"Nationalsozialismus in Hall in Tirol: NS-Widerstand, Verfolgung und Schicksale"
  • Startseite
    • Home EN
  • DAS PROJEKT
    • The PROJEKT
  • Biografien-Biographies
    • Akteur:innen- des -Widerstands >
      • Actors-of -the-Hall-Resistance
      • Jugend-Organisationen-und -Vereine
      • Youth-organizations-and -Catholic-organizations
    • Widerstandsgruppen-in-Hall-in -Tirol >
      • Resistance-groups-in-Hall-in-Tyrol
    • Verfolgte-und-Opfer-in-Hall -in-Tirol >
      • The- Persecuted-in-Hall-in-Tyrol
    • Institutionen -im -Widerstand >
      • Institutional -Resistance
      • Priester-im-Widerstand-in-Hall-in-Tirol >
        • Clerical - Resistance- in -Hall-in-Tyrol
        • Religious-Orders -in -Resistance-in-Hall-in-Tyrol
    • Erinnerungs-Kultur-in-Hall-in-Tyrol >
      • Commemorative-Culture-in-Hall-in-Tyrol
      • Justizgeschichte-NS-Verbrechen- vor -Gericht
      • Justice-and-Nazi-Perpetrators-in-Hall-in-Tyrol
      • Hall -in -Tirol-Geschichte-Nationalsozialismus-und-Widerstand
      • Hall- in- Tyrol-History-National-Socialism -and-Resistance
  • Gedenkorte/Memorial Sites
    • Gedenktafel-WIDER.STAND >
      • la-plaque-commémorative-WIDER.STAND
      • MEMORIAL- PLAQUE-WIDER.STAND
      • Placa-Memorial-da-Resistencial- WIDER.STAND
      • Targa-commemorativa-WIDER.STAND
      • REMEMBRANCE-WIDER.STAND
      • Mémoire - WIDER.STAND
      • Memórial-DA-RESISTENCIA-WIDER.STAND
      • Memoria-LE VITTIME-DI-HALL-IN-TIROLO
  • Impressum/Imprint
  • Datenschutzerklärung /Deutsch
  • Privacy Policy
  • Sponsoren/Sponsors
  • Startseite
    • Home EN
  • DAS PROJEKT
    • The PROJEKT
  • Biografien-Biographies
    • Akteur:innen- des -Widerstands >
      • Actors-of -the-Hall-Resistance
      • Jugend-Organisationen-und -Vereine
      • Youth-organizations-and -Catholic-organizations
    • Widerstandsgruppen-in-Hall-in -Tirol >
      • Resistance-groups-in-Hall-in-Tyrol
    • Verfolgte-und-Opfer-in-Hall -in-Tirol >
      • The- Persecuted-in-Hall-in-Tyrol
    • Institutionen -im -Widerstand >
      • Institutional -Resistance
      • Priester-im-Widerstand-in-Hall-in-Tirol >
        • Clerical - Resistance- in -Hall-in-Tyrol
        • Religious-Orders -in -Resistance-in-Hall-in-Tyrol
    • Erinnerungs-Kultur-in-Hall-in-Tyrol >
      • Commemorative-Culture-in-Hall-in-Tyrol
      • Justizgeschichte-NS-Verbrechen- vor -Gericht
      • Justice-and-Nazi-Perpetrators-in-Hall-in-Tyrol
      • Hall -in -Tirol-Geschichte-Nationalsozialismus-und-Widerstand
      • Hall- in- Tyrol-History-National-Socialism -and-Resistance
  • Gedenkorte/Memorial Sites
    • Gedenktafel-WIDER.STAND >
      • la-plaque-commémorative-WIDER.STAND
      • MEMORIAL- PLAQUE-WIDER.STAND
      • Placa-Memorial-da-Resistencial- WIDER.STAND
      • Targa-commemorativa-WIDER.STAND
      • REMEMBRANCE-WIDER.STAND
      • Mémoire - WIDER.STAND
      • Memórial-DA-RESISTENCIA-WIDER.STAND
      • Memoria-LE VITTIME-DI-HALL-IN-TIROLO
  • Impressum/Imprint
  • Datenschutzerklärung /Deutsch
  • Privacy Policy
  • Sponsoren/Sponsors



Die Familie Eitner – Hall in Tirol, Emigration und wissenschaftliches Erbe


Die Familie Eitner – Hall in Tirol, Emigration und wissenschaftliches Erbe

7/7/2026

0 Comments

 

read more: 

family-eitner-hall-in-tirol

Blog (EN) Dr. jur. Paul Kathrein

Die Geschichte der Familie Eitner verbindet Hall in Tirol mit der europäischen Emigrationsgeschichte des 20. Jahrhunderts und dem wissenschaftlichen Leben in den Vereinigten Staaten.

Hall in Tirol im Jahr 1946 – Zwischen Neubeginn und politischem Wandel

Als Lorenz Eitner und Gertrud von Kathrein im Oktober 1946 in Hall in Tirol heirateten, befand sich Österreich noch in der unmittelbaren Nachkriegszeit. Der Wiederaufbau der Städte und Gemeinden ging mit der politischen Neuordnung des Landes einher. In Hall in Tirol übernahmen zunächst Persönlichkeiten, die dem österreichischen Widerstand oder dem antifaschistischen Neubeginn nahestanden, Verantwortung in der Kommunalpolitik.
Gleichzeitig zeigte sich jedoch eine Entwicklung, die für ganz Österreich charakteristisch war. Während die Entnazifizierung unmittelbar nach Kriegsende zunächst konsequent verfolgt wurde, setzte bereits ab 1946/47 eine schrittweise Reintegration ehemaliger Nationalsozialisten in das gesellschaftliche und politische Leben ein. Diese Entwicklung betraf sämtliche großen politischen Parteien und führte vielerorts zu Spannungen zwischen ehemaligen Widerstandskämpfern und jenen, die aus pragmatischen Gründen eine rasche Wiedereingliederung befürworteten.
Auch Hall in Tirol blieb von diesen Entwicklungen nicht unberührt. Die Hochzeit von Lorenz Eitner und Gertrud von Kathrein fand somit in einer Zeit statt, in der Hoffnung auf einen demokratischen Neubeginn, die Erinnerung an den Widerstand und die Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit eng miteinander verbunden waren.
Weiterführende Informationen zur politischen Situation in Tirol nach 1945 sowie zu den Konflikten um die Entnazifizierung finden sich im Beitrag über Dr. Gottfried Uffenheimer.

Lesen Sie mehr: 

Uffenheimer-Dr. -Gottfried

Dr. Gottfried Uffenheimer Teil 2

Familie Eitner in Hall in Tirol

Picture
Abbildung: Hochzeitsaufnahme von Lorenz Eitner, Second Lieutenant der U.S. Army und Angehöriger des Office of Strategic Services (OSS), und Gertrud Maria von Kathrein am 26. Oktober 1946 in der Pfarrkirche St. Nikolaus in Hall in Tirol. Quelle: Privatarchiv Christy Neidig, USA.

Die Hochzeit in Hall in Tirol (1946)

Ein besonderer Höhepunkt der Familiengeschichte war die Hochzeit von Gertrud Maria von Kathrein und Lorenz Eitner am 26. Oktober 1946 in der Pfarrkirche St. Nikolaus in Hall in Tirol.
Das erhaltene Hochzeitsfoto dokumentiert nicht nur den Beginn einer gemeinsamen Familie, sondern besitzt auch einen hohen zeitgeschichtlichen Wert. Es entstand wenige Monate nach den Nürnberger Prozessen und verbindet auf einzigartige Weise zwei Lebenswelten: den amerikanischen O.S.S.-Offizier und späteren Kunsthistoriker Lorenz Eitner mit einer Tiroler Familie, deren Mitglieder während der Zeit des Nationalsozialismus dem österreichischen Widerstand nahestanden.
Damit steht die Aufnahme zugleich für den Neubeginn nach dem Zweiten Weltkrieg und für die enge Verbindung zwischen Hall in Tirol und einer Familie, deren Geschichte später bis an die Stanford University führte.
Mehr über Lorenz Eitners Tätigkeit bei den Nürnberger Prozessen, seine Zusammenarbeit mit dem O.S.S. sowie die Geschichte der Familie von Kathrein erfahren Sie im weiterführenden Beitrag: Lorenz Eitner – From the Nuremberg Trials to Stanford University

Gertrud Maria Eitner, geborene von Kathrein (1917–2019)

Gertrud Maria von Kathrein wurde am 19. Juni 1917 in Hall in Tirol geboren. Sie entstammte einer alteingesessenen Haller Familie. Ihre Eltern sowie ihre Schwester Marie-Louise („Mimi“) von Kathrein lebten in der Krippgasse 9/12, wo sich der familiäre Mittelpunkt über viele Jahrzehnte befand. Die Wohnung blieb bis zum Tod von Marie-Louise von Kathrein im Jahr 2000 im Besitz der Familie.
Gertrud von Kathrein heiratete den Kunsthistoriker Lorenz Eitner. Obwohl das Ehepaar später in den Vereinigten Staaten lebte, blieb Hall in Tirol für beide zeitlebens ein wichtiger Ort. Gemeinsam mit ihren Kindern kehrten sie regelmäßig in ihre Heimatstadt zurück. Die Familie erinnert sich besonders an die Besuche der ehemaligen Konditorei Meissl, die zu den festen Stationen ihrer Aufenthalte gehörte.
Gertrud Maria Eitner verstarb am 30. Mai 2019 in Stanford, Kalifornien, im Alter von 101 Jahren.

Lesen Sie mehr: 

Kathrein-Dr. jur.- Paul

Lorenz Eitner (1919–2009)

Lorenz Eitner wurde am 27. August 1919 in Brünn (heute Brno, Tschechien; damals Tschechoslowakei) geboren. Nach der Emigration mit seinen Eltern in die Vereinigten Staaten im Jahr 1935 besuchte er zunächst eine High School und schloss 1940 sein Studium an der Duke University ab. Anschließend begann er ein kunsthistorisches Graduiertenstudium an der Princeton University, das jedoch 1943 durch seine Einberufung zur U.S. Army unterbrochen wurde.
Während des Zweiten Weltkriegs diente Eitner im Office of Strategic Services (OSS), dem amerikanischen Nachrichtendienst und Vorläufer der späteren Central Intelligence Agency (CIA). In dieser Funktion unterhielt er Kontakte zu europäischen Widerstandsgruppen. Über diese Erfahrungen berichtete er ausführlich in einem 1997 für das USC Shoah Foundation Visual History Archive aufgezeichneten Zeitzeugeninterview, das bis heute eine bedeutende Quelle für die Erforschung von Emigration, Widerstand und den Erfahrungen europäischer Emigrantinnen und Emigranten während des Zweiten Weltkriegs darstellt.
Nach dem Krieg entwickelte sich Lorenz Eitner zu einem der angesehensten Kunsthistoriker seiner Generation. Nach Lehrtätigkeiten an der University of Minnesota wurde er 1963 an die Stanford University berufen, wo er sowohl als Vorsitzender des Departments für Kunstgeschichte als auch als Direktor des Stanford Museum of Art tätig war. Bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1989 prägte er die kunsthistorische Forschung und Lehre an der Universität nachhaltig.
Lorenz Eitner verstarb am 11. März 2009 im Alter von 89 Jahren in Stanford, Kalifornien.

Lesen Sie mehr: 

de.wikipedia.org/wiki/Lorenz_Eitner

austria-forum.org/af/AustriaWiki/Lorenz_Eitner

Die Familie

Gertrud und Lorenz Eitner hatten drei Töchter. Die Familie lebte nacheinander in Princeton (New Jersey), St. Paul und Minneapolis (Minnesota) sowie schließlich in Stanford (Kalifornien).
Trotz ihres Lebensmittelpunktes in den USA blieb die Verbindung nach Hall in Tirol über Generationen hinweg lebendig. Die regelmäßigen Besuche bei den Angehörigen in der Krippgasse sowie die enge familiäre Bindung an die Stadt bewahrten die Erinnerung an ihre Tiroler Wurzeln.

Hall in Tirol als Ort der Erinnerung

Die Familie Eitner steht beispielhaft für jene Biografien, die durch Nationalsozialismus, Emigration und den Zweiten Weltkrieg geprägt wurden, ohne dabei den Bezug zur Heimat zu verlieren. Die Verbindung von Lorenz Eitners Tätigkeit für den O.S.S., den familiären Wurzeln in Hall in Tirol und seinem späteren internationalen wissenschaftlichen Wirken macht die Geschichte der Familie zu einem bemerkenswerten Kapitel der Haller Zeitgeschichte.
Die Erinnerungen der Familie sowie die erhaltenen Zeitzeugenberichte leisten einen wertvollen Beitrag zur Erforschung der Emigrationsgeschichte, des Widerstands gegen den Nationalsozialismus und der internationalen Verbindungen, die von Hall in Tirol ausgingen.

Lesen Sie mehr: 

Hall -in -Tirol-Geschichte-Nationalsozialismus-und-Widerstand

Echo-der-Geschichte-(1938 -1945)

Haus Krippgasse 9/12 – Wohnung der Familie Kathrein

Das Gebäude in der Krippgasse 9/12  gehörte zu den repräsentativsten Wohn- und Verwaltungsbauten im Hall des frühen 20. Jahrhunderts. Im ersten Stock befand sich die Dienstwohnung des Haller Bürgermeisters Dr. Paul Kathrein, der hier mit seiner Familie lebte. Seine Tochter Gertrud Kathrein, die spätere Gertrud Eitner, verbrachte in diesem Haus ihre Jugend.
Das Gebäude wurde als Postamtsgebäude errichtet und 1911 eröffnet. Entworfen wurde es vom bedeutenden Münchner Architekten Theodor Fischer (1862–1938), einem der einflussreichsten Architekten seiner Zeit und Mitbegründer des Deutschen Werkbundes. Fischer verband traditionelle Bauformen mit moderner Architektur und schuf ein Gebäude, das sich harmonisch in das mittelalterliche Stadtbild von Hall in Tirol einfügt. Das unter Denkmalschutz stehende Bauwerk gilt bis heute als eines der wichtigsten Beispiele öffentlicher Architektur der Jahrhundertwende in Tirol.
Picture
Foto ehemaliges Postgebäude in der Krippgasse 9/12  in Hall in Tirol (2026). In Privatarchiv K. Walder Hall in Tirol. 

Lesen Sie mehr: 

www.hall-tirol.at/hall-in-tirol/hall-in-tirol/ortsrundgang/post.php?utm_source=chatgpt.com

stadtmuseumhall.at/events/theodor-fischer-in-tirol-architekt-der-zeitenwende/

de.wikipedia.org/wiki/Theodor_Fischer

Epilog: Die Verbindung nach Hall blieb bestehen

Nach ihrer Übersiedlung in die Vereinigten Staaten verloren Lorenz und Gertrud Eitner ihre Verbindung zu Hall in Tirol nie. Gemeinsam mit ihren drei Töchtern kehrten sie regelmäßig in die Heimat Gertruds zurück. Die Familie lebte zunächst in Princeton (New Jersey), anschließend in St. Paul und Minneapolis (Minnesota) und schließlich in Stanford, Kalifornien.
Die elterliche Dienstwohnung in der Krippgasse 9/12 blieb bis zum Tod von Gertruds Schwester Marie-Louise („Mimi“) Kathrein im Jahr 2000 Mittelpunkt der Familienbesuche. Für die Kinder waren die Aufenthalte in Hall prägende Erinnerungen. Besonders in Erinnerung geblieben sind die Besuche der ehemaligen Konditorei Meissl, die zu den festen Bestandteilen jedes Aufenthalts gehörten.
Auch heute besteht der Kontakt nach Hall fort. Die Familie bewahrt Fotografien, Dokumente und persönliche Erinnerungen an Lorenz und Gertrud Eitner und stellt diese der historischen Forschung zur Verfügung. Damit leisten ihre Nachkommen einen wichtigen Beitrag zur Dokumentation der Geschichte des österreichischen Widerstands, der Emigration sowie der Nachkriegsgeschichte.

Lesen Sie mehr: 

Dr. jur. Paul Kathrein

Verdross-Dr. Ernst

Buchpräsentation _KZ-Dachau

Dr. Viktor Schumacher

Graf _Bernhard _Stolberg-Stolberg

Haller _Anton _Widerstandsgruppe

Joseph_Freiherr_ von_ Franckenstein

Josef Conte Veith

Auszeichnungen : Lorenz Eitner 

  • Fulbright Fellow (1952–53) in Brüssel
  • Guggenheim Fellow (1956–57) in München
  • National Endowment for the Humanities Research Grant
  • Mitchell Prize for the History of Art
  • Charles Rufus Morey Book Award of the College Art Association
  • Mitglied der American Academy of Arts and Sciences (1988)
  • Stanfords Gores Award for Excellence in Teaching (1986)
  • Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich (1990).

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wer war Gertrud Maria Eitner, geborene von Kathrein?

Gertrud Maria Eitner (1917–2019), geborene Freiin von Kathrein, wurde in Hall in Tirol geboren. Sie war die Tochter des ehemaligen Haller Bürgermeisters Dr. Paul Freiherr von Kathrein, der sich während der Zeit des Nationalsozialismus dem österreichischen Widerstand verbunden fühlte. 1946 heiratete sie den Kunsthistoriker und ehemaligen O.S.S.-Offizier Lorenz Eitner. Obwohl sie den Großteil ihres Lebens in den Vereinigten Staaten verbrachte, blieb Hall in Tirol für sie stets ein wichtiger Ort.

Wer war Lorenz Eitner?

Lorenz Eitner (1919–2009) war ein in Österreich geborener amerikanischer Kunsthistoriker, Angehöriger des Office of Strategic Services (OSS) während des Zweiten Weltkriegs und später Professor für Kunstgeschichte an der Stanford University. Im Rahmen seiner Tätigkeit für den amerikanischen Nachrichtendienst wirkte er an den Vorbereitungen der Nürnberger Nachfolgeprozesse mit. Anschließend entwickelte er sich zu einem der weltweit führenden Experten für die europäische Kunst des 19. Jahrhunderts.

Wo lebte die Familie Eitner?

Nach der Emigration in die Vereinigten Staaten lebte die Familie zunächst in Princeton (New Jersey), anschließend in St. Paul und Minneapolis (Minnesota) und schließlich in Stanford, Kalifornien. Dort wirkte Lorenz Eitner von 1963 bis 1989 als Vorsitzender des Departments für Kunstgeschichte (Chairman of the Department of Art) sowie als Direktor des Stanford Museum of Art. 

Welche Bedeutung hatte Hall in Tirol für die Familie Eitner?

Hall in Tirol war die Heimatstadt von Gertrud Maria von Kathrein und Mittelpunkt der Familie von Kathrein. Auch nach ihrer Übersiedlung in die USA kehrten Lorenz und Gertrud Eitner gemeinsam mit ihren drei Töchtern regelmäßig nach Hall zurück, um ihre Angehörigen zu besuchen und die Verbindung zu ihren Tiroler Wurzeln aufrechtzuerhalten.

Welche Bedeutung hat das Hochzeitsfoto von 1946?

Das Hochzeitsfoto zeigt die Eheschließung von Lorenz Eitner und Gertrud von Kathrein am 26. Oktober 1946 in der Pfarrkirche St. Nikolaus in Hall in Tirol. Es dokumentiert nicht nur einen bedeutenden Moment der Familiengeschichte, sondern besitzt auch einen hohen zeitgeschichtlichen Wert. Es verbindet die Geschichte eines amerikanischen O.S.S.-Offiziers und Mitarbeiters der Nürnberger Prozesse mit jener einer Tiroler Familie, die dem österreichischen Widerstand nahestand.

Wie viele Kinder hatten Lorenz und Gertrud Eitner?

Lorenz und Gertrud Eitner hatten drei Töchter. Über sie blieb die Verbindung der Familie nach Hall in Tirol bis in die Gegenwart bestehen.

Wie pflegte die Familie Eitner ihre Verbindung nach Hall in Tirol?

Trotz ihres Lebensmittelpunktes in den Vereinigten Staaten besuchte die Familie regelmäßig Hall in Tirol. Die elterliche Dienstwohnung des ehemaligen Bürgermeisters der Stadt Hall in Tirol, Dr. jur. Paul Kathrein, dem Vater von Gertrud Eitner geb. Kathrein in der Krippgasse 9/12 blieb bis zum Jahr 2000 Mittelpunkt der Familientreffen. Die Aufenthalte in Hall sowie Erinnerungen an Orte wie die ehemalige Konditorei Meissl sind bis heute Teil der Familiengeschichte.

Warum ist die Geschichte der Familie Eitner von historischer Bedeutung?

Die Geschichte der Familie Eitner verbindet die Themen Emigration, Nationalsozialismus, österreichischer Widerstand, Nachkriegszeit und internationale Wissenschaftsgeschichte. Sie zeigt beispielhaft, wie die Geschichte einer Haller Familie mit den großen politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen des 20. Jahrhunderts verknüpft ist und bis an die Stanford University in Kalifornien reicht.

Weiterführende Beiträge

https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Molden

www.geschichtewiki.wien.gv.at/Otto_Molden

austria-forum.org/af/Biographien/Molden%2C_Fritz

www.denkmalwien.at/zeitzeuginnen/fritz-p-molden-1924-2014

www.derstandard.at/story/2000076010055/otto-molden-wuerde-es-heute-wieder-tun

0 Comments

    Autorin
    Elisabeth Walder
    ​BA MA MA

    Historikerin-Ethnologin

    Archives

    Primärquellen

    Interview mit Lorenz Eitner, USC Shoah Foundation Visual History Archive, Interview-Nr. 30630, aufgezeichnet 1997. Besonders relevant sind die Ausführungen zu seiner Tätigkeit im Office of Strategic Services (O.S.S.) und den Kontakten zu europäischen Widerstandsgruppen (Band 1, ab ca. Minute 26).

    Persönliche Mitteilungen von der Familie an Elisabeth Walder, E-Mail vom Juli 2026 (Familienbiografie, Wohnorte, Familienangehörige sowie Erinnerungen an Hall in Tirol).

    Literatur:

    Eitner, Lorenz: Géricault. His Life and Work. London: Orbis Publishing, 1983. Eitner, Lorenz: An Outline of 19th Century European Painting. From David through Cézanne. New York, 1987.

    Röder, Werner; Strauss, Herbert A. (Hrsg.): International Biographical Dictionary of Central European Emigrés 1933–1945. Band II/1. München: K. G. Saur, 1983. (Biographischer Eintrag zu Lorenz Eitner.)

    Stanford University: Nachruf auf Lorenz Eitner (2009).

    ​Online-Ressourcen
    USC Shoah Foundation – Visual History Archive: Zeitzeugeninterview mit Lorenz Eitner. (abgerufen am 7. Juli 2026). USC Shoah Foundation – Visual History Archive USC Shoah Foundation – The Institute for Visual History and Education. Informationen zum Visual History Archive und zur Sammlung von Zeitzeugeninterviews. (abgerufen am 7. Juli 2026). USC Shoah Foundation
    ​
    ​Eitner, Lorenz, in: Werner Röder; Herbert A. Strauss (Hrsg.): International Biographical Dictionary of Central European Emigrés 1933–1945. Band 2,1. München: Saur, 1983, S. 254.

    Stanford University: Lorenz Eitner: 

    https://classics.stanford.edu/events/eitner-lectures-past-and-present, (Stand: 18. Juli 2026)

    Lorenz Eitner. Online, https://austria-forum.org/af/AustriaWiki/Lorenz_Eitner, (Stand: 18.7.2026)

    Lorenz Eitner. Online, https://www.amacad.org/sites/default/files/academy/multimedia/pdfs/publications/bookofmembers/ChapterE.pdf, (Stand: 18.7.2026)

    Lorenz Eitner. Online, https://paw.princeton.edu/memorial/lorenz-e-eitner-52, (Stand: 18.7.2026)

    Lorenz Eitner. Online, https://arthistorians.info/eitnerl/, (Stand: 18.7.2026)

    July 2026

    Kategorie
    ​Zeitgeschichte 

    All

    RSS Feed

Proudly powered by Weebly