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<channel><title><![CDATA[Nationalsozialismus in Hall in Tirol und in Tirol: NS-Widerstand,Verfolgung und Schicksale - Josef Egg]]></title><link><![CDATA[https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/josef-egg]]></link><description><![CDATA[Josef Egg]]></description><pubDate>Wed, 09 Sep 2026 17:19:47 -0700</pubDate><generator>Weebly</generator><item><title><![CDATA[Josef Egg (1891 - 1958)]]></title><link><![CDATA[https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/josef-egg/josef-egg-1891-1958]]></link><comments><![CDATA[https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/josef-egg/josef-egg-1891-1958#comments]]></comments><pubDate>Thu, 02 Jan 2025 19:41:09 GMT</pubDate><category><![CDATA[Uncategorized]]></category><guid isPermaLink="false">https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/josef-egg/josef-egg-1891-1958</guid><description><![CDATA[Lesen Sie mehr:  Anton Haller Widerstandsgruppe  read more:  Josef Egg (EN)           Foto: Josef Egg (1941). In Privatarchiv Claudia Weiler Hall in Tirol.  Josef Egg &ndash; Mutiger Widerstand aus &Uuml;berzeugung  Engagement in Gemeinde und Schule  Josef Egg war seit den 1930er Jahren ein aktives Mitglied des Haller Gemeinderats. In seiner Funktion als Direktor der Haller Knaben-B&uuml;rgerschule stand er in engem Austausch mit Eltern, Lehrkr&auml;ften und Angeh&ouml;rigen. Seine berufliche un [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<h2 class="wsite-content-title">Lesen Sie mehr:</h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/anton-haller-widerstandsgruppe.html">Anton Haller Widerstandsgruppe</a><br /></h2>  <h2 class="wsite-content-title">read more:</h2>  <h2 class="wsite-content-title"><strong><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/josef-egg-en.html"><font size="5">Josef Egg (EN)</font></a></strong></h2>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0;margin-right:0;text-align:center"> <a> <img src="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/uploads/1/4/4/3/144346304/published/bild-02-01-25-um-20-42.jpeg?1735847063" alt="Picture" style="width:286;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <div class="paragraph"><font size="2" color="#2a2a2a">Foto: Josef Egg (1941). In Privatarchiv Claudia Weiler Hall in Tirol.</font></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong><font size="6">Josef Egg &ndash; Mutiger Widerstand aus &Uuml;berzeugung</font></strong></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Engagement in Gemeinde und Schule</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Josef Egg war seit den 1930er Jahren ein aktives Mitglied des Haller Gemeinderats. In seiner Funktion als Direktor der Haller Knaben-B&uuml;rgerschule stand er in engem Austausch mit Eltern, Lehrkr&auml;ften und Angeh&ouml;rigen. Seine berufliche und &ouml;ffentliche Rolle verschaffte ihm Einfluss &ndash; und stellte ihn zugleich vor gro&szlig;e moralische Herausforderungen in einer Zeit politischer Unterdr&uuml;ckung.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Haltung gegen&uuml;ber dem NS-Regime</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Schon fr&uuml;h zeigte Josef Egg eine klare und unbeirrbare Haltung gegen&uuml;ber dem nationalsozialistischen Regime.&nbsp;<strong>Er verweigerte sowohl den geforderten Eid auf Adolf Hitler als auch den Beitritt zur NSDAP.</strong>&nbsp;Diese Entscheidungen erforderten pers&ouml;nlichen Mut und hatten weitreichende Konsequenzen f&uuml;r sein berufliches und gesellschaftliches Leben.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Vom passiven zum aktiven Widerstand</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Zun&auml;chst &auml;u&szlig;erte sich Eggs Widerstand in einer passiven Verweigerung: Er lehnte es ab, sich dem System anzupassen oder dessen Ideologie zu unterst&uuml;tzen. Ab dem Herbst 1938 ging er jedoch einen Schritt weiter. Trotz drohender Sanktionen widersetzte er sich aktiv den Vorgaben der Machthaber, indem er sich weigerte, Jugendliche im Sinne der nationalsozialistischen Ideologie zu unterrichten.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Glaube als Grundlage seines Handelns</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Josef Eggs Handeln war tief in seinem katholischen Glauben verwurzelt. Dieser gab ihm die Kraft und Orientierung, sich gegen das Unrecht zu stellen und seinen &Uuml;berzeugungen treu zu bleiben. Seine Biografie steht beispielhaft f&uuml;r den zivilen Widerstand, der aus pers&ouml;nlicher &Uuml;berzeugung und moralischer Verantwortung heraus entsteht.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Ein Vorbild des zivilen Widerstands</strong><br /></h2>  <div class="paragraph"><strong>Ein Vorbild des zivilen Widerstands</strong><br />Das Leben von Josef Egg zeigt eindrucksvoll, wie viel Mut es braucht, sich einem Unrechtsregime entgegenzustellen. Sein Weg vom passiven zum aktiven Widerstand macht ihn zu einem wichtigen Beispiel f&uuml;r Zivilcourage, Gewissenstreue und Standhaftigkeit.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong><font size="6">Josef Egg &ndash; Widerstand gegen das NS-Regime (1938&ndash;1945)</font></strong><br /></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Verhaftung und Amtsenthebung (1938)</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Nach dem &bdquo;Anschluss&ldquo; &Ouml;sterreichs wurde Josef Egg aufgrund seiner klaren Haltung gegen&uuml;ber dem NS-Regime ins Visier der Machthaber genommen. Vom 13. M&auml;rz bis zum 12. April 1938 befand er sich in Schutzhaft der Gestapo, da er sich weigerte, der NSDAP beizutreten und den Eid auf Adolf Hitler abzulegen.<br />In der Folge verlor er s&auml;mtliche leitenden Funktionen: Er wurde sowohl als Direktor und Lehrer der Knaben-B&uuml;rgerschule in Hall als auch als Leiter der Fortbildungsschule in Hall in Tirol abgesetzt.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Versetzung und &Uuml;berwachung</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Trotz dieser Ma&szlig;nahmen blieb Josef Egg im Schuldienst, jedoch unter deutlich verschlechterten Bedingungen. Von Herbst 1938 bis 1939 unterrichtete er als Hauptschullehrer in Landeck, anschlie&szlig;end von 1939 bis 1942 in Telfs &ndash; jeweils mit gek&uuml;rzten Bez&uuml;gen.<br />W&auml;hrend dieser Jahre stand er unter st&auml;ndiger Beobachtung der Gestapo. Seine Bewegungsfreiheit war stark eingeschr&auml;nkt: Er durfte seinen Aufenthaltsort nicht verlassen und wurde regelm&auml;&szlig;ig kontrolliert.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Aktiver Widerstand im Untergrund</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Ungeachtet der Repressalien entschloss sich Josef Egg, seinen Widerstand zu intensivieren. In Landeck und Telfs gr&uuml;ndete er gemeinsam mit gleichgesinnten Lehrkr&auml;ften antinationalsozialistische Widerstandsgruppen. Damit ging er ein erhebliches pers&ouml;nliches Risiko ein und stellte sich bewusst gegen das herrschende System.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>R&uuml;ckkehr nach Hall und Anschluss an die Widerstandsbewegung</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Im Jahr 1943 wurde Josef Egg nach Solbad Hall versetzt. Dort schloss er sich unmittelbar der Haller Widerstandsgruppe um Anton Haller an und setzte seine oppositionelle T&auml;tigkeit fort.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Aufkl&auml;rung als Form des Widerstands</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Ein zentraler Schwerpunkt seines Engagements war die Aufkl&auml;rung junger Menschen im antinationalsozialistischen Sinne. Dieses Ziel teilte er mit der Haller Widerstandsbewegung und verfolgte es mit gro&szlig;er Konsequenz.<br />Durch seine p&auml;dagogische Arbeit leistete Josef Egg einen wichtigen Beitrag zum zivilen Widerstand: Er st&auml;rkte kritisches Denken und vermittelte Werte, die im klaren Gegensatz zur Ideologie des NS-Regimes standen.<br /></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0;margin-right:0;text-align:center"> <a> <img src="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/uploads/1/4/4/3/144346304/published/bild-11-04-26-um-21-01-1.png?1775934279" alt="Picture" style="width:493;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <div class="paragraph"><font size="2">Foto Silberne Hochzeit (1943) Familie Josef Egg mit den drei S&ouml;hnen. In Privatarchiv Claudia Weiler Hall in Tirol.</font></div>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Pers&ouml;nliche Verluste im Zweiten Weltkrieg</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Neben den massiven Repressionen durch die nationalsozialistischen Beh&ouml;rden erlitt Josef Egg auch einen schweren pers&ouml;nlichen Schicksalsschlag: den Verlust seiner beiden Zwillingss&ouml;hne im Zweiten Weltkrieg.<br />Otto Egg (1923&ndash;22. Mai 1943, gefallen in Nadino, Russland) und Josef Egg (1923&ndash;8. Februar 1944, gefallen in Nikopol, Russland) verloren als Soldaten an der Ostfront ihr Leben.<br /></div>  <div class="paragraph">Der Krieg im Osten, insbesondere die K&auml;mpfe in der Sowjetunion, geh&ouml;rte zu den verlustreichsten und grausamsten Schaupl&auml;tzen des Zweiten Weltkriegs. Hunderttausende junge M&auml;nner aus &Ouml;sterreich und dem Deutschen Reich wurden eingezogen und an die Front geschickt, wo viele unter extremen Bedingungen, mangelhafter Versorgung und in verlustreichen Offensiven ihr Leben verloren.<br />F&uuml;r Familien wie jene von Josef Egg bedeutete dies nicht nur die Belastung durch politische Verfolgung und gesellschaftlichen Druck, sondern auch tiefgreifende pers&ouml;nliche Verluste. Der Tod seiner S&ouml;hne verdeutlicht eindr&uuml;cklich die menschlichen Konsequenzen des Krieges &ndash; und verleiht Eggs Widerstand gegen das NS-Regime eine zus&auml;tzliche tragische Dimension.<br /></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0;margin-right:0;text-align:center"> <a> <img src="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/uploads/1/4/4/3/144346304/bild-02-01-25-um-20-53-1_orig.jpeg" alt="Picture" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <div class="paragraph"><font size="2" color="#2a2a2a">Foto St&auml;dtischer Friedhof Hall in Tirol. In Privatarchiv E. Walder Hall in Tirol.</font></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong><font size="6">Josef Egg &ndash; Neubeginn und Wirken nach 1945 (1945&ndash;1958)</font></strong></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>R&uuml;ckkehr in den Schuldienst</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">&#8203;Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Josef Egg rehabilitiert und wieder in sein Amt als Direktor der Knaben-B&uuml;rgerschule in Hall eingesetzt. Damit kehrte er nicht nur in seine berufliche Position zur&uuml;ck, sondern erhielt auch die &ouml;ffentliche Anerkennung, die ihm w&auml;hrend der Zeit des Nationalsozialismus verwehrt geblieben war.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Engagement in der Gemeindepolitik</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Ab 1947 war Schulrat Josef Egg erneut im Haller Gemeinderat t&auml;tig. In dieser Funktion engagierte er sich besonders im Dienst- und Rechtsausschuss, wo er seine Erfahrung und sein Verantwortungsbewusstsein in den Wiederaufbau demokratischer Strukturen einbrachte.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Verschwiegenes Verm&auml;chtnis</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Auffallend ist, dass in den &ouml;ffentlichen Nachrufen anl&auml;sslich seines Todes seine Widerstandst&auml;tigkeit in den Jahren von 1938 bis 1945 keine Erw&auml;hnung fand. Diese Auslassung entspricht der damaligen Praxis in &Ouml;sterreich, den Widerstand gegen das NS-Regime in der &ouml;ffentlichen Erinnerung h&auml;ufig nicht zu thematisieren.<br />Erst in sp&auml;teren Jahrzehnten begann eine intensivere Auseinandersetzung mit individuellen Biografien des Widerstands. Vor diesem Hintergrund erscheint das Leben von Josef Egg heute umso bedeutender: als Beispiel f&uuml;r Zivilcourage, moralische Standhaftigkeit und stillen Widerstand in einer Zeit der Diktatur.<br /></div>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <h2 class="wsite-content-title" style="text-align:center;"><strong>Fiducit</strong><br /><strong>Hofrat Josef Egg v. Dr. cer. Thassilo&nbsp;<br />Landes-Schulinspektor i.R. &nbsp;Solbad Hall</strong></h2>  <div class="paragraph"><span style="color:rgb(42, 42, 42)">Verstorben am 29. Juni 1958 im Haller Krankenhaus.</span><br /><span style="color:rgb(42, 42, 42)">&nbsp;</span><br /><span style="color:rgb(42, 42, 42)">Geboren am 11. M&auml;rz 1891 in Gries am Brenner, als Sohn eines alten Bauerngeschlechtes, verlebte er seine Kindheit am v&auml;terlichen Hof.</span><br /><span style="color:rgb(42, 42, 42)">Er besuchte in Gries a.Brenner die Volksschule und kam 1906 an die Lehrerbildungsanstalt in Innsbruck.</span>&nbsp;<span style="color:rgb(42, 42, 42)">Matura im Jahr 1911 und kam zuerst als Lehrer in sein Heimattal nach Vals.</span>&nbsp;<span style="color:rgb(42, 42, 42)">Dort wirkte er 2 Jahre und kam anschlie&szlig;end nach Hall, in seine 2. Heimat.</span><br /><span style="color:rgb(42, 42, 42)">Zuerst war er an der Volksschule und wirkte mit unserem lb. Dr. cer. Hidigeigei und gleichzeitig unterrichteten beide auch an der in Hall bestandenen gewerblichen Fortbildungsschule.</span><br /><span style="color:rgb(42, 42, 42)">&nbsp;</span><br /><span style="color:rgb(42, 42, 42)">Einberufung zum Milit&auml;rdienst im 1. Weltkrieg.</span><br /><span style="color:rgb(42, 42, 42)">Als mehrfach ausgezeichneter Oberleutnant r&uuml;stete er ab.</span><br /><span style="color:rgb(42, 42, 42)">Danach st&uuml;rzte er sich wieder in sein Berufsleben als Lehrer, machte Pr&uuml;fungen, wurde B&uuml;rgerschullehrer, sp&auml;ter Direktor der B&uuml;rgerschule in Hall.</span><br /><span style="color:rgb(42, 42, 42)">Nebenbei unterrichtete er an der Fortbildungsschule und richtete f&uuml;r das Bundesheer abendliche B&uuml;rgerschulkurse ein. Er &ouml;ffnete so manchem Bauernburschen aus seiner Tiroler Heimat den Weg zu einem besseren Beruf.&nbsp;</span><br /><span style="color:rgb(42, 42, 42)">F&uuml;r seine Leistungen und Verdienste erhielt er schon vor 1938 den seltenen Titel Schulrat.</span><br /><span style="color:rgb(42, 42, 42)">&nbsp;</span><br /><span style="color:rgb(42, 42, 42)">1938 wurde er f&uuml;r seine Treue zur Heimat seines Postens enthoben, &nbsp;eingesperrt und wieder zum Kriegsdienst eingezogen.</span><br /><span style="color:rgb(42, 42, 42)">&nbsp;</span><br /><span style="color:rgb(42, 42, 42)">1945 setzte er dort fort, wo er 1938 aufgeh&ouml;rt hatte, an der Hauptschule in Hall, deren Leitung er noch einige Jahre inne hatte.</span><br /><span style="color:rgb(42, 42, 42)">Er beteiligte sich auch sofort an dem einsetzenden Aufbau des Berufsschulwesens, wurde bald mit der Inspektion der gewerblichen Fortbildungsschulen betraut und konnte sich so r&uuml;ckhaltlos dem Aufbau des Berufsschulwesens in Tirol und Vorarlberg widmen und unseren S&uuml;dtiroler Br&uuml;dern beim Aufbau des Schulwesens praktisch an die Hand gehen. Er hatte so manchen Vortrag und Kurs in S&uuml;dtirol gehalten.</span><br /><span style="color:rgb(42, 42, 42)">1950 wurde er zum Landesschulinspektor f&uuml;r die gewerblichen Berufsschulen in Tirol und Vorarlberg ernannt.</span><br /><span style="color:rgb(42, 42, 42)">Sein Rat und seine Stimme wurden selbst im Ministerium in Wien gerne geh&ouml;rt und anerkannt.</span><br /><span style="color:rgb(42, 42, 42)">Der sichtbare Lohn war seine Ernennung zum Hofrat im Jahre 1956.</span><br /><span style="color:rgb(42, 42, 42)">Mit erreichen der Altersgrenze sollte er am 1.1.1957 in den wohlverdienten Ruhestand treten, aber sein Werk lie&szlig; ihn nicht zur Ruhe kommen.</span><br /><span style="color:rgb(42, 42, 42)">&nbsp;</span><br /><span style="color:rgb(42, 42, 42)">Verheiratet war er mit Anna, geb. Bliem, mit der er mitten im 1. WK den Bund f&uuml;rs Leben schloss.</span><br /><span style="color:rgb(42, 42, 42)">Ihm wurden 3 S&ouml;hne geboren, von denen zwei &nbsp;im 2. WK ihr Leben lassen mussten.</span><br /><span style="color:rgb(42, 42, 42)">Der letzte verbliebene Sohn, war ebenfalls unser Bbr. Franz Egg v. Bachus und wirkte ebenfalls als Berufschullehrer in Hall.</span><br /><span style="color:rgb(42, 42, 42)">&nbsp;</span><br /><span style="color:rgb(42, 42, 42)">Nach dem 1. WK war er mit dabei, als einer unserer Gr&uuml;nder, Reg. Rat Klotz, den Katholischen Tiroler Lehrerverein aufbaute.&nbsp;</span><br /><span style="color:rgb(42, 42, 42)">Dr. cer. Thassilo wirkte dann bis 1938 als Kassier dieser heimatverbundenen Tiroler Lehrervereinigung und auch nach 1945 half er tatkr&auml;ftig mit am Wiederaufbau dieses Vereins. Der KTLV dankte ihm auch durch verschiedene Ehrungen.</span><br /><span style="color:rgb(42, 42, 42)">&nbsp;</span><br /><span style="color:rgb(42, 42, 42)">In seiner 2. Heimat Hall wirkte er lange Jahre als Hauptmann der Speckbacher Sch&uuml;tzenkompanie.<br />&#8203;</span><br /><span style="color:rgb(42, 42, 42)">Man berief ihn auch in die Gemeindestube, wo sein Rat etwas wog.</span><br /><span style="color:rgb(42, 42, 42)">&nbsp;</span><br /><span style="color:rgb(42, 42, 42)">Er war ein Tiroler von altem Schrott und Korn. Er hatte das alte Reich und den Kaiser noch gekannt. Er hielt ihm die Treue bis zu seinem Lebensende. Er konnte den Verlust des gro&szlig;en &Ouml;sterreich nie verwinden. Es war klar, dass diesen Patrioten die Machthaber des Dritten Reiches nie brechen konnten. Aber all das Leid, das sie ihm antaten, zehrte an seiner Gesundheit. Sie legten den Keim zu seinem fr&uuml;hen Tode. Wenn er auch nach 1945 wieder aufbl&uuml;hte und sein fr&uuml;heres K&ouml;rpergewicht wieder erreichte, der Frohsinn wollte nicht mehr recht durchbrechen. Trotzdem legte Dr. cer. Thassilo seine H&auml;nde nicht in den Scho&szlig;, sondern arbeitete f&uuml;r seine Jugend, f&uuml;r seine Heimat bis zum Ende.</span><br /><span style="color:rgb(42, 42, 42)">&nbsp;</span><br /><span style="color:rgb(42, 42, 42)">Und nun zu seinem Werdegang in der Verbindung Alemannia:</span><br /><span style="color:rgb(42, 42, 42)">&nbsp;</span><br /><span style="color:rgb(42, 42, 42)">Im zweiten Jahrgang an der LBA wurde er gekeilt und trat Alemannia im WS 1907/08 bei, wurde im Sommersemester 1909 geburscht und nach abgeschlossener Matura 1911 philistriert.</span><br /><span style="color:rgb(42, 42, 42)">W&auml;hrend seiner aktiven Zeit ist er nach seinen eigenen Angaben nicht besonders hervorgetreten. Wenn er auch keine Charge inne hatte, so finden sich doch viele Zeichnungen und Bierulke von ihm in der Bierfibel. Auf diesem Gebiet war er ein Meister. Er war dann 1911 mit dabei, als Alemannias Philisterverband gegr&uuml;ndet wurde. W&auml;hrend seiner aktiven Zeit schrieb er auch die Urstatuten ab. Er &uuml;bergab sie mir beim 50. Stiftungsfest f&uuml;rs Alemannen Archiv und mir war, als ob er mir ein St&uuml;ck von ihm selbst als heiliges Verm&auml;chtnis &uuml;bergab.&nbsp;</span><br /><span style="color:rgb(42, 42, 42)">W&auml;hrend des 1. WK taucht sein Name &ouml;fters in den Annalen auf, wenn er auf Retablierung oder auf Genesungsurlaub hier weilte und auf die Kneipen eilte. Er half getreulich mit, Alemannia &uuml;ber dieses kritische Zeit hinwegzubringen. 1920/21 ist sein Name zusammen mitz AH Gunther I in den Annalen verzeichnet in dem Streit um die Mitgliedschaft beim KTLV. &hellip;</span><br /><span style="color:rgb(42, 42, 42)">Im Jahre 1926 wurde er auf dem AHC vom 1.4.1926 zum Philistersenior gew&auml;hlt und mu&szlig;te als erster die von den damaligen Aktiven beschlossene Farben&auml;nderung von Gr&uuml;n-weiss-rot in blau weiss-rot bezahlen.</span><br /><span style="color:rgb(42, 42, 42)">Das Amt des Philisterseniors bekleidete er bis 1931.</span><br /><span style="color:rgb(42, 42, 42)">F&uuml;r seine &uuml;berragenden Verdienste wurde er beim 25. Stiftungsfest 1931 zum Doktor cerevisiae promoviert.</span><br /><span style="color:rgb(42, 42, 42)">Im Jahre 1937 war er mit ein Bef&uuml;rworter des Zusammenschlusses unserer beiden Verbindungen (Alemannia und Herulia) und warf auf dem denkw&uuml;rdigen CC sein gro&szlig;es Gewicht bei Alemannia daf&uuml;r in die Waagschale und das gro&szlig;e Werk gelang.</span><br /><span style="color:rgb(42, 42, 42)">Im Jahre 1945 traf ihn Dr. cer. Pips bereits im Juni und sie beschlossen den Wiederaufbau "Alemannias". Er war sofort Feuer und Flamme und gab seinen Namen als B&uuml;rgschaft bei der franz&ouml;sischen Besatzungsmacht ab, damit wir mit unserer Arbeit wieder beginnen konnten und die Bewilligung zur Errichtung Alemannias erhielten. Er half uns durch seinen Sohn Franz, der als Abiturient 1945/46 die BLBA besuchte, eine neue Aktivitas aufzubauen und schnitzte uns das neue Verbindungswappen, das unsere Bude ziert. Und seither fehlte er auf keinem Stiftungsfest oder Weihnachtskommers. &hellip;</span><br /><span style="color:rgb(42, 42, 42)">&nbsp;</span><br /><span style="color:rgb(42, 42, 42)">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Mit Dr. cer. Thassilo ist einer unserer Besten heimgegangen, ein Paladin Alemannias, dem die Grunds&auml;tze Alemannias zum Lebensinhalt geworden sind. &hellip;</span><br /><span style="color:rgb(42, 42, 42)">&nbsp;</span><br /><span style="color:rgb(42, 42, 42)">Fiducit &ndash; Dr. cer. Thassilo!</span></div>  <div class="paragraph"><font size="2" color="#2a2a2a"><span>Quelle: Alemannen Zeitung (42), September 1958, S. 12 ff, in: Archiv der Studentenverbindung Alemannia Innsbruck.&nbsp;</span>&#8203;</font></div>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <div class="wsite-map"><iframe allowtransparency="true" frameborder="0" scrolling="no" style="width: 100%; height: 250px; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" src="//www.weebly.com/weebly/apps/generateMap.php?map=google&elementid=736262502325800939&ineditor=0&control=3&width=auto&height=250px&overviewmap=0&scalecontrol=0&typecontrol=0&zoom=15&long=11.5064281&lat=47.2821495&domain=www&point=1&align=2&reseller=false"></iframe></div>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <div class="wsite-scribd">			  			 				<div id="232226001249758844-pdf-fallback" style="display: none;"> 					Your browser does not support viewing this document. 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