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<channel><title><![CDATA["Nationalsozialismus in Hall in Tirol: NS-Widerstand, Verfolgung und Schicksale" - Dr. Friedrich Punt]]></title><link><![CDATA[https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/dr-friedrich-punt]]></link><description><![CDATA[Dr. Friedrich Punt]]></description><pubDate>Mon, 11 May 2026 01:34:12 -0700</pubDate><generator>Weebly</generator><item><title><![CDATA[Dr. Friedrich Punt (1898 - 1969) Innsbrucker Rechtsanwalt und Autor im NS-Widerstand]]></title><link><![CDATA[https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/dr-friedrich-punt/friedrich-punt]]></link><comments><![CDATA[https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/dr-friedrich-punt/friedrich-punt#comments]]></comments><pubDate>Tue, 23 Sep 2025 09:50:50 GMT</pubDate><category><![CDATA[Uncategorized]]></category><guid isPermaLink="false">https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/dr-friedrich-punt/friedrich-punt</guid><description><![CDATA[   	 		 			 				 					 						    Blog (EN) Dr. Friedrich Punt (1898 - 1969) a lawyer  in the resistance     					 								 					 						          					 							 		 	              Foto Dr. jur. Friedrich Punt (1939). In Privatarchiv Walder Hall in Tirol.    Mut zur Zivilcourage: Die Konfrontation mit der Heimwehr&nbsp;  Friedrich Punt war mehr als ein Rechtsanwalt &ndash; er war eine Pers&ouml;nlichkeit von unersch&uuml;tterlicher Haltung und Mut. Dies bewies er bereits in den fr&uuml;hen 1930er Ja [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <div><div class="wsite-multicol"><div class="wsite-multicol-table-wrap" style="margin:0 -15px;"> 	<table class="wsite-multicol-table"> 		<tbody class="wsite-multicol-tbody"> 			<tr class="wsite-multicol-tr"> 				<td class="wsite-multicol-col" style="width:50%; padding:0 15px;"> 					 						  <div style="text-align:left;"><div style="height: 10px; overflow: hidden;"></div> <a class="wsite-button wsite-button-small wsite-button-normal" href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/blog-en-dr-friedrich-punt.html" > <span class="wsite-button-inner">Blog (EN) Dr. Friedrich Punt (1898 - 1969) a lawyer  in the resistance</span> </a> <div style="height: 10px; overflow: hidden;"></div></div>   					 				</td>				<td class="wsite-multicol-col" style="width:50%; padding:0 15px;"> 					 						  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:left"> <a> <img src="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/uploads/1/4/4/3/144346304/published/flag.png?1758715087" alt="Picture" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>   					 				</td>			</tr> 		</tbody> 	</table> </div></div></div>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0;margin-right:0;text-align:center"> <a> <img src="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/uploads/1/4/4/3/144346304/published/img-4483.jpg?1759243978" alt="Picture" style="width:238;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <div class="paragraph">Foto Dr. jur. Friedrich Punt (1939). In Privatarchiv Walder Hall in Tirol.</div>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Mut zur Zivilcourage: Die Konfrontation mit der Heimwehr</strong>&nbsp;</h2>  <div class="paragraph"><span style="color:rgb(15, 17, 21)"><strong>Friedrich Punt </strong>war mehr als ein Rechtsanwalt &ndash; er war eine Pers&ouml;nlichkeit von unersch&uuml;tterlicher Haltung und Mut. Dies bewies er bereits in den fr&uuml;hen 1930er Jahren im politisch aufgeheizten Klima &Ouml;sterreichs. Zusammen mit seinem engen Freund, dem Lehrer Rudolf Leitgeb, geriet er vor dem Innsbrucker Caf&eacute; Central in eine Schl&auml;gerei mit Mitgliedern der Heimwehr. Der Ausl&ouml;ser war eine bewusste Provokation: Auf den Gru&szlig; &bdquo;Heil Starhemberg&ldquo; hatten die beiden Freunde entschlossen mit &bdquo;Gr&uuml;&szlig; Gott&ldquo; geantwortet &ndash; eine klare Absage an das austrofaschistische Lager.</span><br /><span style="color:rgb(15, 17, 21)">Die Aff&auml;re eskalierte so weit, dass sich schlie&szlig;lich eine Abordnung der Heimwehr offiziell bei Punt entschuldigen musste. Dies geschah jedoch auf gezielt dem&uuml;tigende Weise: Man w&auml;hlte daf&uuml;r einen Samstagnachmittag, an dem nur die Putzfrau in seinem B&uuml;ro anwesend war.</span><br /><span style="color:rgb(15, 17, 21)">Es sei hier auch erw&auml;hnt, dass der Bruder von Rudolf Leitgeb, Dr. Josef Leitgeb, ebenfalls Lehrer, Jurist und Dichter, ein weiterer enger Freund von Dr. Friedrich Punt war. Diese Verbindung unterstreicht das Netzwerk von &uuml;berzeugten, couragierten Menschen, das Punt umgab.</span></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong><span style="color:rgb(15, 17, 21)">Kanzleipartner im Widerstand: Eine Korrektur</span></strong></h2>  <div class="paragraph">Friedrich Punts Anwaltskanzlei entwickelte sich zu einem wichtigen Zufluchtsort f&uuml;r Verfolgte unterschiedlichster politischer Lager. Getreu seiner &Uuml;berzeugung von Recht und Gerechtigkeit verteidigte und unterst&uuml;tzte er Menschen, die vom Regime bedroht wurden.&nbsp;<br /><span style="color:rgb(15, 17, 21)">Entgegen einer m&ouml;glichen missverst&auml;ndlichen Lesart waren Dr. Leopold Markl und Dr. Karl Kunst nicht Mandanten, sondern als Rechtsanw&auml;lte Kanzleipartner von Dr. Friedrich Punt. Beide waren zu ihrer jeweiligen Zeit politisch verfolgt, jedoch aus entgegengesetzten Gr&uuml;nden.</span><br /><span style="color:rgb(15, 17, 21)">Dr. Leopold Markl war bereits<span>&nbsp;</span><strong>vor dem Anschluss 1938</strong><span>&nbsp;</span>Punts Partner. Er wurde als sogenannter &bdquo;Illegaler&ldquo; verfolgt, was bedeutete, dass er Anh&auml;nger der in &Ouml;sterreich seit 1933 verbotenen NSDAP war und sich damit gegen das damalige austrofaschistische Regime stellte.</span><br /><strong><span style="color:rgb(15, 17, 21)">Nach dem Anschluss</span></strong><span><span style="color:rgb(15, 17, 21)">&nbsp;</span></span><span style="color:rgb(15, 17, 21)">wurde Dr. Karl Kunst, ein &uuml;berzeugter Sozialist und sp&auml;terer Landeshauptmannstellvertreter, Punts Kanzleipartner. Damit war er als Systemgegner dem Verfolgungsdruck des nun nationalsozialistischen Regimes ausgesetzt.</span><br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong><span style="color:rgb(15, 17, 21)">Historischer Hintergrund: Das Verbot der NSDAP in &Ouml;sterreich und der Juliputsch 1934</span></strong></h2>  <div class="paragraph"><span style="color:rgb(15, 17, 21)">Um die Situation von Dr. Leopold Markl als sogenanntem &bdquo;Illegalen&ldquo; vollst&auml;ndig zu verstehen, ist ein Blick auf die politischen Ereignisse jener Jahre entscheidend.</span><br /><span></span><span style="color:rgb(15, 17, 21)">Die &ouml;sterreichische NSDAP wurde am<span>&nbsp;</span><strong>19. Juni 1933</strong><span>&nbsp;</span>verboten. Die Regierung unter Bundeskanzler<span>&nbsp;</span><strong>Engelbert Dollfu&szlig;</strong><span>&nbsp;</span>reagierte damit auf eine Serie nationalsozialistischer Sprengstoffanschl&auml;ge und untersagte alle Aktivit&auml;ten der Partei. Diese ging daraufhin in den Untergrund, und ihre Anh&auml;nger wurden als &bdquo;Illegale&ldquo; bezeichnet und staatlich verfolgt.</span><br /><span></span><span style="color:rgb(15, 17, 21)">Das Jahr<span>&nbsp;</span><strong>1934</strong><span>&nbsp;</span>war dann von einem dramatischen und gewaltsamen Ereignis gepr&auml;gt: dem<span>&nbsp;</span><strong>NS-Juliputsch</strong><span>&nbsp;</span>am 25. Juli. Bei diesem Putschversuch st&uuml;rmten &ouml;sterreichische SS-Angeh&ouml;rige das Bundeskanzleramt und ermordeten Engelbert Dollfu&szlig;. Der Putsch scheiterte zwar, doch die Ermordung des Kanzlers f&uuml;hrte zu einer massiven Versch&auml;rfung der Verfolgung. Es folgten gro&szlig;e Verhaftungswellen, in denen tausende illegale Nationalsozialisten inhaftiert oder in Anhaltelager gebracht wurden.</span><br /><span></span><span style="color:rgb(15, 17, 21)">In diesem Klima der Illegalit&auml;t und harten Repression war die politische Zugeh&ouml;rigkeit von Dr. Markl nicht nur &bdquo;systemwidrig&ldquo;, sondern mit unmittelbarer pers&ouml;nlicher Gefahr verbunden. Dieser Kontext macht deutlich, welches Risiko Friedrich Punt bereits in der Zeit<span>&nbsp;</span><em>vor</em><span>&nbsp;</span>1938 einging, als er mit einem verfolgten NS-"Illegalen" zusammen in seiner Kanzlei arbeitete &ndash; ein Umstand, der nach der nationalsozialistischen Macht&uuml;bernahme 1938 nat&uuml;rlich sofort bedeutungslos wurde, nun aber aus der entgegengesetzten Richtung.</span><br /><span></span><span style="color:rgb(15, 17, 21)">&nbsp;</span><br /><span></span><span style="color:rgb(15, 17, 21)">Nach dem &bdquo;Anschluss&ldquo; 1938 wurde Dr. Karl Kunst, ein &uuml;berzeugter Sozialist und sp&auml;terer Landeshauptmannstellvertreter, Punts Kanzleipartner. Damit geriet er unmittelbar ins Visier des nationalsozialistischen Regimes und war, wie alle systemkritischen Stimmen, massivem Verfolgungsdruck ausgesetzt. W&auml;hrend nun die einst illegalen Nationalsozialisten an der Macht waren, bedeutete Kunsts sozialistische Gesinnung ein hohes pers&ouml;nliches Risiko.</span><br /><span></span><span style="color:rgb(15, 17, 21)">Diese Partnerschaft unterstrich erneut Friedrich Punts charakteristische Haltung: Sein Engagement galt dem Rechtsschutz Verfolgter, unabh&auml;ngig von deren politischer Herkunft. Hatte er zuvor mit einem verfolgten NS-Unterst&uuml;tzer gearbeitet, bot er nun einem bedrohten Sozialisten Schutz und professionelle Solidarit&auml;t. Seine Kanzlei blieb damit auch nach der Macht&uuml;bernahme der Nationalsozialisten ein Ort des Widerstands &ndash; nun gegen ein anderes, noch brutaleres Unrechtsregime.</span>&#8203;<br /><br /><span></span></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Unter Druck: Der Vorwurf der Autorschaft : &bdquo;Paul Pasquill"</strong></h2>  <div class="paragraph">Die nationalsozialistische Bedrohung wurde f&uuml;r Friedrich Punt unmittelbar nach dem &bdquo;Anschluss&ldquo; 1938 sp&uuml;rbar. Ein Gestapo Beamter erschien in seiner Kanzlei und bezichtigte ihn, die unter dem Pseudonym <span><strong>Paul Pasquill</strong></span> im Satireblatt &bdquo;Der Sumpf&ldquo; ver&ouml;ffentlichten, Regime kritischen Gedichte gegen Hitler und die NSDAP verfasst zu haben. Der Beamte wies zudem auf Punts eigene, als &bdquo;russenfreundlich&ldquo; eingestufte politische Beitr&auml;ge hin und stellte ihn vor die Wahl: Innerhalb von drei Tagen entweder die Autorschaft zuzugeben oder den wahren Verfasser zu nennen.<br />Punt, der die Gedichte nicht geschrieben hatte, stand vor einer existenziellen Bedrohung. Er verst&auml;ndigte sofort seine Freunde, darunter die Br&uuml;der Leitgeb, Dallago und Sailer. Nach drei bangen Tagen der Ungewissheit geschah &ndash; nichts. Die Gestapo erhob keine weiteren Anschuldigungen. Erst nach Kriegsende erfuhr Punt den Grund: Sein Freund Sailer hatte beim Vater des ehemaligen Gauleiters Edmund Christoph interveniert und so die Niederschlagung der Ermittlungen erreicht.<br /><br />&#8203;<strong style="color:rgb(15, 17, 21)">Hinter dem Pseudonym &bdquo;Paul Pasquill&ldquo; verbarg sich Dr. Josef Leitgeb.</strong><span style="color:rgb(15, 17, 21)">&nbsp;Dieser, ein enger Freund Friedrich Punts, verfasste f&uuml;r die Satirezeitschrift&nbsp;</span><strong style="color:rgb(15, 17, 21)">&bdquo;Der Sumpf&ldquo;</strong><span style="color:rgb(15, 17, 21)">&nbsp;&ndash; herausgegeben von Wilhelm K&uuml;temeyer in Berlin &ndash; jene bei&szlig;enden Spottgedichte gegen das NS-Regime. Die Zeitschrift selbst erschien in den 1930er Jahren nur kurz; sie wurde bereits nach ihrer vierten Ausgabe verboten. Damit war es ausgerechnet Punts eigenes Freundes- und Unterst&uuml;tzernetzwerk, das die wahre Quelle der provokativen Texte bildete &ndash; und die gegen ihn gerichtete Beschuldigung der Gestapo in eine tragische Ironie verwandelte.</span></div>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <div class="wsite-scribd">			  			 				<div id="826701231644057568-pdf-fallback" style="display: none;"> 					Your browser does not support viewing this document. Click <a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/uploads/1/4/4/3/144346304/friedrich_punt.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">here</a> to download the document. 				</div> 				<div id="826701231644057568-pdf-embed" style="display: none; height: 500px;"> 				</div>  				 			</div>  <div class="paragraph">Friedrich Punt. Zuflucht im Wortgeh&auml;use 1941 - 1943. Christine Riccabona/Anton Unterkircher (Hrsg.),: im Auftrag des Forschungsinstituts Brenner-Archiv und der Stadt Innsbruck. Innsbruck 2001. In: Privatarchiv Georg Punt, Innsbruck.&nbsp;</div>  <h2 class="wsite-content-title">Pessimismus</h2>  <div class="paragraph"><strong>Das Ged&auml;chtnis kurz und schwach,<br />bald vergessen Weh und Ach.<br />Und die Menschen lernen nichts,<br />suchen gierigen Gesichts<br />&#8203;Nachbars Schuld, Nachbars Schmach.</strong></div>  <div class="paragraph"><font size="2">Friedrich Punt: Pessimismus (Gedicht). In: Zuflucht im Wortgeh&auml;use 1941 - 1943. In:&nbsp;<span>Christine Riccabona/Anton Unterkircher (Hrsg.),: im Auftrag des Forschungsinstituts Brenner-Archiv und der Stadt Innsbruck. Innsbruck 2001, S. 15.&nbsp;</span></font></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Kontext und Interpretation von "Pessimismus"</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Dieses Gedicht, geschrieben von Friedrich Punt zwischen 1941 und 1943, f&auml;ngt ein tiefes Gef&uuml;hl der Verzweiflung ein &ndash; nicht nur &uuml;ber den Krieg, sondern &uuml;ber die menschliche Natur selbst.<br />In nur f&uuml;nf Zeilen zeichnet Punt ein d&uuml;steres Bild der Menschheit:<br /><ul><li><strong>Kurzes Ged&auml;chtnis:</strong>&nbsp;Wir vergessen schnell unser eigenes Leid ("Weh und Ach").</li><li><strong>Unf&auml;higkeit zu lernen:</strong>&nbsp;Weil wir unseren eigenen Schmerz vergessen, gelingt es uns nicht, daraus Lehren zu ziehen.</li><li><strong>Andere beschuldigen:</strong>&nbsp;Anstatt selbst nachzudenken, suchen wir eifrig und gierig nach den Fehlern und der Schande unserer Nachbarn.</li></ul>Das Gedicht ist eine zeitlose Kritik. Es legt nahe, dass die gr&ouml;&szlig;te Schw&auml;che der Menschheit nicht ihre Fehler sind, sondern ihre Weigerung, aus ihnen zu lernen, und ihre Neigung, Schuld auf andere zu projizieren. Geschrieben w&auml;hrend der Schrecken des Zweiten Weltkriegs, spiegeln diese Worte die Trauer eines Menschen wider, der zusieht, wie die Welt ihre &auml;ltesten und tragischsten Muster wiederholt.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Ein Zeugnis des Widerstands</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Diese Episode, kommentiert von Christine Riccabona und Anton Unterkircher in der Ver&ouml;ffentlichung &bdquo;Zuflucht im Wortgeh&auml;use 1941-1943&ldquo; (Brenner-Archiv, 2001), steht exemplarisch f&uuml;r Friedrich Punts Charakter. Sie zeigt einen Mann, der f&uuml;r seine &Uuml;berzeugungen einstand, der Bedrohten half und der selbst in gr&ouml;&szlig;ter Gefahr die Nerven bewahrte. Sein Wirken ist ein bedeutendes Kapitel des juristischen Widerstands gegen den Nationalsozialismus in Tirol.<br /><span></span></div>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0;margin-right:0;text-align:center"> <a> <img src="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/uploads/1/4/4/3/144346304/published/img-4691.jpeg?1771261503" alt="Picture" style="width:404;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <div class="paragraph"><font size="2">Foto: Dr. Friedrich Punt. In: Christine Riccabona/Anton Unterkircher (Hrsg.): Zuflucht im Wortgeh&auml;use 1941 - 1943. Innsbruck 2001, S. 108. &nbsp;(Publikation: Privatarchiv Georg Punt)</font></div>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <h2 class="wsite-content-title"><font size="6">Im Auge des Sturms: Friedrich Punt und der Widerstand im Wehrmeldeamt&nbsp;</font><br /></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Das Trauma des &bdquo;Anschlusses&ldquo; &ndash; Ein kollektiver &bdquo;politischer Irrsinn&ldquo;</strong>&nbsp;</h2>  <div class="paragraph">Friedrich Punt beschrieb die Ereignisse des Jahres 1938 als zutiefst ersch&uuml;tternd: <em>"Wer das Jahr 1938 nicht miterlebt hatte, kann sich seine Auswirkungen auf das Gef&uuml;hlsleben eines phantasiebegabten Mannes nicht vorstellen."</em> F&uuml;r ihn und viele Gleichgesinnte war der &bdquo;Anschluss&ldquo; &Ouml;sterreichs eine Naturkatastrophe, ein um sich greifender &bdquo;politischer Irrsinn&ldquo;. Die Gesellschaft spaltete sich in depressive, die den Untergang sp&uuml;rten, und manisch erregte Anh&auml;nger des Regimes. Punt beobachtete, dass selbst &uuml;berzeugte Gegner des Nationalsozialismus &bdquo;gegen ihren eigenen Willen im Strome mitschwammen&ldquo;. Angesichts der &uuml;berw&auml;ltigenden Staatsmacht, die nur &bdquo;Fanatiker und Unvorsichtige&ldquo; sich opfern lie&szlig;, fasste er einen Plan: Widerstand zu leisten, sobald sich eine realistische M&ouml;glichkeit bieten w&uuml;rde.<br /><br />&#8203;Diese von innerem Widerstand und abwartender Distanz gepr&auml;gte Grundhaltung Friedrich Punts steht in einem schwer zu deutenden Spannungsfeld zu einer seiner biografischen Entscheidungen: Nur wenige Wochen nach dem &bdquo;Anschluss&ldquo; wurde er mit Wirkung vom 1. Mai 1938 in die NSDAP aufgenommen (Mitgliedsnummer 6 357 647). Seinem eigenen schriftlichen Zeugnis von 1945 zufolge war er jedoch nie aktives Mitglied. Sein Sohn f&uuml;hrt diesen Schritt darauf zur&uuml;ck, dass Punts damaliger Kanzleipartner, der ehemalige &bdquo;Illegale&ldquo; Dr. Leopold Markl, ihn aus einem wohlmeinenden Freundschaftsdienst heraus angemeldet und empfohlen habe. Punt selbst beschrieb sich in einem Schreiben an die Tiroler Rechtsanwaltskammer vom 12. September 1945 lediglich als &bdquo;vorl&auml;ufig zugelassen&ldquo; und betonte ausdr&uuml;cklich: <strong>&bdquo;T&auml;tig f&uuml;r die NSDAP war ich nicht.&ldquo;</strong><br />Diese formelle Mitgliedschaft, gefolgt von der erforderlichen Aufnahme in den NS-Rechtswahrerbund ab Herbst 1938, war vermutlich die Voraussetzung daf&uuml;r, seine anwaltliche T&auml;tigkeit und damit seine Kanzlei &ndash; einen wichtigen Zufluchtsort f&uuml;r Verfolgte &ndash; &uuml;berhaupt weiterf&uuml;hren zu k&ouml;nnen. Sie bot einen momentanen &auml;u&szlig;eren Schutz. Doch dieser scheinbare Kompromiss mit dem System erh&ouml;hte gleichzeitig das pers&ouml;nliche Risiko enorm. Als Punt sp&auml;ter im Wehrmeldeamt aktiv Widerstand leistete, handelte er nicht mehr als unpolitischer Mitl&auml;ufer, sondern als ein abtr&uuml;nniges Parteimitglied. Ein solcher &bdquo;Verrat&ldquo; wurde vom NS-Regime mit besonders brutaler H&auml;rte verfolgt. Sein &bdquo;Mitschwimmen gegen den eigenen Willen&ldquo; war somit keine sichere Tarnung, sondern eine prek&auml;re Balance auf einem schmalen Grat &ndash; zwischen beruflichem &Uuml;berleben und der st&auml;ndigen Gefahr, bei Entdeckung seiner wahren Haltung mit aller Schwere des Parteirechts bestraft zu werden. Die Mitgliedschaft war somit kein Zeichen der &Uuml;berzeugung, sondern ein von &auml;u&szlig;erem Druck erzwungener und mit steter innerer Gefahr verbundener Akt.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Die ungew&ouml;hnliche Widerstandszelle: Das Wehrmeldeamt in Innsbruck</strong>&nbsp;<br /></h2>  <div class="paragraph">1939 zur Wehrmacht eingezogen, konnte der kriegsversehrte Punt als Feldwebel beim Wehrmeldeamt in Innsbruck Dienst tun. Diese scheinbar regimekonforme Position erwies sich als perfekte Tarnung. Hier traf er auf Gleichgesinnte wie <strong>Leo Praxmarer, Oswald Peterlunger, Raimund Salchner, Engelbert Trager und Anton Walder.</strong> Zusammen bildeten sie eine geheime Zelle &uuml;berzeugter Regimegegner.<br /><br /><strong>Ihre scheinbare Anpassung an das System ging zum Teil sehr weit und diente der Tarnung. W&auml;hrend Punt zur Tarnung Mitglied der NSDAP war, zeigt das&nbsp;Beispiel eines Mitverschworenen, Engelbert Trager, die ambivalenten Strategien des &Uuml;berlebens und Widerstehens: Trager, der in der Innsbruckerstra&szlig;e 50 in Solbad Hall wohnte und sich der Widerstandsgruppe "Anton Haller" zurechnete, beantragte am 1. J&auml;nner 1939 sogar seinen Eintritt in die NSDAP. Sein Status blieb jedoch bis zum Kriegsende der eines "Anw&auml;rters". Im Gegensatz zu Vollmitgliedern wurden Anw&auml;rter zwar aufgenommen, aber aufgrund von Zweifeln an ihrer politischen Zuverl&auml;ssigkeit oder anderer Bedenken der Partei nie in die NSDAP aufgenommen. Tragers Fall legt nahe, dass sein Aufnahmegesuch taktischer Natur war, um Verdacht zu zerstreuen, die Partei ihm jedoch misstraute und ihn auf Distanz hielt.</strong><br />Diese perfekte Tarnung im Herzen der Milit&auml;rverwaltung erm&ouml;glichte es der Gruppe&nbsp;<span>unter dem Schutz der milit&auml;rischen Fassade des Wehrmeldeamtes &nbsp;Verfolgte mit gef&auml;lschten Dokumenten auszustatten und so vor der Gestapo zu sch&uuml;tzen.&nbsp;</span><span style="color:rgb(82, 82, 82)">Die Gruppe erhielt entscheidenden Zulauf durch die Versetzung des Journalisten und Schriftstellers </span><span style="color:rgb(82, 82, 82)"><strong>Friedrich (Fritz) W&uuml;rthle</strong></span><span style="color:rgb(82, 82, 82)"> aus Salzburg nach Innsbruck im Jahr 1940. Fritz W&uuml;rthle hielt am 12. Juni 1942 bereits eine Besprechung mit Baldauf, Ronczay und Buzas in seiner Wohnung &uuml;ber einen Zusammenschluss ab. W&uuml;rthle, der 1945 unter Dr. Karl Gruber stellvertretender Leiter der Tiroler Widerstandsbewegung wurde, trieb den Zusammenschluss und die Koordination der vielen kleinen Widerstandszellen in Tirol voran. &nbsp;(Siehe Blogbeitrag Fritz W&uuml;rthle)</span></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Widerstand mit der Waffe des Wortes: Die Gedichte Friedrich Punts</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Von 1941 bis 1943 verfasste Friedrich Punt seine sch&auml;rfste Waffe gegen das Regime: Gedichte. In diesen Texten verarbeitete er seine Ablehnung des Nationalsozialismus, und er trug sie sogar mutig im Kreise seiner Vertrauten im Wehrmeldeamt vor. Bis zum Sommer 1943 entstanden etwa 120 dieser Werke. Dann machten Verhaftungen von Soldaten der Dienststelle durch die Gestapo die Lage zu gef&auml;hrlich; Punt versteckte seine Dichtungen, um sie und sich zu sch&uuml;tzen.<br /><span></span></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Verrat, Verhaftung und die Rettung in letzter Minute</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Im Fr&uuml;hjahr 1945 intensivierte die Widerstandsbewegung ihre Aktionen. Die Antwort des Regimes waren brutale Razzien, in denen viele K&auml;mpfer verhaftet wurden. Unter der Folter nannte der Radioh&auml;ndler Alfred Altst&auml;tter auch den Namen Friedrich Punt als Mitwisser.<br /><span></span>Am 25. April 1945 wurde Punt von der Gestapo verhaftet und stundenlang schwer misshandelt. Anschlie&szlig;end brachte man ihn ins Arbeitslager Reichenau, wo seine Exekution f&uuml;r den 30. April 1945, 15:30 Uhr, angesetzt war.<br /><span></span>In ihrer Verzweiflung wandte sich seine Ehefrau Anny Punt an Engelbert Trager von der Widerstandsgruppe um Anton Haller in Hall. Diese Gruppe kannte einen SS-Angeh&ouml;rigen namens <span><strong>Jakob Strickner</strong></span>, der seine Mitarbeit angeboten hatte. Man hatte ihn abgelehnt, doch nun bot sich die Chance, seinen angeblichen Gesinnungswandel zu testen. Strickner besorgte sich ein Heeresmotorrad, fuhr am Hinrichtungstag ins Lager Reichenau und befahl Punt, mitzukommen. Punt glaubte, sein letztes St&uuml;ndlein habe geschlagen. Doch Strickner brachte ihn tats&auml;chlich in Sicherheit in die Berge, wo Punt sich vier Wochen lang von seinen Verletzungen erholen konnte. Die Widerstandsbewegung, die den Exekutionsbefehl durch Verrat kannte, hatte ihn in letzter Minute gerettet.<br /><span></span></div>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0;margin-right:0;text-align:center"> <a> <img src="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/uploads/1/4/4/3/144346304/published/img-4692.jpeg?1771261611" alt="Picture" style="width:305;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <div class="paragraph"><font size="2">Foto: Dr. Friedrich Punt und Anny Punt. In:&nbsp;<span>Christine Riccabona/Anton Unterkircher (Hrsg.): Zuflucht im Wortgeh&auml;use 1941 - 1943. Innsbruck 2001, S. 109. &nbsp;(Publikation: Privatarchiv Georg Punt)</span></font></div>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong><span style="color:rgb(15, 17, 21)">&bdquo;Die schweigende St&uuml;tze&ldquo; &ndash; Anny Punt (1913 - 1999) und ihr unsichtbarer Beitrag zum Widerstand</span></strong></h2>  <div class="paragraph"><span style="color:rgb(15, 17, 21)">&Uuml;ber die Rolle von Friedrich Punts Ehefrau w&auml;hrend der NS-Zeit ist wenig &uuml;berliefert &ndash; und dies ist selbst ein bedeutsamer Umstand. Denn Anny Punt sprach ebenso wenig &uuml;ber jene Jahre wie ihr Mann. Beide hatten geschwiegen, und dieses Schweigen war kein Zufall, sondern Teil der inneren Verarbeitung eines &Uuml;berlebens, das t&auml;glich h&auml;tte scheitern k&ouml;nnen. Der Sohn erinnert sich: <strong>&bdquo;Mutter sprach nur selten &uuml;ber diese Zeit, Vater &uuml;berhaupt nie.&ldquo;</strong> Es ist dasselbe Schweigen, das auch Anton Walder umgab, ein Mitwiderst&auml;ndler im Wehrmeldeamt, der nur dann und wann und nur auf Befragen hin Bruchst&uuml;cke preisgab. Die Last des Erlebten war zu schwer, die Erinnerung zu nah.</span><br /><span style="color:rgb(15, 17, 21)">Umso wertvoller sind die wenigen, fragmentarischen Erinnerungen, die der Sohn bewahrt hat. Sie zeichnen das Bild einer Frau, deren St&auml;rke nicht im lauten Auftreten lag, sondern im stillen, verl&auml;sslichen Wirken im Hintergrund.</span><br /><strong><span style="color:rgb(15, 17, 21)">Anny Punt</span></strong><span><span style="color:rgb(15, 17, 21)">&nbsp;</span></span><span style="color:rgb(15, 17, 21)">war, so l&auml;sst sich aus den Erz&auml;hlungen ihres Sohnes schlie&szlig;en, von &bdquo;schneller Auffassungsgabe&ldquo;, &bdquo;sehr praktisch veranlagt&ldquo; und f&auml;hig, &bdquo;rasch, treffsicher, sorgf&auml;ltig und auch sehr resolut&ldquo; zu handeln, wenn es darauf ankam. Sie war &bdquo;ein Organisationstalent&ldquo; &ndash; und in einer Diktatur, die jeden Fehltritt mit Existenzvernichtung ahndete, war organisatorisches Geschick eine &Uuml;berlebensf&auml;higkeit.</span><br /><br /><span style="color:rgb(15, 17, 21)">Als ihr Mann 1945 im Lager Reichenau inhaftiert war, gelang es ihr offenbar, auf kleinstem Raum Kontakt zu halten. &bdquo;Kleine Zettelchen&ldquo; fanden ihren Weg &ndash; wie genau, wei&szlig; der Sohn nicht mehr. Dass es diesen heimlichen Draht gab, ist das Entscheidende. Ein stiller Akt des Widerstands, der nur funktionieren konnte, weil sie umsichtig, diskret und findig war.</span><br /><br /><span style="color:rgb(15, 17, 21)">Eine andere Geschichte tr&auml;gt ihre Handschrift: Ein Klient der Kanzlei bot seine Hilfe an und schaffte es tats&auml;chlich, zu Friedrich Punt nach Vinaders durchzukommen &ndash; kurioserweise mit einem l&auml;ngst ung&uuml;ltigen Ausweis als Hilfsgendarm aus der Kaiserzeit. Anny Punt erz&auml;hlte diese Begebenheit Jahrzehnte sp&auml;ter mit leisem Humor: &bdquo;entschlossenes Auftreten macht es offenbar aus&ldquo;. Doch hinter der Anekdote steht mehr: Sie war es vermutlich, die solche Hilfe annahm, Vertrauen schenkte und den Kontakt erm&ouml;glichte.</span><br /><br /><span style="color:rgb(15, 17, 21)">Und schlie&szlig;lich das leise H&ouml;ren von Auslandsradio, verborgen unter einer Decke zur Schalld&auml;mmung. Ob die Punts einen eigenen, &bdquo;frisierten&ldquo; Volksempf&auml;nger besa&szlig;en oder bei Freunden zuh&ouml;rten &ndash; der Sohn wei&szlig; es nicht. Aber dass Anny Punt &uuml;berhaupt davon erz&auml;hlte, zeigt, dass sie Teil dieses gef&auml;hrlichen Zuh&ouml;rens war. Sie teilte das Wissen, das Misstrauen, die Hoffnung.</span><br /><br /><span style="color:rgb(15, 17, 21)">Ihre Rolle in der Kanzlei war keine blo&szlig;e Assistenz. Seit der Gr&uuml;ndung bis zum Tod ihres Mannes 1969 war sie<span>&nbsp;</span><strong>Kanzleileiterin</strong>. Sie hielt den Betrieb aufrecht, sorgte daf&uuml;r, dass &bdquo;alles rund lief&ldquo;, und erm&ouml;glichte ihm damit jene Arbeit, die weit &uuml;ber das Juristische hinausging. Dass sie nach seinem Tod die Kanzlei eigenst&auml;ndig aufl&ouml;ste und die anh&auml;ngigen F&auml;lle einem jungen Kollegen &uuml;bergab, zeigt ihre F&auml;higkeit, Verantwortung zu &uuml;bernehmen &ndash; auch im Schmerz der Trauer.</span><br /><br /><span style="color:rgb(15, 17, 21)">Anny Punt suchte nie die B&uuml;hne. Sie nahm an den Kontakten ihres Mannes teil, f&uuml;gte sich in einen Freundes- und Bekanntenkreis, der bereits bestand, als sie f&uuml;nfzehn Jahre j&uuml;nger in sein Leben trat. Vom Wehrmeldeamt, wo Friedrich Punt mit Anton Walder und anderen Widerstand leistete, &bdquo;kannte sie wahrscheinlich nicht viele&ldquo;. Ihr Wirken war ein anderes: Es war das Erm&ouml;glichen, das Halten, das Bewahren.</span><br /><span style="color:rgb(15, 17, 21)">Ihr Schweigen &uuml;ber diese Jahre war kein Vergessen. Es war die Form der Erinnerung, die ihr geblieben war. Dass wir heute dennoch ein kleines, unscharfes Bild von ihr zeichnen k&ouml;nnen, verdanken wir den Bruchst&uuml;cken, die ihr Sohn bewahrt hat &ndash; und der Einsicht, dass auch das Unsichtbare seinen Ort in der Geschichte haben muss.<br />&#8203;</span><br /><span style="color:rgb(15, 17, 21)"><strong>Anny Punt </strong>war die stille St&uuml;tze eines Widerst&auml;ndigen. Ihr Beitrag war keiner der gro&szlig;en Gesten, sondern einer der vielen kleinen, unverzichtbaren Handlungen. Ohne sie w&auml;re vieles nicht m&ouml;glich gewesen. Dass wir so wenig von ihr wissen, spricht nicht gegen sie &ndash; es spricht f&uuml;r die Zeit, die zum Schweigen zwang, und f&uuml;r die Bescheidenheit einer Frau, die das Ihrige tat, ohne nach Anerkennung zu fragen.</span></div>]]></content:encoded></item></channel></rss>