<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" >

<channel><title><![CDATA["Nationalsozialismus in Hall in Tirol: NS-Widerstand, Verfolgung und Schicksale" - Geh&ouml;rlosen Institut (1938-1945)]]></title><link><![CDATA[https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/gehoumlrlosen-institut-1938-1945]]></link><description><![CDATA[Geh&ouml;rlosen Institut (1938-1945)]]></description><pubDate>Mon, 11 May 2026 01:40:16 -0700</pubDate><generator>Weebly</generator><item><title><![CDATA[Gehörlosen Institut – ein Haus schreibt Geschichte]]></title><link><![CDATA[https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/gehoumlrlosen-institut-1938-1945/gehorlosen-institut-ein-haus-schreibt-geschichte]]></link><comments><![CDATA[https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/gehoumlrlosen-institut-1938-1945/gehorlosen-institut-ein-haus-schreibt-geschichte#comments]]></comments><pubDate>Tue, 09 Sep 2025 14:23:46 GMT</pubDate><category><![CDATA[Uncategorized]]></category><guid isPermaLink="false">https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/gehoumlrlosen-institut-1938-1945/gehorlosen-institut-ein-haus-schreibt-geschichte</guid><description><![CDATA[       Foto Geh&ouml;rlosen Institut Mils in den 1930er Jahren. In: Archiv des Bildungszentrums f&uuml;r H&ouml;ren und Sehen Mils.     	 		 			 				 					 						    Blog (EN) deaf institute Mils     					 								 					 						          					 							 		 	     Seit &uuml;ber 190 Jahren ist es ein Ort der Bildung, Gemeinschaft und gelebten Inklusion. Die Wurzeln reichen bis ins Jahr 1830 nach Brixen zur&uuml;ck, wo Bischof Johannes Amberg, der erste ausgebildete Taubstummenlehrer Wiens, mit vision [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0;margin-right:0;text-align:center"> <a> <img src="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/uploads/1/4/4/3/144346304/img-5895-2_orig.jpg" alt="Picture" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <div class="paragraph"><font size="2">Foto Geh&ouml;rlosen Institut Mils in den 1930er Jahren. In: Archiv des Bildungszentrums f&uuml;r H&ouml;ren und Sehen Mils.</font></div>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <div><div class="wsite-multicol"><div class="wsite-multicol-table-wrap" style="margin:0 -15px;"> 	<table class="wsite-multicol-table"> 		<tbody class="wsite-multicol-tbody"> 			<tr class="wsite-multicol-tr"> 				<td class="wsite-multicol-col" style="width:50%; padding:0 15px;"> 					 						  <div style="text-align:left;"><div style="height: 10px; overflow: hidden;"></div> <a class="wsite-button wsite-button-small wsite-button-normal" href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/blog-en-deaf-institute.html" > <span class="wsite-button-inner">Blog (EN) deaf institute Mils</span> </a> <div style="height: 10px; overflow: hidden;"></div></div>   					 				</td>				<td class="wsite-multicol-col" style="width:50%; padding:0 15px;"> 					 						  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:left"> <a> <img src="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/uploads/1/4/4/3/144346304/published/flag.png?1757428754" alt="Picture" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>   					 				</td>			</tr> 		</tbody> 	</table> </div></div></div>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <div class="paragraph">Seit &uuml;ber 190 Jahren ist es ein Ort der Bildung, Gemeinschaft und gelebten Inklusion. Die Wurzeln reichen bis ins Jahr 1830 nach Brixen zur&uuml;ck, wo Bischof Johannes Amberg, der erste ausgebildete Taubstummenlehrer Wiens, mit vision&auml;rem Einsatz die erste &bdquo;Katholische Normalschule f&uuml;r die Taubstummen&ldquo; gr&uuml;ndete.<br />Getragen von diesem Pioniergeist zog die Anstalt bereits 1835 nach Hall in Tirol und fand 1878 schlie&szlig;lich in Mils ihre dauerhafte Heimat. M&ouml;glich wurde der Neubau durch die Gro&szlig;z&uuml;gigkeit der Bev&ouml;lkerung, insbesondere durch bedeutende Landspenden, und bot fortan 80 Kindern Platz und F&ouml;rderung. Mit dem eigenen Landwirtschaftsbetrieb ab 1883 schuf man sich eine selbstversorgende, lebendige Gemeinschaft.&nbsp;Dieser &bdquo;leuchtende Stern&ldquo; der Taubstummenbildung sollte jedoch schon bald getr&uuml;bt werden. Bereits 1938 wurde die Anstalt von den Nationalsozialisten &uuml;bernommen und bis 1945 f&uuml;r ihre Zwecke benutzt.<br /></div>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0;margin-right:0;text-align:center"> <a> <img src="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/uploads/1/4/4/3/144346304/img-5893-2_orig.jpg" alt="Picture" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <div class="paragraph"><font size="2">Foto Wei&szlig;enbachgraben und Geh&ouml;rlosen Institut Mils. In: Archiv des Bildungszentrums f&uuml;r H&ouml;ren und Sehen Mils.</font></div>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Das Institut im Zweiten Weltkrieg: Ziel der Zerst&ouml;rung (1938&ndash;1945)</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Im Jahr 1938 wurde das Geh&ouml;rlosen Institut von den Nationalsozialisten beschlagnahmt und bis 1945 milit&auml;risch genutzt. In der Endphase des Krieges diente das Haus als&nbsp;<strong>Kaserne und Flak-Stellung</strong>; schwere Gesch&uuml;tze waren auf die Stadt Hall gerichtet, um den Vormarsch der Alliierten durch das Unterinntal zu blockieren. Damit war das Institut selbst zum Werkzeug einer drohenden Zerst&ouml;rung geworden.<br /><br />Die Befreiung Halls im Mai 1945 war das Ergebnis des mutigen Widerstands einer Gruppe um Dr. Viktor Schumacher, Anton Haller, Anton Demanega, Josef Terrabona, Heinz Ehrenreich-Th&ouml;ni, Anton Dosch und Anton Walder. Nach einer Verhaftungswelle der SS in der Nacht vom 2. auf den 3. Mai, der Dr. Schumacher zum Opfer fiel und die meisten Beteiligten in den Untergrund zwang, &uuml;bernahm&nbsp;<strong>Hauptmann Johann Baumgartner (1896&ndash;1958)</strong>&nbsp;die entscheidende Rolle. Er organisierte die Verteidigung der Stadt, postierte Scharfsch&uuml;tzen im Wei&szlig;enbachgraben, um Br&uuml;ckensprengungen zu verhindern, und bewahrte die Bev&ouml;lkerung vor Panik.<br />&#8203;<br />Durch Baumgartners strategisches Geschick und entschlossenes Handeln gelang es, die im Institut und im Lager Eichat stationierten SS- und SD-Einheiten von ihren Zerst&ouml;rungspl&auml;nen abzubringen. Am 3. Mai 1945 zogen die Truppen ab, ohne die Stadt unter Beschuss zu nehmen.<br /><br />Noch 1958 w&uuml;rdigte der Haller Lokalanzeiger <strong>Baumgartner</strong> als den Mann, &bdquo;<strong>dessen Selbstlosigkeit die Stadt Hall und ihre Bev&ouml;lkerung ihren gr&ouml;&szlig;ten Dank schuldet. Ohne seine tatkr&auml;ftige Mitarbeit w&auml;re es nicht gelungen, Hall vor Zerst&ouml;rungen zu bewahren, die jene der gro&szlig;en Fliegerangriffe noch &uuml;bertroffen h&auml;tten.&ldquo;<br />&#8203;</strong><br />Das Geh&ouml;rlosen Institut, einst Ort der F&uuml;rsorge, war in diesen dunklen Jahren zum Symbol der Bedrohung geworden. Durch den selbstlosen Einsatz von M&auml;nnern wie Johann Baumgartner wurde es m&ouml;glich, das Haus und die Stadt f&uuml;r eine friedliche Zukunft zu bewahren.<br /><br /><strong>Aus der Perspektive der Nachkriegszeit betrachtet, erw&auml;chst aus dem unfassbaren Leid der NS-Zeit eine bleibende Verantwortung.</strong>&nbsp;Der unerm&uuml;dliche Einsatz der Selbstbetroffenen und ihrer Verb&uuml;ndeten f&uuml;hrte zu einem grundlegenden Wandel. Aus der dunkelsten Zeit der Geschichte entstanden nach und nach jene gesetzlichen und gesellschaftlichen Fortschritte, die heute eine selbstbestimmte Teilhabe und den Schutz der Rechte von Menschen mit Behinderungen erm&ouml;glichen &ndash; von der Anerkennung der &Ouml;sterreichischen Geb&auml;rdensprache &uuml;ber die UN-Behindertenrechtskonvention bis hin zur gesetzlich verankerten Inklusion.<br />Diese Entwicklung ist das lebendige Verm&auml;chtnis aller jener, die unter der Unmenschlichkeit des Regimes litten, und der Auftrag, den wir als Gesellschaft auch weiterhin zu erf&uuml;llen haben.<br />&#8203;(Heute Bildungszentrum f&uuml;r H&ouml;ren und Sehen Mils.)</div>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>]]></content:encoded></item></channel></rss>