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<channel><title><![CDATA[Nationalsozialismus in Hall in Tirol und in Tirol: NS-Widerstand,Verfolgung und Schicksale - Ebner-Maria]]></title><link><![CDATA[https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/ebner-maria]]></link><description><![CDATA[Ebner-Maria]]></description><pubDate>Sun, 06 Sep 2026 08:08:12 -0700</pubDate><generator>Weebly</generator><item><title><![CDATA[Maria Ebner (1881–1955): Alltagswiderstand gegen den Nationalsozialismus in Hall in Tirol]]></title><link><![CDATA[https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/ebner-maria/zivilcourage-im-alltag-der-fall-maria-ebner]]></link><comments><![CDATA[https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/ebner-maria/zivilcourage-im-alltag-der-fall-maria-ebner#comments]]></comments><pubDate>Sun, 04 May 2025 10:00:39 GMT</pubDate><category><![CDATA[Uncategorized]]></category><guid isPermaLink="false">https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/ebner-maria/zivilcourage-im-alltag-der-fall-maria-ebner</guid><description><![CDATA[&#127468;&#127463; Read this page in English  &#127468;&#127463; Ebner-Maria -Blog (EN)    Alltagswiderstand und das Heimt&uuml;ckegesetz &ndash; Kritik als Straftat  Der Widerstand gegen den Nationalsozialismus bestand nicht nur aus organisierten Widerstandsgruppen, Sabotageakten oder politischen Verschw&ouml;rungen. Einen bedeutenden, lange untersch&auml;tzten Teil bildete der sogenannte&nbsp;Alltagswiderstand. Historiker verstehen darunter jene Handlungen, mit denen Menschen im t&auml;glichen [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<h2 class="wsite-content-title"><span>&#127468;&#127463;</span><span><strong> Read this page in English</strong></span></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/127468127463-ebner-maria--blog-en.html"><font color="#4caac9">&#127468;&#127463; Ebner-Maria -Blog (EN)</font></a></h2>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <h2 class="wsite-content-title"><span style="color:rgb(0, 0, 0)">Alltagswiderstand und das Heimt&uuml;ckegesetz &ndash; Kritik als Straftat</span></h2>  <div class="paragraph">Der Widerstand gegen den Nationalsozialismus bestand nicht nur aus organisierten Widerstandsgruppen, Sabotageakten oder politischen Verschw&ouml;rungen. Einen bedeutenden, lange untersch&auml;tzten Teil bildete der sogenannte&nbsp;<strong>Alltagswiderstand</strong>. Historiker verstehen darunter jene Handlungen, mit denen Menschen im t&auml;glichen Leben ihre Ablehnung des Regimes zum Ausdruck brachten &ndash; oftmals spontan, ohne einer Widerstandsorganisation anzugeh&ouml;ren. Dazu geh&ouml;rten kritische Bemerkungen &uuml;ber Adolf Hitler oder f&uuml;hrende Nationalsozialisten, das Erz&auml;hlen politischer Witze, das Abh&ouml;ren ausl&auml;ndischer Radiosender, die Unterst&uuml;tzung verfolgter Personen oder die Verweigerung nationalsozialistischer Rituale.Gerade im nationalsozialistischen Herrschaftssystem konnten selbst scheinbar unbedeutende &Auml;u&szlig;erungen schwerwiegende Folgen haben. Das Regime errichtete einen umfassenden &Uuml;berwachungs- und Denunziationsapparat, in dem Nachbarn, Arbeitskollegen oder sogar Familienangeh&ouml;rige regimekritische Aussagen bei Polizei oder Gestapo meldeten. Die Angst vor Denunziation geh&ouml;rte zum Alltag und trug wesentlich zur Stabilisierung der Diktatur bei.<br />Eine zentrale Grundlage f&uuml;r die strafrechtliche Verfolgung solcher &Auml;u&szlig;erungen bildete das&nbsp;<strong>Gesetz gegen heimt&uuml;ckische Angriffe auf Staat und Partei und zum Schutz der Parteiuniformen</strong>, besser bekannt als&nbsp;<strong>Heimt&uuml;ckegesetz</strong>, das am 20. Dezember 1934 im Deutschen Reich erlassen wurde und nach dem &bdquo;Anschluss&ldquo; &Ouml;sterreichs 1938 auch dort Anwendung fand. Das Gesetz stellte jede &ouml;ffentliche oder private &Auml;u&szlig;erung unter Strafe, die geeignet war, das Ansehen der nationalsozialistischen F&uuml;hrung oder des Staates zu beeintr&auml;chtigen. Die Bestimmungen waren bewusst unklar formuliert und erm&ouml;glichten eine nahezu grenzenlose Auslegung durch Gerichte, Staatsanwaltschaften und Gestapo.<br />In &Ouml;sterreich wurden zwischen 1938 und 1945 Tausende Menschen aufgrund des Heimt&uuml;ckegesetzes oder &auml;hnlicher Bestimmungen verurteilt. Betroffen waren Frauen und M&auml;nner aller sozialen Schichten. Viele hatten ihre Kritik im privaten Gespr&auml;ch ge&auml;u&szlig;ert oder in emotional belastenden Situationen unbedacht ausgesprochen. Dennoch wurden sie wegen angeblicher &bdquo;Wehrkraftzersetzung&ldquo;, &bdquo;Heimt&uuml;cke&ldquo; oder &bdquo;Feindbeg&uuml;nstigung&ldquo; verfolgt und oftmals zu mehrmonatigen oder sogar mehrj&auml;hrigen Haftstrafen verurteilt.<br />Die Geschichte der Hallerin&nbsp;<strong>Maria Ebner</strong>&nbsp;verdeutlicht exemplarisch diese Form der nationalsozialistischen Repression. Ihr Fall zeigt, dass bereits ein kritischer Satz &uuml;ber Adolf Hitler ausreichen konnte, um vor Gericht gestellt und inhaftiert zu werden. Gleichzeitig erinnert ihr Schicksal daran, dass Widerstand nicht immer organisiert oder spektakul&auml;r sein musste. Auch der Mut, in einem Klima der Angst offen Kritik zu &auml;u&szlig;ern, war ein Ausdruck pers&ouml;nlicher Haltung und zivilen Mutes.</div>  <h2 class="wsite-content-title">Lesen Sie mehr:&nbsp;</h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.forum-der-wehrmacht.de/index.php?thread/50049-verbrechen-gegen-das-heimt&uuml;ckegesetz/" target="_blank"><font color="#4caac9">www.forum-der-wehrmacht.de/index.php?thread/50049-verbrechen-gegen-das-heimt&uuml;ckegesetz/</font></a></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="http://www.documentarchiv.de/ns/heimtuecke.htm" target="_blank"><font color="#4caac9">www.documentarchiv.de/ns/heimtuecke.htm</font></a></h2>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Heimt&uuml;ckegesetz (1934)</strong></h2>  <div class="paragraph">Das&nbsp;<strong>Heimt&uuml;ckegesetz</strong>&nbsp;(<em>Gesetz gegen heimt&uuml;ckische Angriffe auf Staat und Partei und zum Schutz der Parteiuniformen</em>) wurde am&nbsp;<strong>20. Dezember 1934</strong>&nbsp;im nationalsozialistischen Deutschen Reich erlassen und galt nach dem &bdquo;Anschluss&ldquo; &Ouml;sterreichs ab 1938 auch dort.<br /><span></span>Es diente dazu,&nbsp;<strong>jede kritische oder sp&ouml;ttische &Auml;u&szlig;erung &uuml;ber Adolf Hitler, die NSDAP oder den nationalsozialistischen Staat strafrechtlich zu verfolgen</strong>. Bereits private Bemerkungen, Witze oder Zweifel am Regime konnten als &bdquo;heimt&uuml;ckischer Angriff&ldquo; gewertet werden. H&auml;ufig f&uuml;hrten Denunziationen durch Nachbarn, Kollegen oder Bekannte zu Ermittlungen und Verurteilungen.<br /><span></span>Das Heimt&uuml;ckegesetz war ein zentrales Instrument der nationalsozialistischen Unterdr&uuml;ckung. Es schr&auml;nkte die Meinungsfreiheit massiv ein und schuf ein Klima der Angst, in dem selbst allt&auml;gliche Gespr&auml;che schwerwiegende strafrechtliche Folgen haben konnten. Zahlreiche Menschen wurden deshalb zu Gef&auml;ngnis- oder Zuchthausstrafen verurteilt.<br /><span></span></div>  <h2 class="wsite-content-title">Lesen Sie mehr:&nbsp;</h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Heimt&uuml;ckegesetz" target="_blank"><font color="#4caac9">de.wikipedia.org/wiki/Heimt&uuml;ckegesetz</font></a></h2>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong><span style="color:rgb(0, 0, 0)">Maria Ebner (1881&ndash;1955) &ndash; Eine Stimme des Alltagswiderstands</span></strong></h2>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0;margin-right:0;text-align:center"> <a> <img src="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/uploads/1/4/4/3/144346304/published/da6119bf-eaba-490c-b4b8-69a60da421bb.png?1784217902" alt="Picture" style="width:563;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <div class="paragraph"><font size="2">Fotografie: Grok generiertes Bild. In Privatarchiv E. Walder Hall in Tirol.</font></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong><span style="color:rgb(0, 0, 0)">Maria Ebner (geb. Kiebacher) (1881&ndash;1955)</span></strong></h2>  <div class="paragraph">Maria Ebner, geborene Kiebacher, wurde 1881 geboren und lebte als Witwe in Hall in Tirol. Sie geh&ouml;rte keiner bekannten Widerstandsorganisation an und trat auch nicht politisch in Erscheinung. Dennoch geriet sie in das Visier der nationalsozialistischen Justiz, weil sie sich kritisch &uuml;ber Adolf Hitler &auml;u&szlig;erte.<br /><span></span>Im Jahr 1940 wurde Maria Ebner wegen einer abf&auml;lligen Bemerkung &uuml;ber den &bdquo;F&uuml;hrer&ldquo; angezeigt. Wie in zahlreichen &auml;hnlichen F&auml;llen d&uuml;rfte ihrer Verhaftung eine Denunziation aus ihrem pers&ouml;nlichen Umfeld vorausgegangen sein &ndash; ein charakteristisches Merkmal des nationalsozialistischen &Uuml;berwachungsstaates. Private Gespr&auml;che waren keineswegs gesch&uuml;tzt; selbst beil&auml;ufige Bemerkungen konnten strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.<br /><span></span>Am&nbsp;<strong>J&auml;nner 1941</strong>&nbsp;verurteilte das&nbsp;<strong>Landesgericht Innsbruck</strong>&nbsp;Maria Ebner wegen Versto&szlig;es gegen das Heimt&uuml;ckegesetz zu&nbsp;<strong>acht Monaten Haft</strong>. Das Urteil verdeutlicht die r&uuml;cksichtslose H&auml;rte der NS-Justiz. Ziel solcher Verfahren war nicht allein die Bestrafung der Angeklagten, sondern auch die Einsch&uuml;chterung der Bev&ouml;lkerung. Die Botschaft war eindeutig: Jede Kritik an Adolf Hitler oder dem nationalsozialistischen Staat konnte mit Freiheitsentzug geahndet werden.<br /><span></span>Maria Ebners Fall steht stellvertretend f&uuml;r zahlreiche Frauen und M&auml;nner, deren Widerstand sich nicht in bewaffneten Aktionen oder organisierten Netzwerken manifestierte, sondern im Festhalten an einer eigenen Meinung und im Mut, diese trotz der Gefahr auszusprechen. Gerade solche Biografien machen deutlich, dass Opposition gegen die nationalsozialistische Diktatur viele Gesichter hatte.<br /><span></span>Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges kehrte Maria Ebner nach Hall in Tirol zur&uuml;ck. Sie starb 1955. Ihr Name ist heute weitgehend vergessen. Die Erinnerung an ihr Schicksal tr&auml;gt dazu bei, auch jene Menschen sichtbar zu machen, die durch ihre Haltung und ihren Mut im Alltag den Anspruch des NS-Regimes auf vollst&auml;ndige Kontrolle und bedingungslose Zustimmung infrage stellten.<br /><span></span>Maria Ebner geh&ouml;rt damit zu jenen Pers&ouml;nlichkeiten des&nbsp;<strong>zivilen Alltagswiderstands</strong>, deren Geschichte eindrucksvoll zeigt, dass Widerstand nicht erst mit spektakul&auml;ren Aktionen beginnt. Oft begann er mit einem einzigen Satz &ndash; ausgesprochen in einer Zeit, in der jedes kritische Wort Freiheit und Zukunft kosten konnte.<br /><span></span></div>  <h2 class="wsite-content-title">Lesen Sie mehr:&nbsp;</h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/strauss-katharina.html"><font color="#4caac9">Katharina Strauss</font></a></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/hutter-anna.html"><font color="#4caac9">Anna Hutter</font></a></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/die-prophezeiung-von-720.html"><font color="#4caac9">Die Prophezeiung von 720</font></a></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/die-tapferen-stimmen-der-frauen-von-absam.html"><font color="#4caac9">Die tapferen Stimmen der Frauen von Absam</font></a></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/die-tapferen-stimmen-der-frauen-von-solbad-hall.html"><font color="#4caac9">Die tapferen Stimmen der Frauen von Solbad Hall</font></a></h2>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Schlusswort</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Die Geschichte von Maria Ebner ist ein eindrucksvolles Beispiel f&uuml;r die vielen vergessenen Menschen, deren allt&auml;giger Mut die nationalsozialistische Diktatur herausforderte. Obwohl sie weder einer organisierten Widerstandsgruppe angeh&ouml;rte noch eine f&uuml;hrende politische Pers&ouml;nlichkeit war, hatte ihre Bereitschaft, Kritik an Adolf Hitler zu &auml;u&szlig;ern, schwerwiegende pers&ouml;nliche Folgen.<br />Ihre Biografie verdeutlicht, dass das NS-Regime nicht nur politische Handlungen kontrollieren wollte, sondern auch Gedanken, Meinungen und private Gespr&auml;che. Indem wir Lebensgeschichten wie jene von Maria Ebner dokumentieren, erweitern wir unser Verst&auml;ndnis von Widerstand &uuml;ber spektakul&auml;re Aktionen oder Verschw&ouml;rungen hinaus und w&uuml;rdigen den zivilen Mut gew&ouml;hnlicher Menschen, die ihre pers&ouml;nliche Integrit&auml;t und ihre Gewissensfreiheit bewahrten.<br />Heute ist das Schicksal von Maria Ebner ein wichtiger Bestandteil der Geschichte von Verfolgung und Widerstand in Tirol. Die Erinnerung an ihr Leben tr&auml;gt dazu bei, den oft &uuml;bersehenen Alltagswiderstand sichtbar zu machen und die bleibende Bedeutung von Meinungsfreiheit, Zivilcourage und demokratischen Werten f&uuml;r kommende Generationen zu unterstreichen.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong><span style="color:rgb(0, 0, 0)">Courage au quotidien &ndash; Le cas de Maria Ebner</span></strong></h2>  <div class="paragraph"><span style="color:rgb(0, 0, 0)">Toutes les formes de r&eacute;sistance contre le r&eacute;gime nazi n&rsquo;&eacute;taient pas spectaculaires ou largement reconnues &ndash; certaines se manifestaient dans des gestes simples mais significatifs au quotidien. Un exemple en est le comportement courageux de Maria Ebner, n&eacute;e Kiebacher (1881&ndash;1955), veuve originaire de Hall en Tyrol. En janvier 1941, elle fut condamn&eacute;e par le tribunal r&eacute;gional d&rsquo;Innsbruck &agrave; huit mois de prison pour avoir tenu des propos d&eacute;sobligeants sur Adolf Hitler. Cette peine s&eacute;v&egrave;re illustre la rigueur de la soi-disant &laquo; loi sur la m&eacute;disance &raquo; (Heimt&uuml;ckegesetz), utilis&eacute;e par les nazis pour &eacute;touffer toute forme de critique. Son histoire met en lumi&egrave;re une forme de r&eacute;sistance souvent n&eacute;glig&eacute;e &ndash; la &laquo; r&eacute;sistance discr&egrave;te &raquo; &ndash; et montre &agrave; quel point m&ecirc;me des paroles ordinaires pouvaient &ecirc;tre dangereuses sous un r&eacute;gime totalitaire.</span><br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>H&auml;ufig gestellte Fragen (FAQ)</strong><br /></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Wer war Maria Ebner?</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Maria Ebner (geb. Kiebacher, 1881&ndash;1955) war eine Witwe aus Hall in Tirol. Sie wurde im J&auml;nner 1941 vom Landesgericht Innsbruck zu acht Monaten Haft verurteilt, nachdem sie eine kritische Bemerkung &uuml;ber Adolf Hitler ge&auml;u&szlig;ert hatte. Ihr Schicksal steht beispielhaft f&uuml;r den sogenannten Alltagswiderstand gegen das NS-Regime.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Warum wurde Maria Ebner verhaftet?</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Maria Ebner wurde wegen einer abf&auml;lligen &Auml;u&szlig;erung &uuml;ber Adolf Hitler angezeigt und nach dem nationalsozialistischen Heimt&uuml;ckegesetz verurteilt. Bereits private Kritik am Regime konnte w&auml;hrend der NS-Zeit zu einer Gef&auml;ngnisstrafe f&uuml;hren.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Was war das Heimt&uuml;ckegesetz?</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Das Heimt&uuml;ckegesetz war ein nationalsozialistisches Strafgesetz, das 1934 im Deutschen Reich erlassen und nach dem &bdquo;Anschluss&ldquo; &Ouml;sterreichs 1938 auch dort angewendet wurde. Es kriminalisierte kritische &Auml;u&szlig;erungen &uuml;ber Adolf Hitler, die NSDAP und den Staat und diente der Unterdr&uuml;ckung der Meinungsfreiheit.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Was versteht man unter Alltagswiderstand?</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Alltagswiderstand bezeichnet kleine, oft spontane Formen des Widerstands gegen die nationalsozialistische Diktatur. Dazu geh&ouml;rten regimekritische Gespr&auml;che, politische Witze, das H&ouml;ren ausl&auml;ndischer Radiosender, die Verweigerung nationalsozialistischer Rituale oder die Unterst&uuml;tzung verfolgter Menschen.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Welche Strafe erhielt Maria Ebner?</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Das Landesgericht Innsbruck verurteilte Maria Ebner im J&auml;nner 1941 wegen einer kritischen &Auml;u&szlig;erung &uuml;ber Adolf Hitler zu acht Monaten Haft. Das Urteil verdeutlicht die H&auml;rte der nationalsozialistischen Justiz gegen&uuml;ber jeder Form von Kritik.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Warum waren private Gespr&auml;che w&auml;hrend der NS-Zeit gef&auml;hrlich?</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Im nationalsozialistischen Staat wurden viele Menschen durch Denunziationen aus ihrem pers&ouml;nlichen Umfeld angezeigt. Nachbarn, Arbeitskollegen oder sogar Familienangeh&ouml;rige meldeten kritische Aussagen der Gestapo oder den Beh&ouml;rden. Selbst vertrauliche Gespr&auml;che konnten daher zu Verhaftungen und Gerichtsverfahren f&uuml;hren.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Gab es in Hall in Tirol weitere F&auml;lle von Alltagswiderstand?</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Ja. Neben organisiertem Widerstand existierten in Hall in Tirol zahlreiche Formen des zivilen und allt&auml;glichen Widerstands. Einzelpersonen widersetzten sich dem Regime durch kritische &Auml;u&szlig;erungen, Hilfe f&uuml;r Verfolgte oder die Ablehnung nationalsozialistischer Ideologie. Das Digitale Biografische Archiv dokumentiert diese bislang oft wenig bekannten Lebensgeschichten.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Warum ist die Geschichte von Maria Ebner heute noch wichtig?</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Maria Ebners Schicksal erinnert daran, wie rasch Meinungsfreiheit und Rechtsstaatlichkeit in einer Diktatur verloren gehen k&ouml;nnen. Ihre Geschichte zeigt, dass selbst eine einzelne kritische Bemerkung schwerwiegende Folgen haben konnte, und macht deutlich, dass Widerstand viele unterschiedliche Formen annehmen konnte.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Wo kann ich mehr &uuml;ber den NS-Widerstand in Tirol erfahren?</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Das&nbsp;<strong>Digitale Biografische Archiv des NS-Widerstandes in Tirol</strong>&nbsp;dokumentiert Biografien von Widerstandsk&auml;mpfern, Verfolgten und Zeitzeugen. Es vermittelt historische Hintergr&uuml;nde, Archivquellen und Forschungsergebnisse zur Geschichte des Nationalsozialismus in Tirol und insbesondere in Hall in Tirol.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Warum ist Maria Ebners Fall im Jahr 1941 besonders bemerkenswert?</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Maria Ebners Verurteilung erfolgte zu einem Zeitpunkt, als das nationalsozialistische Deutsche Reich auf dem H&ouml;hepunkt seiner milit&auml;rischen Erfolge stand. Die NS-Propaganda verbreitete &uuml;ber Zeitungen und Wochenschauen nahezu ausschlie&szlig;lich Berichte &uuml;ber Siege der Wehrmacht und vermittelte den Eindruck einer unangefochtenen Unterst&uuml;tzung Adolf Hitlers. In dieser Atmosph&auml;re wagten nur wenige Menschen, offen Kritik am Regime zu &auml;u&szlig;ern.<br />Gerade deshalb ist Maria Ebners Fall von besonderer historischer Bedeutung. Ihre kritische Bemerkung &uuml;ber Adolf Hitler zeigt, dass es bereits in einer fr&uuml;hen Phase des Zweiten Weltkriegs Menschen gab, die sich der nationalsozialistischen Ideologie innerlich widersetzten und bereit waren, ihre &Uuml;berzeugung trotz erheblicher pers&ouml;nlicher Risiken zum Ausdruck zu bringen. Ihr Schicksal geh&ouml;rt damit zu den fr&uuml;hen Beispielen des zivilen Alltagswiderstands in Tirol.<br /></div>]]></content:encoded></item></channel></rss>