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<channel><title><![CDATA[Nationalsozialismus in Hall in Tirol und in Tirol: NS-Widerstand,Verfolgung und Schicksale - /josef-anton-king-widerstand-kz-mauthausen]]></title><link><![CDATA[https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/josef-anton-king-widerstand-kz-mauthausen]]></link><description><![CDATA[/josef-anton-king-widerstand-kz-mauthausen]]></description><pubDate>Tue, 06 Oct 2026 23:06:04 -0700</pubDate><generator>Weebly</generator><item><title><![CDATA[Josef Anton King (1922–1945): Vom Paulinum Schwaz in den Widerstand gegen das NS-Regime]]></title><link><![CDATA[https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/josef-anton-king-widerstand-kz-mauthausen/josef-anton-king-1922-1945]]></link><comments><![CDATA[https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/josef-anton-king-widerstand-kz-mauthausen/josef-anton-king-1922-1945#comments]]></comments><pubDate>Sun, 02 Feb 2025 14:07:32 GMT</pubDate><category><![CDATA[Uncategorized]]></category><guid isPermaLink="false">https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/josef-anton-king-widerstand-kz-mauthausen/josef-anton-king-1922-1945</guid><description><![CDATA[Sprache / Language: DE |&nbsp;EN    Josef Anton King (1922&ndash;1945) &ndash; Hilfe f&uuml;r Zwangsarbeiter und Widerstand gegen das NS-Regime           Josef Anton King als Sch&uuml;ler des Bisch&ouml;flichen Gymnasiums Paulinum in Schwaz. Quelle: Bisch&ouml;fliches Gymnasium Paulinum, Schwaz; &uuml;bermittelt per E-Mail an Elisabeth Walder am 4. Februar 2025.  Einleitung  Josef Anton King wurde am 17. Februar 1922 in H&ouml;rbranz in Vorarlberg geboren. Der hochbegabte ehemalige Sch&uuml;ler  [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<h2 class="wsite-content-title"><strong>Sprache / Language: DE |</strong><span><strong>&nbsp;</strong></span><strong><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/127468127463josef-anton-king-resistance-mauthausen.html">EN</a></strong></h2>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Josef Anton King (1922&ndash;1945) &ndash; Hilfe f&uuml;r Zwangsarbeiter und Widerstand gegen das NS-Regime</strong><br /><strong><span style="color:rgb(47, 84, 150)"><span style="color:black"></span></span></strong></h2>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/uploads/1/4/4/3/144346304/editor/portrait.jpg?1779217288" alt="Historische Aufnahme von Josef Anton King w&auml;hrend seiner Schulzeit am Bisch&ouml;flichen Gymnasium Paulinum in Schwaz." style="width:233;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <div class="paragraph">Josef Anton King als Sch&uuml;ler des Bisch&ouml;flichen Gymnasiums Paulinum in Schwaz. Quelle: Bisch&ouml;fliches Gymnasium Paulinum, Schwaz; &uuml;bermittelt per E-Mail an Elisabeth Walder am 4. Februar 2025.</div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Einleitung</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Josef Anton King wurde am 17. Februar 1922 in H&ouml;rbranz in Vorarlberg geboren. Der hochbegabte ehemalige Sch&uuml;ler des Bisch&ouml;flichen Gymnasiums Paulinum in Schwaz setzte seine au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Sprachkenntnisse w&auml;hrend des Zweiten Weltkriegs ein, um ausl&auml;ndischen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern zu helfen. Als dienstverpflichteter Dolmetscher und Briefzensor erhielt er Einblick in das nationalsozialistische Verfolgungssystem. Statt dieses System vorbehaltlos zu unterst&uuml;tzen, &uuml;bersetzte er zugunsten der Betroffenen, gab Nachrichten weiter und arbeitete mit einer russischen Widerstandsgruppe zusammen.<br />Am 6. Juni 1944 wurde King von der Gestapo verhaftet. Nach monatelanger Haft in Lindau, Innsbruck und Wien wurde er im Januar 1945 in das Konzentrationslager Mauthausen deportiert. Wenige Tage vor der Befreiung des Lagers wurde der erst 23-J&auml;hrige ermordet.<br />Seine Biografie steht f&uuml;r einen Widerstand, der aus christlicher &Uuml;berzeugung, pers&ouml;nlicher Verantwortung und t&auml;tiger Menschlichkeit entstand.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title">Lesen Sie mehr:</h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://paulinum.tsn.at" target="_blank"><font color="#4caac9">paulinum.tsn.at</font></a></h2>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/uploads/1/4/4/3/144346304/editor/bild-19-05-26-um-20-57.png?1779217177" alt="Blick vom Sportplatz auf das Geb&auml;ude des Bisch&ouml;flichen Gymnasiums Paulinum in Schwaz." style="width:437;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <div class="paragraph">Das Bisch&ouml;fliche Gymnasium Paulinum in Schwaz, vom Sportplatz aus gesehen. Foto: Simon Legner, 3. Februar 2018. Quelle: Wikipedia, online unter&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bisch%C3%B6fliches_Gymnasium_Paulinum" target="_new">Bisch&ouml;fliches Gymnasium Paulinum</a>&nbsp;(abgerufen am 20. Mai 2026).<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><span>&#127468;&#127463;</span><span><strong> Read this page in English</strong></span></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/127468127463josef-anton-king-resistance-mauthausen.html"><font color="#4caac9">&#127468;&#127463;/josef-anton-king-resistance-mauthausen</font></a></h2>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Kindheit und au&szlig;ergew&ouml;hnliche Begabung</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Josef Anton King wuchs als Sohn einer Bauernfamilie in der H&ouml;rbranzer Parzelle Berg auf. Bereits w&auml;hrend seiner Volksschulzeit fielen seine au&szlig;ergew&ouml;hnliche Intelligenz und sein Wissensdrang auf. Im Dorf erhielt der schm&auml;chtige und stark kurzsichtige Junge den Spitznamen &bdquo;Professorle&ldquo;.<br />Auf Empfehlung des &ouml;rtlichen Pfarrers trat King 1933 in das Bisch&ouml;fliche Gymnasium Paulinum in Schwaz ein. Dort besch&auml;ftigte er sich weit &uuml;ber den Unterrichtsstoff hinaus mit Radiotechnik, Hochfrequenztechnik und Fremdsprachen. Zugleich unterst&uuml;tzte er Mitsch&uuml;ler, die Schwierigkeiten beim Lernen hatten.<br />Seine Verbindung zum Paulinum begr&uuml;ndet die besondere Bedeutung Josef Anton Kings auch f&uuml;r die Tiroler Erinnerungskultur.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><span style="color:rgb(47, 84, 150)"><strong><span style="color:black"></span></strong></span><strong>Schulzeit unter dem Nationalsozialismus</strong><br /><span style="color:rgb(47, 84, 150)"><strong><span style="color:black"></span></strong></span></h2>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/uploads/1/4/4/3/144346304/published/10.jpg?1788108406" alt="Historische Schwarz-Wei&szlig;-Aufnahme einer Sch&uuml;lergruppe des Bisch&ouml;flichen Gymnasiums Paulinum in Schwaz, vermutlich um 1935/36. Rund 40 Sch&uuml;ler in einheitlichen Sch&uuml;lerm&uuml;tzen sitzen und stehen gemeinsam mit einem Geistlichen im Freien. Josef Anton King befindet sich laut Zuordnung des Schularchivs wahrscheinlich in der zweiten Reihe ganz rechts." style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <div class="paragraph">Sch&uuml;lergruppe des Bisch&ouml;flichen Gymnasiums Paulinum in Schwaz, vermutlich um 1935/36. Josef Anton King (1922&ndash;1945) ist nach den Angaben des Schularchivs wahrscheinlich in der zweiten Reihe ganz rechts abgebildet. Quelle: Archiv des Bisch&ouml;flichen Gymnasiums Paulinum, Schwaz.<br /><span></span></div>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <div class="paragraph">Nach dem &bdquo;Anschluss&ldquo; &Ouml;sterreichs an das Deutsche Reich wurde das katholische Privatgymnasium Paulinum 1938 durch das NS-Regime geschlossen. Josef Anton King musste deshalb an das Gymnasium in Bregenz wechseln. Dort legte er im M&auml;rz 1941 die Matura mit ausgezeichnetem Erfolg ab und galt als einer der besten Sch&uuml;ler seines Jahrgangs.<br />Urspr&uuml;nglich wollte King Priester werden. Unter den politischen und kirchenfeindlichen Bedingungen der nationalsozialistischen Herrschaft lie&szlig; sich dieser Plan jedoch nicht verwirklichen.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><span style="color:rgb(47, 84, 150)"><strong><span style="color:black"></span></strong></span><strong>Milit&auml;rdienst und R&uuml;ckkehr nach H&ouml;rbranz</strong><br /><span style="color:rgb(47, 84, 150)"><strong><span style="color:black"></span></strong></span></h2>  <div class="paragraph">Am 12. Dezember 1941 wurde Josef Anton King zur Wehrmacht eingezogen und in Landeck stationiert. Seine ungew&ouml;hnlichen Sprachkenntnisse fielen auch dort auf. King beherrschte unter anderem Italienisch und Neugriechisch, die er sich teilweise durch das H&ouml;ren ausl&auml;ndischer Radiosendungen selbst beigebracht hatte.<br />Eine weiterf&uuml;hrende T&auml;tigkeit innerhalb der Wehrmacht lehnte er ab. Wegen seiner starken Kurzsichtigkeit und seiner schwachen k&ouml;rperlichen Verfassung wurde er am 8. August 1942 aus dem Milit&auml;rdienst entlassen. Danach kehrte er auf den landwirtschaftlichen Betrieb seiner Eltern in H&ouml;rbranz zur&uuml;ck.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Historischer Kontext: Zwangsarbeit im nationalsozialistischen Vorarlberg</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">W&auml;hrend des Zweiten Weltkriegs verschleppte das nationalsozialistische Regime Millionen Menschen aus den besetzten europ&auml;ischen Gebieten zur Zwangsarbeit in das Deutsche Reich. Auch in Vorarlberg wurden ausl&auml;ndische Arbeitskr&auml;fte und Kriegsgefangene in Industriebetrieben, im Bauwesen, in der Landwirtschaft und in anderen Wirtschaftsbereichen eingesetzt.<br />Besonders Menschen aus Polen und der Sowjetunion waren rassistischer Diskriminierung, schlechter Versorgung, eingeschr&auml;nkter Bewegungsfreiheit und drakonischen Strafen ausgesetzt. Kontakte zwischen der einheimischen Bev&ouml;lkerung und sogenannten &bdquo;Ostarbeiterinnen&ldquo; und &bdquo;Ostarbeitern&ldquo; wurden &uuml;berwacht und teilweise bestraft.<br />In der Region um Bregenz befanden sich mehrere Lager. Dazu geh&ouml;rte das Ostarbeiterlager des R&uuml;stungsunternehmens Dornier. Begegnungen mit den dort festgehaltenen Menschen f&uuml;hrten Josef Anton King immer deutlicher vor Augen, was das NS-System f&uuml;r die Betroffenen bedeutete.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Dienstverpflichtung bei der Gestapo Bregenz</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Wegen seiner au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Fremdsprachenkenntnisse wurde King 1943 von der Gestapo Bregenz als Dolmetscher und Briefzensor dienstverpflichtet. Er sollte bei Verh&ouml;ren &uuml;bersetzen und die Korrespondenz von Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern kontrollieren.<br />Diese T&auml;tigkeit brachte ihn in eine schwierige und gef&auml;hrliche Position: Einerseits musste er im Auftrag einer zentralen Verfolgungsbeh&ouml;rde des NS-Regimes arbeiten. Andererseits nutzte er seinen Handlungsspielraum, um Betroffenen zu helfen. &Uuml;berlieferten Berichten zufolge &uuml;bersetzte er Aussagen zugunsten von Verhafteten und versuchte, belastende Inhalte abzuschw&auml;chen.<br />Kings Biografie zeigt damit, dass Widerstand auch innerhalb eines erzwungenen T&auml;tigkeitsverh&auml;ltnisses entstehen konnte. Entscheidend war, wie er seine Kenntnisse und die ihm zug&auml;nglichen Informationen verwendete.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Hilfe f&uuml;r Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter</strong><br /></h2>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/uploads/1/4/4/3/144346304/published/chatgpt-image-29-aug-2026-21-02-38.png?1788030297" alt="KI-generierte Schwarz-Wei&szlig;-Darstellung mehrerer nicht identifizierbarer Zwangsarbeiter, die in einem Betriebsgel&auml;nde Holz und schwere Kisten transportieren. Alle Personen sind von hinten zu sehen. Im Hintergrund erheben sich die Vorarlberger Berge." style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <div class="paragraph">KI-generierte historische Rekonstruktion von Zwangsarbeit in einem Vorarlberger Industriebetrieb w&auml;hrend des Zweiten Weltkriegs. Die ausschlie&szlig;lich von hinten dargestellten Personen sind nicht identifizierbar. Das Bild zeigt kein konkret &uuml;berliefertes Ereignis und keine historischen Personen. Bild: KI-generierte Darstellung f&uuml;r das Digitale Biografische Archiv des NS-Widerstandes in Tirol, Elisabeth Walder, 2026.<br /><span></span></div>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <div class="paragraph">Josef Anton King vertiefte insbesondere im Ostarbeiterlager der Firma Dornier seine Kontakte zu den dort festgehaltenen Menschen. Er lernte Russisch und weitere Sprachen, versorgte die Zwangsarbeiter mit Nachrichten &uuml;ber den tats&auml;chlichen Verlauf des Krieges und vermittelte ihnen Hoffnung auf ein Ende der nationalsozialistischen Herrschaft.<br />Dabei h&ouml;rte er ausl&auml;ndische Radiosender, obwohl der Empfang sogenannter &bdquo;Feindsender&ldquo; streng verboten war. Die daraus gewonnenen Nachrichten gab er an die Lagerinsassen weiter.<br />King beschr&auml;nkte sich nicht auf mitf&uuml;hlende Worte. Er setzte seine F&auml;higkeiten bewusst ein, um Verfolgten Informationen zukommen zu lassen, ihre Lage zu erleichtern und das Informationsmonopol des NS-Regimes zu durchbrechen.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Zusammenarbeit mit einer russischen Widerstandsgruppe</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">&Uuml;ber seine Kontakte im Ostarbeiterlager kam Josef Anton King mit einer russischen Widerstandsgruppe in Verbindung. Er half bei der &Uuml;bersetzung beziehungsweise Verbreitung von Flugbl&auml;ttern, die sich an Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene richteten.<br />Als eines dieser Flugbl&auml;tter in die H&auml;nde der Gestapo gelangte, nahm diese Ermittlungen auf. King wurde beschuldigt, mit Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern konspiriert zu haben.<br />Sein Handeln ging damit &uuml;ber spontane Hilfeleistungen hinaus. Die &Uuml;bersetzung und Weitergabe von Flugbl&auml;ttern sowie die Verbreitung ausl&auml;ndischer Nachrichten k&ouml;nnen als Formen des politischen und humanit&auml;ren Widerstands gegen das NS-Regime eingeordnet werden.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Verhaftung durch die Gestapo</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Am 6. Juni 1944 wurde Josef Anton King verhaftet. Zun&auml;chst hielt ihn die Gestapo in Lindau fest. Am 22. Juni 1944 wurde er nach Innsbruck &uuml;berstellt, wo wochenlange Verh&ouml;re folgten.<br />W&auml;hrend seiner Haft versuchte King in Briefen an seine Eltern offenbar, deren Sorgen zu mildern. &Uuml;ber die Verh&ouml;re und seine tats&auml;chliche Lage berichtete er nur zur&uuml;ckhaltend. Seine Briefe lassen erkennen, dass ihm sein christlicher Glaube in der Haft Halt gab.<br />Nach der Innsbrucker Haft wurde er &uuml;ber Wien in das Konzentrationslager Mauthausen deportiert.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Deportation in das KZ Mauthausen</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Am 19. Januar 1945 wurde Josef Anton King als politischer H&auml;ftling in das KZ Mauthausen eingeliefert. Seine H&auml;ftlingsnummer lautete&nbsp;<strong>116189</strong>.<br />Das Konzentrationslager Mauthausen war das Zentrum eines weitverzweigten Systems von Au&szlig;enlagern. Die H&auml;ftlinge waren von Zwangsarbeit, Hunger, Misshandlungen, Krankheiten und gezielten Mordaktionen bedroht. Insgesamt wurden im Lagerkomplex Mauthausen mehr als 190.000 Menschen inhaftiert; mindestens 90.000 &uuml;berlebten die Haft nicht.<br />Auch im Lager soll King aufgrund seiner Sprachkenntnisse als Dolmetscher eingesetzt worden sein.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Verlegung in den Lagerarrest und Ermordung</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Am 18. April 1945 wurde Josef Anton King von der Baracke 9 in den Lagerarrest &uuml;berstellt. In den Unterlagen ist als Ziel lediglich ein &bdquo;unbekannter Bestimmungsort&ldquo; vermerkt. Das Dokumentationsarchiv des &ouml;sterreichischen Widerstandes und die KZ-Gedenkst&auml;tte Mauthausen gehen davon aus, dass er zu einer Gruppe &ouml;sterreichischer H&auml;ftlinge geh&ouml;rte, die in der zweiten Aprilh&auml;lfte 1945 in der Gaskammer ermordet oder im Arrest erschossen wurden.<br />Nach einer Auskunft, die Kings Vater nach der Befreiung in Mauthausen erhielt, wurde Josef Anton King am&nbsp;<strong>24. April 1945</strong>&nbsp;hingerichtet und sein Leichnam verbrannt. Die genaue T&ouml;tungsart l&auml;sst sich anhand der gegenw&auml;rtig zug&auml;nglichen Quellen jedoch nicht zweifelsfrei bestimmen.<br />King geh&ouml;rte m&ouml;glicherweise zu jenen politischen Gefangenen, die kurz vor dem Zusammenbruch des NS-Regimes als potenzielle Zeugen nationalsozialistischer Verbrechen oder als zuk&uuml;nftige demokratische Kr&auml;fte beseitigt werden sollten. Diese Deutung ist historisch plausibel, sollte aber als quellenbasierte Einordnung und nicht als vollst&auml;ndig belegte individuelle Mordbegr&uuml;ndung formuliert werden.<br />Am 5. Mai 1945 erreichten Einheiten der US-Armee das Konzentrationslager Mauthausen. Josef Anton King erlebte die Befreiung nicht mehr.<br />Die Angaben zu seiner &Uuml;berstellung in den Lagerarrest werden sowohl vom&nbsp;<a href="https://www.doew.at/n/2e9q0/18-April-1945-1?utm_source=chatgpt.com" target="_new">Dokumentationsarchiv des &ouml;sterreichischen Widerstandes</a>&nbsp;als auch vom&nbsp;<a href="https://raumdernamen.mauthausen-memorial.org/?id=4&amp;p=140349&amp;utm_source=chatgpt.com" target="_new">Raum der Namen der KZ-Gedenkst&auml;tte Mauthausen</a>&nbsp;dokumentiert.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title">Lesen Sie mehr:</h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/dr-_jur-_adolf-_houmlrhager_-1884-1940.html"><font color="#4caac9">Dr. jur. Adolf H&ouml;rhager (1884-1940)</font></a></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/jehovas-zeugen-hall-in-tirol.html"><font color="#4caac9">Zeugen Jehovas Hall in Tirol</font></a></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/killinger-karl-gedenken.html"><font color="#4caac9">Killinger-Karl-Gedenken</font></a></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/bodenwinkler-anton-gedenken.html"><font color="#4caac9">Bodenwinkler-Anton-Gedenken</font></a></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://jehovas-zeugen.at/de/gedenktag-2026-ns-opfer/" target="_blank"><font color="#4caac9">jehovas-zeugen.at/de/gedenktag-2026-ns-opfer/</font></a></h2>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong><span>Das Konzentrationslager Mauthausen</span></strong></h2>  <div class="paragraph"><span style="color:rgb(15, 17, 21)">Das Konzentrationslager Mauthausen war eines der zentralen nationalsozialistischen Lager in &Ouml;sterreich und stand f&uuml;r ein System der Ausbeutung, Vernichtung durch Arbeit und brutaler Gewalt. Zwischen 1938 und 1945 waren hier und in seinen zahlreichen Nebenlagern &uuml;ber 190.000 Menschen aus ganz Europa inhaftiert &ndash; darunter Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene, politische Gegner, J&uuml;dinnen und Juden, Sinti und Roma sowie andere Verfolgte. Rund die H&auml;lfte von ihnen &uuml;berlebte nicht. Heute ist die Gedenkst&auml;tte Mauthausen ein Ort des Erinnerns und der Mahnung, der an die Opfer des NS-Terrors erinnert und zur Auseinandersetzung mit dieser dunklen Kapitel der Geschichte einl&auml;dt.</span><br /><span></span></div>  <h2 class="wsite-content-title">Lesen Sie mehr:</h2>  <div class="paragraph"><strong><a href="https://www.mauthausen-memorial.org/en" target="_blank"><font size="4" color="#4caac9">www.mauthausen-memorial.org/en</font></a></strong></div>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://raumdernamen.mauthausen-memorial.org/?id=4&amp;p=140349" target="_blank"><font color="#4caac9">raumdernamen.mauthausen-memorial.org/?id=4&amp;p=140349</font></a></h2>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <h2 class="wsite-content-title"><span style="color:rgb(47, 84, 150)"><strong><span style="color:black">Erinnerung an Josef Anton King</span></strong></span><br /></h2>  <div class="paragraph">Josef Anton King z&auml;hlt zu den bedeutenden Pers&ouml;nlichkeiten des Widerstands gegen den Nationalsozialismus in Vorarlberg. Sein Mut, seine Menschlichkeit und seine Hilfe f&uuml;r Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter machen ihn bis heute zu einem wichtigen Symbol f&uuml;r Zivilcourage und Widerstand gegen Unrecht.<br /><span></span></div>  <h2 class="wsite-content-title">Lesen Sie mehr:</h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://gams.uni-graz.at/o:derla.vor82" target="_blank"><font color="#4caac9">gams.uni-graz.at/o:derla.vor82</font></a></h2>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Sterbegottesdienst und sp&auml;te &ouml;ffentliche Anerkennung</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Da Kings Tod in den verf&uuml;gbaren Lagerunterlagen zun&auml;chst nicht eindeutig verzeichnet war, blieb seine Familie nach Kriegsende lange ohne sichere Nachricht. Sein Vater reiste im Sommer 1945 selbst nach Mauthausen, um Auskunft &uuml;ber das Schicksal seines Sohnes zu erhalten.<br />Am 12. August 1945 fand in H&ouml;rbranz ein Sterbegottesdienst f&uuml;r Josef Anton King statt. Eine umfassende &ouml;ffentliche Anerkennung seines Widerstands erfolgte jedoch erst Jahrzehnte sp&auml;ter.<br />Am 7. Juni 1982 wurde ihm posthum das&nbsp;<strong>Ehrenzeichen f&uuml;r Verdienste um die Befreiung &Ouml;sterreichs</strong>&nbsp;verliehen. Seit 1988 erinnert ein Gedenkstein am Friedhof von H&ouml;rbranz an ihn.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><span style="color:rgb(47, 84, 150)"><strong><span style="color:black"></span></strong></span><strong>Gedenken zum 100. Geburtstag</strong><br /><span style="color:rgb(47, 84, 150)"><strong><span style="color:black"></span></strong></span></h2>  <div class="paragraph">Anl&auml;sslich seines 100. Geburtstags am 17. Februar 2022 erinnerte die Kirchenzeitung&nbsp;<em>Tiroler Sonntag</em>&nbsp;unter dem Titel &bdquo;Ein Dolmetscher der Liebe Gottes&ldquo; an Josef Anton King.<br />Der Beitrag w&uuml;rdigte seine au&szlig;ergew&ouml;hnliche Begabung, seinen christlichen Glauben und seinen Einsatz f&uuml;r Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter. Gerade die Verbindung von Bildung, pers&ouml;nlicher &Uuml;berzeugung und konkreter Hilfe macht seine Biografie bis heute bedeutsam.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><span style="color:rgb(47, 84, 150)"><strong><span style="color:black">Josef Anton King als Symbol f&uuml;r Glauben und Zivilcourage</span></strong></span><br /></h2>  <div class="paragraph">Der Artikel &bdquo;Ein Dolmetscher der Liebe Gottes&ldquo; hebt hervor, dass Josef Anton King nicht nur &uuml;ber au&szlig;ergew&ouml;hnliche geistige F&auml;higkeiten verf&uuml;gte, sondern auch &uuml;ber einen tiefen christlichen Glauben und gro&szlig;e moralische St&auml;rke.<br />Sein mutiger Einsatz f&uuml;r Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter sowie sein Widerstand gegen das nationalsozialistische Unrecht machen ihn bis heute zu einem bedeutenden Symbol f&uuml;r Menschlichkeit, Mut und Zivilcourage in &Ouml;sterreich.<br />Quelle:&nbsp;<span style="color:rgb(42, 42, 42)">"Tiroler Sonntag" 17. Februar 2022, S. 4-5.</span><br /></div>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Josef King Gedenkstele von K&uuml;nstlerin Hilde Chiste aus Absam</strong></h2>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/uploads/1/4/4/3/144346304/editor/6-dorfstetter.jpg?1739529816" alt="Memorial stele commemorating former Paulinum student Josef Anton King at the Episcopal Gymnasium Paulinum in Schwaz." style="width:204;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/uploads/1/4/4/3/144346304/tafel-mit-text-3_orig.jpg" alt="Gedenkstele f&uuml;r den ehemaligen Paulinum-Sch&uuml;ler Josef Anton King am Bisch&ouml;flichen Gymnasium Paulinum in Schwaz." style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <div class="paragraph"><font color="#2a2a2a"><font size="2">Foto Dorstetter und Gert Schlegel. Zur Verf&uuml;gung gestellt von Direktion Bisch&ouml;fliches Gymnasium Paulinum Schwaz. E-mail: direktion@paulinum.tsn.at an Elisabeth Walder am 4.2.2025</font>.</font></div>  <div class="paragraph">Am 25. Oktober 2007 wurde im Kreuzgarten des Bisch&ouml;flichen Gymnasiums Paulinum in Schwaz eine von der Absamer K&uuml;nstlerin&nbsp;<strong>Hilde Chist&egrave;</strong>&nbsp;geschaffene Gedenkstele f&uuml;r Josef Anton King enth&uuml;llt.<br />Das zweiteilige Kunstwerk besteht aus einer aufrechten Glass&auml;ule und einer liegenden Bodenplatte. In die Bodenplatte sind ein Foto Kings und eine Kurzbiografie eingearbeitet. Im Querschnitt bildet die Anlage ein Kreuz. Dadurch verbindet die Gestaltung die Gegens&auml;tze von Stehen und Liegen, Leben und Tod sowie Gewalt und Hoffnung.<br />Die transparenten Glasfl&auml;chen wurden in Glasmaltechnik gestaltet. Das vorherrschende Rot wird durch Blau-, Gr&uuml;n- und Gelbt&ouml;ne erg&auml;nzt. Licht und Transparenz verleihen der Stele eine spirituelle Dimension und erinnern zugleich an Kings christliche &Uuml;berzeugung.<br />Das Denkmal macht sichtbar, dass Josef Anton King nicht nur ein Opfer des NS-Regimes war. Es erinnert ebenso an seine bewusste Entscheidung, verfolgten Menschen beizustehen.<br /></div>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <div class="wsite-scribd">			  			 				<div id="889759437837701206-pdf-fallback" style="display: none;"> 					Your browser does not support viewing this document. Click <a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/uploads/1/4/4/3/144346304/folder_gedenkstele_paulinum_schwaz.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">here</a> to download the document. 				</div> 				<div id="889759437837701206-pdf-embed" style="display: none; height: 500px;"> 				</div>  				 			</div>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <div class="paragraph"><font size="1" color="#2a2a2a">Foto Dorfstetter und Gert Schlegel. E-mail 13.2.2025 PDF zur Verf&uuml;gung gestellt von&nbsp;<a href="mailto:hilde@hildechiste.com">hilde@hildechiste.com</a>&nbsp; /&nbsp;<a href="http://www.hildechiste.com/">www.hildechiste.com</a>&nbsp;an&nbsp;<span>Elisabeth Walder.&nbsp;</span></font></div>  <h2 class="wsite-content-title">Lesen Sie mehr:</h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.hildechiste.com" target="_blank"><font color="#4caac9">www.hildechiste.com</font></a></h2>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Zum 100. Geburtstag von Josef Anton King 17. Februar 2022</strong></h2>  <div class="paragraph"><font color="#2a2a2a">Hier folgt der Originalbericht vom "Tiroler Sonntag" 17. Februar 2022, S. 4-5.</font></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/uploads/1/4/4/3/144346304/scan5537_orig.jpg" alt="Abbildung eines Zeitungsartikels &uuml;ber Josef Anton King aus dem Tiroler Sonntag vom 17. Februar 2023." style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/uploads/1/4/4/3/144346304/scan5538_orig.jpg" alt="Abbildung eines Zeitungsartikels &uuml;ber Josef Anton King aus dem Tiroler Sonntag vom 17. Februar 2023." style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <div class="paragraph"><font size="2" color="#2a2a2a">Bericht "Ein Dolmetscher der Liebe" und "Wir sind in Gottes Hand. "in Privatarchiv Architekt Dr. phil. Markus Illmer Innsbruck.</font></div>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Gedanken zur Stele "Josef King"&nbsp;</strong></h2>  <div class="paragraph"><font color="#2a2a2a">Der folgende Bericht wurde von den Architekten &nbsp;Illmer und Tautschnig verfasst:</font></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/uploads/1/4/4/3/144346304/scan5539_orig.jpg" alt="Artikel - Gedenken zur "Stele Josef King." In: Privatarchiv Architekt Dr. phil. Illmer Innsbruck." style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/uploads/1/4/4/3/144346304/editor/bild-20-05-26-um-17-45.png?1779292004" alt="Artikel - Gedenken zur "Stele Josef King." In: Privatarchiv Architekt Dr. phil. Illmer Innsbruck." style="width:586;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <div class="paragraph"><font size="2" color="#2a2a2a">Artikel - Gedenken zur "Stele Josef King." In: Privatarchiv Architekt Dr. phil. Illmer Innsbruck.</font></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Zur falschen Zeit&ldquo; &ndash; ein Theaterst&uuml;ck &uuml;ber Josef Anton King</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Die Autorin&nbsp;<strong>Claudia Lang-Forcher</strong>&nbsp;verarbeitete Kings Lebensgeschichte in dem Theaterst&uuml;ck&nbsp;<em>Zur falschen Zeit</em>. Das St&uuml;ck wurde im Herbst 2024 von der Theaterb&uuml;hne M&ouml;ggers uraufgef&uuml;hrt.<br />Die dramatische Auseinandersetzung &uuml;bertr&auml;gt seine Geschichte in eine zeitgen&ouml;ssische Form der Erinnerungskultur. Sie erm&ouml;glicht es, besonders einem j&uuml;ngeren Publikum Fragen nach Verantwortung, Mitgef&uuml;hl, pers&ouml;nlicher Entscheidung und Widerstand nahezubringen<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title">Lesen Sie mehr:</h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.theater-moeggers.at" target="_blank"><font color="#4caac9">www.theater-moeggers.at</font></a></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.claudia-lang.at" target="_blank"><font color="#4caac9">www.claudia-lang.at</font></a></h2>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <div class="wsite-map"><iframe allowtransparency="true" frameborder="0" scrolling="no" style="width: 100%; height: 250px; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" src="//www.weebly.com/weebly/apps/generateMap.php?map=google&elementid=223796195298438381&ineditor=0&control=3&width=auto&height=250px&overviewmap=0&scalecontrol=0&typecontrol=0&zoom=16&long=11.7038289&lat=47.3348314&domain=www&point=1&align=2&reseller=false"></iframe></div>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Historische Einordnung</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Josef Anton Kings Widerstand beruhte nicht auf der Zugeh&ouml;rigkeit zu einer gro&szlig;en &ouml;sterreichischen Widerstandsorganisation. Sein Handeln entwickelte sich aus konkreten Begegnungen mit entrechteten Menschen.<br />Als Dolmetscher besa&szlig; er Kenntnisse und begrenzte Handlungsm&ouml;glichkeiten, die anderen nicht zur Verf&uuml;gung standen. Er setzte diese nicht f&uuml;r seine eigene Sicherheit, sondern zugunsten der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter ein. Er ver&auml;nderte &Uuml;bersetzungen, gab Nachrichten weiter und unterst&uuml;tzte die Verbreitung von Flugbl&auml;ttern.<br />Sein Beispiel geh&ouml;rt zum&nbsp;<strong>individuellen, humanit&auml;ren und christlich motivierten Widerstand</strong>. Die &Uuml;berg&auml;nge zwischen Hilfe, Widersetzlichkeit und organisiertem Widerstand waren dabei flie&szlig;end. Sp&auml;testens mit seiner Zusammenarbeit mit einer russischen Widerstandsgruppe &uuml;berschritt sein Handeln die Grenze von der pers&ouml;nlichen Hilfe zur aktiven Gegnerschaft gegen das NS-Regime.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Fazit</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Josef Anton King war erst 23 Jahre alt, als er im Konzentrationslager Mauthausen ermordet wurde. Sein Lebensweg zeigt, dass Widerstand nicht immer mit Waffen, politischen &Auml;mtern oder der Mitgliedschaft in einer bekannten Organisation verbunden war.<br />King nutzte seine Bildung und seine au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Sprachkenntnisse, um Menschen zu helfen, die vom nationalsozialistischen Regime verschleppt, ausgebeutet und entrechtet worden waren. Er h&ouml;rte verbotene Nachrichtensender, vermittelte Informationen, half bei &Uuml;bersetzungen und unterst&uuml;tzte eine russische Widerstandsgruppe. Dabei wusste er, dass er sich selbst in Lebensgefahr brachte.<br />Die Erinnerung an Josef Anton King verbindet Vorarlberg und Tirol: H&ouml;rbranz war sein Geburts- und Heimatort, das Paulinum in Schwaz pr&auml;gte seine Ausbildung, Innsbruck wurde zu einer Station seiner Gestapohaft. Seine Biografie steht f&uuml;r die Verantwortung des Einzelnen und f&uuml;r eine Menschlichkeit, die sich auch unter den Bedingungen einer Diktatur behauptete.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>H&auml;ufig gestellte Fragen (FAQ)</strong><br /></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Wer war Josef Anton King?</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Josef Anton King war ein &ouml;sterreichischer Widerstandsk&auml;mpfer aus H&ouml;rbranz in Vorarlberg. Er wurde am 17. Februar 1922 geboren und am 24. April 1945 im Konzentrationslager Mauthausen ermordet.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Welche Verbindung hatte Josef Anton King zu Tirol?</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">King besuchte ab 1933 das Bisch&ouml;fliche Gymnasium Paulinum in Schwaz. Nach seiner Verhaftung wurde er am 22. Juni 1944 zur Gestapo nach Innsbruck &uuml;berstellt und dort verh&ouml;rt.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Warum wurde Josef Anton King von der Gestapo eingesetzt?</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Aufgrund seiner au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Fremdsprachenkenntnisse wurde er 1943 als Dolmetscher und Briefzensor dienstverpflichtet. Er sollte bei Verh&ouml;ren &uuml;bersetzen und Briefe von Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern kontrollieren.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Wie half Josef Anton King den Zwangsarbeitern?</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Er &uuml;bersetzte nach M&ouml;glichkeit zugunsten der Betroffenen, gab Nachrichten &uuml;ber den Kriegsverlauf weiter und unterst&uuml;tzte die &Uuml;bersetzung beziehungsweise Verbreitung von Flugbl&auml;ttern einer russischen Widerstandsgruppe.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Wann wurde Josef Anton King verhaftet?</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Die Gestapo verhaftete ihn am 6. Juni 1944. Zun&auml;chst wurde er in Lindau festgehalten, bevor er am 22. Juni 1944 nach Innsbruck &uuml;berstellt wurde.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Wann kam Josef Anton King in das KZ Mauthausen?</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Er wurde am 19. Januar 1945 als politischer H&auml;ftling in das Konzentrationslager Mauthausen eingeliefert. Seine H&auml;ftlingsnummer lautete 116189.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Wie wurde Josef Anton King ermordet?</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Am 18. April 1945 wurde er in den Lagerarrest &uuml;berstellt. Nach sp&auml;teren Ausk&uuml;nften wurde er am 24. April 1945 hingerichtet und sein Leichnam verbrannt. Ob er erschossen oder in der Gaskammer ermordet wurde, l&auml;sst sich anhand der gegenw&auml;rtig zug&auml;nglichen Quellen nicht zweifelsfrei feststellen.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Wo wird heute an Josef Anton King erinnert?</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Ein Gedenkstein befindet sich am Friedhof seiner Heimatgemeinde H&ouml;rbranz. Seit 2007 erinnert au&szlig;erdem eine von Hilde Chist&egrave; gestaltete Glasstele im Paulinum Schwaz an den ehemaligen Sch&uuml;ler.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Wurde Josef Anton King nach dem Krieg ausgezeichnet?</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Ja. 1982 erhielt er posthum das Ehrenzeichen f&uuml;r Verdienste um die Befreiung &Ouml;sterreichs.<br /></div>]]></content:encoded></item></channel></rss>