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<channel><title><![CDATA[Nationalsozialismus in Hall in Tirol und in Tirol: NS-Widerstand,Verfolgung und Schicksale - alfred-gruenmandl-ns-verfolgung-hall-tirol]]></title><link><![CDATA[https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/alfred-gruenmandl-ns-verfolgung-hall-tirol]]></link><description><![CDATA[alfred-gruenmandl-ns-verfolgung-hall-tirol]]></description><pubDate>Mon, 05 Oct 2026 19:52:50 -0700</pubDate><generator>Weebly</generator><item><title><![CDATA[Alfred Grünmandl (1883 – 1959)]]></title><link><![CDATA[https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/alfred-gruenmandl-ns-verfolgung-hall-tirol/alfred-grunmandl-1883-1959]]></link><comments><![CDATA[https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/alfred-gruenmandl-ns-verfolgung-hall-tirol/alfred-grunmandl-1883-1959#comments]]></comments><pubDate>Fri, 15 Mar 2024 15:00:20 GMT</pubDate><category><![CDATA[Uncategorized]]></category><guid isPermaLink="false">https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/alfred-gruenmandl-ns-verfolgung-hall-tirol/alfred-grunmandl-1883-1959</guid><description><![CDATA[read more:  &#127468;&#127463;alfred-gruenmandl-nazi-persecution-hall-tirol  &#127468;&#127463; Blog (EN) Otto Gr&uuml;nmandl    Alfred Gr&uuml;nmandl (1883-1959)         Schwarz-Wei&szlig;-Portr&auml;t von Alfred Gr&uuml;nmandl. Quelle: Hohenems Genealogie, online unter:&nbsp;www.hohenemsgenealogie.at(Stand: 11. August 2026).    Einleitung  Alfred Gr&uuml;nmandl und seine Familie im Nationalsozialismus  Alfred Gr&uuml;nmandl (1883&ndash;1959) war Kaufmann und seit 1907 in Hall in Tirol ans&auml [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<h2 class="wsite-content-title">read more:</h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/127468127463alfred-gruenmandl-nazi-persecution-hall-tirol.html"><font color="#4caac9">&#127468;&#127463;alfred-gruenmandl-nazi-persecution-hall-tirol</font></a></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/127468127463-blog-en-otto-gruumlnmandl.html"><font color="#4caac9">&#127468;&#127463; Blog (EN) Otto Gr&uuml;nmandl</font></a></h2>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Alfred Gr&uuml;nmandl (1883-1959)</strong></h2>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/uploads/1/4/4/3/144346304/editor/thumb-alfred.png?1710514882" alt="Schwarz-Wei&szlig;-Portr&auml;t von Alfred Gr&uuml;nmandl mit kleinem Schnurrbart. Er blickt freundlich direkt in die Kamera." style="width:201;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <div class="paragraph">Schwarz-Wei&szlig;-Portr&auml;t von Alfred Gr&uuml;nmandl. Quelle: Hohenems Genealogie, online unter:<span>&nbsp;</span><a href="https://www.hohenemsgenealogie.at/gen/showmedia.php?mediaID=2974&amp;medialinkID=3853" target="_new">www.hohenemsgenealogie.at</a>(Stand: 11. August 2026).<br /><span></span></div>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Einleitung</strong><br /></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Alfred Gr&uuml;nmandl und seine Familie im Nationalsozialismus</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Alfred Gr&uuml;nmandl (1883&ndash;1959) war Kaufmann und seit 1907 in Hall in Tirol ans&auml;ssig. Gemeinsam mit seiner Familie geh&ouml;rte er &uuml;ber Jahrzehnte zum wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben der Stadt. Nach der nationalsozialistischen Macht&uuml;bernahme im M&auml;rz 1938 wurde er aufgrund seiner j&uuml;dischen Herkunft verfolgt, obwohl er bereits 1914 zum evangelischen Glauben &uuml;bergetreten war und mit der katholisch geborenen Christine Katzengruber verheiratet war.<br />Sein Textilgesch&auml;ft in der Salvatorgasse wurde &bdquo;arisiert&ldquo;, Teile seines Verm&ouml;gens wurden entzogen und die Reisep&auml;sse der Familienmitglieder beschlagnahmt. Sp&auml;ter musste Alfred Gr&uuml;nmandl Zwangsarbeit leisten und wurde 1943 f&uuml;r vier Wochen im Gestapolager Reichenau festgehalten. Sein Sohn Otto Gr&uuml;nmandl wurde ebenfalls verfolgt und in ein Zwangsarbeitslager verschleppt. Die Geschichte der Familie veranschaulicht, wie Entrechtung, wirtschaftliche Enteignung und rassistische Verfolgung auch in Hall in Tirol systematisch umgesetzt wurden.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Entrechtung und Enteignung nach dem &bdquo;Anschluss&ldquo;</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Nach dem &bdquo;Anschluss&ldquo; &Ouml;sterreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich im M&auml;rz 1938 wurde Alfred Gr&uuml;nmandl aufgrund der rassistischen Bestimmungen der N&uuml;rnberger Gesetze als &bdquo;Volljude&ldquo; verfolgt. Seine pers&ouml;nliche Religionszugeh&ouml;rigkeit spielte dabei keine entscheidende Rolle: Die nationalsozialistischen Beh&ouml;rden unterschieden nach einer vermeintlichen &bdquo;rassischen Abstammung&ldquo;, nicht nach dem katholischen, evangelischen oder j&uuml;dischen Glaubensbekenntnis der Betroffenen.<br />Die Verfolgung traf Alfred Gr&uuml;nmandl und seine Familie unmittelbar auch in ihrer wirtschaftlichen Existenz. Bereits im M&auml;rz 1938 wurde sein Unternehmen zwangsweise &bdquo;arisiert&ldquo;. Damit verlor er sein angestammtes Gesch&auml;ft in der Salvatorgasse. Dar&uuml;ber hinaus wurde der Familie Privatverm&ouml;gen entzogen, darunter das Haus am Oberen Stadtplatz Nr. 5. Alfred Gr&uuml;nmandl musste au&szlig;erdem die diskriminierende sogenannte &bdquo;Judenverm&ouml;gensabgabe&ldquo; in H&ouml;he von 15.000 Reichsmark entrichten.<br />Mit welchem Zynismus die gewaltsame Verdr&auml;ngung j&uuml;discher Eigent&uuml;mer &ouml;ffentlich als wirtschaftlicher &bdquo;Neubeginn&ldquo; dargestellt wurde, verdeutlicht eine Anzeige des neuen Besitzers im&nbsp;<em>Haller Kreis-Anzeiger</em>&nbsp;vom 22. Oktober 1938. Darin wurde verk&uuml;ndet, das &bdquo;Kaufhaus Gr&uuml;nmandl &hellip; sei entjudet&ldquo;. Die menschenverachtende Formulierung dokumentiert, wie offen die nationalsozialistische Entrechtung und Enteignung in der lokalen &Ouml;ffentlichkeit propagiert wurde.<br /><em>Quelle: Tiroler Landesarchiv, Opferf&uuml;rsorgeakt 00358, Antrag auf Wiedergutmachung. Darin sind die genannten Verm&ouml;gensverluste und finanziellen Belastungen dokumentiert</em><br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Kaufhaus Gr&uuml;nmandl</strong>-<strong>Manufaktur- und Kurzwaren&shy;gesch&auml;ft Hall i. T.</strong><br /><strong>entjudet</strong><br /></h2>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/uploads/1/4/4/3/144346304/bildschirmfoto-2026-08-10-um-14-59-31_orig.jpg" alt="Ausschnitt aus dem Haller Kreis-Anzeiger vom 22. Oktober 1938. Im oberen Teil der Zeitungsseite befindet sich eine gro&szlig;formatige Anzeige f&uuml;r das &bdquo;Kaufhaus Gr&uuml;nmandl, Manufaktur- und Kurzwarengesch&auml;ft Hall i. T.&ldquo; Besonders hervorgehoben und unterstrichen steht das nationalsozialistische Propagandawort &bdquo;entjudet&ldquo;. Darunter erkl&auml;rt Willy Baumann, er habe das Unternehmen k&auml;uflich erworben und werde das Gesch&auml;ft weiterf&uuml;hren." style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <div class="paragraph">Anzeige zur zwangsweisen &bdquo;Arisierung&ldquo; des Kaufhauses Gr&uuml;nmandl in Hall in Tirol. Der neue Inhaber Willy Baumann verk&uuml;ndete darin, das Manufaktur- und Kurzwarengesch&auml;ft sei &bdquo;entjudet&ldquo;. Der menschenverachtende Ausdruck dokumentiert die &ouml;ffentliche propagandistische Darstellung der Enteignung und Verdr&auml;ngung Alfred Gr&uuml;nmandls. Quelle:&nbsp;<em>Haller Kreis-Anzeiger</em>, 22. Oktober 1938, S. 4.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Wortlaut der Anzeige</strong><br /></h2>  <div class="paragraph"><strong>Kaufhaus Gr&uuml;nmandl</strong><br /><strong>Manufaktur- und Kurzwaren&shy;gesch&auml;ft Hall i. T.</strong><br /><strong>entjudet</strong><br />Das Unternehmen wurde von mir k&auml;uflich erworben. Ich werde das Gesch&auml;ft in fachm&auml;nnischer Weise f&uuml;hren und bin bestrebt, meine Kunden zufrieden zu stellen.<br /><strong>Willy Baumann</strong><br />Hall in Tirol, Salvatorgasse Nr. 11<br /><em>Hinweis: Der Begriff &bdquo;entjudet&ldquo; wird hier ausschlie&szlig;lich als historisches Quellenzitat wiedergegeben. Er geh&ouml;rt zur antisemitischen und menschenverachtenden Sprache des Nationalsozialismus</em><br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Quellenkommentar</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Die Anzeige ist ein besonders eindr&uuml;ckliches Zeugnis f&uuml;r die &ouml;ffentliche Inszenierung der nationalsozialistischen &bdquo;Arisierung&ldquo;. Der neue Inhaber stellte die &Uuml;bernahme als gew&ouml;hnlichen k&auml;uflichen Erwerb dar. Diese Formulierung verschleierte jedoch die politischen und wirtschaftlichen Zwangsbedingungen, unter denen Alfred Gr&uuml;nmandl sein Unternehmen verlor.<br />Das Wort &bdquo;entjudet&ldquo; wurde typografisch besonders hervorgehoben und unterstrichen. Es bildete die zentrale Werbebotschaft der Anzeige. Damit wurde die Verdr&auml;ngung des j&uuml;dischen Eigent&uuml;mers nicht verborgen, sondern &ouml;ffentlich als vermeintlicher Vorzug des Gesch&auml;fts beworben. Die Anzeige richtete sich an die lokale Bev&ouml;lkerung und signalisierte, dass Eink&auml;ufe im ehemaligen Kaufhaus Gr&uuml;nmandl nun den antisemitischen Vorgaben des NS-Regimes entsprachen.<br />Bemerkenswert ist au&szlig;erdem, dass der traditionsreiche Name &bdquo;Kaufhaus Gr&uuml;nmandl&ldquo; weiterhin verwendet wurde. Der wirtschaftliche Wert und die Bekanntheit des Namens sollten offenbar erhalten bleiben, w&auml;hrend der fr&uuml;here Eigent&uuml;mer ausgegrenzt und enteignet wurde. Die Quelle macht somit das Zusammenspiel von wirtschaftlichem Vorteil, antisemitischer Propaganda und gesellschaftlicher Normalisierung der Verfolgung auf lokaler Ebene sichtbar.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Historischer Kontext</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Unmittelbar nach dem &bdquo;Anschluss&ldquo; &Ouml;sterreichs im M&auml;rz 1938 begann auch in Tirol die systematische Verdr&auml;ngung j&uuml;discher Unternehmerinnen und Unternehmer aus dem Wirtschaftsleben. Gesch&auml;fte und Betriebe wurden unter beh&ouml;rdlichem Druck geschlossen, zwangsweise verkauft oder an sogenannte &bdquo;arische&ldquo; Erwerber &uuml;bertragen. Die Betroffenen konnten &uuml;ber ihr Eigentum nicht frei verf&uuml;gen und erhielten h&auml;ufig nur einen Bruchteil seines tats&auml;chlichen Wertes. Zus&auml;tzlich belastete das NS-Regime sie mit diskriminierenden Steuern und Abgaben.<br />Alfred Gr&uuml;nmandls Manufaktur- und Kurzwarengesch&auml;ft in der Salvatorgasse 11 wurde bereits im M&auml;rz 1938 zwangsweise &bdquo;arisiert&ldquo;. Auch weiteres Privatverm&ouml;gen der Familie ging verloren. Gr&uuml;nmandl musste zudem eine sogenannte &bdquo;Judenverm&ouml;gensabgabe&ldquo; in H&ouml;he von 15.000 Reichsmark entrichten.<br />Die am 22. Oktober 1938 ver&ouml;ffentlichte Anzeige steht daher nicht f&uuml;r einen freien Gesch&auml;ftsverkauf. Sie dokumentiert vielmehr das Ergebnis einer staatlich organisierten Entrechtung und Enteignung. Durch die &ouml;ffentlich verk&uuml;ndete &bdquo;Entjudung&ldquo; wurde die wirtschaftliche Vernichtung eines j&uuml;dischen Mitb&uuml;rgers als selbstverst&auml;ndlicher Bestandteil des lokalen Gesch&auml;ftslebens pr&auml;sentiert. Gerade deshalb ist die Anzeige eine bedeutende Quelle f&uuml;r die Geschichte der nationalsozialistischen Judenverfolgung in Hall in Tirol.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title">Lesen Sie mehr:</h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/berghaus-_eidlitz_villa-_sixta.html"><font color="#4caac9">Berghaus _Eidlitz_Villa _Sixta</font></a></h2>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Historischer Kontext</strong><br /></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Antisemitismus, &bdquo;Arisierung&ldquo; und Verfolgung in Tirol</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">&#8203;Die Verfolgung Alfred Gr&uuml;nmandls war Teil der systematischen Ausgrenzung der j&uuml;dischen Bev&ouml;lkerung nach dem sogenannten &bdquo;Anschluss&ldquo; &Ouml;sterreichs an das Deutsche Reich im M&auml;rz 1938. Grundlage der Verfolgung war nicht das pers&ouml;nliche Glaubensbekenntnis, sondern die rassistische Einteilung nach den nationalsozialistischen &bdquo;N&uuml;rnberger Gesetzen&ldquo;. Alfred Gr&uuml;nmandls &Uuml;bertritt zum evangelischen Glauben sch&uuml;tzte ihn daher nicht vor der Einstufung als Jude.<br />J&uuml;dische Gesch&auml;ftsinhaber wurden durch Boykotte, beh&ouml;rdliche Ma&szlig;nahmen, Sonderabgaben und erzwungene Eigentums&uuml;bertragungen aus dem Wirtschaftsleben verdr&auml;ngt. Dieser als &bdquo;Arisierung&ldquo; bezeichnete Vorgang war kein gew&ouml;hnlicher Verkauf, sondern eine staatlich organisierte Enteignung. Alfred Gr&uuml;nmandls Textil- und Kurzwarengesch&auml;ft in der Haller Salvatorgasse wurde bereits 1938 &uuml;bernommen. In einer Zeitungsanzeige wurde es anschlie&szlig;end in der menschenverachtenden Sprache des NS-Regimes als &bdquo;entjudet&ldquo; beworben. Zudem musste Gr&uuml;nmandl eine sogenannte Judenverm&ouml;gensabgabe in H&ouml;he von 15.000 Reichsmark entrichten.<br />Zur wirtschaftlichen Enteignung kamen die Einschr&auml;nkung der Bewegungsfreiheit, die Einziehung von Reisep&auml;ssen, Zwangsarbeit und Haft. Alfred Gr&uuml;nmandl wurde im April 1943 in das von der Gestapo gef&uuml;hrte Lager Reichenau bei Innsbruck eingeliefert. Nach vier Wochen entlie&szlig; man ihn in geschw&auml;chtem Zustand. Er musste zu Fu&szlig; nach Hall zur&uuml;ckkehren, durfte keine Stra&szlig;enbahn benutzen und erhielt keine regul&auml;re Krankenhausbehandlung. Bis zur Befreiung im Mai 1945 war er auf die Unterst&uuml;tzung von Freunden und Bekannten angewiesen.<br />Auch seine Kinder waren von der nationalsozialistischen Verfolgung betroffen. Betty Gr&uuml;nmandl konnte 1939 nach Gro&szlig;britannien emigrieren. Otto Gr&uuml;nmandl, der w&auml;hrend seiner Schulzeit Kontakte zu einer Widerstandsgruppe unterhielt, wurde 1944 in das Zwangsarbeitslager Rositz in Th&uuml;ringen verschleppt. Das Schicksal der Familie zeigt, dass die NS-Verfolgung s&auml;mtliche Lebensbereiche erfasste und auch konvertierte, christlich verheiratete und seit Jahrzehnten in Hall verwurzelte Menschen nicht vor Entrechtung und Gewalt bewahrte.<br /></div>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/uploads/1/4/4/3/144346304/editor/grafik-juden-in-tirol.jpg?1710605491" alt="Zwei Abbildungen mit biografischen Informationen zu Alfred Gr&uuml;nmandl. Quelle: Lebensgeschichten statt Opferlisten, Wien 1997, S. 288." style="width:625;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <div class="paragraph">Abbildungen 1 und 2 zu Alfred Gr&uuml;nmandl. Quelle: Martin Achrainer, Thomas Albrich und Niko Hofinger (Hrsg.),<span>&nbsp;</span><em>Lebensgeschichten statt Opferlisten. Die biografische Datenbank zur j&uuml;dischen Bev&ouml;lkerung in Tirol und Vorarlberg im 19. und 20. Jahrhundert &ndash; Forschungsbericht</em>, Wien 1997, S. 288.<br /><span></span></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/uploads/1/4/4/3/144346304/editor/grafik-2.jpg?1710605507" alt="Two figures containing biographical information about Alfred Gr&uuml;nmandl. Source: Lebensgeschichten statt Opferlisten, Vienna 1997, p. 288." style="width:614;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <div class="paragraph">Figures 1 and 2 relating to Alfred Gr&uuml;nmandl. Source: Martin Achrainer, Thomas Albrich and Niko Hofinger (eds.),<span>&nbsp;</span><em>Lebensgeschichten statt Opferlisten: Die biografische Datenbank zur j&uuml;dischen Bev&ouml;lkerung in Tirol und Vorarlberg im 19. und 20. Jahrhundert &ndash; Forschungsbericht</em>, Vienna 1997, p. 288.<br /><span></span></div>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Die Familie Gr&uuml;nmandl nach der Macht&uuml;bernahme durch die Nationalsozialisten&nbsp;</strong></h2>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/uploads/1/4/4/3/144346304/editor/gr-nmandl1.jpg?1710685695" alt="Farbfotografie aus dem Jahr 2023 mit Au&szlig;enansicht des ehemaligen Gesch&auml;fts von Alfred Gr&uuml;nmandl in Hall in Tirol." style="width:356;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <div class="paragraph">Ehemaliges Gesch&auml;ft von Alfred Gr&uuml;nmandl in Solbad Hall, heute Hall in Tirol. Farbfotografie, 2023. Quelle: Privatarchiv K. Walder, Hall in Tirol.<br /><span></span></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Systematische Enteignung: Die &bdquo;Arisierung&ldquo; in Tirol</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Die Verteilung der beschlagnahmten j&uuml;dischen Verm&ouml;genswerte folgte einer strengen Hierarchie. Den verschiedenen Gliederungen der NSDAP wurde dabei stets der Vorrang einger&auml;umt. Liegenschaften, die nicht von Parteigenossen beansprucht wurden, gingen an das Land Tirol &uuml;ber. Die Landesbeh&ouml;rden nutzten diese Geb&auml;ude und Grundst&uuml;cke entweder selbst oder verkauften sie gewinnbringend weiter.<br />F&uuml;r die zwangsweise &Uuml;bertragung von Handels- und Gewerbebetrieben &ndash; die sogenannte &bdquo;Arisierung&ldquo; &ndash; war in Tirol die&nbsp;<strong>&bdquo;Arisierungsstelle Innsbruck&ldquo;</strong>&nbsp;zust&auml;ndig. Geleitet vom Gauwirtschaftsberater Duxneuner, organisierte diese Stelle die systematische Enteignung: Sie k&uuml;ndigte die Mietvertr&auml;ge j&uuml;discher Mieter und setzte &bdquo;kommissarische Leiter&ldquo; ein, um j&uuml;dische Gesch&auml;fte zu &uuml;bernehmen. Diese Verwalter waren oft sp&auml;ter selbst an einem Kauf der Betriebe interessiert.<br />Bereits zwischen Mai und Oktober 1938 wurde die &bdquo;Arisierung&ldquo; von mindestens achtzehn Innsbrucker Gesch&auml;ften &ouml;ffentlich bekanntgegeben. Ein Beispiel aus den&nbsp;<em>Innsbrucker Nachrichten</em>zeigt den zynischen und triumphierenden Ton dieser Meldungen:<br /><strong>&bdquo;Cafe Schindler ist am Mittwoch mit Bewilligung der Verm&ouml;gensverkehrsstelle im Ministerium f&uuml;r Handel und Verkehr in den Besitz eines bew&auml;hrten illegalen Parteigenossen und alten K&auml;mpfers &uuml;bergegangen.&ldquo;</strong><br />Diese Ank&uuml;ndigung macht deutlich, wie die Enteignung als verdiente Belohnung f&uuml;r linientreue Nationalsozialisten propagiert wurde.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Wirtschaftliche Vernichtung: Boykott und zwangsweise Ver&auml;u&szlig;erung</strong>.</h2>  <div class="paragraph">Der von den Nationalsozialisten organisierte Boykott j&uuml;discher Gesch&auml;fte zeigte schnell Wirkung und f&uuml;hrte zu einem massiven Umsatzeinbruch. Besonders spektakul&auml;r war der Fall des&nbsp;<strong>Kaufhauses Bauer &amp; Schwarz</strong>&nbsp;in der Innsbrucker Maria-Theresien-Stra&szlig;e. Es war das gr&ouml;&szlig;te Kaufhaus Tirols und verf&uuml;gte Ende 1937 noch &uuml;ber ein Anlage- und Betriebsverm&ouml;gen von &uuml;ber einer Million Schilling. Dennoch wurde es durch den Boykottdruck bereits im Mai 1938 praktisch in den Konkurs getrieben. Trotz heftiger Proteste lokaler Interessenten wurde das Unternehmen schlie&szlig;lich weit unter Wert an einen K&auml;ufer aus dem Deutschen Reich verkauft und firmierte fortan als&nbsp;<strong>Kaufhaus Kraus</strong>.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Statistik der Verdr&auml;ngung</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Die Verfolgung traf ganze Branchen, die im Volksmund als &bdquo;j&uuml;disch&ldquo; galten. Von insgesamt 17.418 Handelsgesch&auml;ften in Tirol waren lediglich 54 in j&uuml;dischem Besitz. Dennoch wurden 24 dieser Betriebe &ndash; vor allem Lebensmittel- und Textilgesch&auml;fte &ndash; bis 1938 endg&uuml;ltig geschlossen und damit aus dem Wirtschaftsleben verdr&auml;ngt.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>B&uuml;rokratie der Enteignung: Die Gebarungspr&uuml;fung von 1939</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Die &bdquo;Arisierung&ldquo; war ein b&uuml;rokratisch verwalteter Prozess. Am 1. August 1939 f&uuml;hrte die&nbsp;<strong>Donaul&auml;ndische Treuhand- und Organisationsgesellschaft M.B.H.</strong>&nbsp;eine Pr&uuml;fung der Finanzgebaren der Arisierungsstelle Innsbruck durch. In der dabei erstellten Aufstellung aller Zahlungen an diese Stelle taucht auch das Schicksal der Familie Gr&uuml;nmandl wieder auf: Das arisierte Textilgesch&auml;ft von&nbsp;<strong>Alfred Gr&uuml;nmandl</strong>&nbsp;in Hall ist mit einer geleisteten Zahlung von&nbsp;<strong>1.105 Reichsmark</strong>&nbsp;vermerkt. Diese Akten belegen die systematische und gewinnorientierte Auspl&uuml;nderung.<br />*Quelle: K&ouml;fler, Gretl: Der Verfolgung der Juden. Einziehung von Verm&ouml;genswerten &ndash; Ausschaltung aus dem Berufsleben. In: Dokumentationsarchiv des &ouml;sterreichischen Widerstands (Hrsg.): Widerstand in Tirol 1934 - 1945. Wien/M&uuml;nchen 1984, S. 430-440.*<br /></div>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Systematische Erfassung und Entrechtung der Familie Gr&uuml;nmandl</strong><br /></h2>  <div><div class="wsite-multicol"><div class="wsite-multicol-table-wrap" style="margin:0 -15px;"> 	<table class="wsite-multicol-table"> 		<tbody class="wsite-multicol-tbody"> 			<tr class="wsite-multicol-tr"> 				<td class="wsite-multicol-col" style="width:50%; padding:0 15px;"> 					 						  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/uploads/1/4/4/3/144346304/published/thumb-christine.png?1786467478" alt="Portr&auml;tfotografie von Christine Gr&uuml;nmandl, geborene Katzengruber (1892&ndash;1973), der Ehefrau Alfred Gr&uuml;nmandls und Mutter von Herta Gr&uuml;nmandl." style="width:192;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <div class="paragraph">Christine Gr&uuml;nmandl, geborene Katzengruber (1892&ndash;1973). Quelle: Hohenems Genealogie,<span>&nbsp;</span><a href="https://www.hohenemsgenealogie.at/gen/getperson.php?personID=I2640&amp;tree=Hohenems" target="_new">online verf&uuml;gbar</a><span>&nbsp;</span>(Stand: 11. August 2026).<br /><span></span></div>   					 				</td>				<td class="wsite-multicol-col" style="width:50%; padding:0 15px;"> 					 						  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/uploads/1/4/4/3/144346304/published/thumb-ludwig.png?1786467503" alt="Portr&auml;tfotografie von Ludwig Gr&uuml;nmandl (1917&ndash;1980), dem Sohn von Alfred und Christine Gr&uuml;nmandl." style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <div class="paragraph">Ludwig Gr&uuml;nmandl (1917&ndash;1980), Sohn von Alfred und Christine Gr&uuml;nmandl. Quelle: Hohenems Genealogie, online verf&uuml;gbar&nbsp;https://www.hohenemsgenealogie.at/getperson.php?personID=I2644&amp;tree=Hohenems (Stand: 11. August 2026).<br /></div>   					 				</td>			</tr> 		</tbody> 	</table> </div></div></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/uploads/1/4/4/3/144346304/published/bild-21-12-25-um-16-13-1.png?1786467579" alt="Portr&auml;tfotografie von Herta Gr&uuml;nmandl (1929&ndash;2015)." style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <div class="paragraph"><font size="2"><span style="color:rgb(42, 42, 42)"></span></font>Herta Gr&uuml;nmandl (1929&ndash;2015). Quelle:<span>&nbsp;</span><em>Hohenems Genealogie</em>, online unter:<span>&nbsp;</span><a href="https://www.hohenemsgenealogie.at/gen/getperson.php?personID=I2641&amp;tree=Hohenems" target="_new">hohenemsgenealogie.at</a><span>&nbsp;</span>(Stand: 10. August 2026)<br /><span></span></div>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/uploads/1/4/4/3/144346304/published/betty.png?1786467623" alt="Schwarz-Wei&szlig;-Portr&auml;t von Betty Gr&uuml;nmandl (1918&ndash;2012) mit gescheitelter Frisur und kariertem Kragen. Sie ist leicht seitlich dargestellt und blickt mit aufmerksamem, ernstem Gesichtsausdruck in die Kamera." style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <div class="paragraph">Betty Gr&uuml;nmandl (1918&ndash;2012). Schwarz-Wei&szlig;-Portr&auml;tfotografie. Quelle:&nbsp;<em>Hohenems Genealogie</em>, online unter:&nbsp;<a href="https://www.hohenemsgenealogie.at/getperson.php?personID=I2641&amp;tree=Hohenems" target="_new">hohenemsgenealogie.at</a>. (Stand: 10. August 2026)<br /></div>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <div class="paragraph">Unmittelbar nach der nationalsozialistischen Macht&uuml;bernahme begann die&nbsp;<strong>Gestapo in Innsbruck&nbsp;</strong>damit, alle j&uuml;dischen Menschen in Tirol systematisch zu erfassen und in Listen zu registrieren. Parallel dazu versch&auml;rften sich die Repressalien: Die Bezirkshauptmannschaften erhielten die Anweisung,&nbsp;<strong>keine Reisep&auml;sse mehr an J&uuml;dinnen und Juden</strong>&nbsp;auszustellen. Bereits ausgegebene P&auml;sse mussten eingezogen werden. (1)<br />Diese Ma&szlig;nahmen wurden z&uuml;gig und in Zusammenarbeit mit lokalen NSDAP-Stellen umgesetzt, wie ein Schreiben der&nbsp;<strong>Polizeistelle Solbad Hall</strong>&nbsp;vom Mai 1938 belegt. Darin hie&szlig; es, man habe &bdquo;aufgrund des Einvernehmens mit der NSDAP Ortsgruppenleitung&ldquo; allen in Hall wohnhaften j&uuml;dischen oder vermeintlich j&uuml;dischen Personen die Reisedokumente abgenommen. (2)<br />&#8203;<br /><a href="applewebdata://5ED7D96C-8B8C-44C6-B677-3C07E1C57120#_ftnref1">1]</a><span style="color:rgb(42, 42, 42)">&nbsp;TLA, Geheime Staatspolizei, Schreiben Staatspolizeidienststelle Wien, an BH Ibk., am 22.3.1938, in: BH Innsbruck Abt. II. Fasz. 542.</span><br /><a href="applewebdata://5ED7D96C-8B8C-44C6-B677-3C07E1C57120#_ftnref2">[2]</a><span style="color:rgb(42, 42, 42)">&nbsp;TLA, Schreiben Gendarmerieposten Kommando Hall in Tirol an die BH Ibk., am 2.4.1938, in BH Innsbruck Abt. II, Fasz. 542.</span><br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Die Familie Gr&uuml;nmandl: Entrechtung und Emigration</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Von dieser Konfiskation war auch die Familie Gr&uuml;nmandl betroffen. Die P&auml;sse von&nbsp;<strong>Alfred Gr&uuml;nmandl</strong>&nbsp;sowie seiner Kinder&nbsp;<strong>Ludwig</strong>&nbsp;und&nbsp;<strong>Betty</strong>&nbsp;wurden eingezogen und an die Bezirkshauptmannschaft Innsbruck gesandt. Alfred Gr&uuml;nmandl gab dabei an, dass sein Vater Jude gewesen sei, er selbst aber protestantisch getauft war. Seine Ehefrau, die als &bdquo;arisch&ldquo; galt, durfte ihren Pass behalten.<br />Die folgende Zeit war von gro&szlig;er Angst gepr&auml;gt. W&auml;hrend der&nbsp;<strong>Pogromnacht am 9. November 1938</strong>bangte die Familie, ob es auch in Hall zu gewaltsamen Ausschreitungen kommen w&uuml;rde. Die Stadt blieb zwar &ndash; im Gegensatz zu Innsbruck &ndash; verschont, die Bedrohung war jedoch allgegenw&auml;rtig. Ein Lichtblick gelang 1939:&nbsp;<strong>Betty Gr&uuml;nmandl</strong>&nbsp;konnte erfolgreich nach Gro&szlig;britannien emigrieren und sich damit in Sicherheit bringen. (3)<br />Fu&szlig;noten:<br /><a href="applewebdata://5ED7D96C-8B8C-44C6-B677-3C07E1C57120#_ftnref3">[3]</a><span style="color:rgb(42, 42, 42)">&nbsp;TLA, Zahl: II 2864/13, Schreiben, Betreff Auswanderung von Juden aus Tirol, an die Gestapo, Staatspolizeistelle Innsbruck, Innsbruck am 7.7. 1939, in: BH Ibk. 1951, Abt. II/Reg. 98, Zl 1385 (mit Zl 1804 aus 1950), Fasz. 775.</span><br /><br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Mischehen im Fokus der NS-Verfolgung</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Alfred Gr&uuml;nmandl wurde von den NS-Beh&ouml;rden als&nbsp;<strong>&bdquo;Jude in Mischehe&ldquo;</strong>&nbsp;klassifiziert. Das Schicksal der in solchen Ehen lebenden j&uuml;dischen Partner war innerhalb des NS-Regimes umstritten. Auf mehreren sogenannten&nbsp;<strong>&bdquo;Endl&ouml;sungskonferenzen&ldquo;</strong>&nbsp;zwischen Januar 1942 und Oktober 1943 wurde dar&uuml;ber diskutiert, ob und wie sie verfolgt werden sollten. W&auml;hrend radikale NS-Organisationen auch diese Gruppe deportieren wollten, sahen das Justiz- und das Propagandaministerium davon ab. Sie f&uuml;rchteten&nbsp;<strong>negative Reaktionen der &bdquo;arischen&ldquo; Bev&ouml;lkerung</strong>, deren Ehepartner betroffen gewesen w&auml;ren, und hielten eine gesonderte Behandlung f&uuml;r politisch nicht opportun. (4)<br /><br />Fu&szlig;note:<br /><a href="applewebdata://5ED7D96C-8B8C-44C6-B677-3C07E1C57120#_ftnref4">[4]</a><span style="color:rgb(42, 42, 42)">&nbsp;Hilberg, Vernichtung, S. 436- 447.</span><br /></div>  <h2 class="wsite-content-title">Lesen Sie mehr:</h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/oberst-_oskar-_teuber.html"><font color="#4caac9">Oberst _Oskar _Teuber</font></a></h2>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Eine Verhaftungswelle 1943: Der &bdquo;Alleingang&ldquo; der Gestapo Tirol</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Ostern 1943 markierte eine gef&auml;hrliche Eskalation.&nbsp;<strong>Gauleiter Franz Hofer</strong>&nbsp;befahl, alle noch im Gau Tirol lebenden J&uuml;dinnen und Juden zu inhaftieren &ndash; ein Vorsto&szlig;, der selbst innerhalb des NS-Systems ein&nbsp;<strong>&bdquo;Alleingang&ldquo; der Innsbrucker Gestapo</strong>&nbsp;war. Pl&ouml;tzlich war auch der bisherige, prek&auml;re Schutz durch einen &bdquo;arischen&ldquo; Ehepartner au&szlig;er Kraft gesetzt.<br />Trotz versuchter Geheimhaltung formierte sich bemerkenswerter&nbsp;<strong>Widerstand aus der Bev&ouml;lkerung</strong>. Durch mutige Petitionen von Freunden und Familienangeh&ouml;rigen gelang es, die Freilassung eines gro&szlig;en Teils der Inhaftierten zu erreichen.</div>  <h2 class="wsite-content-title">Lesen Sie mehr:&nbsp;</h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/127468127463-andergassen--heinrich--blog-en--part-i.html"><font color="#4caac9">&#127468;&#127463; Andergassen -Heinrich -Blog (EN) -(Part I)</font></a></h2>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Alfred Gr&uuml;nmandls Leidensweg: Haft und Zwangsarbeit</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Von dieser Verhaftungswelle war auch&nbsp;<strong>Alfred Gr&uuml;nmandl</strong>&nbsp;betroffen. Im April 1943 wurde er f&uuml;r&nbsp;<strong>vier Wochen im Gestapolager Reichenau</strong>&nbsp;inhaftiert. Seiner Festnahme vorausgegangen war&nbsp;<strong>Zwangsarbeit</strong>&nbsp;beim Maurermeister Fr&ouml;schl &ndash; eine f&uuml;r den etwa 55- bis 60-j&auml;hrigen Kaufmann k&ouml;rperlich kaum zu bew&auml;ltigende Schikane.<br />Die entbehrungsreichen Bedingungen im Lager Reichenau zehrten stark an seinen Kr&auml;ften. Nach seiner Entlassung wurde er&nbsp;<strong>zu Fu&szlig; nach Solbad Hall</strong>&nbsp;zur&uuml;ckgeschickt.<br />Weitere Dem&uuml;tigungen folgten: Ihm wurde die Benutzung der Stra&szlig;enbahn und eine Behandlung im Krankenhaus verboten.<br />Sein &Uuml;berleben in der Zeit bis Mai 1945 verdankte er letztlich der&nbsp;<strong>Hilfe von Freunden und Bekannten</strong>, die ihn unterst&uuml;tzten, w&auml;hrend er in seinem Haus in der&nbsp;<strong>Krippgasse 12</strong>&nbsp;in Solbad Hall lebte.<br /></div>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Das Haus in der Krippgasse 12: Ein zeitgeschichtliches Zeugnis</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">W&auml;hrend des Krieges war im Parterre desselben Hauses, in der Krippgasse 12, die Familie&nbsp;<strong>Anton und Josefine Walder</strong>&nbsp;mit ihrer Tochter Ingeborg gemeldet. Das folgende Foto aus dem Jahr 2020 zeigt die beiden Fenster ihrer damaligen Wohnung, die sp&auml;ter mit Plakatspr&uuml;chen von&nbsp;<strong>Otto Gr&uuml;nmandl</strong>&nbsp;gestaltet wurden.<br /><br /></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/uploads/1/4/4/3/144346304/krippgasse-12_orig.jpg" alt="Ansicht des Hauses von Alfred Gr&uuml;nmandl in der Krippgasse 12 in Hall in Tirol. Die sichtbaren Fenster geh&ouml;rten w&auml;hrend des Zweiten Weltkriegs zu den Wohnr&auml;umen der jungen Familie Walder." style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <div class="paragraph">Das Haus von Alfred Gr&uuml;nmandl in der Krippgasse 12 in Hall in Tirol. Hinter diesen Fenstern befanden sich w&auml;hrend des Zweiten Weltkriegs die Wohnr&auml;ume der jungen Familie Walder.&nbsp;<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title">Lesen Sie mehr:&nbsp;</h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/walder--anton--wderstandsgruppe-post-innsbruck-teil-1.html"><font color="#4caac9">Walder--Anton--Wderstandsgruppe-post-innsbruck-teil-1</font></a></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/walder--anton--teil-2.html"><font color="#4caac9">Walder -Anton -Teil 2</font></a></h2>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Otto Gr&uuml;nmandl (1924 - 2000)</strong></h2>  <div><div class="wsite-multicol"><div class="wsite-multicol-table-wrap" style="margin:0 -15px;"> 	<table class="wsite-multicol-table"> 		<tbody class="wsite-multicol-tbody"> 			<tr class="wsite-multicol-tr"> 				<td class="wsite-multicol-col" style="width:50%; padding:0 15px;"> 					 						  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/uploads/1/4/4/3/144346304/editor/thumb-otto.png?1710692156" alt="Schwarz-Wei&szlig;-Portr&auml;t von Otto Gr&uuml;nmandl als Junge. Er ist frontal dargestellt und blickt direkt in die Kamera." style="width:211;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>   					 				</td>				<td class="wsite-multicol-col" style="width:50%; padding:0 15px;"> 					 						  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/uploads/1/4/4/3/144346304/otto-gr-nmandl_orig.jpg" alt="Fotografie von Otto Gr&uuml;nmandl in den 1980er-Jahren in Hall in Tirol. Das Bild tr&auml;gt seine handschriftliche Unterschrift." style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>   					 				</td>			</tr> 		</tbody> 	</table> </div></div></div>  <div class="paragraph">Links: Otto Gr&uuml;nmandl als Junge. Schwarz-Wei&szlig;-Portr&auml;tfotografie. Quelle:<span>&nbsp;</span><em>Hohenems Genealogie</em>, online unter:<span>&nbsp;</span><a href="https://www.hohenemsgenealogie.at/gen/getperson.php?personID=I2640&amp;tree=Hohenems" target="_new">hohenemsgenealogie.at</a><span>&nbsp;</span>(Stand: 10. August 2026).<br />Rechts: Otto Gr&uuml;nmandl in den 1980er-Jahren in Hall in Tirol, mit seiner handschriftlichen Unterschrift. Quelle: Privatarchiv K. Walder, Hall in Tirol.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Die Br&uuml;der Gr&uuml;nmandl: Zwei unterschiedliche Schicksale</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Die nationalsozialistische Verfolgung traf auch die S&ouml;hne von Alfred Gr&uuml;nmandl, Otto und Ludwig, jedoch auf sehr unterschiedliche Weise. Ihre Lebenswege spiegeln die widerspr&uuml;chlichen und grausamen Realit&auml;ten der NS-Zeit wider.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Otto Gr&uuml;nmandl: Widerstand und Haft</strong><br /></h2>  <div class="paragraph"><strong>Otto Gr&uuml;nmandl</strong>&nbsp;(<em>1924 -2000</em>) schloss sich bereits w&auml;hrend seiner Schulzeit am ehemaligen Franziskaner Gymnasium (der Oberschule f&uuml;r Jungen und M&auml;dchen) der&nbsp;<strong>Widerstandsgruppe um Michael und Peter Zwetkoff</strong>&nbsp;an. Aufgrund der st&auml;ndigen &Uuml;berwachung durch die Gestapo konnte er aus Sicherheitsgr&uuml;nden oft nicht &uuml;ber konkrete Aktionen informiert werden.<br />Sein Engagement hatte schwere Konsequenzen: Vom&nbsp;<strong>16. Oktober 1944 bis zum 19. Mai 1945</strong>&nbsp;war er im&nbsp;<strong>Zwangsarbeiterlager Rositz in Th&uuml;ringen</strong>&nbsp;interniert. (Mehr zum Widerstandskreis erfahren Sie im Blogeintrag:&nbsp;<strong>Michael und Peter Zwetkoff</strong>).<br /><br />&#8203;<span style="color:rgb(15, 17, 21)">Otto Gr&uuml;nmandl wurde sp&auml;ter ein bekannter &ouml;sterreichischer&nbsp;</span><strong style="color:rgb(15, 17, 21)">Kabarettist</strong><span style="color:rgb(15, 17, 21)">, Schriftsteller und Schauspieler, der f&uuml;r seinen scharfen Witz und seine gesellschaftskritischen und politischen Beobachtungen im Nachkriegs&ouml;sterreich bekannt war.</span><br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Ludwig Gr&uuml;nmandl: Wehrdienst und Wohnortwechsel</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Sein Bruder&nbsp;<strong>Ludwig Gr&uuml;nmandl</strong>&nbsp;hatte ein anderes Schicksal. Er leistete von&nbsp;<strong>1939 bis 1940</strong>&nbsp;als Soldat&nbsp;<strong>Dienst in der Wehrmacht</strong>&nbsp;und war in Frankreich stationiert. Seine Meldeadressen spiegeln die Unruhe dieser Jahre wider: Bis 1939 lebte er mit der Familie in&nbsp;<strong>Hall, Krippgasse 12</strong>. Nach seiner Milit&auml;rzeit war er von&nbsp;<strong>1940 bis 1943</strong>&nbsp;in&nbsp;<strong>Innsbruck, Burggraben 13</strong>, gemeldet, bevor er bis Kriegsende wieder in das elterliche Haus in der Haller Krippgasse 12 zur&uuml;ckkehrte.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title">Lesen Sie mehr:&nbsp;</h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/otto_-gruumlnmandl.html"><font color="#4caac9">Otto_ Gr&uuml;nmandl</font></a></h2>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Zusammenfassung</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Alfred Gr&uuml;nmandl lebte seit 1907 in Hall in Tirol und f&uuml;hrte dort ein Textilgesch&auml;ft. Obwohl er zum evangelischen Glauben &uuml;bergetreten war, wurde er von den Nationalsozialisten aufgrund seiner Herkunft als Jude verfolgt. Sein Gesch&auml;ft und Teile seines Verm&ouml;gens wurden 1938 enteignet, seine Reisefreiheit eingeschr&auml;nkt und ihm eine hohe Zwangsabgabe auferlegt.<br />Nach schwerer Zwangsarbeit wurde Gr&uuml;nmandl im April 1943 in das Gestapolager Reichenau eingeliefert. Nach seiner Entlassung &uuml;berlebte er bis zum Ende der NS-Herrschaft mithilfe von Freunden und Bekannten in seinem Haus in der Krippgasse 12. Auch seine Kinder waren von Flucht, Haft und Zwangsarbeit betroffen. Die Geschichte der Familie Gr&uuml;nmandl dokumentiert beispielhaft die nationalsozialistische Verfolgungs- und Enteignungspolitik in Hall und ganz Tirol.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>H&auml;ufig gestellte Fragen (FAQ)</strong><br /></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Wer war Alfred Gr&uuml;nmandl?</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Alfred Gr&uuml;nmandl wurde 1883 in Ungarisch Brod, dem heutigen Uhersk&yacute; Brod in Tschechien, geboren. Er kam 1907 nach Hall in Tirol und er&ouml;ffnete gemeinsam mit seinem Bruder ein Textilgesch&auml;ft. Mit seiner Frau Christine und seinen Kindern lebte er in Hall und besa&szlig; seit 1919 das Heimatrecht der Stadt.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Warum wurde Alfred Gr&uuml;nmandl von den Nationalsozialisten verfolgt?</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Die Nationalsozialisten stuften Alfred Gr&uuml;nmandl aufgrund seiner j&uuml;dischen Herkunft als Juden ein. Sein &Uuml;bertritt zum evangelischen Glauben im Jahr 1914 &auml;nderte daran nichts, weil sich die Verfolgung nach den rassistischen Kriterien der NS-Gesetzgebung richtete.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Was geschah mit dem Gesch&auml;ft von Alfred Gr&uuml;nmandl?</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Sein Manufaktur- und Kurzwarengesch&auml;ft in der Salvatorgasse wurde 1938 &bdquo;arisiert&ldquo;. Darunter ist die erzwungene &Uuml;bertragung j&uuml;dischen Eigentums an nichtj&uuml;dische Erwerber zu verstehen. Der neue Besitzer bewarb das &uuml;bernommene Gesch&auml;ft anschlie&szlig;end &ouml;ffentlich als &bdquo;entjudet&ldquo;.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Wurde Alfred Gr&uuml;nmandl im Gestapolager Reichenau inhaftiert?</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Ja. Im April 1943 wurde Alfred Gr&uuml;nmandl f&uuml;r vier Wochen im Gestapolager Reichenau bei Innsbruck festgehalten. Zuvor hatte er schwere k&ouml;rperliche Zwangsarbeit leisten m&uuml;ssen. Nach seiner Entlassung musste er geschw&auml;cht zu Fu&szlig; nach Hall zur&uuml;ckkehren.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Wie konnte Alfred Gr&uuml;nmandl die NS-Zeit &uuml;berleben?</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Seine Ehe mit Christine Gr&uuml;nmandl, die nach den nationalsozialistischen Kriterien als &bdquo;arisch&ldquo; galt, bot ihm zeitweise einen begrenzten Schutz. Dieser war jedoch keineswegs verl&auml;sslich. Durch die Unterst&uuml;tzung von Freunden und Bekannten konnte er die Zeit nach seiner Haft bis zur Befreiung im Mai 1945 in Hall &uuml;berleben.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Was geschah mit den Kindern der Familie Gr&uuml;nmandl?</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Betty Gr&uuml;nmandl gelang 1939 die Flucht nach Gro&szlig;britannien. Otto Gr&uuml;nmandl wurde im Oktober 1944 in das Zwangsarbeitslager Rositz in Th&uuml;ringen verschleppt und erst im Mai 1945 befreit. Zuvor hatte er als Sch&uuml;ler Kontakte zur Widerstandsgruppe von Michael und Peter Zwetkoff unterhalten.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Welche Bedeutung hat die Geschichte der Familie Gr&uuml;nmandl f&uuml;r Hall in Tirol?</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Das Schicksal der Familie zeigt, dass die nationalsozialistische Verfolgung und Enteignung auch unmittelbar in Hall in Tirol stattfanden. Eine seit Jahrzehnten in der Stadt lebende Familie wurde entrechtet, wirtschaftlich beraubt und auseinandergerissen. Ihre Geschichte macht die lokalen Auswirkungen der NS-Herrschaft anhand konkreter Lebenswege sichtbar.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Wurde Alfred Gr&uuml;nmandl nach 1945 entsch&auml;digt?</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Nach dem Ende der NS-Herrschaft stellte Alfred Gr&uuml;nmandl einen Antrag auf Wiedergutmachung. Der im Tiroler Landesarchiv erhaltene Opferf&uuml;rsorgeakt dokumentiert die erlittenen Verm&ouml;gensverluste und die geltend gemachten Anspr&uuml;che. Solche Verfahren waren h&auml;ufig langwierig und konnten das erlittene Unrecht nur unvollst&auml;ndig ausgleichen.<br /></div>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0;margin-right:0;text-align:center"> <a> <img src="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/uploads/1/4/4/3/144346304/innsbrucker-nachrichten_orig.jpg" alt="Picture" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0;margin-right:0;text-align:center"> <a> <img src="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/uploads/1/4/4/3/144346304/innsbrucker-nach2_orig.jpg" alt="Picture" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0;margin-right:0;text-align:center"> <a> <img src="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/uploads/1/4/4/3/144346304/innsbruck-3_orig.jpg" alt="Picture" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <div class="paragraph"><font size="1">Fotos: Innsbrucker Nachrichten In: Privatarchiv E. Walder Hall in Tirol.</font></div>  <div class="wsite-scribd">			  			 				<div id="610356860850512419-pdf-fallback" style="display: none;"> 					Your browser does not support viewing this document. Click <a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/uploads/1/4/4/3/144346304/protestantenpatent_1861_mathias_gmeiner_.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">here</a> to download the document. 				</div> 				<div id="610356860850512419-pdf-embed" style="display: none; height: 500px;"> 				</div>  				 			</div>  <div class="paragraph"><font size="2" color="#2a2a2a">Quellen: RIS-rgb 1914_0337_01245-Reichs-, Staats-und Bundesgeeseztblatt 1848 - 1940. Online unter: <a href="https://www.ris.bka.gv.at/Dokument.wxe?Abfrage=BgblAlt&amp;Dokumentnummer=rgb1914_0337_01245">https://www.ris.bka.gv.at/Dokument.wxe?Abfrage=BgblAlt&amp;Dokumentnummer=rgb1914_0337_01245</a>&nbsp;(Stand: 11.8. 2024)</font></div>  <div class="wsite-scribd">			  			 				<div id="316233958796060116-pdf-fallback" style="display: none;"> 					Your browser does not support viewing this document. 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Der Grabstein befindet sich auf dem j&uuml;dischen Friedhof in Innsbruck." style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <div class="paragraph">Grabstein von Otto Gr&uuml;nmandl (&dagger; 2. J&auml;nner 1915), dem Bruder von Alfred Gr&uuml;nmandl und Onkel des gleichnamigen Kabarettisten Otto Gr&uuml;nmandl, auf dem j&uuml;dischen Friedhof in Innsbruck, 2023. Foto: Privatarchiv E. Walder, Hall in Tirol.<br /><span></span></div>  <div class="wsite-map"><iframe allowtransparency="true" frameborder="0" scrolling="no" style="width: 100%; height: 250px; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" src="//www.weebly.com/weebly/apps/generateMap.php?map=google&elementid=943069113625385043&ineditor=0&control=3&width=auto&height=250px&overviewmap=0&scalecontrol=0&typecontrol=0&zoom=17&long=11.5069358&lat=47.2827704&domain=www&point=1&align=2&reseller=false"></iframe></div>]]></content:encoded></item></channel></rss>