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<channel><title><![CDATA[Nationalsozialismus in Hall in Tirol: NS-Widerstand, Verfolgung und Schicksale - Josef und Theresia Facinelli]]></title><link><![CDATA[https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/josef-und-theresia-facinelli]]></link><description><![CDATA[Josef und Theresia Facinelli]]></description><pubDate>Fri, 14 Aug 2026 14:30:17 -0700</pubDate><generator>Weebly</generator><item><title><![CDATA[Erinnerung an Theresia und Josef Facinelli]]></title><link><![CDATA[https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/josef-und-theresia-facinelli/erinnerung-an-theresia-und-josef-facinelli]]></link><comments><![CDATA[https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/josef-und-theresia-facinelli/erinnerung-an-theresia-und-josef-facinelli#comments]]></comments><pubDate>Thu, 13 Nov 2025 15:52:08 GMT</pubDate><category><![CDATA[Uncategorized]]></category><guid isPermaLink="false">https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/josef-und-theresia-facinelli/erinnerung-an-theresia-und-josef-facinelli</guid><description><![CDATA[   	 		 			 				 					 						    Blog (EN) Theresia und Josef Facinelli     					 								 					 						          					 							 		 	            Foto Familien Facinelli und Larch in F&uuml;gen. In: Privatarchiv Elisabeth und G&uuml;nther Klaus F&uuml;gen.  Ein Beitrag f&uuml;r die Webseite NS-Widerstand:  Die Zeit des Nationalsozialismus forderte jeden Einzelnen zu Gewissensentscheidungen heraus. Die Geschichte von&nbsp;Josef und Theresia Facinelli&nbsp;ist ein beeindruckendes Beispiel f&uuml;r pe [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <div><div class="wsite-multicol"><div class="wsite-multicol-table-wrap" style="margin:0 -15px;"> 	<table class="wsite-multicol-table"> 		<tbody class="wsite-multicol-tbody"> 			<tr class="wsite-multicol-tr"> 				<td class="wsite-multicol-col" style="width:50%; padding:0 15px;"> 					 						  <div style="text-align:left;"><div style="height: 10px; overflow: hidden;"></div> <a class="wsite-button wsite-button-small wsite-button-normal" href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/blog-en-josef-und-theresia-facinelli.html" > <span class="wsite-button-inner">Blog (EN) Theresia und Josef Facinelli</span> </a> <div style="height: 10px; overflow: hidden;"></div></div>   					 				</td>				<td class="wsite-multicol-col" style="width:50%; padding:0 15px;"> 					 						  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:left"> <a> <img src="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/uploads/1/4/4/3/144346304/published/flag.png?1763110667" alt="Picture" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>   					 				</td>			</tr> 		</tbody> 	</table> </div></div></div>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0;margin-right:0;text-align:center"> <a> <img src="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/uploads/1/4/4/3/144346304/editor/faschinelli.png?1763049210" alt="Picture" style="width:336;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <div class="paragraph">Foto Familien Facinelli und Larch in F&uuml;gen. In: Privatarchiv Elisabeth und G&uuml;nther Klaus F&uuml;gen.</div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Ein Beitrag f&uuml;r die Webseite NS-Widerstand:</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Die Zeit des Nationalsozialismus forderte jeden Einzelnen zu Gewissensentscheidungen heraus. Die Geschichte von&nbsp;<strong>Josef und Theresia Facinelli</strong>&nbsp;ist ein beeindruckendes Beispiel f&uuml;r pers&ouml;nlichen Widerstand, der nicht mit gro&szlig;en Gesten, sondern mit der unersch&uuml;tterlichen Treue zum N&auml;chsten begann. Ihr Schicksal steht f&uuml;r die vielen stillen Heldentaten, die in offiziellen Geschichtsb&uuml;chern oft unerw&auml;hnt bleiben, aber das R&uuml;ckgrat menschlicher W&uuml;rde in unmenschlichen Zeiten bildeten.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Die Familie Facinelli: Urspr&uuml;nge und Werdegang</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Die katholische Familie von&nbsp;<strong>Josef Facinelli</strong>&nbsp;stammte aus&nbsp;<strong>Cles im Nonstal (Trentino)</strong>, einer Region hinter dem Mendelpass. Die Familie wanderte nach&nbsp;<strong>Bischofshofen im Land Salzburg</strong>&nbsp;aus und lie&szlig; sich dort mit einer Gastwirtschaft und Metzgerei nieder. Noch bis 1997 existierte das von der Familie Facinelli gef&uuml;hrte Cafe/Restaurant am Hauptplatz.<br /><strong>Josef Facinelli</strong>&nbsp;wurde am&nbsp;<strong>11. Mai 1891 in Bischofshofen</strong>&nbsp;geboren. Er kam als&nbsp;<strong>Finanzbeamter nach Innsbruck</strong>&nbsp;und wurde von dort sp&auml;ter zum&nbsp;<strong>Finanzamt F&uuml;gen</strong>&nbsp;versetzt. In Innsbruck lernte er seine Frau&nbsp;<strong>Theresia Gr&uuml;nhut</strong>&nbsp;kennen.<br /><strong>Theresia Facinelli</strong>&nbsp;wurde am&nbsp;<strong>9. Mai 1895 in St. Johann am Walde im Innviertel in Ober&ouml;sterreich&nbsp;</strong>geboren und katholisch erzogen. Sie heirateten am&nbsp;<strong>17. April 1923 in Bischofshofen</strong>. Das Ehepaar blieb kinderlos.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Zivilcourage im Nationalsozialismus: Der Widerstand des Josef Facinelli</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Die bereits gefestigte Lebensordnung der Facinellis brach mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten zusammen. Die Verfolgungsmaschinerie des Regimes traf die Familie gleich auf mehrfache Weise:<br /><ul><li><strong>Treue gegen Karriere</strong>: Als Finanzbeamter sah sich Josef Facinelli mit einer unmenschlichen Forderung konfrontiert:&nbsp;<strong>Weil seine Frau Theresia zu einem Viertel j&uuml;discher Abstammung war, h&auml;tte er sich von ihr scheiden lassen m&uuml;ssen, um seinen Beamtenstatus im Finanzdienst zu behalten.</strong>&nbsp;Josef Facinelli lehnte dies entschieden ab. Diese Weigerung war ein aktiver Schritt des Widerstands gegen die nationalsozialistische Rassenideologie. Die Konsequenz war seine&nbsp;<strong>Entlassung aus dem Beamtendienst</strong>.</li><li><strong>Die zerstreute Familie</strong>: Die Verfolgung traf auch die Familie von Theresia unmittelbar. Ihre Schwester&nbsp;<strong>Josephine (Pepi) Gr&uuml;nhut</strong>, die bei der Tiroler Tageszeitung in Innsbruck besch&auml;ftigt war, verlie&szlig; Innsbruck um 1939 &ndash; vermutlich im Zuge der Machtergreifung Hitlers &ndash; aufgrund ihrer j&uuml;dischen Abstammung und floh nach&nbsp;<strong>Australien (Queensland)</strong>. Ebenso emigrierten die beiden Br&uuml;der von Theresia; einer ging vermutlich in die USA nach&nbsp;<strong>Wilkes-Barre</strong>, der andere nach&nbsp;<strong>S&atilde;o Paulo in Brasilien</strong>.</li></ul>Trotz dieser existenziellen Bedrohung und dem Verlust seiner beruflichen Stellung gab Josef Facinelli nicht auf. Er wurde nicht zum Milit&auml;rdienst eingezogen und arbeitete stattdessen als&nbsp;<strong>Prokurist bei der Firma Loden Weyerer in Innsbruck</strong>, um f&uuml;r sich und seine Frau sorgen zu k&ouml;nnen.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Das Leben nach dem Krieg und das Verm&auml;chtnis</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Mit dem Ende des Nationalsozialismus wurde die Standhaftigkeit von Josef Facinelli rehabilitiert.&nbsp;<strong>Nach dem Krieg wurde er wieder in den Finanzdienst aufgenommen und konnte dort bis zu seiner Pensionierung arbeiten.</strong><br />Mit seiner Frau Theresia lebte er bis nach dem Krieg in F&uuml;gen und befreundete sich dort eng mit der Familie von&nbsp;<strong>Josef und Anna Larch</strong>. Die kinderlos gebliebenen Facinellis wurden die&nbsp;<strong>Paten von Elisabeth Klaus</strong>&nbsp;und waren f&uuml;r diese so etwas wie &bdquo;zweite Eltern&ldquo;. W&auml;hrend ihres P&auml;dak-Studiums wohnte Elisabeth Klaus bei ihnen in Innsbruck. Auch im hohen Alter wurden die Facinellis von Elisabeth und G&uuml;nther Klaus bis zu ihrem Tod in der Knollerstra&szlig;e in Innsbruck betreut &ndash; ein Zeichen tiefer Dankbarkeit und Verbundenheit.<br />1959 &uuml;bersiedelte das Paar von F&uuml;gen nach Innsbruck. 1973 konnten sie ihre&nbsp;<strong>Goldene Hochzeit feiern</strong>. Theresia Facinelli verstarb 1980 in Innsbruck. Josef Facinelli feierte noch seinen&nbsp;<strong>90. Geburtstag</strong>&nbsp;mit einer gro&szlig;en Familienfeier in Bischofshofen. Er verstarb am&nbsp;<strong>23. November 1982 in Hochzirl</strong>. Auf eigenen Wunsch wurden beide in Bischofshofen beigesetzt.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Einzuordnende Bedeutung</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Das Schicksal von Theresia Gr&uuml;nhut wird auch in der Abhandlung&nbsp;<em>"Das Schicksal der Schwazer Juden"</em>&nbsp;in der Publikation&nbsp;<em>Der Weg einer Stadt</em>&nbsp;aus dem Jahr 1999 von Horst Schreiber erw&auml;hnt. Die Geschichte der Familie Facinelli steht stellvertretend f&uuml;r die vieler &Ouml;sterreicher, die durch den Nationalsozialismus ihre Heimat verloren oder in ihrer Existenz bedroht wurden.<br />Die Entscheidung von Josef Facinelli, seine Frau nicht zu verleugnen, war ein&nbsp;<strong>Akt des stillen, aber fundamentalen Widerstands</strong>. In einer Zeit, in denen Systeme darauf abzielten, menschliche Bindungen zu zerst&ouml;ren, bewies er, dass die Treue zu einem geliebten Menschen die m&auml;chtigste Form des Protests sein kann.<br /></div>  <div class="paragraph"><em>Dieser Beitrag wurde auf Basis der pers&ouml;nlichen Erinnerungen und Aufzeichnungen von Elisabeth und G&uuml;nther Klaus aus F&uuml;gen verfasst. Wir danken f&uuml;r das Teilen dieser wichtigen Familiengeschichte.</em><br /></div>]]></content:encoded></item></channel></rss>