Widerstand, Verfolgung und die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus EinleitungErinnerungskultur bedeutet, sich bewusst und kritisch mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen. In Hall in Tirol richtet sich der Blick dabei insbesondere auf die Zeit des Nationalsozialismus, auf die Verfolgten und Opfer des Regimes, auf unterschiedliche Formen des Widerstandes sowie auf jene Menschen, die nach 1945 lange Zeit kaum öffentlich wahrgenommen wurden. Die Geschichte des Nationalsozialismus ist nicht allein eine Geschichte großer politischer Ereignisse. Sie zeigt sich ebenso in den Lebenswegen einzelner Menschen, in Familienerinnerungen, Gebäuden, beschlagnahmten Vermögenswerten, Gerichtsakten, Briefen, Fotografien und bislang wenig beachteten Spuren im Stadtbild. Gerade die biografische Forschung macht sichtbar, wie Diktatur, Verfolgung, Anpassung und Widerstand in den Alltag einer Stadt eingriffen. Diese Rubrik dokumentiert Formen des Erinnerns in Hall in Tirol und stellt Veranstaltungen, Publikationen, Gedenkorte, historische Quellen und biografische Forschungen vor. Sie versteht Erinnerung nicht als abgeschlossenen Vorgang, sondern als fortlaufende gesellschaftliche Aufgabe. 🇬🇧 Read this page in English🇬🇧 /culture-of-remembrance-hall-in-tyrol-national-socialism-resistanceDer Erinnerungsort WIDER.STAND in Hall in Tirol macht die Namen von 237 Menschen sichtbar, die während der nationalsozialistischen Herrschaft verfolgt, entrechtet, inhaftiert oder ermordet wurden beziehungsweise Widerstand leisteten. Foto: Elisabeth Walder, 2026. Privatarchiv Elisabeth Walder, Hall in Tirol. Was bedeutet Erinnerungskultur? Der Begriff „Erinnerungskultur“ umfasst alle Formen, in denen sich eine Gesellschaft mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzt. Dazu gehören unter anderem:
Nationalsozialismus als Teil der Haller Stadtgeschichte Der „Anschluss“ Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich im März 1938 veränderte auch Hall in Tirol grundlegend. Politische Gegnerinnen und Gegner wurden verfolgt, Vereine und katholische Organisationen aufgelöst, Eigentum beschlagnahmt und Menschen aus beruflichen und gesellschaftlichen Positionen verdrängt. Andere profitierten vom neuen Regime, passten sich an oder beteiligten sich an dessen Institutionen. Gleichzeitig entstanden unterschiedliche Formen des Widerstandes. Sie reichten von politisch und organisatorisch getragenen Netzwerken über kirchliche und monarchistische Kreise bis zu individuellen Hilfeleistungen, regimekritischen Äußerungen und der Bewahrung verbotener religiöser oder kultureller Gegenstände. Eine umfassende Erinnerungskultur muss daher mehrere Perspektiven berücksichtigen:
Erinnerungsarbeit in Hall in Tirol Stationen der Haller Erinnerungsarbeit: Buchpräsentationen, öffentliche Vermittlung der Geschichte von Widerstand und Verfolgung sowie die Gedenkveranstaltung „Geköpft – in Gedenken an Franz Reinisch“ in der Pfarrkirche St. Nikolaus in Hall in Tirol. Fotos: Privatarchiv Elisabeth Walder, Hall in Tirol. In den vergangenen Jahren ist die öffentliche Auseinandersetzung mit Widerstand und Verfolgung in Hall deutlich sichtbarer geworden. Vorträge, Gedenkfeiern, Buchpräsentationen, historische Beiträge und persönliche Begegnungen haben dazu beigetragen, bislang wenig bekannte Lebensgeschichten in das öffentliche Bewusstsein zurückzuholen. Zu den wichtigen Stationen zählen unter anderem: Vortrag im Gesprächsmuseum am 22. Februar 2023 Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen Forschungen über Widerstand und Verfolgung in Hall in Tirol. Die große Resonanz zeigte das öffentliche Interesse an einer vertieften Auseinandersetzung mit der lokalen Geschichte des Nationalsozialismus. Gedenkveranstaltung in der Pfarrkirche Hall am 28. September 2023 Unter dem Motto „Eine muss anfangen, darüber zu sprechen“ wurde an Menschen erinnert, deren Erfahrungen von Verfolgung und Widerstand lange Zeit kaum öffentlich thematisiert worden waren. Die Veranstaltung verband historische Forschung mit persönlichem und öffentlichem Gedenken. Erinnerung an Dr. Walter Krajnc Das Schicksal des aus Hall stammenden Juristen Dr. Walter Krajnc steht beispielhaft für einen lange wenig beachteten Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Krajnc wurde am 29. Juli 1944 in Les Angles in Südfrankreich erschossen. Gedenkveranstaltungen in Hall und Les Angles brachten seine Lebensgeschichte erneut in das öffentliche Bewusstsein und stärkten zugleich die grenzüberschreitende Erinnerung. Gedenken an den 3. Mai 1945 Die letzten Kriegstage und die Befreiung Tirols bilden einen weiteren Schwerpunkt der Erinnerungsarbeit. Dabei stehen Menschen wie Ing. Carl Hirnschrott sowie die lokalen und regionalen Widerstandsnetzwerke im Mittelpunkt, die an der kampflosen Übergabe und der politischen Neuordnung beteiligt waren. Publikation im Sammelband „Forum“, Band 5 Im April 2025 erschien ein Beitrag von Elisabeth Walder über Widerstand und Verfolgung in Hall in Tirol. Die Veröffentlichung führte Ergebnisse biografischer und lokalgeschichtlicher Forschungen zusammen und machte sie einem breiteren Publikum zugänglich. Buchpräsentation „KZ-Dachau – Häftlingsnummer 14354“ Die Aufarbeitung persönlicher Haft- und Verfolgungserfahrungen macht sichtbar, welche Folgen die nationalsozialistische Gewalt für einzelne Menschen und ihre Familien hatte. Solche biografischen Zugänge verbinden wissenschaftliche Forschung mit konkreten menschlichen Schicksalen. Treffpunkt der Haller Widerstandsgruppe: Agramgasse 8 in Hall in Tirol.Die ehemalige Werkstatt des Schuhmachermeisters Anton Haller in der Agramgasse 8 in Hall in Tirol war ein Treffpunkt der Haller Widerstandsgruppe. Links ist der heutige Eingang des Hauses zu sehen. Die historische Aufnahme rechts zeigt eine für die Publikation Kampf um Tirol gestellte Szene mit Mitgliedern des Haller Widerstandes: Dr. Viktor Schumacher, Anton Dosch, Anton Demanega, Anton Walder und Anton Haller. Anton Walder sitzt im Hintergrund rechts und blickt zum Betrachter; Anton Haller blickt in den Raum.Quellenangabe: Historische Innenaufnahme: Rudolf Mackowitz: Kampf um Tirol, S. 7. Exemplar im Digitalen Biografischen Archiv des NS-Widerstandes in Tirol, Elisabeth Walder, Hall in Tirol. Aufnahme des heutigen Hauseingangs: Privatarchiv Elisabeth Walder, Hall in Tirol. Digitale Collage, 2026. Kurzer Bildnachweis: Fotos: Rudolf Mackowitz, Kampf um Tirol, S. 7, und Privatarchiv Elisabeth Walder, Hall in Tirol. Digitale Collage, 2026. Quellenkritischer Hinweis: Die Innenaufnahme dokumentiert kein während der NS-Zeit tatsächlich stattfindendes Geheimtreffen. Sie wurde nachträglich für die Publikation Kampf um Tirol inszeniert. Die abgebildeten Personen gehörten jedoch dem Haller Widerstand an; die Werkstatt Anton Hallers in der Agramgasse 8 diente der Gruppe als Treffpunkt. Gedenkorte und historische Spuren im StadtbildErinnerungsorte sind nicht nur Denkmäler. Auch Gebäude, Straßen, Kirchen, ehemalige Vereinslokale, Wohnhäuser und Verwaltungsgebäude können historische Bedeutung besitzen. Sie erinnern daran, dass Verfolgung, Widerstand und Enteignung an konkreten Orten stattfanden. Zu den Themen der Haller Erinnerungslandschaft gehören unter anderem:
„Arisierte“ Architektur, Enteignung und Restitution Haus Gnadenwald 7 in Tirol, Aufnahme aus dem Jahr 1938. Quelle: Visionäre & Vertriebene. Österreichische Spuren in der amerikanischen Architektur, S. 303. Online unter: liane-zimbler.de (Zugriff: 19. Juli 2024) Ein wesentlicher Teil der Erinnerungskultur ist die Auseinandersetzung mit Eigentumsentzug und Vermögensverschiebungen während der NS-Zeit. Davon betroffen waren jüdische Eigentümerinnen und Eigentümer, politische und religiöse Vereinigungen sowie weitere vom Regime verfolgte Personen und Institutionen. Die Geschichte eines Gebäudes endet nicht mit seiner Beschlagnahmung. Ebenso wichtig sind Fragen nach seiner späteren Nutzung, einer möglichen Rückstellung und dem Umgang mit dieser Vergangenheit nach 1945. Architektur kann dadurch zu einer historischen Quelle werden. Die Untersuchung „arisierter“ oder beschlagnahmter Gebäude verbindet die Geschichte der Verfolgten mit der Entwicklung des heutigen Stadtbildes. Sie fragt auch danach, wer von Enteignungen profitierte und weshalb manche Vorgänge über viele Jahrzehnte kaum öffentlich thematisiert wurden. Biografien als Grundlage des Erinnerns Akteure des Widerstandes gegen das nationalsozialistische Regime in Hall in Tirol. Von links nach rechts: Anton Walder, Dr. Viktor Schumacher, Anton Demanega, Josef Terrabona und Hauptmann Johann Baumgartner. Digitale Zusammenstellung aus historischen Porträtaufnahmen für das Digitale Biografische Archiv des NS-Widerstandes in Tirol, Elisabeth Walder, 2026. Im Mittelpunkt des Digitalen Biografischen Archivs des NS-Widerstandes in Tirol stehen einzelne Menschen und ihre Lebensgeschichten. Dieser biografische Zugang macht historische Zusammenhänge anschaulich, ohne sie zu vereinfachen. Biografien zeigen:
Frauen im Widerstand und in widerständigen Netzwerken Frauen im Widerstand und in widerständigen Netzwerken in Hall in Tirol. Von links nach rechts: Sr. Alena Thöny von den Kreuzschwestern in Hall in Tirol, Paula Niederwolfsgruber, die Familie Friedrich Corazza, die Ärztin Dr. Erika Pallua und Dr. Johanna Wagner aus der Widerstandsgruppe um Peter Zwetkoff. KI-gestützte digitale Zusammenstellung auf Grundlage historischer Fotografien für das Digitale Biografische Archiv des NS-Widerstandes in Tirol, Elisabeth Walder, 2026. Quellenkritischer Hinweis: Die dargestellten Personen wurden nicht gemeinsam fotografiert. Das Erinnerungsbild ist eine KI-gestützte digitale Zusammenstellung mehrerer historischer Aufnahmen. Die Porträts wurden hinsichtlich Bildausschnitt, Kontrast und Tonwerten vereinheitlicht. Die Geschichte des Widerstandes gegen den Nationalsozialismus in Hall in Tirol wurde lange überwiegend anhand männlicher Akteure erzählt. Doch auch Frauen leisteten Widerstand, halfen Verfolgten, übermittelten Nachrichten, unterstützten widerständige Netzwerke oder bewahrten in ihrem beruflichen, familiären und religiösen Umfeld menschliche und politische Handlungsspielräume. Die Lebenswege von Sr. Alena Thöny, Paula Niederwolfsgruber, den Frauen der Familie Corazza, der Ärztin Dr. Erika Pallua und Dr. Johanna Wagner zeigen, wie vielfältig und zugleich wenig sichtbar weibliches Handeln im Widerstand sein konnte. Die Bedeutung privater Familienarchive Rick und Gayane Chambless aus North Carolina gemeinsam mit Elisabeth Walder auf der Balustrade des Rathauses in Hall in Tirol am 8. Juli 2026. Der Besuch stand im Zeichen der Familiengeschichte Gayane Chambless’ und der Erinnerung an ihren Großvater, den Tiroler Widerstandskämpfer Dr. Gottfried Uffenheimer. Foto: Digitales Biografisches Archiv des NS-Widerstandes in Tirol, Elisabeth Walder, 2026. Viele wichtige Fotografien, Briefe, Dokumente und persönliche Erinnerungen befinden sich nicht in öffentlichen Archiven, sondern im Besitz von Familien. Diese privaten Bestände können entscheidend dazu beitragen, Lücken in amtlichen Überlieferungen zu schließen. Die Zusammenarbeit mit Nachkommen ermöglicht es, historische Personen nicht nur als Namen in Akten, sondern als Menschen mit Familien, Berufen, Beziehungen und persönlichen Überzeugungen sichtbar zu machen. Gleichzeitig müssen Persönlichkeitsrechte, familiäre Wünsche und Nutzungsrechte sorgfältig respektiert werden. Der Besuch von Gayane Chambless aus North Carolina im Juli 2026 verdeutlicht den besonderen Wert dieser Zusammenarbeit. Als Enkelin des Widerstandskämpfers Dr. Gottfried Uffenheimer brachte sie Dokumente und persönliche Erinnerungen aus ihrem Familienarchiv in den USA mit. Diese Quellen ergänzen die amtliche Überlieferung und ermöglichen neue Einblicke in Uffenheimers Biografie, sein familiäres Umfeld und seine Verbindung zum Tiroler Widerstand. Der Austausch verlief dabei in beide Richtungen: Die online zugänglichen Forschungsergebnisse führten Gayane Chambless nach Hall in Tirol; ihre Familienunterlagen wiederum erweiterten den historischen Quellenbestand des Archivs. Digitale Erinnerungskultur Akteure des Widerstandes gegen das nationalsozialistische Regime in Hall in Tirol. Von links nach rechts: Dr. Matthias Pahle, Anton Haller, Dr. Ernst Verdross und Peter Zwetkoff. Digitale Zusammenstellung aus historischen Porträtaufnahmen für das Digitale Biografische Archiv des NS-Widerstandes in Tirol, Elisabeth Walder, 2026. Digitale Archive eröffnen neue Möglichkeiten, historische Forschung öffentlich zugänglich zu machen. Beiträge können ergänzt, korrigiert, übersetzt und mit neu aufgefundenen Quellen erweitert werden. Dadurch entsteht ein lebendiges Archiv, das nicht als abgeschlossenes Geschichtswerk, sondern als fortlaufendes Forschungsprojekt verstanden wird. Das Digitale Biografische Archiv des NS-Widerstandes in Tirol verbindet:
Wie weit die internationale Wirkung digitaler Erinnerungsarbeit reichen kann, zeigte der Besuch von Gayane Chambless im Juli 2026. Durch die im Archiv veröffentlichte Biografie ihres Großvaters Dr. Gottfried Uffenheimer fand sie einen neuen Zugang zu ihrer Familiengeschichte. Aus der digitalen Recherche entwickelte sich eine persönliche Reise zu den Erinnerungsorten in Hall in Tirol und schließlich ein dauerhafter Austausch zwischen dem Archiv, der Familie und wissenschaftlichen Kontakten in den USA. Fazit Erinnerungskultur in Hall in Tirol bedeutet, die Geschichte des Nationalsozialismus in ihrer lokalen, biografischen und menschlichen Dimension sichtbar zu machen. Im Mittelpunkt stehen die Verfolgten und Opfer, die Akteurinnen und Akteure des Widerstandes, die Erfahrungen ihrer Familien sowie die bis heute vorhandenen Spuren im Stadtbild. Begegnungen mit Nachkommen zeigen, dass diese Geschichte nicht an den Grenzen Tirols endet. Der Besuch von Gayane Chambless, der Enkelin des Widerstandskämpfers Dr. Gottfried Uffenheimer, führte eine Familiengeschichte aus North Carolina zurück zu ihren historischen Wurzeln in Österreich. Zugleich gelangten Dokumente und Erinnerungen aus einem privaten Familienarchiv in die wissenschaftliche Forschung. Damit wird deutlich, dass digitale Archive nicht nur historische Informationen bewahren. Sie verbinden Menschen, Familien und Forschungseinrichtungen über Ländergrenzen hinweg und können neue Begegnungen anstoßen. Historische Erinnerung bleibt unvollständig, solange Lebensgeschichten unerforscht, Dokumente unerschlossen und Erfahrungen nicht weitergegeben werden. Das Digitale Biografische Archiv des NS-Widerstandes in Tirol möchte dazu beitragen, diese Lücken zu schließen und die Ergebnisse wissenschaftlicher Forschung dauerhaft öffentlich zugänglich zu machen. Denn jede Biografie zählt. Ausgewählte Themen dieser Rubrik Gedenken und Veranstaltungen Krajnc -Dr. -Walter -GedenkveranstaltungKrajnc-Dr. -WalterKrajnc -Dr. -Walter -NovelleIng. Carl Hirnschrott - 3. Mai 1945Buchpräsentation-KZ-DachauBuchpräsentation-Forum -Hall in TirolErinnerungsveranstaltungEröffnung SchneiderkapelleGedenken an Zwangsarbeiter in Hall in TirolHistorische Erinnerung und Aufarbeitung Statistik zu Hall in TirolHall -in -Tirol-Geschichte-Nationalsozialismus-und-Widerstand13. März 1939: Wie der Nationalsozialismus in Hall gefeiert wurde.14. März 193831. Mai 1938 - Deportation KZ-DachauJustizgeschichte-NS-Verbrechen- vor -Gericht/arisierte-architektur-enteignung-restitution-tirolHaller Freischwimmbad 1938–1941: NS-Propaganda und ZwangsarbeitDas Sill-VerbrechenDas Sill Verbrechen Teil 2Berghaus _Eidlitz_Villa _Sixta/enteignung-kolpingverein-hall-1938Heilkräutersammlung Tertiarschwestern/hall-in-tirol-1930er-jahre-politische-spannungen-nationalsozialismussolbad-hall-ns-zeit-1938-1945-franz-eggerBiografien und historische Erzählungen dr-ernst-verdross-widerstand-kz-dachaudr-alfred-verdrossKrajnc-Dr. -WalterOberst _Oskar _TeuberCorazza-FriedrichCorazza-Friedrich -Novelle/dr-erika-pallua-aerztin-widerstand-nationalsozialismusWagner-JohannaDr. Josef MairSchumacher-Dr. -ViktorFlatscher-AloisKathrein-Dr. jur.- PaulEitner-Lorenz Blog (Deutsch)J. P. ein Pilot der WiderstandsbewegungMichael und Peter ZwetkoffReligiöse Erinnerung und Widerstand Maria Mair die geheime Rettung der MadonnaMaria Waldrast 1941Die Tiroler Wallfahrt - 20. April 1941Reinisch-Franz -PallottinerDekanat -Hall-in-Tirol- im-Widerstandpater-jakob-gapp-widerstand-nationalsozialismusFranziskaner Kloster Hall in TirolAufhebung_ Franziskaner_ Kloster Hall in TirolVerfolgte _Franziskaner_OrdensleuteMarianische Kongregation der Herren und Bürger zu HallSchwester Alena ThönyNiederwolfsgruber-PaulaSalesienaerinnen in ThurnfeldHaus zum Guten HirtenTertiarschwestern Hall in TyrolJehovas-Zeugen-Hall-in-TirolKillinger-Karl-GedenkenHäufig gestellte Fragen (FAQ) Was versteht man unter Erinnerungskultur? Erinnerungskultur bezeichnet den gesellschaftlichen Umgang mit der Vergangenheit. Dazu gehören Forschung, Gedenkveranstaltungen, Denkmäler, Ausstellungen, Publikationen, Bildungsarbeit und die Bewahrung persönlicher Erinnerungen. Warum ist die Erinnerung an den Nationalsozialismus in Hall in Tirol wichtig? Die nationalsozialistische Herrschaft wirkte sich unmittelbar auf die Menschen, Vereine, Kirchen, Betriebe und Institutionen der Stadt aus. Die lokale Forschung macht diese Auswirkungen sichtbar und verbindet allgemeine Geschichte mit konkreten Lebensgeschichten. Welche Formen des Widerstandes gab es in Hall? In Hall bestanden unterschiedliche Formen des politischen, kirchlichen, monarchistischen und individuellen Widerstandes. Dazu gehörten organisierte Netzwerke ebenso wie Hilfeleistungen, regimekritische Äußerungen und die Bewahrung verbotener Gegenstände oder Traditionen. Welche Rolle spielen private Familienarchive? Private Archive enthalten häufig Fotografien, Briefe und Erinnerungen, die in staatlichen Archiven nicht überliefert sind. Sie können biografische Lücken schließen und neue Perspektiven auf historische Ereignisse eröffnen. Was ist das Digitale Biografische Archiv des NS-Widerstandes in Tirol? Das Archiv ist ein wissenschaftliches und öffentlich zugängliches Forschungsprojekt. Es dokumentiert Biografien von Verfolgten, Opfern und Akteurinnen und Akteuren des Widerstandes und ordnet ihre Lebensgeschichten in den historischen Zusammenhang ein. Kann man dem Archiv Dokumente oder Informationen zur Verfügung stellen? Ja. Familienangehörige und private Sammlerinnen und Sammler können Fotografien, Briefe, Dokumente oder biografische Hinweise zur Verfügung stellen. Veröffentlichung und Verwendung erfolgen unter Berücksichtigung der vereinbarten Nutzungs- und Persönlichkeitsrechte. Wird der Beitrag laufend ergänzt? Ja. Das Digitale Biografische Archiv versteht sich als lebendiges Archiv. Neue Quellen, Forschungsergebnisse, Korrekturen und biografische Hinweise werden fortlaufend eingearbeitet.
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AutorinElisabeth Walder Für die Beiträge dieser Rubrik herangezogene Archive und Sammlungen
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