAH, Schachtel Dr. Walter Krajnc. Schreiben von Albrecht Englert an Mag. Dr. Alexander Zanesco vom 21. April 2010. In: Stadtarchiv Hall in Tirol.

    StAH, HLA, Nr. 43, 27. Jahrgang, Samstag, den 30. Oktober 1954, S. 1. In: Stadtarchiv Hall in Tirol.

    Pfarrarchiv Hall in Tirol

    Pfarrchronik 1893-1945, in: Pfarrarchiv Hall in Tirol


    Quelle: Pfarrarchiv Hall in Tirol,  Patsch,Jakob Dr. : Dr. Walter Krajnc. In: Patsch ,Jakob (Hrsg.): Felsen.fest leuchtende Glaubenszeugen in dunkler Nacht, Hall in Tirol 2017. 

    Privatarchiv Hubert Berger Kufstein

    Brief von Hermann Gruber, Postbaur 43/Oberpfalz, Bayern- US-Zone, am 15 November 1947 an Frau Maria Berger in Hall, S.1. In: Privatarchiv Hubert Berger Kufstein.

    Schreiben der Militärbehörde vom 1. August 1944 an Frau Maria Berger verw. Krajnc in Hall in Tirol, Stadtgraben 1. In: Privatarchiv Hubert Berger Kufstein. 

    Brief von der französischen Militärbehörde Innsbruck, Kufstein. 
    Stempel der französischen Besatzungsbehörde- Governement Militaire de Tyrol 3. Sektion- Nr. 1816, Kapitän Turckheim, 10. Mai 1946. In: Privatarchiv Hubert Berger Kufstein.


    Archiv der Tiroler Franziskaner Provinz Hall in Tirol 
    Abschiedsbrief Dr. Walter Krajnc. Original. In: Archiv der Franziskaner Provinz in Hall in Tirol. 

    Privatarchiv Dr. Ludwig Spötl Hall in Tirol


    3 Fotos 5. /6. September 2024 in Les Angles - Grab Dr. Walter Krajnc von Dr. Ludwig Spötl. In: Privatarchiv Spötl Hall in Tirol.

    Archiv ORF Landesstudio Tirol - Video am 20.2.2023

    Publikationen:

    Lowosky, Michael: Hochverrat. In: Form,Wolfgang /Neugebauer,Wolfgang /Schiller,Theo  (Hrsg.): NS-Justiz und politische Verfolgung in Österreich 1938 – 1945. Analysen zu den Verfahren am Volksgerichtshof und vor dem Oberlandesgericht. Wien/München 2006, S. 154 und S. 213.

    Manoschek, Walter: Historische und methodische Grundlagen. Die nationalsozialistische Militärjustiz als Terrorinstrument gegen innere und äußere Gegner. In:  Manoschek,Walter (Hrsg.): Opfer der NS-Militärjustiz. Urteilspraxis – Strafvollzug – Entschädigungspolitik in Österreich. Wien 2003, S. 16 – 27. 

    Manoschek, Walter: Österreichische Opfer der NS-Militärjustiz. In: Pirker,Peter/Wenninger,Florian (Hrsg.): Wehrmachtsjustiz. Kontext, Praxis, Nachwirkungen. Wien 2011, S. 47-61.

    Messerschmidt, Manfred: Die Wehrmachtjustiz-1933 – 1945. Paderborn et al. 2005.

    Paul, Gerhard:Ungehorsame Soldaten. Dissens, Verweigerung und Widerstand deutscher Soldaten (1939 – 1945) .Röhrig Universitätsverlag, St. Ingbert 1994, S. 223-248.

    Messerschmidt, Manfred: Das System Wehrmachtjustiz. In: Baumann,Ulrich / Koch,Magnus (Hrsg.): „Was damals Recht war...“ – Soldaten und Zivilisten vor Gerichten der Wehrmacht. Berlin/Brandenburg 2008, S. 31-33.

    J. Bruner: (1991) The narrative construction of reality. Critical Inquiry, 18(1), 1-21. W.R. Fisher (1985) “Homo Narrans: The narrative paradigma: in the beginning,. Journal of Communication, 35(4), 74-89.

     Frischlich,Lena. Extremistische Progaganda und die Diskussion um „Gegenerzählungen“. Online unter, { https://www.bpb.de/themen/infodienst/293970/extremistische-propaganda-und-die-diskussion-um-gegenerzaehlungen/#node-content-title-0}, eingesehen 4.2.2023.

    ​
    Aktualisierung:
    ​Juli 2026



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