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<channel><title><![CDATA[Nationalsozialismus in Hall in Tirol und in Tirol: NS-Widerstand,Verfolgung und Schicksale - Die tapferen Stimmen der Frauen von Absam]]></title><link><![CDATA[https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/die-tapferen-stimmen-der-frauen-von-absam]]></link><description><![CDATA[Die tapferen Stimmen der Frauen von Absam]]></description><pubDate>Wed, 07 Oct 2026 00:32:35 -0700</pubDate><generator>Weebly</generator><item><title><![CDATA[Widerstand in Absam & Hall: Die tapferen Stimmen der Frauen gegen das NS-Regime (Heimtückegesetz, Denunziation)]]></title><link><![CDATA[https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/die-tapferen-stimmen-der-frauen-von-absam/september-10th-2023]]></link><comments><![CDATA[https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/die-tapferen-stimmen-der-frauen-von-absam/september-10th-2023#comments]]></comments><pubDate>Sun, 10 Sep 2023 11:42:03 GMT</pubDate><category><![CDATA[Uncategorized]]></category><guid isPermaLink="false">https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/die-tapferen-stimmen-der-frauen-von-absam/september-10th-2023</guid><description><![CDATA[read more:  Silent Rebellion: Unconventional Resistance by Women in Absam  Blog (EN) Defiant Voices: The Women of Hall    Lesen Sie mehr:  Die tapferen Stimmen der Frauen von Solbad Hall  Die Prophezeiung von 720    &bdquo;Den Mund nicht gehalten&ldquo;: Wie mutige Einzelg&auml;ngerinnen in Absam/Solbad Hall das NS-Regime herausforderten  In Absam leisteten Einzelpersonen Widerstand gegen das NS-Regime, ohne einer organisierten politischen Bewegung anzugeh&ouml;ren. Sie wurden von den nationalso [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<h2 class="wsite-content-title">read more:</h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/silent-rebellion-unconventional-resistance-by-women-in-absam.html">Silent Rebellion: Unconventional Resistance by Women in Absam</a><br /></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/blog-en-defiant-voices-the-women-of-hall.html">Blog (EN) Defiant Voices: The Women of Hall</a><br /></h2>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <h2 class="wsite-content-title">Lesen Sie mehr:</h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/die-tapferen-stimmen-der-frauen-von-solbad-hall.html">Die tapferen Stimmen der Frauen von Solbad Hall</a></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/the-prophecy-of-720.html">Die Prophezeiung von 720</a><br /></h2>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>&bdquo;Den Mund nicht gehalten&ldquo;: Wie mutige Einzelg&auml;ngerinnen in Absam/Solbad Hall das NS-Regime herausforderten</strong></h2>  <div class="paragraph"><span style="color:rgb(15, 17, 21)"><em><strong>In Absam</strong></em> leisteten Einzelpersonen Widerstand gegen das NS-Regime, ohne einer organisierten politischen Bewegung anzugeh&ouml;ren. Sie wurden von den nationalsozialistischen Beh&ouml;rden mit Hilfe des sogenannten "Heimt&uuml;cke-Gesetzes" verfolgt. Die historischen Quellen belegen, dass es neben formellen Widerstandsgruppen auch Einzelnen gelang, durch abweichendes Verhalten den Staat herauszufordern.</span><br /><span style="color:rgb(15, 17, 21)">Solbad Hall/Absam scheint ein besonderer Ort des Aufbegehrens gewesen zu sein, an dem zahlreiche B&uuml;rgerinnen den Mund nicht hielten. Besonders bemerkenswert ist der Mut der Frauen, die ihre regimekritische Haltung &ouml;ffentlich kundtaten &ndash; wohl wissend, dass sie sich damit der st&auml;ndigen Gefahr von Denunziation durch NS-Anh&auml;nger aussetzten. Dies macht deutlich, dass der Widerstand gegen das NS-Regime in der Stadt von Menschen aus unterschiedlichen Hintergr&uuml;nden und von beiden Geschlechtern getragen wurde.</span><br /><font color="#0f1115">*Anmerkung: Absam wurde auf Anweisung von Gauleiter Hofer in die Stadt Solbad Hall/Hall in <span>Tirol</span>&nbsp;eingemeindet und blieb dies bis zur Volksabstimmung im Jahr 1947.</font></div>  <div class="wsite-spacer" style="height:31px;"></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0;margin-right:0;text-align:center"> <a> <img src="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/uploads/1/4/4/3/144346304/chatgpt-image-16-juli-2026-15-23-04_orig.jpg" alt="Picture" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <div class="paragraph"><font size="2">Fotografie von Grok generiert. In Privatarchiv E. Walder Hall in Tirol.</font></div>  <h2 class="wsite-content-title">Lesen Sie mehr:&nbsp;</h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/katharina-strauss.html">Katharina Strauss</a><br /></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/hutter-anna.html">Hutter-Anna</a><br /></h2>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong><span style="color:rgb(0, 0, 0)">Die Prophezeiung von 720: Eine verschl&uuml;sselte Botschaft des Widerstands</span></strong></h2>  <div class="paragraph">In den Jahren 1941 bis 1943 verbreiteten die Absamer Frauen Julie Huber, Elisabeth Hafner und Rosa Brindlmayer eine angebliche Prophezeiung aus dem Jahr 720 n. Chr. Julie Huber hatte diese Schrift im Jahr 1941 von der bereits verstorbenen Kordula Geiger erhalten, die darin in prophetischer Form einen verschl&uuml;sselten Protest verfasst hatte.<br />Der Text lautete unter anderem:<br /><br /><strong><em>&bdquo;Es kommt die Zeit, da Germanien das kriegerische Volk genannt wird. Aus seinem Scho&szlig; wird ein Krieger hervorgehen, der einen Weltkrieg entfesselt. Die V&ouml;lker werden ihn Antichrist nennen. [...] Der Krieg, den er entfesselt, wird der schrecklichste sein, den die Menschen je gesehen haben. [...] Gegen Mitte des 6. Monats des zweiten Kriegsjahres wird der Eroberer den H&ouml;hepunkt seines Triumphes erreicht haben. Die erste Periode, die Periode der blutigen Siege, ist vorbei. Er glaubt, seine Bedingungen diktieren zu k&ouml;nnen.</em><br /><em>Die zweite Periode gleicht an Dauer der ersten. Sie kann die Periode der Verkleinerungen genannt werden. Sie wird reich sein an &Uuml;berraschungen. Gegen die Mitte werden die dem Eroberer unterworfenen V&ouml;lker nach Frieden rufen, er kommt aber nicht. Ein gro&szlig;er Kampf findet statt in der Stadt der St&auml;dte. In dieser Zeit werden viele der Seinigen ihn steinigen wollen. Es werden viele Dinge im Orient geschehen.</em></strong><br /><em><strong>Die dritte Periode wird von kurzer Dauer sein. Es ist die Periode der Invasion. Von allen Seiten werden die V&ouml;lker in das Land des Eroberers eindringen. Sein Heer wird von einem gro&szlig;en &Uuml;bel heimgesucht werden. Alle werden sagen, hier ist der Finger Gottes. Das Szepter wird in eine andere Hand &uuml;bergehen, und alle werden sich freuen. [...]&ldquo;</strong></em><br /><br />Die Nationalsozialisten stuften diese Prophezeiung als Hetzschrift ein, da sie das NS-Regime unmissverst&auml;ndlich als das Werk des Antichristen brandmarkte und den von Deutschland entfesselten Krieg als schrecklichsten aller Zeiten verurteilte.<br />Der Widerstand der drei Frauen wurde auf dem Heimweg vom Kirchgang aufgedeckt. Bei einem Zusammentreffen &uuml;bergab Julie Huber ihrer Bekannten Elisabeth Hafner die Schrift, die davon eine Abschrift anfertigte. Elisabeth Hafner wiederum gab ihre Kopie an Rosa Brindlmayer weiter mit der Bitte, diese zu vervielf&auml;ltigen.<br />Im November oder Dezember 1942 geriet die Prophezeiung in weitere H&auml;nde, als der Theologiestudent und Wehrmachtssoldat Peter Klingler bei einem Urlaubsbesuch Rosa Brindlmayer traf. W&auml;hrend eines Gespr&auml;chs &uuml;ber die Kriegsdauer las Klingler aus der bei Brindlmayer aufbewahrten Prophezeiung sogenannte "Heilandsworte" vor und bat um eine maschinengeschriebene Abschrift, um sie seinen Kameraden an der Front zu zeigen.<br />Diese Weitergabe f&uuml;hrte schlie&szlig;lich zur Verhaftung der Frauen. Peter Klingler war in Serbien in eine Denunziationsfalle geraten, als er die Schrift unter seinen Kameraden verbreitete. Daraufhin nahm die Gestapo Julie Huber, Elisabeth Hafner und Rosa Brindlmayer fest, die sofort zugaben, die Prophezeiung verbreitet zu haben.<br />Am 20. Mai 1943 wurden die drei Frauen schlie&szlig;lich wegen Wehrkraftzersetzung und Verbreiten von Hetzschriften zu mehrj&auml;hrigen Haftstrafen verurteilt.<br /><br />Diese Informationen basieren auf dem Dokument Nr. 8779 des Dokumentationsarchivs des &ouml;sterreichischen Widerstandes (D&Ouml;W).</div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong><em><font color="#2a2a2a" size="4">Julie Huber (1891&ndash;1970)</font></em></strong></h2>  <div class="paragraph"><span style="color:rgb(15, 17, 21)">Julie Huber (1891&ndash;1970) geh&ouml;rte keiner Organisation der NSDAP oder ihrer Frauengliederungen an. Aufgrund ihrer tiefen religi&ouml;sen &Uuml;berzeugung war sie in ihrem Umfeld als entschiedene Gegnerin des Nationalsozialismus bekannt. Am 23. Januar 1943 wurde sie aus politischen Gr&uuml;nden von der Gestapo verhaftet.</span><br /><span style="color:rgb(15, 17, 21)">Das Sondergericht Innsbruck verurteilte sie anschlie&szlig;end zu einer 18-monatigen Kerkerstrafe wegen "Zersetzung der Wehrkraft". Von dieser Haft verb&uuml;&szlig;te sie zw&ouml;lf Monate, ehe sie am 23. Dezember 1943 aufgrund einer schweren Lungenerkrankung vorzeitig entlassen wurde. Die Haftbedingungen hinterlie&szlig;en bei Julie Huber schwere k&ouml;rperliche und seelische Folgen.</span></div>  <div class="wsite-map"><iframe allowtransparency="true" frameborder="0" scrolling="no" style="width: 100%; height: 250px; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" src="//www.weebly.com/weebly/apps/generateMap.php?map=google&elementid=173194308174079396&ineditor=0&control=3&width=auto&height=250px&overviewmap=0&scalecontrol=0&typecontrol=0&zoom=15&long=11.5037991&lat=47.2893322&domain=www&point=1&align=1&reseller=false"></iframe></div>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <h2 class="wsite-content-title"><em style="color:rgb(42, 42, 42)"><strong><font size="4">Elisabeth Hafner (1875&ndash;1969)</font></strong></em></h2>  <div class="paragraph">Elisabeth Hafner, geboren am 5. M&auml;rz 1875 in Meran, lebte als unverheiratete Pensionistin im F&ouml;hrenweg 18 in Absam. Sie war f&uuml;r ihre tiefe Religiosit&auml;t bekannt und lehnte die nationalsozialistische Ideologie entschieden ab, was sie in ihrem Umfeld als Regimegegnerin kennzeichnete.<br />Im Januar 1943 wurde sie von der Gestapo in Innsbruck wegen des Vorwurfs der "Zersetzung der Wehrkraft" verhaftet. Nach 16-t&auml;giger Haft zun&auml;chst freigelassen, f&uuml;hrten ihre Gest&auml;ndnisse &ndash; insbesondere die Verbreitung einer angeblichen Prophezeiung der Heiligen Ottilia aus dem Jahr 720 &ndash; schlie&szlig;lich doch zu ihrer Verurteilung. Die Schrift sagte die Niederlage Deutschlands und &Ouml;sterreichs im von Hitler entfesselten Krieg voraus. Im Mai 1943 verurteilte sie das Sondergericht Innsbruck zu einer einj&auml;hrigen Gef&auml;ngnisstrafe.<br />Ihre Haft trat sie am 10. Mai 1943 im Gerichtsgef&auml;ngnis Laufen in Bayern an. Nach vier Monaten wurde sie in die Haftanstalt Deggendorf im Bayerischen Wald verlegt, wo sie die verbleibenden acht Monate bis zu ihrer Entlassung am 17. Oktober 1944 verb&uuml;&szlig;te.<br />Elisabeth Hafners Widerstand manifestierte sich in ihrer unersch&uuml;tterlichen Haltung: Gest&uuml;tzt auf ihre religi&ouml;sen &Uuml;berzeugungen verbreitete sie regimekritische Prophezeiungen, die gezielt die Kampfmoral untergraben sollten.<br />(Quelle: Schreiben des Gendarmeriepostenkommandos Solbad Hall, Bezirk Innsbruck, Tirol, an die Bezirkshauptmannschaft Innsbruck vom 24. Februar 1947, Zl. Nr. 1161/47a)</div>  <div class="wsite-map"><iframe allowtransparency="true" frameborder="0" scrolling="no" style="width: 100%; height: 250px; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" src="//www.weebly.com/weebly/apps/generateMap.php?map=google&elementid=965615664398993242&ineditor=0&control=3&width=auto&height=250px&overviewmap=0&scalecontrol=0&typecontrol=0&zoom=15&long=11.5204896&lat=47.2989204&domain=www&point=1&align=1&reseller=false"></iframe></div>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <h2 class="wsite-content-title"><em style="color:rgb(42, 42, 42)"><strong><font size="4">Rosa Brindlmayer (1896-?)</font></strong></em></h2>  <div class="paragraph"><span style="color:rgb(15, 17, 21)">In einer Zeit, als der Nationalsozialismus in &Ouml;sterreich bereits fest verwurzelt war, fand Rosa Brindlmayer ihren eigenen Weg des Widerstands. Sie war mit Johann Brindlmayer verheiratet, einem Tr&auml;ger der Goldenen Tapferkeitsmedaille aus dem Ersten Weltkrieg. Trotz dieser Auszeichnung wurde er aufgrund seiner antinationalsozialistischen Haltung aus dem Milit&auml;rdienst entlassen und fand schlie&szlig;lich eine Stelle als Milit&auml;rbeamter in der Bauabteilung des Milit&auml;rs in Innsbruck.</span><br /><span style="color:rgb(15, 17, 21)">Am 8. Januar 1943 wurde das Leben der Familie j&auml;h aus der Bahn geworfen, als Rosa Brindlmayer von der Gestapo in Innsbruck verhaftet wurde. Der Vorwurf: die Verbreitung einer regimefeindlichen Prophezeiung und kritische &Auml;u&szlig;erungen &uuml;ber den NS-Staat. Nach ihrer Festnahme folgten f&uuml;nf Monate Untersuchungshaft &ndash; zun&auml;chst im Polizeigef&auml;ngnis Innsbruck, sp&auml;ter am Landesgericht. Schlie&szlig;lich wurde sie zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt, die sie in den Gef&auml;ngnissen von Augsburg, N&uuml;rnberg und Deggendorf verb&uuml;&szlig;te.</span><br /><span style="color:rgb(15, 17, 21)">W&auml;hrend Rosas Inhaftierung musste ihre Tochter die Mittelschule verlassen, um den Haushalt zu f&uuml;hren und die Familie zu unterst&uuml;tzen. Gleichzeitig k&auml;mpfte ihr Sohn seit dem 4. Januar 1940 an der Front &ndash; in Frankreich, Jugoslawien und Russland. Seine Kriegserlebnisse waren grauenvoll: vier Monate in Stalingrad, schwere Verwundungen bei Dnjepropetrowsk.</span><br /><span style="color:rgb(15, 17, 21)">Die Geschichte der Familie Brindlmayer steht beispielhaft f&uuml;r den Mut und die Entschlossenheit, die einige Menschen in finsterster Zeit aufbrachten. Sie bezahlten f&uuml;r ihre Haltung einen hohen Preis, doch ihre Geschichte erinnert uns daran, dass es stets Menschen gab, die dem Unrecht die Stirn boten &ndash; selbst wenn die Umst&auml;nde d&uuml;ster erschienen.</span></div>  <div class="wsite-map"><iframe allowtransparency="true" frameborder="0" scrolling="no" style="width: 100%; height: 250px; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" src="//www.weebly.com/weebly/apps/generateMap.php?map=google&elementid=982875903138956448&ineditor=0&control=3&width=auto&height=250px&overviewmap=0&scalecontrol=0&typecontrol=0&zoom=15&long=11.5092811&lat=47.2948296&domain=www&point=1&align=1&reseller=false"></iframe></div>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong><span style="color:rgb(15, 17, 21)">Maria Graf aus Absam: Widerstand durch Verweigerung</span></strong></h2>  <div class="paragraph"><span style="color:rgb(15, 17, 21)">Der Widerstand Einzelner zeigte sich in vielf&auml;ltigen, oft ambivalenten Formen &ndash; von der Verweigerung des Hitlergru&szlig;es &uuml;ber regimekritische &Auml;u&szlig;erungen bis hin zum Abh&ouml;ren von "Feindsendern". Ein exemplarischer Fall ist Maria Graf aus Absam, die sich beharrlich weigerte, den Deutschen Gru&szlig; zu entbieten. Ihr konsequentes Auftreten f&uuml;hrte dazu, dass sie wiederholt von BDM-M&auml;dchen provoziert und schlie&szlig;lich denunziert wurde.</span><br /><span style="color:rgb(15, 17, 21)">Ein Schreiben des Solbad Haller B&uuml;rgermeisters Ing. Heinz Bauer an den Gendarmerieposten vom 25. Juni 1940 dokumentiert den Vorgang:</span><br /><em><span style="color:rgb(15, 17, 21)">&bdquo;Mit der Bitte um Einschreiten in folgender Angelegenheit:</span></em><br /><span style="color:rgb(15, 17, 21)">*Maria Graf geb. Wirtemberger in Absam Nr. 181 (gegen&uuml;ber Gasthaus Ebner) ist als unleidige Person bekannt. Wenn BDM-M&auml;dchen, die den Auftrag und die selbstverst&auml;ndliche Pflicht haben, mit 'Heil Hitler' zu gr&uuml;&szlig;en, diese auf diese Art gr&uuml;&szlig;en, dann tut sie emp&ouml;rt und tr&auml;gt den M&auml;dchen Ohrfeigen an. Daraufhin wurde sie zur Rede gestellt und erkl&auml;rte, dass sie diesen Gru&szlig; als Vopperei auffasst.*<br /><em>Ich habe Sie schon vor langer Zeit zum pers&ouml;nlichen Erscheinen vorgeladen, um ihr den Standpunkt klarzumachen, doch ist sie nicht erschienen.</em><br /><em>Ich bitte daher, die Obgenannte ganz entschieden zur Rede zu stellen, wobei darauf Bedacht zu nehmen sein d&uuml;rfte, zu erfahren, ob sie boshaft oder tats&auml;chlich nur verkalkt ist.</em><br /><em>Solbad Hall i. T. am 25.VI. 1940, Der B&uuml;rgermeister i. A. (Unterschrift unleserlich)&ldquo;</em></span><br /><span style="color:rgb(15, 17, 21)">Das Schreiben tr&auml;gt die Stempel der Stadt Solbad Hall und des Gendarmeriepostens Solbad Hall, Landkreis Innsbruck, mit dem Eingangsvermerk vom 26.6.1940, Nr. 4012.</span></div>  <div class="wsite-map"><iframe allowtransparency="true" frameborder="0" scrolling="no" style="width: 100%; height: 250px; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" src="//www.weebly.com/weebly/apps/generateMap.php?map=google&elementid=274210135941145116&ineditor=0&control=3&width=auto&height=250px&overviewmap=0&scalecontrol=0&typecontrol=0&zoom=15&long=11.5052992&lat=47.2943027&domain=www&point=1&align=1&reseller=false"></iframe></div>]]></content:encoded></item></channel></rss>