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<channel><title><![CDATA[Nationalsozialismus in Hall in Tirol: NS-Widerstand, Verfolgung und Schicksale - Hall -in -Tirol-Geschichte-Nationalsozialismus-und-Widerstand]]></title><link><![CDATA[https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/hall--in--tirol-geschichte-nationalsozialismus-und-widerstand]]></link><description><![CDATA[Hall -in -Tirol-Geschichte-Nationalsozialismus-und-Widerstand]]></description><pubDate>Fri, 14 Aug 2026 14:54:25 -0700</pubDate><generator>Weebly</generator><item><title><![CDATA[Hall in Tirol: Geschichte, Nationalsozialismus und Widerstand]]></title><link><![CDATA[https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/hall--in--tirol-geschichte-nationalsozialismus-und-widerstand/gesellschaft-vor-1938]]></link><comments><![CDATA[https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/hall--in--tirol-geschichte-nationalsozialismus-und-widerstand/gesellschaft-vor-1938#comments]]></comments><pubDate>Thu, 08 May 2025 13:29:14 GMT</pubDate><category><![CDATA[Uncategorized]]></category><guid isPermaLink="false">https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/hall--in--tirol-geschichte-nationalsozialismus-und-widerstand/gesellschaft-vor-1938</guid><description><![CDATA[read more:  Hall in Tyrol-History-National-Socialism -and-Resistance    Eine Stadt zwischen Salz, Handel und politischem Wandel  Kaum eine andere Stadt Tirols ist so eng mit dem &bdquo;wei&szlig;en Gold&ldquo; verbunden wie Hall. Der Salzabbau im nahen Halltal, die Pr&auml;gung des ersten neuzeitlichen Gro&szlig;silberm&uuml;nze Europas &ndash; des ber&uuml;hmten Guliners &ndash; und die strategisch g&uuml;nstige Lage am Inn machten den Ort bereits im Mittelalter zu einem Wirtschaftsmagneten, de [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<h2 class="wsite-content-title">read more:</h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/hall-in-tyrol-history-national-socialism--and-resistance.html">Hall in Tyrol-History-National-Socialism -and-Resistance</a><br /></h2>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Eine Stadt zwischen Salz, Handel und politischem Wandel</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Kaum eine andere Stadt Tirols ist so eng mit dem &bdquo;wei&szlig;en Gold&ldquo; verbunden wie Hall. Der Salzabbau im nahen Halltal, die Pr&auml;gung des ersten neuzeitlichen Gro&szlig;silberm&uuml;nze Europas &ndash; des ber&uuml;hmten Guliners &ndash; und die strategisch g&uuml;nstige Lage am Inn machten den Ort bereits im Mittelalter zu einem Wirtschaftsmagneten, der zeitweise sogar das nahe Innsbruck in den Schatten stellte. Dieser &uuml;ber Jahrhunderte angeh&auml;ufte Wohlstand pr&auml;gte nicht nur das Stadtbild mit seinen pr&auml;chtigen Kirchen und Kl&ouml;stern, sondern formte auch eine selbstbewusste, tief katholische B&uuml;rgerschaft.<br />Als jedoch 1938 die Hakenkreuzfahne &uuml;ber dem Rathaus wehte, geriet dieses gefestigte Gef&uuml;ge unter massiven Druck. Wer Widerstand, Verfolgung und Anpassung in Hall zwischen 1938 und 1945 verstehen will, muss daher zun&auml;chst die einzigartige &bdquo;DNA&ldquo; dieser Stadt begreifen &ndash; eine DNA, die von Salz, Silber und tiefer Glaubenstreue erz&auml;hlt.<br />(Quelle: Herta &Ouml;ttl, Die Ansitze in Hall und Umgebung)</div>  <h2 class="wsite-content-title">Lesen Sie mehr:</h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.hall-in-tirol.at/Hall-Kompakt/Wissenswertes/Hall-in-der-Geschichte" target="_blank">www.hall-in-tirol.at/Hall-Kompakt/Wissenswertes/Hall-in-der-Geschichte</a><br /></h2>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Vom Salz zur Silbermacht: Die Anf&auml;nge Halls</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Die Geschichte Halls reicht bis in vorgeschichtliche Zeit zur&uuml;ck, doch ihre eigentliche Bedeutung erlangte die Siedlung durch die reichen Salzvorkommen im Halltal. Das &bdquo;wei&szlig;e Gold&ldquo; bildete &uuml;ber Jahrhunderte die Grundlage f&uuml;r Wohlstand und wirtschaftliche Entwicklung.<br />Um 1303 erhob Graf Meinhard II. von Tirol den Ort zur Stadt. Was folgte, war ein rasanter Aufstieg: Das im Halltal gewonnene Salz wurde &uuml;ber den Brenner bis nach Venedig und in den s&uuml;ddeutschen Raum verschifft. Dieser Fernhandel machte Hall zu einer Drehscheibe des europ&auml;ischen Warenaustauschs &ndash; und die B&uuml;rger der Stadt zu einer der wohlhabendsten Kaufmannsschichten Tirols. In der Bl&uuml;tezeit des Sp&auml;tmittelalters z&auml;hlte Hall zu den bedeutendsten St&auml;dten des Landes und &uuml;bertraf wirtschaftlich zeitweise sogar die Landeshauptstadt Innsbruck.<br />Doch der Reichtum war ungleich verteilt. Die politische Macht in der Kleinstadt lag in den H&auml;nden einer kleinen Minderheit von zehn bis f&uuml;nfzehn Ratsfamilien, w&auml;hrend etwa zwei Drittel der Haller Bev&ouml;lkerung als wenig beg&uuml;tert bis arm eingestuft werden mussten. Diese sozialen Spannungen sollten die Stadtgeschichte bis ins 20. Jahrhundert hinein begleiten.<br />(Quelle: Ratsfamilien. Online unter, https://www.isbn.de/buch/9783703003745/ratsfamilien-tageloehner-bewohner-von-hall-tirol-im-ausgehenden-mittelalter, Stand: 25.6.2026)<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Die M&uuml;nzst&auml;tte: Europas Geldzentrum im Herzen Tirols</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Eine weitere bedeutende Entwicklung war die Errichtung der landesf&uuml;rstlichen M&uuml;nzst&auml;tte. Hall wurde zu einem Zentrum des europ&auml;ischen M&uuml;nzwesens. Im Jahr 1486 wurde hier der erste moderne Gro&szlig;silberm&uuml;nztyp gepr&auml;gt: der Guldiner &ndash; ein Zahlungsmittel, das wegen seines hohen Silbergehalts und seines pr&auml;zisen Gepr&auml;ges den Grundstein f&uuml;r den sp&auml;ter weltweit bekannten Taler legte.<br />Die Haller M&uuml;nzst&auml;tte erlangte europaweite Bekanntheit und trug wesentlich zum Ansehen der Stadt bei. Das M&uuml;nzrecht war nicht nur ein Symbol landesherrlicher Macht, sondern sicherte auch dauerhafte Einnahmen und wirtschaftliche Stabilit&auml;t.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title">Lesen Sie mehr:</h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.tiroler-numismatik.at/de/muenzgeschichte/der-beginn-der-muenzstaette-hall/" target="_blank">www.tiroler-numismatik.at/de/muenzgeschichte/der-beginn-der-muenzstaette-hall/</a><br /></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/M&uuml;nze_Hall" target="_blank">de.wikipedia.org/wiki/M&uuml;nze_Hall</a><br /></h2>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Glaube und Gemeinschaft: Hall als religi&ouml;ses Zentrum</strong><br /></h2>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0;margin-right:0;text-align:center"> <a> <img src="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/uploads/1/4/4/3/144346304/bild-22-05-25-um-16-26_orig.jpg" alt="Picture" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <div class="paragraph">Foto Pfarrkirche St. Nikolaus Hall in Tirol. In Privatarchiv Walder Hall in Tirol.</div>  <div class="paragraph">Neben seiner wirtschaftlichen Bedeutung entwickelte sich Hall zu einem wichtigen religi&ouml;sen Mittelpunkt Tirols. Kirchen, Kl&ouml;ster und karitative Einrichtungen pr&auml;gten das Stadtbild und das gesellschaftliche Leben.<br />Besondere Bedeutung besa&szlig;en die Stadtpfarre St. Nikolaus, die Franziskaner sowie zahlreiche Ordensgemeinschaften, die im Bildungs- und Sozialwesen t&auml;tig waren. Das katholische Milieu blieb bis weit ins 20. Jahrhundert hinein ein pr&auml;gender Bestandteil der Stadtgesellschaft und beeinflusste auch die Haltung vieler Menschen gegen&uuml;ber dem nationalsozialistischen Regime. Die tief in der Bev&ouml;lkerung verwurzelte katholische Tradition, die in Kl&ouml;stern, Messen und karitativen Einrichtungen ihren Ausdruck fand, geriet nach 1938 in einen massiven Loyalit&auml;tskonflikt.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title">Lesen Sie mehr:</h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/dekanat-_hall-_in-_tirol_-im_-widerstand.html">Dekanat _Hall _in _Tirol_ im_ Widerstand</a><br /></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://pfarre-hall.at/at/index.php" target="_blank">pfarre-hall.at/at/index.php</a><br /></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://pfarre-hall.at/at/glaube/Franz_Reinisch.php" target="_blank">pfarre-hall.at/at/glaube/Franz_Reinisch.php</a><br /></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/priester-_im-_widerstand_in_hall_in_tirol.html">Priester _im _Widerstand_in_Hall_in_Tirol</a><br /></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/ordens-gemeinschaften_-im-_widerstand.html">Ordens-Gemeinschaften_ im _Widerstand</a><br /></h2>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Zwischen Krise und Aufbruch: Hall im 19. Jahrhundert</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Die Stadt erlebte im Laufe ihrer Geschichte zahlreiche Krisen und Umbr&uuml;che. Br&auml;nde, Kriege und wirtschaftliche Ver&auml;nderungen beeinflussten ihre Entwicklung ebenso wie politische Machtwechsel innerhalb der Habsburgermonarchie. Im 19. Jahrhundert brachte die Industrialisierung neue wirtschaftliche Impulse. Gleichzeitig entstanden moderne Bildungseinrichtungen und Verwaltungsstrukturen. Hall blieb ein bedeutendes regionales Zentrum mit enger Verbindung zu Kirche, Staat und Vereinen.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title">Lesen Sie mehr:&nbsp;</h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://franziskanergymhall.tsn.at/geschichte" target="_blank">franziskanergymhall.tsn.at/geschichte</a><br /></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Franziskanergymnasium_Hall_in_Tirol" target="_blank">de.wikipedia.org/wiki/Franziskanergymnasium_Hall_in_Tirol</a><br /></h2>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Die gespaltene Gesellschaft: Hall in der Ersten Republik (1918&ndash;1938)</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs und dem Zusammenbruch der Habsburgermonarchie wurde Hall Teil der Republik &Ouml;sterreich. Die Zwischenkriegszeit war von wirtschaftlichen Schwierigkeiten, politischen Spannungen und gesellschaftlichen Ver&auml;nderungen gepr&auml;gt.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong><span style="color:rgb(15, 17, 21)">Die politische Landschaft Halls in den 1930er Jahren</span></strong></h2>  <div class="paragraph"><span style="color:rgb(15, 17, 21)">Nach den Gemeinderatswahlen von 1928 setzte sich der Haller Gemeinderat wie folgt zusammen: Die Tiroler Volkspartei stellte mit 16 Mandaten die Mehrheit, gefolgt von der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei (SDAP&Ouml;) mit 8 Sitzen, einer gemeinsamen Liste aus Gro&szlig;deutscher Volkspartei und Wirtschaftspartei mit 3 Sitzen sowie dem Reformbund mit einem Mandat.</span><br /><span style="color:rgb(15, 17, 21)">B&uuml;rgermeister war Anton Schl&ouml;gl (Volkspartei), sein erster Vizeb&uuml;rgermeister Dr. Paul Kathrein. Auf Seiten der Sozialdemokraten amtierte Johann Schittelkopf als zweiter Vizeb&uuml;rgermeister &ndash; ein Mann, der sich sp&auml;ter im Widerstand gegen die Nationalsozialisten hervortun sollte.</span><br /><font color="#0f1115">Unter den Vertretern der Volkspartei finden sich Namen, die sp&auml;ter zur Haller Widerstandsbewegung geh&ouml;ren sollten: Josef Egg (Direktor der B&uuml;rgerschule), <span style="caret-color: rgb(15, 17, 21);">Ludwig Walder&nbsp;</span>&nbsp;(Schuhmachermeister), Josef Dosch (Oberpostoffizial) und Dr. Viktor Schumacher (Arzt).</font></div>  <h2 class="wsite-content-title">Lesen Sie mehr:&nbsp;</h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hall_in_Tirol" target="_blank">de.wikipedia.org/wiki/Hall_in_Tirol</a><br /></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/dr-jur-paul-kathrein.html">Dr. jur. Paul Kathrein</a><br /></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/dr-med-viktor-schumacher.html">Dr. med. Viktor Schumacher</a><br /></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/blog-87-dr-ernst-verdross-einzeln.html">Blog 87 Dr. Ernst Verdross (einzeln)</a><br /></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/buchpraumlsentation-_kz-dachau.html">Buchpr&auml;sentation _KZ-Dachau</a><br /></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/josef-egg.html">Josef Egg</a><br /></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/dosch_anton.html">Dosch_Anton</a></h2>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong><span style="color:rgb(15, 17, 21)">Der Austrofaschismus und seine Folgen f&uuml;r Hall</span></strong></h2>  <div class="paragraph"><span style="color:rgb(15, 17, 21)">Die politischen Konflikte der Ersten Republik erreichten 1933/34 einen dramatischen H&ouml;hepunkt. Bundeskanzler Engelbert Dollfu&szlig; schaltete die parlamentarische Demokratie aus, verbot s&auml;mtliche politischen Parteien &ndash; darunter die Sozialdemokraten &ndash; und errichtete ein autorit&auml;res Regime, den sogenannten Austrofaschismus.</span><br /><span></span><span><span style="color:rgb(15, 17, 21)">Die Folgen waren auch in Hall unmittelbar sp&uuml;rbar: Langj&auml;hrige, engagierte sozialdemokratische Gemeinder&auml;te mussten von einem auf den anderen Tag ihre Mandate niederlegen. An ihre Stelle traten Anh&auml;nger der Einheitspartei &bdquo;Vaterl&auml;ndische Front&ldquo;. Eine funktionierende demokratische Stadtpolitik endete abrupt und ebnete, wie wir heute wissen, letztlich den Nationalsozialisten den Weg</span></span><span style="color:rgb(15, 17, 21)">.</span><br /><span></span></div>  <h2 class="wsite-content-title">Lesen Sie mehr:&nbsp;</h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/dollfuss_engelbert_blog.html">Dollfuss_Engelbert_Blog</a><br /></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://ulb-dok.uibk.ac.at/ulbtirolhs/content/titleinfo/10255712" target="_blank">ulb-dok.uibk.ac.at/ulbtirolhs/content/titleinfo/10255712</a><br /></h2>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong><span style="color:rgb(15, 17, 21)">Soziale Not und wirtschaftliche Krise</span></strong></h2>  <div class="paragraph"><span style="color:rgb(15, 17, 21)">Die fr&uuml;hen 1930er Jahre waren f&uuml;r Hall von gro&szlig;er wirtschaftlicher Not gepr&auml;gt. Die zunehmende Verarmung gro&szlig;er Teile der Bev&ouml;lkerung zwang die Stadtverwaltung zum Handeln. Unter der Leitung von Dr. Viktor Schumacher organisierte die Gemeinde im Winter 1933/34 eine gro&szlig; angelegte Winterhilfsaktion. Der Bericht &uuml;ber die F&uuml;rsorge dokumentiert das Ausma&szlig; der Not:</span><br /><span></span><span><em><span style="color:rgb(15, 17, 21)">&bdquo;Winterhilfe 1933/34 &ndash; Abrechnung. Zeitraum 1. Dezember 1933 bis 15. M&auml;rz 1934; 446 Haushalte bzw. 1.125 Personen mussten mit Winterbeihilfen versorgt werden. Dies bedeutet eine Steigerung um 186 Haushalte bzw. 465 Personen gegen&uuml;ber dem Vorjahr. Auch im Winter 1933/34 stand die Verabreichung von Mahlzeiten und Heizmaterial im Vordergrund. In 31 Monaten verteilte die st&auml;dtische Notspeisung nicht weniger als 18.947 Mahlzeiten (Mittag- und Abendessen) &ndash; t&auml;glich rund 170 Portionen.&ldquo;</span></em></span><br /><span></span><span style="color:rgb(15, 17, 21)">Zahlreiche Haller und Innsbrucker Firmen beteiligten sich mit Sachspenden an der Linderung der Not: die Firma Rauch aus M&uuml;hlau spendete 800 kg Maisgrie&szlig;, die Vereinigten Brauereien 800 kg Bruchreis, die Firma Schindler 100 kg Marmelade, die Bundesforste 12 Raummeter Brennholz und die Arbeiterkammer Innsbruck 5 Tonnen Kohle.</span><br /><span></span><span style="color:rgb(15, 17, 21)">Trotz dieser Hilfsma&szlig;nahmen blieb die Arbeitslosigkeit hoch. Die Stadt investierte in Arbeitsbeschaffungsma&szlig;nahmen und setzte Hoffnungen auf den Tourismus &ndash; doch der erhoffte Durchbruch blieb aus, nicht zuletzt durch die wirtschaftspolitischen Folgen der Weltwirtschaftskrise und die politischen Spannungen mit dem Deutschen Reich.</span><br /><span></span></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong><span style="color:rgb(15, 17, 21)">Der Tod Dollfu&szlig;&rsquo; und seine Spuren in Hall</span></strong></h2>  <div class="paragraph"><span style="color:rgb(15, 17, 21)">Der Tod von Engelbert Dollfu&szlig; beim nationalsozialistischen Juliputsch 1934 hinterlie&szlig; auch in Hall deutliche Spuren. Die Stadt errichtete ihm ein Denkmal, weihte einen Dollfu&szlig;-Platz und eine Dollfu&szlig;-Siedlung ein &ndash; die heutige Uferweg-Siedlung. Der Gemeinderat hielt eine eigene Trauersitzung ab.</span><br /><span></span><span style="color:rgb(15, 17, 21)">Sein Nachfolger Kurt Schuschnigg hatte ebenfalls einen besonderen Bezug zu Hall: Eine Woche vor dem Einmarsch der Nationalsozialisten im M&auml;rz 1938 lie&szlig; die Stadt ein Transparent drucken mit der Aufschrift<span>&nbsp;</span><span><strong>&bdquo;Hall bleibt treu&ldquo;</strong></span><span>&nbsp;</span>&ndash; ein letztes Zeichen der Loyalit&auml;t gegen&uuml;ber dem scheidenden Kanzler und der bedrohten &ouml;sterreichischen Unabh&auml;ngigkeit.</span><br /><span></span></div>  <div><div style="height:20px;overflow:hidden"></div> <div id='751963413342925759-slideshow'></div> <div style="height:20px;overflow:hidden"></div></div>  <div class="paragraph"><font size="2">Fotos Angelobung am Dollfu&szlig;platz in Hall in Tirol. In Privatarchiv K. Walder Hall in Tirol.</font></div>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <h2 class="wsite-content-title">Lesen Sie mehr:&nbsp;</h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/hall-bleibt-treu-trotz-verbot-nicht-tot.html">Hall bleibt treu. Trotz Verbot nicht tot!</a><br /></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/dr-_ernst-_verdross.html">Dr. _Ernst _Verdross</a><br /></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/spannungsfelder-in-hall-vor-und-waumlhrend-des-nationalsozialismus.html">Spannungsfelder in Hall vor und w&auml;hrend des Nationalsozialismus</a><br /></h2>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Schicksalsjahr 1938: Der &bdquo;Anschluss&ldquo; und die ersten Verfolgungen</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Am Morgen des 12. M&auml;rz 1938 verbreitete sich die Nachricht vom R&uuml;cktritt Schuschniggs und dem Einmarsch der deutschen Truppen wie ein Lauffeuer durch die Gassen Halls. W&auml;hrend einige die Nationalsozialisten begeistert empfingen, f&uuml;rchteten viele das Schlimmste &ndash; und sie sollten recht behalten.<br /><strong>Unmittelbare Folgen:</strong><br /><ul><li><strong>Verhaftungen:</strong>&nbsp;Bereits in den ersten Wochen nach dem &bdquo;Anschluss&ldquo; wurden regimekritische B&uuml;rger Halls inhaftiert &ndash; einige verschwanden f&uuml;r Jahre im Konzentrationslager Dachau.</li><li><strong>Gleichschaltung der Schulen:</strong>&nbsp;Das Schulgebet wurde durch den Hitlergru&szlig; ersetzt, Hitlerjugend-Drill dominierte den Unterricht.</li><li><strong>Angriff auf die Kirche:</strong>&nbsp;Der katholische Gesellenverein wurde enteignet, karitative Einrichtungen wie der Vinzenzverein aufgel&ouml;st. &bdquo;Die Kinder weinten, als die unterrichtenden Ordensschwestern gehen mussten &ndash; nach 90 Jahren Unterricht in Hall&ldquo;, berichten Augenzeugen.</li></ul></div>  <h2 class="wsite-content-title">Lesen Sie mehr:&nbsp;</h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/friedrich-corazza.html">Friedrich Corazza</a><br /></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/dr-_manfred-_mumelter.html">Dr. _Manfred _Mumelter</a><br /></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/13-maumlrz-1939-wie-der-nationalsozialismus-in-hall-gefeiert-wurde.html">13. M&auml;rz 1939: Wie der Nationalsozialismus in Hall gefeiert wurde.</a><br /></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/neujahrsempfang-bei-gauleiter-hofer-1939.html">Neujahrsempfang bei Gauleiter Hofer 1939</a><br /></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/haller-_anton-_widerstandsgruppe.html">Haller _Anton _Widerstandsgruppe</a><br /></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/monarchisten-und-legitimsten-in-solbad-hall.html">Monarchisten und Legitimsten in Solbad Hall</a><br /></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/sozialisten-und-kommunisten-im-widerstand.html">Sozialisten und Kommunisten im Widerstand</a><br /></h2>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>1940&ndash;1943: Die Vertreibung der Ordensgemeinschaften</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Die Nationalsozialisten versuchten, Hall zu &bdquo;entkatholisieren&ldquo; &ndash; doch die Stadt widersetzte sich durch stillen Widerstand.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Das Ende der Kl&ouml;ster in Hall:</strong><br /></h2>  <div class="paragraph"><ul><li>Die Franziskaner wurden aus dem Gymnasium vertrieben, ihre Kirche 1940 geschlossen und als Lagerraum f&uuml;r die NS-Gauleitung zweckentfremdet.</li><li>Pater Gaudenz Conzi, ein beliebter Seelsorger, wurde verhaftet &ndash; weil er einem Bettler Almosen gegeben hatte (der vermeintlich ein &bdquo;Deserteur&ldquo; war).</li><li>1941 wurden die St. Josephs-Missionare enteignet, die Ordensschwestern vertrieben.</li></ul></div>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/ordens-gemeinschaften_-im-_widerstand.html">Ordens-Gemeinschaften_ im _Widerstand</a><br /></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/aufhebung_-franziskaner_-kloster-hall-in-tirol.html">Aufhebung_ Franziskaner_ Kloster Hall in Tirol</a><br /></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/verfolgte-_franziskaner_ordensleute.html">Verfolgte _Franziskaner_Ordensleute</a><br /></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/heilkraumlutersammlung-tertiarschwestern.html">Heilkr&auml;utersammlung Tertiarschwestern</a><br /></h2>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Die Pfarre als R&uuml;ckzugsort des Widerstands</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Dennoch wurde die Stadtpfarre St. Nikolaus unter Dekan Heinrich Heidegger (ab 1942) zu einem Ort des stillen Widerstands:<br /><ul><li>Die Predigten wurden zu Akten der Zuversicht &ndash; sie zogen trotz wachsender NS-Einsch&uuml;chterung immer gr&ouml;&szlig;ere Menschenmengen an.</li><li>Die Haller praktizierten eine Form der &bdquo;doppelten Gabe&ldquo; &ndash; &ouml;ffentlich spendeten sie f&uuml;r NS-Sammlungen, heimlich legten sie Geld in die Kirchenopferst&ouml;cke.</li><li>Die Beichtst&uuml;hle wurden zu geheimen Treffpunkten, wo Nachrichten und Warnungen unter dem Deckmantel des Sakraments ausgetauscht wurden.</li></ul>Selbst ehemalige Sozialdemokraten weigerten sich, die Kirche zu verlassen &ndash; ihr Verbleib in der katholischen Gemeinschaft wurde zu einem stillen Akt des Widerstands gegen das NS-Regime.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title">Lesen Sie mehr:&nbsp;</h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/dr-_n-_pfeifauf-_und-_dr-_h-_blassnig.html">Dr. _N.  _Pfeifauf _und _Dr. _H. _Blassnig</a><br /></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/junge-katholiken-im-widerstand.html">Junge Katholiken im Widerstand</a><br /></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/niederwolfsgruber_paula.html">Niederwolfsgruber_Paula</a><br /></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/michael-und-peter-zwetkoff.html">Michael und Peter Zwetkoff</a><br /></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://stadtmuseumhall.at/events/erinnerung-an-den-haller-widerstand/" target="_blank">stadtmuseumhall.at/events/erinnerung-an-den-haller-widerstand/</a><br /></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/gehoumlrlosen-institut-1938-1945.html">Geh&ouml;rlosen Institut (1938-1945)</a><br /></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/sieberer_josef.html">Sieberer_Josef</a><br /></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/walder-_anton-_teil-1.html">Walder _Anton _Teil 1</a><br /></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/marianische-kongregation-der-herren-und-buumlrger-zu-hall.html">Marianische Kongregation der Herren und B&uuml;rger zu Hall</a><br /></h2>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>1944&ndash;1945: Die Bomben, die Solbad Hall/Hall in Tirol ersch&uuml;tterten</strong></h2>  <div class="paragraph">Jahrelang war der Krieg &uuml;ber Hall hinweggegangen &ndash; bis der Himmel &uuml;ber der Stadt zur t&ouml;dlichen Gefahr wurde.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Drei Angriffe, die alles ver&auml;nderten:</strong><br /></h2>  <div class="paragraph"><ul><li><strong>16. November 1944:</strong>&nbsp;Die erste Bombe schlug nahe dem Kloster Thurnfeld ein &ndash; ein Blindg&auml;nger, der Leben verschonte, aber die Illusion der Sicherheit zerst&ouml;rte.</li><li><strong>Weihnachten 1944:</strong>&nbsp;Acht Bomben verwandelten das Bahnhofsviertel in eine Tr&uuml;mmerlandschaft &ndash; ihre Detonationen &uuml;bert&ouml;nten das Weihnachtsliedersingen in den Fl&uuml;chtlingsunterk&uuml;nften.</li><li><strong>16. Februar 1945 &ndash; Der Tag, an dem Hall brannte:</strong>&nbsp;Der Kugelanger verschwand in Feuerst&uuml;rmen, die Wallfahrtskirche Scheibenstein st&uuml;rzte ein und nahm ihre wundert&auml;tige Madonna mit in den Staub. Bei Einbruch der Dunkelheit standen 102 Tote auf den Listen, 1.500 Menschen irrten durch ihre zerst&ouml;rte Heimat.</li></ul></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0;margin-right:0;text-align:center"> <a> <img src="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/uploads/1/4/4/3/144346304/83281616-1077895575884620-9208428058925596672-o_orig.jpg" alt="Picture" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <div class="paragraph"><font size="2">Foto Bombenangriff 16. Februar 1945 (Bahnhofsviertel). In Privatarchiv Reinhart Federspiel Absam.</font></div>  <h2 class="wsite-content-title">Lesen Sie mehr:&nbsp;</h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/haus-zum-guten-hirten.html">Haus zum Guten Hirten</a><br /></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/echo-_der-_geschichte_1938--1945.html">Echo _der _Geschichte_(1938 -1945)</a><br /></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/haller-freischwimmbad-1938---1941.html">Haller Freischwimmbad 1938 - 1941</a><br /></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/haller-stubengesellschaft-im-nationalsozialismus.html">Haller Stubengesellschaft im Nationalsozialismus</a><br /></h2>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Widerstand in Hall: Gesichter des Muts</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Trotz der allgegenw&auml;rtigen Verfolgung entwickelte sich in Hall Widerstand gegen das Regime &ndash; von religi&ouml;s motivierter Opposition &uuml;ber Hilfe f&uuml;r Verfolgte bis hin zu organisierten Gruppen.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Die Sternkorona &ndash; verboten, aber nicht gebrochen</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Die 1888 gegr&uuml;ndete Sch&uuml;lerverbindung Sternkorona wurde 1938 von den Nationalsozialisten verboten. Die f&uuml;r das 50-j&auml;hrige Stiftungsfest im Juni 1938 gesparten 1.781,88 Vorkriegsschilling (heute etwa 6.666 Euro) wurden von der SA beschlagnahmt, der Rest von der Stadt Solbad Hall eingezogen.<br />Trotz des offiziellen Verbots trafen sich die Br&uuml;der bis Ende 1938 heimlich in Gasth&auml;usern. Ein zeitgen&ouml;ssischer Vers fasst ihre Haltung zusammen:<br /><em>&bdquo;Das Haus ist gefallen &ndash; was tut&rsquo;s zur Not? Der Geist lebt fort in uns allen und unsere Burg ist Gott!&ldquo;</em><br />Von den 16 Priestern innerhalb der Verbindung, die sich dem NS-Regime widersetzten, wurden alle verfolgt.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title">Lesen Sie mehr:</h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/sternkorona-i.html">Sternkorona I</a><br /></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.sternkorona.at" target="_blank">www.sternkorona.at</a><br /></h2>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Franz Reinisch (1903&ndash;1942) &ndash; M&auml;rtyrer des Gewissens</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Der Pallottinerpater Franz Reinisch weigerte sich aus Gewissensgr&uuml;nden, den Treueid auf Adolf Hitler zu leisten. Er wurde verhaftet, vor ein Kriegsgericht gestellt und zum Tode verurteilt. Am 21. August 1942 wurde er im Gef&auml;ngnis Brandenburg-G&ouml;rden mit der Guillotine hingerichtet.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title">Lesen Sie mehr:</h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/reinisch_franz-_pallottiner.html">Reinisch_Franz _Pallottiner</a><br /></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://franz-reinisch.org" target="_blank">franz-reinisch.org</a><br /></h2>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Josef Anton Geiger (1880&ndash;1945)</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Der Priester Josef Anton Geiger, der bereits w&auml;hrend des Austrofaschismus politisch aktiv gewesen war, zog sich nach dem &bdquo;Anschluss&ldquo; die Feindschaft des NS-Regimes zu. 1940 wurde er zu 18 Monaten Zuchthaus verurteilt und mit einem &bdquo;Ostmarkverbot&ldquo; belegt, das ihm die R&uuml;ckkehr nach &Ouml;sterreich untersagte. Er &uuml;berlebte die Haft, starb jedoch im Oktober 1945 in W&uuml;rzburg an den Sp&auml;tfolgen der Verfolgung &ndash; ein indirektes Opfer des NS-Terrors.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title">Lesen Sie mehr:</h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://gedenkort.at/personen/a9086e3f-82ef-5bc9-9e1b-3008817f3dd2" target="_blank">gedenkort.at/personen/a9086e3f-82ef-5bc9-9e1b-3008817f3dd2</a></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://oecv.at/Biolex/Detail/14101282" target="_blank">oecv.at/Biolex/Detail/14101282</a><br /></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/sternkorona-i.html">Sternkorona I</a><br /></h2>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Vinzenz Moser (1881&ndash;1945)</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Der Pr&auml;monstratenserchorherr Vinzenz Moser, Pfarrer in Tulfes bei Hall, hielt 1940 eine Predigt, in der er offen die unchristlichen Prinzipien und Verbrechen des NS-Regimes anprangerte. Er wurde noch am selben Tag verhaftet und f&uuml;r zehn Wochen inhaftiert. Er starb 1945 kurz nach der Befreiung an den Folgen der erlittenen Strapazen.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title">Lesen Sie mehr:</h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://gedenkort.at/personen/08cc53d8-4657-528f-a0f0-fdc622ac445a" target="_blank">gedenkort.at/personen/08cc53d8-4657-528f-a0f0-fdc622ac445a</a><br /></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://gedenkort.at/orte/ad7eac8b-d626-4247-bbd1-9fe609ba39f4" target="_blank">gedenkort.at/orte/ad7eac8b-d626-4247-bbd1-9fe609ba39f4</a><br /></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/sternkorona-i.html">Sternkorona I</a></h2>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Honorius Hohlbrugger (1904&ndash;1993)</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Der Franziskanerpater Honorius Hohlbrugger, Kaplan in Hall, wurde im Dezember 1939 wegen einer Predigt verhaftet, in der er die nationalsozialistische Jugenderziehung als &bdquo;Erziehung zu Kindern Satans&ldquo; bezeichnet hatte. Er wurde wegen &bdquo;Kanzelmissbrauchs&ldquo; und Versto&szlig;es gegen das Heimt&uuml;cke-Gesetz verurteilt und 1940 aus dem aufgel&ouml;sten Franziskanerkloster Hall vertrieben.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title">Lesen Sie mehr:</h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://gedenkort.at/personen/394bc53c-df03-55fa-997a-7d257f8ce048" target="_blank">gedenkort.at/personen/394bc53c-df03-55fa-997a-7d257f8ce048</a><br /></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/fr-pater-honorius-hohlbrugger.html">FR Pater  Honorius Hohlbrugger</a><br /></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/verfolgte-_franziskaner_ordensleute.html">Verfolgte _Franziskaner_Ordensleute</a><br /></h2>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Historische Bedeutung f&uuml;r die Erinnerungskultur</strong><br /></h2>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0;margin-right:0;text-align:center"> <a> <img src="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/uploads/1/4/4/3/144346304/bild-19-07-25-um-18-21_orig.jpg" alt="Picture" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <div class="paragraph"><font size="2">Foto Rathaus Hall in Tirol. In Privatarchiv K. Walder Hall in Tirol.</font></div>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <div class="paragraph">Die Geschichte Halls zeigt, wie eng lokale Entwicklungen mit den gro&szlig;en politischen Ereignissen Europas verbunden sind. Die Stadt war nicht nur Schauplatz wirtschaftlicher und kultureller Bl&uuml;te, sondern auch Ort von Verfolgung, Anpassung und Widerstand w&auml;hrend der NS-Zeit.<br />Die Erinnerung an jene Menschen, die trotz pers&ouml;nlicher Gefahren f&uuml;r ihre &Uuml;berzeugungen eintraten, ist ein wichtiger Bestandteil der Haller Stadtgeschichte. Ihre Lebensgeschichten verdeutlichen, dass Widerstand gegen Unrecht auch unter den Bedingungen einer Diktatur m&ouml;glich war.<br />Professor Egger, der Stadtchronist, schrieb 1945 inmitten der Tr&uuml;mmer:&nbsp;<em>&bdquo;Wenn B&uuml;rger tr&auml;umen, erwachen Diktatoren&ldquo;</em>&nbsp;&ndash; eine Mahnung, die bis heute nichts von ihrer Aktualit&auml;t verloren hat.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title">Lesen Sie mehr:</h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/buchpraumlsentation-_kz-dachau.html">Buchpr&auml;sentation _KZ-Dachau</a><br /></h2>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Hall in Tirol 1945</strong></h2>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0;margin-right:0;text-align:center"> <a> <img src="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/uploads/1/4/4/3/144346304/meine-kreationen-vidu-ai_orig.jpg" alt="Picture" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <div class="paragraph">Foto:&nbsp;&#8203;Online, vidu AI.jpg. In Privatarchiv K. Walder Hall in Tirol.</div>  <div class="paragraph"><span style="color:rgb(0, 0, 0)">Die Einnahme von Hall in Tirol durch US-amerikanische Truppen erfolgte nahezu ohne Blutvergie&szlig;en. Dank der friedlichen &Uuml;bergabe durch die Widerstandsgruppe um Anton Haller und den ersten B&uuml;rgermeister Dr. Viktor Schumacher blieben der Stadt Kampfhandlungen erspart. &Uuml;berschattet wurde die Befreiung lediglich von einem tragischen Zwischenfall, bei dem ein Jugendlicher durch einen sich l&ouml;senden Schuss eines US-Soldaten t&ouml;dlich getroffen wurde.</span><br /></div>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Ende des Krieges Mai 1945 - franz&ouml;sische Besatzung ab Juli 1945</strong></h2>  <div class="paragraph">Nach dem Ende der nationalsozialistischen Herrschaft stand Solbad Hall/Hall in Tirol vor gro&szlig;en Herausforderungen. Zwischen 1945 und 1955 pr&auml;gte die franz&ouml;sische Besatzungsmacht den politischen und gesellschaftlichen Neubeginn der Stadt. Der Beitrag beleuchtet die Zusammenarbeit zwischen ehemaligen Widerstandsk&auml;mpfern und der franz&ouml;sischen Milit&auml;rregierung, die Entnazifizierung, den Alltag unter Besatzung sowie die Schwierigkeiten der unmittelbaren Nachkriegszeit anhand bisher wenig bekannter Dokumente aus dem Stadtarchiv Hall in Tirol.</div>  <h2 class="wsite-content-title">Lesen Sie mehr:</h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/franzoumlsische-besatzung-in-solbad-hall.html">Franz&ouml;sische Besatzung in Solbad Hall</a><br /></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/general-bethourat-in-tirol.html">General Bethourat in Tirol</a><br /></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/erwin-lahousen-generalmajor.html">Erwin Lahousen Generalmajor</a><br /></h2>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Der &Uuml;bergang im Jahr 1945 und die franz&ouml;sische &Uuml;bernahme</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Das Ende der NS-Herrschaft im Mai 1945 markierte den Beginn eines neuen, herausfordernden Kapitels f&uuml;r die Stadt Solbad Hall (heute Hall in Tirol). Zun&auml;chst wurde die Stadt am 4. Mai 1945 von amerikanischen Truppen befreit. Dieser Tag brachte einen raschen Wechsel in der lokalen F&uuml;hrung mit sich: Dr. Viktor Schumacher, ein ehemaliger Widerstandsk&auml;mpfer, &uuml;bernahm das Amt des B&uuml;rgermeisters.<br />Dabei handelte es sich jedoch um eine vor&uuml;bergehende Regelung. Gem&auml;&szlig; den alliierten Vereinbarungen &uuml;ber die Aufteilung &Ouml;sterreichs in Besatzungszonen wurde Tirol Frankreich zugesprochen. Infolgedessen &uuml;bernahm die franz&ouml;sische Milit&auml;rregierung die Kontrolle &uuml;ber die Region offiziell im Juli 1945 von den Amerikanern. Die Stadt Hall fiel unter die franz&ouml;sische Besatzungsbeh&ouml;rde f&uuml;r Tirol, die ihren Sitz in Innsbruck hatte. Diese Besatzung sollte ein Jahrzehnt andauern, bis der &Ouml;sterreichische Staatsvertrag 1955 die volle Souver&auml;nit&auml;t wiederherstellte.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title">Lesen Sie mehr:&nbsp;</h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/hauptmann-_johann-_baumgartner.html">Hauptmann _Johann _Baumgartner</a><br /></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/BgblPdf/1955_152_0/1955_152_0.pdf" target="_blank">www.ris.bka.gv.at/Dokumente/BgblPdf/1955_152_0/1955_152_0.pdf</a><br /></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/&Ouml;sterreichischer_Staatsvertrag" target="_blank">de.wikipedia.org/wiki/&Ouml;sterreichischer_Staatsvertrag</a><br /></h2>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Zusammenarbeit, Herausforderungen und Alltag</strong><br /></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><strong style="color:rgb(0, 0, 0)"><span style="color:rgb(15, 17, 21)">Zusammenarbeit mit den franz&ouml;sischen Beh&ouml;rden:</span></strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Ein entscheidender Faktor in der Anfangszeit war die positive und konstruktive Zusammenarbeit zwischen der neuen franz&ouml;sischen Verwaltung und der lokalen Regierung. B&uuml;rgermeister Schumacher und der Gemeinderat setzten sich aus ehemaligen Widerstandsk&auml;mpfern zusammen, insbesondere aus der Gruppe um Anton Haller. Diese gemeinsame Erfahrung des antifaschistischen Widerstands wird als entscheidendes Element genannt, das von Anfang an eine gute Arbeitsbeziehung zu den franz&ouml;sischen Milit&auml;rbeh&ouml;rden erm&ouml;glichte. Diese Zusammenarbeit wurde im Juli 1945 &ouml;ffentlich sichtbar, als die Stadt den prestigetr&auml;chtigen &bdquo;Haller Pokal&ldquo; f&uuml;r eine Zeremonie zur Begr&uuml;&szlig;ung des neuen franz&ouml;sischen Gouverneurs, General &Eacute;mile B&eacute;thouart, zur Verf&uuml;gung stellte.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title">Lesen Sie mehr:</h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Marie_&Eacute;mile_Antoine_B&eacute;thouart" target="_blank">de.wikipedia.org/wiki/Marie_&Eacute;mile_Antoine_B&eacute;thouart</a><br /></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/dr-_manfred-_mumelter.html">Dr. _Manfred _Mumelter</a><br /></h2>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong style="color:rgb(0, 0, 0)"><span style="color:rgb(15, 17, 21)">Unmittelbare Nachkriegsherausforderungen:</span></strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Die Stadt stand vor enormen Herausforderungen, die typisch f&uuml;r die Nachkriegszeit waren. Die Verwaltung k&auml;mpfte mit einer schweren Wohnungsnot und Hungersnot, einem gro&szlig;en Zustrom von Fl&uuml;chtlingen und Vertriebenen sowie der R&uuml;ckkehr ehemaliger Wehrmachtssoldaten. Eine Volksz&auml;hlung im Juli 1945 verzeichnete 9.420 Menschen in Hall, darunter 92 j&uuml;dische Fl&uuml;chtlinge, 325 ausl&auml;ndische Arbeiter und 1.019 S&uuml;dtiroler Optanten (deutschsprachige Personen, die sich f&uuml;r einen Umzug aus S&uuml;dtirol entschieden hatten). Die unmittelbaren Priorit&auml;ten der Beh&ouml;rden waren das &Uuml;berleben der Bev&ouml;lkerung und die Bew&auml;ltigung dieser dr&auml;ngenden sozialen Probleme.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong style="color:rgb(0, 0, 0)"><span style="color:rgb(15, 17, 21)">Entnazifizierung und Kontrolle:</span></strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Der Prozess der &bdquo;Entnazifizierung&ldquo; war eine der Hauptaufgaben der Besatzungsm&auml;chte. Am 20. Juli 1945, nur wenige Wochen nach der franz&ouml;sischen &Uuml;bernahme, wurde die Polizei angewiesen, alle ehemaligen Nationalsozialisten in der Stadt zu registrieren. In direktem Widerspiegel der Nachkriegsmachtverschiebung beschlagnahmten die franz&ouml;sischen Beh&ouml;rden Eigentum wie Radios, M&ouml;bel und Wohnungen von registrierten Nazis, w&auml;hrend die H&auml;user bekannter Widerstandsk&auml;mpfer verschont blieben.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title">Lesen Sie mehr:&nbsp;</h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/heinrich-andergassen-teil-i.html">Heinrich Andergassen (Teil I)</a><br /></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/heinrich-andergassen-teil-3.html">Heinrich Andergassen  (Teil 3)</a><br /></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/ing-walter-jud.html">Ing. Walter Jud</a><br /></h2>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong style="color:rgb(0, 0, 0)"><span style="color:rgb(15, 17, 21)">Alltag und Reglementierung:</span></strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Der Alltag war zun&auml;chst streng reglementiert, mit einer strikten Ausgangssperre ab 19:00 Uhr. Einwohner, die nachts aus beruflichen Gr&uuml;nden unterwegs sein mussten &ndash; wie &Auml;rzte, Hebammen und B&auml;cker &ndash; mussten Sonderausweise bei sich tragen, um sie franz&ouml;sischen Milit&auml;rpatrouillen vorzeigen zu k&ouml;nnen. Der Schwarzmarkt war ein weiteres gro&szlig;es Problem, das die Beh&ouml;rden zu bek&auml;mpfen versuchten, allerdings mit nur m&auml;&szlig;igem Erfolg. Mit der allm&auml;hlichen Normalisierung der Lage wurde die Ausgangssperre gelockert. Am 3. Mai 1946, genau ein Jahr nach Kriegsende in der Region, wurde die Ausgangssperre offiziell von 19:00 Uhr auf die Zeit zwischen 22:00 Uhr und 5:00 Uhr verlegt.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title">Lesen Sie mehr:</h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/j-p-ein-pilot-der-widerstandsbewegung.html">J. P. ein Pilot der Widerstandsbewegung</a><br /></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/justizgeschichte_-ns_verbrechen_-vor-_gericht.html">Justizgeschichte: NS-Verbrechen vor Gericht</a><br /></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/julius-vogth.html">Julius Vogth</a><br /></h2>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Der Abzug der Franzosen und der Staatsvertrag 1955: Ein Neubeginn f&uuml;r Tirol</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Die zehnj&auml;hrige Besatzungszeit endete mit der Unterzeichnung des &Ouml;sterreichischen Staatsvertrags am 15. Mai 1955. Die alliierten Truppen zogen daraufhin ab, und am 26. Oktober 1955 &ndash; dem heutigen Nationalfeiertag &ndash; war &Ouml;sterreich erstmals wieder vollst&auml;ndig souver&auml;n&nbsp;. F&uuml;r die Tiroler Bev&ouml;lkerung bedeutete dies das Ende einer &Auml;ra der Bevormundung und die R&uuml;ckkehr zur Selbstbestimmung.<br />Die Auswirkungen auf die Bev&ouml;lkerung waren tiefgreifend. Politisch bedeutete das Ende der Besatzung die vollst&auml;ndige R&uuml;ckkehr in den &ouml;sterreichischen Staatsverband und die St&auml;rkung eines Gef&uuml;hls nationaler Eigenst&auml;ndigkeit&nbsp;. Besonders wichtig f&uuml;r Tirol war die im Vertrag festgeschriebene immerw&auml;hrende Neutralit&auml;t &Ouml;sterreichs, die die Region vor neuen milit&auml;rischen Konflikten bewahren und die Stabilit&auml;t an der Grenze zu Italien f&ouml;rdern sollte&nbsp;. Zudem erm&ouml;glichte die wiedergewonnene Souver&auml;nit&auml;t der &ouml;sterreichischen Regierung, sich wieder verst&auml;rkt f&uuml;r die Rechte der deutschsprachigen Bev&ouml;lkerung in S&uuml;dtirol einzusetzen &ndash; eine Frage, die f&uuml;r Tirol stets von gro&szlig;er Bedeutung war&nbsp;.<br />Auch das allt&auml;gliche Leben und die Wirtschaft erlebten einen Aufschwung. Die Beendigung der Besatzungszeit gab den entscheidenden Impuls f&uuml;r einen wirtschaftlichen Neubeginn. So konnte der f&uuml;r Tirol so wichtige Tourismussektor wiederbelebt und ausgebaut werden&nbsp;. Auch Infrastrukturprojekte, etwa der Ausbau von Stra&szlig;en und Eisenbahnen, wurden nun wieder vorangetrieben, was die Anbindung Tirols verbesserte&nbsp;. Das neu gewonnene Selbstbewusstsein st&auml;rkte nicht nur die regionale Identit&auml;t und Kultur, sondern auch Einrichtungen wie die Universit&auml;t Innsbruck&nbsp;.<br />Der Abzug der franz&ouml;sischen Truppen und der Staatsvertrag von 1955 waren f&uuml;r die Tiroler Bev&ouml;lkerung somit weit mehr als nur ein politischer Akt. Sie markierten den Beginn einer neuen &Auml;ra der Freiheit, des wirtschaftlichen Wachstums und der Normalit&auml;t, in der die Region ihre Zukunft wieder selbst in die Hand nehmen konnte&nbsp;.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title">Lesen Sie mehr:</h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.parlament.gv.at/verstehen/historisches/1945-1995/staatsvertrag/index.html" target="_blank">www.parlament.gv.at/verstehen/historisches/1945-1995/staatsvertrag/index.html</a><br /></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/&Ouml;sterreichischer_Staatsvertrag" target="_blank">www.geschichtewiki.wien.gv.at/&Ouml;sterreichischer_Staatsvertrag</a><br /></h2>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Schattenseiten des Neubeginns</strong></h2>  <div class="paragraph">Die Schattenseite des Neubeginns war die gro&szlig;e personelle Kontinuit&auml;t aus der NS-Zeit. Die Entnazifizierung verlief in Tirol alles andere als gr&uuml;ndlich, und viele ehemalige Nationalsozialisten behielten oder erlangten schnell wieder einflussreiche Positionen.<br />Eine wesentliche Ursache daf&uuml;r war der hohe Anteil von NSDAP-Mitgliedern im &ouml;ffentlichen Dienst. Fast jeder zweite &ouml;ffentliche Bedienstete war Parteimitglied gewesen. Im Schulbereich lag der Anteil bei den Lehrkr&auml;ften sogar bei rund 70 Prozent. Ohne die Weiterbesch&auml;ftigung dieser Personen w&auml;ren grundlegende Dienstleistungen f&uuml;r die Bev&ouml;lkerung nicht aufrechtzuerhalten gewesen. Diese faktische Sachzwanglogik f&uuml;hrte dazu, dass viele "Belastete" im Amt blieben.<br />Auch in der Politik war die braune Vergangenheit allgegenw&auml;rtig. Drei der vier Landeshauptm&auml;nner Tirols zwischen 1945 und 1987 &ndash; Alfons Wei&szlig;gatterer, Hans Tschiggfrey und Eduard Walln&ouml;fer &ndash; waren ehemalige NSDAP-Mitglieder. Ihnen gelang nicht nur die Reintegration, sondern der Aufstieg an die Spitze des Landes. Die franz&ouml;sische Besatzungsmacht, die 1946 rund 45.800 ehemalige Nationalsozialisten in Tirol registrierte, &uuml;berlie&szlig; die konkrete Entnazifizierungsarbeit bald den heimischen Beh&ouml;rden und zeigte dabei wenig Interesse an einem harten Durchgreifen.<br />In der Wirtschaft war der Anteil ehemaliger Parteimitglieder ebenfalls hoch, die Auswirkungen der Entnazifizierung hier jedoch &auml;u&szlig;erst gering&nbsp;. Wichtige Unternehmer wie die Familie Swarovski blieben weitgehend verschont, da man ihren Einfluss auf den wirtschaftlichen Wiederaufbau und die Devisenbilanz nicht gef&auml;hrden wollte&nbsp;. In den "freien Berufen" waren die Zahlen ebenfalls alarmierend: &Uuml;ber die H&auml;lfte der Rechtsanw&auml;lte, drei Viertel der Notare und vier F&uuml;nftel der Ziviltechniker hatten einst der NSDAP angeh&ouml;rt. Auch von den &uuml;ber 1.000 &Auml;rzten und Zahn&auml;rzten waren knapp 40 Prozent registrierte Nationalsozialisten.<br />Die Folge war, dass die Gesellschaft der jungen Zweiten Republik in hohem Ma&szlig;e von denselben Personen gepr&auml;gt wurde, die bereits das NS-System getragen hatten. Der Prozess der Entnazifizierung blieb in Tirol, insbesondere im Vergleich zu anderen Bundesl&auml;ndern, oberfl&auml;chlich, und die "braunen Altlasten" wirkten in Politik, Verwaltung und Wirtschaft &uuml;ber Jahrzehnte nach.<br /></div>  <div class="wsite-scribd">			  			 				<div id="806376375972671890-pdf-fallback" style="display: none;"> 					Your browser does not support viewing this document. 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Gegner&ldquo;</strong><br />Ein umfassendes Standardwerk, das die Geschichte des Nationalsozialismus in der Region von verschiedenen Perspektiven erz&auml;hlt &ndash; mit 48 Biografien von Menschen, die sich schuldig machten, verfolgt wurden oder Widerstand leisteten.&nbsp;Online,&nbsp;<a href="https://www.studienverlag.at/produkt/4423/nationalsozialismus-und-faschismus-in-tirol-und-suedtirol/">https://www.studienverlag.at/produkt/4423/nationalsozialismus-und-faschismus-in-tirol-und-suedtirol/</a>, (Stand: 26.6.2026)<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title">Lesen Sie mehr:</h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.horstschreiber.at" target="_blank">www.horstschreiber.at</a><br /></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.erinnern.at/bundeslaender/tirol/artikel/neuerscheinung-horst-schreiber-erinnern-at-tirol-das-unternehmen-swarovski-im-nationalsozialismus" target="_blank">www.erinnern.at/bundeslaender/tirol/artikel/neuerscheinung-horst-schreiber-erinnern-at-tirol-das-unternehmen-swarovski-im-nationalsozialismus</a><br /></h2>  <div class="paragraph"><strong>&bdquo;Das Unternehmen Swarovski im Nationalsozialismus&ldquo;</strong>&nbsp;(2025)<br />Hier beleuchtet Schreiber ein prominentes Beispiel daf&uuml;r, wie bedeutende Unternehmen und Unternehmerfamilien in der NS-Zeit profitierten und die&nbsp;<strong>Entnazifizierung in der Nachkriegszeit</strong>glimpflich &uuml;berstanden &ndash; ein Paradebeispiel f&uuml;r die von Ihnen beschriebene personelle Kontinuit&auml;t in der Wirtschaft.&nbsp;Online,&nbsp;<a href="https://www.erinnern.at/bundeslaender/tirol/artikel/neuerscheinung-horst-schreiber-erinnern-at-tirol-das-unternehmen-swarovski-im-nationalsozialismus">https://www.erinnern.at/bundeslaender/tirol/artikel/neuerscheinung-horst-schreiber-erinnern-at-tirol-das-unternehmen-swarovski-im-nationalsozialismus</a>, (Stand: 26.6.2026)<br /></div>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <h2 class="wsite-content-title">Lesen Sie mehr:</h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.hall-in-tirol.at/content/download/7930/pdf/Stadtzeitung-34-2020.pdf" target="_blank">www.hall-in-tirol.at/content/download/7930/pdf/Stadtzeitung-34-2020.pdf</a><br /></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/eroumlffnung-schneiderkapelle.html">Er&ouml;ffnung Schneiderkapelle</a><br /></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/buchpraumlsentation-_kz-dachau.html">Buchpr&auml;sentation _KZ-Dachau</a><br /></h2>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Opfer der NS-Diktatur in Tirol- Versuch einer Eingrenzung</strong></h2>  <div class="wsite-scribd">			  			 				<div id="829013983997098660-pdf-fallback" style="display: none;"> 					Your browser does not support viewing this document. 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In Tirol geh&ouml;rten dazu vor allem j&uuml;dische Familien, Roma und Sinti, Menschen mit psychischen Erkrankungen oder Behinderungen sowie politische Gegner des Regimes. Viele wurden entrechtet, aus ihrer Heimat vertrieben, in Konzentrationslager deportiert oder ermordet.<br />Nach dem &bdquo;Anschluss&ldquo; &Ouml;sterreichs im M&auml;rz 1938 begann auch in Tirol die systematische Ausgrenzung und Verfolgung der j&uuml;dischen Bev&ouml;lkerung. Enteignungen (&bdquo;Arisierung&ldquo;), Berufsverbote, Gewalt und Deportationen f&uuml;hrten zur fast vollst&auml;ndigen Zerst&ouml;rung des j&uuml;dischen Lebens. Auch Roma und Sinti wurden aufgrund der nationalsozialistischen Rassenideologie verfolgt und &uuml;berwiegend im Vernichtungslager Auschwitz ermordet.<br />Eine besonders gro&szlig;e Opfergruppe bildeten Menschen mit psychischen Erkrankungen und Behinderungen. Im Rahmen der sogenannten &bdquo;Aktion T4&ldquo; wurden allein aus Tirol &uuml;ber 500 Patientinnen und Patienten ermordet, viele weitere starben durch Hunger oder medizinische Vernachl&auml;ssigung in Heil- und Pflegeanstalten, darunter auch in Hall in Tirol.<br /><br />Das Motto lautete: "<strong>&Ouml;sterreich hat aber nichts wieder gut zu machen , weil es nichts verbrochen hat,"</strong> sagte am 15. Mai 1946 der Nationalratsabgeordnete Kolb. Franz J&auml;gerst&auml;tter (1907-1943) wurde nicht als &nbsp;Opfer <span>politischen Widerstands&nbsp;</span>anerkannt, denn er weigerte sich seiner Einberufung nachzukommen und wurde am 9. August 1943 enthauptet.<br /><br /><span>Nach 1945 erhielten viele Opfergruppen zun&auml;chst nur unzureichende Anerkennung und Entsch&auml;digung. Erst Jahrzehnte sp&auml;ter setzte sich in &Ouml;sterreich eine breitere Erinnerungskultur durch, die auch lange ausgegrenzte Opfergruppen wie Roma und Sinti, homosexuelle Menschen oder die Opfer der NS-&bdquo;Euthanasie&ldquo; einbezog. Die Erinnerung an diese Menschen bleibt ein wichtiger Bestandteil der historischen Aufarbeitung und der demokratischen Verantwortung.</span><br /><span>(Quelle:&nbsp;Rauchegger-Fischer, Claudia.&nbsp;</span><em>&bdquo;Opfer der NS-Diktatur &ndash; Versuch einer Eingrenzung.&ldquo;</em><span>&nbsp;In:&nbsp;</span><em>Zeitgeschichtliche Streiflichter. Beitr&auml;ge zur Regionalgeschichte Tirols 1938&ndash;1945</em><span>. Innsbruck, 2010, pp. 147&ndash;153.)</span><br /></div>  <h2 class="wsite-content-title">Lesen Sie mehr:&nbsp;</h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.gedenkort-hall.at" target="_blank">www.gedenkort-hall.at</a></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/jenische-gemeinschaft-in-hall.html">Jenische Gemeinschaft in Hall</a><br /></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/herzenberger_genoveva_gedenken.html">Herzenberger_Genoveva_Gedenken</a><br /></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/gd-portal-winter-kinder.html">GD Portal  Winter Kinder</a><br /></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_J&auml;gerst&auml;tter" target="_blank">de.wikipedia.org/wiki/Franz_J&auml;gerst&auml;tter</a><br /></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.kirchenzeitung.at/site/archiv/article/36172.html&amp;ts=1782563442036" target="_blank">www.kirchenzeitung.at/site/archiv/article/36172.html&amp;ts=1782563442036</a><br /></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.gdw-berlin.de/vertiefung/biografien/personenverzeichnis/biografie/view-bio/franz-jaegerstaetter/" target="_blank">www.gdw-berlin.de/vertiefung/biografien/personenverzeichnis/biografie/view-bio/franz-jaegerstaetter/</a><br /></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://franz-jaegerstaetter.zurerinnerung.at" target="_blank">franz-jaegerstaetter.zurerinnerung.at</a><br /></h2>]]></content:encoded></item></channel></rss>