🕯️ Gedenkporträt: Anton Bodenwinkler (1911–1940)Geboren: 1911
Wohnort: Solbad Hall, Tirol Beruf: Landarbeiter Religionszugehörigkeit: Zeugen Jehovas (Bibelforscher) Verhaftung: 22. Februar 1939, Innsbruck Haftorte: Polizeigefängnis Innsbruck → KZ Dachau (ab 2. Juni 1939, Häftlingsnummer 33636) → KZ Mauthausen (ab 24. September 1939) Todestag: 11. Februar 1940 Todesursache: Unterernährung im Konzentrationslager Mauthausen Anton Bodenwinkler war ein einfacher Landarbeiter, dessen tiefer Glaube ihn in eine tödliche Auseinandersetzung mit dem nationalsozialistischen Regime brachte. Als Mitglied der Zeugen Jehovas lehnte er es ab, dem Führerkult zu folgen, den Hitlergruß zu leisten oder Wehrdienst zu leisten – aus religiöser Überzeugung. Für diese Standhaftigkeit wurde er verfolgt, inhaftiert und schließlich deportiert. Nach monatelanger Haft im Polizeigefängnis Innsbruck wurde er ins KZ Dachau überstellt und später gemeinsam mit Karl Killinger nach Mauthausen gebracht. Dort starb er an Entkräftung, ausgelöst durch Hunger, Kälte und schwere Zwangsarbeit. Anton Bodenwinkler war der zweite Angehörige der Zeugen Jehovas in Hall in Tirol, der unter der NS-Herrschaft den Tod fand. Sein Schicksal steht für den stillen, gewaltlosen Widerstand religiöser Minderheiten gegen ein totalitäres Regime – und für den Mut, dem eigenen Gewissen treu zu bleiben.
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