Lesen Sie mehr:Dr. Greiter, Dr. Kneussl und Dr. Fink Dr. jur. Erich Kneussl Dr. phil. Josef Fink Anton Haller Widerstandsgruppe Sternkorona III Heinrich Andergassen (Teil I) read more:Blog (EN) Dr. jur. Franz Greiter Blog (EN) Dr. jur. Erich Kneussl Blog (EN) Dr. phil. Josef Fink The Tyrolean Pilgrimage of April 20, 1941 Blog (EN) Heinrich Andergassen (Part I) Dr. jur. Franz Greiter (1896–1978)Studentenverbindung Austria Innsbruck. Wikipedia. Die freie Enzyklopädie. Wappen der Austria. Online unter: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:WappenAustria.gif (Stand: 10.8.2024). Dr. jur. Franz Greiter (1896–1978) – Rechtsanwalt, Widerständler, Bürgermeister Frühes Leben und Ausbildung Franz Greiter wurde am 29. Oktober 1896 in Heiligkreuz bei Hall in Tirol geboren. Nach der Matura am Jesuiten-Gymnasium "Stella Matutina" in Feldkirch im Jahr 1914 studierte er Rechtswissenschaften an der Leopold-Franzens-Universität in Innsbruck. Am 22. Oktober 1914 wurde er bei der Studentenverbindung Austria rezipiert. Im März 1915 wurde er zum Ersten Tiroler Kaiserregiment einberufen. Im August 1919 kehrte er aus italienischer Kriegsgefangenschaft in Sizilien zurück. Juristische Karriere und Einstieg in die Politik Im Jahr 1920 beendete er sein Jura-Studium in Innsbruck und arbeitete als Rechtsanwalt. Daraufhin trat er im Jahr 1926 in die Rechtsanwaltskanzlei seines Vaters Josef Greiter (1866–?) ein. Er betätigte sich in der Innsbrucker Kommunalpolitik seit dem Jahr 1929. Im Jahr 1933/34 wurde er Stadtrat in Innsbruck. Rechtsvertretung des Servitenordens Beschlagnahmung des Klosters Maria Waldrast Während der Zeit des Nationalsozialismus kam es zur behördlichen Beschlagnahme des Klosters am 8. April 1941. Die anwesenden Patres und Brüder mussten das Kloster innerhalb von 48 Stunden verlassen. Die Entwendung des Gnadenbildes In der Nacht von Donnerstag auf Freitag, den 17. auf den 18. April 1941, stiegen zwei junge ehemalige Schüler des Franziskaner-Gymnasiums in Hall (damals Oberschule für Jungen und Mädchen) in die Schmerzenskapelle der Klosterkirche Maria Waldrast ein. Hans Madersbacher (1920–1945) und Franz Mair (1921–1944) entwendeten das Gnadenbild Mariens und versteckten es zuerst in einer Heuhütte auf den Gleinser Mädern und hernach in Matrei. Anschließend wurde das Bild im Auftrag von Bischof DDr. Paulus Rusch durch den Sekretär der katholischen Jugend, Alfons Brand, Pfarrer von Andernach und NS-Widerstandsaktivist, nach Neuwied bei Koblenz und später nach Andernach in Sicherheit gebracht. Die Statue wurde noch mehrmals in zahlreiche Verstecke gebracht, bis sie am 11. November 1945 in einer feierlichen Prozession in die Wallfahrtskirche Maria Waldrast zurückgebracht wurde. (Quelle: Broschüre der Serviten – Zeitschriftenstand in der Wallfahrtskirche, sowie Bericht von Anton Walder, Fachzirkel Exekutivgeschichte und Traditionspflege, Landespolizeidirektion Tirol, Innsbruck, Jänner 2024, S. 12, S. 17) Lesen Sie mehr:Die Tiroler Wallfahrt - 20. April 1941 Maria Waldrast 1941 Dr. Josef Mair Dr. Reinhold Stecher Michael Weisskopf Pfarrer Msgr. Dr. Franz Kolb Maria Mair die geheime Rettung der Madonna Die Rechtsanwaltskanzlei Greiter unter Gestapo-Überwachung Die Rechtsanwaltskanzlei Greiter wurde aufgrund ihrer Rechtsvertretung des Servitenklosters von der Gestapo überwacht und verfolgt. Die Entwendung des Gnadenbildes von Maria Waldrast durch Unbekannte und die anschließende Protestwallfahrt, bei der 200 Personen von der Gestapo fotografiert und verhaftet wurden, führte zu einer weiteren Verhaftung und Verfolgung von Priestern und Theologen. Der Brief von Dr. Josef Greiter Daraufhin verfasste Rechtsanwalt Dr. Josef Greiter ein Schreiben an den Pater Provinzial in Wien (die Tiroler Serviten mussten den Gau Tirol-Vorarlberg verlassen). Das Schreiben lautete wie folgt: "Sehr verehrter Herr P. Provinzial! Innsbruck, 26. April 1941 Es wird Ihnen wohl bekannt sein, dass das Gnadenbild auf geheimnisvolle Weise verschwunden ist. Dafür wurden Max Kolb und Msgr. Weisskopf verhaftet. Am letzten Sonntag zog eine große Anzahl Pilger von Matrei aus auf die Waldrast. Die Seelsorger der Gemeinden, aus welchen die Pilger kamen, wurden in der 'Sonne' (Gestapo Gefängnis Innsbruck) untergebracht. So der Dekan von Matrei, der Pfarrer von Steinach, statt des kranken Pfarrers von Jodok dessen Kooperator. Auch Laien wurden verhaftet und sollen im Ganzen 50 Verhaftungen erfolgt sein! Nähere Nachricht habe ich noch nicht. Mit besonderer Hochachtung ergebenen Dr. Greiter" (Schreiben im Historischen Archiv der Landespolizeidirektion Tirol) Zwangsweiser Rücktritt von der Anwaltschaft Dieser oben genannte Brief führte dazu, dass Dr. Josef Greiter gezwungen wurde, seine Anwaltschaft zurückzulegen. Am 20. Mai 1941 stellte Dr. Josef Greiter an den Oberlandesgerichtspräsidenten einen Antrag auf Aufnahme in die neue Rechtsanwaltsliste des Landesgerichtes Innsbruck. Das Schreiben der Gestapo Am 2. August 1941 schrieb die Gestapo folgendes Schreiben: Geheime Staatspolizei – Staatspolizeistelle Innsbruck, Innsbruck, am 2. August 1941 |
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