"Nationalsozialismus in Hall in Tirol: NS-Widerstand, Verfolgung und Schicksale"
  • Home
    • Home EN
  • Über uns
    • About Us - EN
  • GEDENKPORTRÄTS
  • BLOG
    • Akteur:innen_ des _Widerstands >
      • Actors _of _the _Hall _Resistance
      • Youth _organizations_and _Catholic_ organizations
    • Widerstands-_Guppen_in_Hall_in Tirol >
      • Resistance _groups_ in _Hall _in _Tyrol
    • Verfolgte _und _Opfer _in _Hall _in_ Tirol >
      • The _Persecuted_ and_ the_ Victims_in_Hall_in_Tyrol
    • Institutionen _im _Widerstand >
      • Institutional _Resistance
      • Priester _und _Ordensleute _im _Widerstand
      • Clerical _Opposition_Resistance
      • Religious _Orders _in _Resistance
    • Erinnerungs_Kultur_in_Hall_in_Tyrol >
      • Commemorative _Culture_in_Hall_in_Tyrol
  • Impressum/Imprint
    • Sponsoren/Sponsors
  • Home
    • Home EN
  • Über uns
    • About Us - EN
  • GEDENKPORTRÄTS
  • BLOG
    • Akteur:innen_ des _Widerstands >
      • Actors _of _the _Hall _Resistance
      • Youth _organizations_and _Catholic_ organizations
    • Widerstands-_Guppen_in_Hall_in Tirol >
      • Resistance _groups_ in _Hall _in _Tyrol
    • Verfolgte _und _Opfer _in _Hall _in_ Tirol >
      • The _Persecuted_ and_ the_ Victims_in_Hall_in_Tyrol
    • Institutionen _im _Widerstand >
      • Institutional _Resistance
      • Priester _und _Ordensleute _im _Widerstand
      • Clerical _Opposition_Resistance
      • Religious _Orders _in _Resistance
    • Erinnerungs_Kultur_in_Hall_in_Tyrol >
      • Commemorative _Culture_in_Hall_in_Tyrol
  • Impressum/Imprint
    • Sponsoren/Sponsors



Amtlich ungehorsam
​(1938  - 1945)


​

Ungehorsam im Amt

5/9/2025

0 Comments

 

zurück zu HOME

Lesen Sie mehr BLOG

read more:

Institutional Resistance

Institutioneller Widerstand in Innsbruck: Post- und Wehrmeldeamt im Kampf gegen das NS-Regime

Bereits kurz nach dem „Anschluss“ im Jahr 1938 formierten sich in Innsbruck erste Widerstandsgruppen innerhalb staatlicher Einrichtungen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Post- und Telegraphenamts begannen, ein Netzwerk zum Informationsaustausch aufzubauen. Ab 1941 bildete sich zudem im Wehrmeldeamt eine eigenständige Gruppe, die bis 1945 aktiv an der Vorbereitung, Planung und schließlich auch an der Durchführung des Umsturzes beteiligt war. Diese beiden Gruppen stehen exemplarisch für institutionellen Widerstand innerhalb staatlicher Strukturen während der NS-Zeit – ein Aspekt, der in der öffentlichen Erinnerung bislang wenig beachtet wurde.

Lesen Sie mehr:

Dr. Karl Gruber

Anton Walder Teil 1

Anton Walder Teil 2

Ing. Carl Hirnschrott - 3. Mai 1945

Die Würthle Gruppe

Fritz Würthle

Dr. Friedrich Punt

Jörg Sackenheim

Johann Sebastian Trainer

Oskar Görz

Dipl. Ing. Hradetzky Widerstandsgruppe

Kurzporträts Gruppe Dipl. Ing. Hradetzky

Dr. Gottfried Uffenheimer

Widerstand in der Stadtkaserne von Hall in Tirol

In Hall in Tirol formierte sich innerhalb der Stadtkaserne eine Gruppe um Hauptmann Baumgartner, der als Vertreter institutionellen Ungehorsams innerhalb der Wehrmacht galt. Er spielte eine zentrale Rolle bei der Durchführung des Umsturzes in Hall und steht exemplarisch für widerständiges Handeln aus dem Inneren einer militärischen Struktur heraus.

Lesen Sie mehr:

Hauptmann Johann Baumgartner

Blog 87 Dr. Ernst Verdross (einzeln)

Anton Dosch

Widerstand von Wehrmachtsangehörigen im Ausland

Auch außerhalb des Deutschen Reichs leisteten Angehörige der Wehrmacht Widerstand gegen das NS-Regime. Manche Soldaten entfernten sich gezielt von ihrer Einheit und schlossen sich in besetzten Ländern wie Norwegen lokalen Widerstandsgruppen an. Ein besonders prominentes Beispiel ist General Erwin Lahousen, der sich dem militärischen Widerstand um Admiral Wilhelm Canaris im Amt Ausland/Abwehr anschloss. Diese Fälle zeigen, dass Widerstand auch innerhalb militärischer Strukturen und im Ausland möglich war – oft unter Lebensgefahr.

Lesen Sie mehr:

Erwin Lahousen Generalmajor

Wehmachtsangehörige im Ausland

Dr. Hermes Massimo

Adolf Häninger

Josef Pontoi

Johann Anderle

Dr. Walter Krajnc

Widerstand im Schulbetrieb: Josef Egg und der Ungehorsam im Unterricht

Auch im schulischen Bereich gab es Beispiele für Widerstand gegen das NS-Regime. Josef Egg, ein Lehrer in Hall, verweigerte 1938 den Eid auf den Führer und zeigte sich damit als Gegner der nationalsozialistischen Ideologie. Ab 1943, als er wieder an der Berufsschule in Hall unterrichtete, weigerte er sich, die Jugendlichen zu indoktrinieren. Er unterrichtete lediglich das, was er als notwendig erachtete, und stand so exemplarisch für Widerstand im schulischen System – ein aktiver, aber oft unsichtbarer Ungehorsam innerhalb der Institution Schule.

Lesen Sie mehr:

Josef Egg

Direktor Josef Sieberer

Widerstand bei Zwangsverpflichteten: Josef Anton King und sein Einsatz im Widerstand

Josef Anton King, ein Zwangsverpflichteter, der als Helfer der Gestapo arbeiten musste, entschied sich, trotz seiner unfreiwilligen Mitarbeit für das NS-Regime, gegen das System zu kämpfen. Durch seine Sprachkenntnisse unterstützte er Zwangsarbeiter im Widerstand. Er verfasste Flugblätter, die dazu aufriefen, dem Regime zu trotzen und durchzuhalten, weil er bereits 1944 ahnte, dass das NS-Regime kurz vor dem Zusammenbruch stand. Sein mutiger Einsatz kostete ihm schließlich das Leben – ein tragisches Beispiel für den Widerstand von Menschen, die in das System gezwungen wurden, aber dennoch ihren moralischen Kompass bewahrten.

Lesen Sie mehr:

Josef Anton King

Die ambivalente Rolle des Kanzleileiters im Rathaus Solbad Hall: Ing. Walter Jud und die Pflicht zum Handeln

Ein Beitrag zum institutionalisierten Widerstand in Hall in Tirol

​Auf den ersten Blick war Walter Jud ein Rädchen im System der NS-Verwaltung: Als Kanzleileiter im Rathaus von Hall trug er die Parteiumiform und setzte Befehle um. Doch ein genauerer Blick zeigt: Manchmal sind es genau diese Räder im Getriebe, die das System von innen heraus ausbremsen können.
Die Philosophin Hannah Arendt prägte den Begriff der "Banalität des Bösen", um die mechanische Pflichterfüllung zu beschreiben, die unmenschliche Systeme am Laufen hält. In ihrem Werk "Über das Böse" betont sie jedoch die aktive Rolle, die jeder Einzelne trägt: „Die Folge des Nicht-Mithandelns ist, dass man sich allein in einer Welt vorfindet, in der dann niemand mehr mit einem handeln könnte."(Quelle: Hannah Arendt, Über das Böse. Eine Vorlesung zu Fragen der Ethik, Piper Verlag, 2006, S. 63)
Genau hier liegt die Bedeutung von Walter Juds Handeln. Er war kein Held im klassischen Sinne, sondern ein pragmatischer Funktionsträger, der sich entschied, mit anderen – der Widerstandsbewegung – zu handeln, anstatt sich in passiver Pflichterfüllung zu verlieren.

Sein Handeln im Rathaus zeigt, wie institutioneller Widerstand funktionieren konnte:

  • Sabotage durch Verwaltung: Er verzögerte oder verwässerte Befehle, etwa zur Sprengung der Haller Brücken, und arbeitete dabei mit dem Standortoffizier zusammen.
  • Hilfe durch Amtsgewalt: Er stellte gefälschte Bescheinigungen aus, verwahrte beschlagnahmtes Kirchengut sicher und setzte sich bei übergeordneten Stellen für Inhaftierte ein.
  • Informationsvorsprung: Sein Amt verschaffte ihm Kenntnis über geplante Verhaftungen, die er an die Widerstandsbewegung um Anton Haller weitergeben konnte.
Seine Biografie ist von Ambivalenz geprägt. Vor 1938 hatte er taktierend die Mitgliedschaft in der Vaterländischen Front genutzt, um seine Stelle zu bekommen, und sich nach dem "Anschluss" wieder bei der NSDAP angemeldet. Sein Widerstand erwuchs nicht aus einer ursprünglich reinen Gesinnung, sondern entwickelte sich aus der täglichen Konfrontation mit der Unmenschlichkeit des Systems.
Arendts Gedanke unterstreicht: Es ging nicht um Heldentum, sondern um die Entscheidung, die eigene Handlungsfähigkeit zu nutzen. Walter Jud nutzte seine Position im Apparat, um das System, dem er formal diente, zu untergraben. Sein Beispiel zeigt: Widerstand findet auch in den Amtsstuben statt – in der Entscheidung, ein Verfahren zu verzögern, eine Akte zu "verlegen" oder einem Verfolgten eine Warnung zukommen zu lassen. Es sind die Räder im System, die es – je nachdem, wie sie sich drehen – am Laufen halten oder zum Stillstand bringen können.

Lesen Sie mehr:

Ing. Walter Jud

Heinrich Andergassen (Teil 3)

Wenn weiße Kittel aufbegehren – Ärztlicher Widerstand im Fokus

In unserem Blog „Widerstand von Institutionen“ widmen wir uns den Stimmen des Protests, die aus den vermeintlich unerschütterlichen Säulen der Gesellschaft selbst erklingen. Heute blicken wir auf eine Berufsgruppe, der wir im Alltag vor allem Vertrauen und Autorität entgegenbringen: Ärztinnen und Ärzte.
Doch was geschieht, wenn dieses Vertrauen missbraucht wird? Wenn medizinisches Wissen für Unmenschlichkeit instrumentalisiert werden soll? In solchen Momenten wird der Arztkittel zur Prüfung – und einige wenige bestehen sie auf beeindruckende Weise.
Es gab und gibt sie: die Mediziner, die ihren Eid, das Leben zu schützen, über blinden Gehorsam oder ideologische Vorgaben stellten. Sie leisteten Widerstand, nicht mit Waffen, sondern mit Stethoskop und moralischem Kompass. Sie riskierten ihre Karriere, ihre Freiheit und manchmal ihr Leben, um:
  • Unrechtssysteme zu untergraben,
·       Verfolgte zu retten und zu behandeln,
·       und die Würde des Menschen gegen die Pervertierung der Wissenschaft zu verteidigen.
Von den mutigen Seuchenärzten, die im Mittelalter gegen Aberglauben und Panik kämpften, über die Ärzte, die im Nationalsozialismus Juden versteckten oder die Euthanasie-Morde anprangerten, bis hin zu jenen, die sich in Diktaturen weigerten, Folter zu legitimieren – die Geschichte der Medizin ist auch eine Geschichte des stillen und lauten Aufbegehrens.
In den kommenden Beiträgen werden wir das Wirken von drei dieser bemerkenswerten Persönlichkeiten genauer beleuchten. Ihre Geschichten sind ein eindringliches Vermächtnis und erinnern uns daran, dass Zivilcourage auch in der vermeintlich sterilen Welt der Institutionen ihren Platz hat.
Bleiben Sie dran und lernen Sie mit uns die Ärztinnen und Ärzte kennen, die bewiesen, dass der größte Dienst am Menschen manchmal im Widerstand liegt.

Lesen Sie mehr:

Dr. med. Erika Pallua

Dr. med. Viktor Schumacher

Dr. med. Ludwig Hörbst

Rechtsanwälte - zwischen Paragrafen und Gewissen 

Ihre Waffe war das Recht, ihr Schlachtfeld der Gerichtssaal. Als das NS-Regime Recht zu Unrecht pervertierte, stellten sich couragierte Rechtsanwälte wie Dr. Wilhelm Komarek entgegen. Sie nutzten ihre Kenntnisse, um Verfolgte zu verteidigen, und bezogen damit aktiv Stellung. Hier lernen Sie Anwälte kennen, für die Gerechtigkeit mehr war als ein Beruf – sie war eine Haltung.

Lesen Sie mehr:

Dr. Gottfried Uffenheimer

Dr. Friedrich Punt

Dr. Walter Krajnc

Dr. jur. Wilhelm Komarek

Dr. jur. Ludwig Margreiter

Dr. jur. Andreas Junger

Dr. jur. Franz Nikoladoni

Dr. jur. Troll Alfons

Dr. jur. Adolf Hörhager (1884-1940)

Dr. jur. Paul Kathrein

Dr. Josef Mair

Dr. Greiter, Dr. Kneussl und Dr. Fink

Dr. jur. Franz Greiter

Dr. jur. Erich Kneussl

Dr. jur. Franz Pessler 

Dr. jur. Franz Pessler Teil 2

Dr. jur._Richard _Preßburger

Die Macht des Wortes: Wie Journalisten im institutionellen Widerstand gegen den Nationalsozialismus kämpften

Lange bevor der Begriff "Fake News" in unseren Wortschatz Einzug hielt, standen Journalisten vor einer weitaus brutaleren Bewährungsprobe für ihre Integrität: dem Aufstieg totalitärer Regime. Angesichts des nationalsozialistischen Terrors wählten einige den Weg der Anpassung, doch andere machten ihre Feder zur Waffe. Diese Männer und Frauen, die oft in genau den Institutionen arbeiteten, die das Regime ins Visier nahm, führten einen gefährlichen Kampf der Ideen. Sie nutzten Zeitungen, Kirchenblätter und geheime Publikationen, um die NS-Ideologie zu entlarven, die Wahrheit zu verteidigen und die Menschenwürde zu bewahren. Dieser Blog ist ihren Geschichten gewidmet – den Journalisten, die erkannten, dass im Kampf gegen die Tyrannei das geschriebene Wort nicht nur ein Beruf, sondern ein Akt des Widerstands war.

Lesen Sie mehr:

Fritz Würthle

Die Würthle Gruppe

Ludwig Stratmann

Historisches Gesuch: Ludwig Stratmann Innsbruck

Widerstand im Beamtenapparat: Das stille Heldentum des Josef Facinelli

Auch im vermeintlich unpolitischen Finanzbeamtenapparat des NS-Staates gab es individuellen Widerstand, wie die Biografie von Josef Facinelli belegt. Als ihm die nationalsozialistischen Rassegesetze die Scheidung von seiner Frau Theresia wegen deren jüdischer Vorfahren abverlangten, um seinen Dienstposten zu behalten, verweigerte er sich diesem unmenschlichen Befehl und nahm seine Entlassung in Kauf.
Diese Entscheidung illustriert, wie Diktaturen nicht nur durch große oppositionelle Gesten, sondern gerade durch das Versagen der "Räder im System" von innen ausgehöhlt werden können. Im Sinne Hannah Arendts handelte Facinelli als eines dieser kleinen Rädchen, das sich weigerte, weiter mitzulaufen. Sein stiller, prinzipienfester Widerstand im Alltag - motiviert durch menschliche Anständigkeit und eheliche Treue - untergrub die Funktionslogik des Unrechtsregimes an einer konkreten Stelle und zeigt, dass Zivilcourage auch im vermeintlich bürokratischen Kleid möglich war.

Josef und Theresia Facinelli

Oberst Oskar Teuber

0 Comments



Leave a Reply.

    Autorin
    Elisabeth Walder
    ​BA MA MA

    Historikerin-Ethnologin

    Archive

    DÖW:
    Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands

    Tiroler Landesarchiv

    Stadtarchiv Hall in Tirol

    Privatarchiv E. Walder Hall in Tirol

    May 2025

    Kategorie
    Zeitgeschichte

    All

    RSS Feed

Proudly powered by Weebly