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<channel><title><![CDATA["Nationalsozialismus in Hall in Tirol: NS-Widerstand, Verfolgung und Schicksale" - Alois Ebster (*1898)]]></title><link><![CDATA[https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/alois-ebster-1898]]></link><description><![CDATA[Alois Ebster (*1898)]]></description><pubDate>Mon, 11 May 2026 22:17:05 -0700</pubDate><generator>Weebly</generator><item><title><![CDATA[Alois Ebster: Ein Salinenarbeiter widersteht der NS-Propaganda]]></title><link><![CDATA[https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/alois-ebster-1898/alois-ebster-ein-salinenarbeiter-widersteht-der-ns-propaganda]]></link><comments><![CDATA[https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/alois-ebster-1898/alois-ebster-ein-salinenarbeiter-widersteht-der-ns-propaganda#comments]]></comments><pubDate>Sun, 07 Sep 2025 18:40:57 GMT</pubDate><category><![CDATA[Uncategorized]]></category><guid isPermaLink="false">https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/alois-ebster-1898/alois-ebster-ein-salinenarbeiter-widersteht-der-ns-propaganda</guid><description><![CDATA[   	 		 			 				 					 						    Blog (EN) Alois Ebster     					 								 					 						          					 							 		 	     Eine Verurteilung nach dem &bdquo;Heimt&uuml;cke-Gesetz&ldquo; 1943 in Hall in Tirol  Im Archiv der Justiz des nationalsozialistischen Regimes finden sich unz&auml;hlige Schicksale von Menschen, die ihren Unmut &uuml;ber das Regime zeigten und daf&uuml;r brutal bestraft wurden. Eines dieser Schicksale ist das von Alois Ebster, einem Salinenarbeiter aus Hall in Tirol.  Der Mann  [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <div><div class="wsite-multicol"><div class="wsite-multicol-table-wrap" style="margin:0 -15px;"> 	<table class="wsite-multicol-table"> 		<tbody class="wsite-multicol-tbody"> 			<tr class="wsite-multicol-tr"> 				<td class="wsite-multicol-col" style="width:50%; padding:0 15px;"> 					 						  <div style="text-align:left;"><div style="height: 10px; overflow: hidden;"></div> <a class="wsite-button wsite-button-small wsite-button-normal" href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/blog-en-alois-ebster.html" > <span class="wsite-button-inner">Blog (EN) Alois Ebster</span> </a> <div style="height: 10px; overflow: hidden;"></div></div>   					 				</td>				<td class="wsite-multicol-col" style="width:50%; padding:0 15px;"> 					 						  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:left"> <a> <img src="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/uploads/1/4/4/3/144346304/published/flag.png?1757271325" alt="Picture" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>   					 				</td>			</tr> 		</tbody> 	</table> </div></div></div>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong><span style="color:rgb(15, 17, 21)">Eine Verurteilung nach dem &bdquo;Heimt&uuml;cke-Gesetz&ldquo; 1943 in Hall in Tirol</span></strong></h2>  <div class="paragraph"><span style="color:rgb(15, 17, 21)">Im Archiv der Justiz des nationalsozialistischen Regimes finden sich unz&auml;hlige Schicksale von Menschen, die ihren Unmut &uuml;ber das Regime zeigten und daf&uuml;r brutal bestraft wurden. Eines dieser Schicksale ist das von Alois Ebster, einem Salinenarbeiter aus Hall in Tirol.</span><br /><span></span></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong style="color:rgb(0, 0, 0)"><span style="color:rgb(15, 17, 21)">Der Mann hinter dem Namen</span></strong><br /></h2>  <div class="paragraph"><span style="color:rgb(15, 17, 21)">Alois Ebster wurde am 22. Juni 1898 geboren, war verheiratet und wohnte im Kurzen Weg 14 in Solbad Hall (heute Hall in Tirol). Wie viele Arbeiter seiner Zeit war er ein ehemaliges Mitglied der verbotenen Sozialdemokratischen Arbeiterpartei, was ihn politisch vorbelastet machte.</span><br /><span></span></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong><span style="color:rgb(15, 17, 21)">Der Vorfall in der Saline in Hall in Tirol</span></strong></h2>  <div class="paragraph"><span style="color:rgb(15, 17, 21)">Im Juni 1942 befand sich Ebster in der Arbeiterstube der Saline Hall. Gemeinsam mit drei Kollegen (deren Namen in den Akten nicht &uuml;berliefert sind und mit N.N. gef&uuml;hrt werden) h&ouml;rte er eine Sondermeldung des deutschen Rundfunks, die die Vernichtung eines alliierten Geleitzuges im Nordmeer verk&uuml;ndete &ndash; ein Propagandaerfolg f&uuml;r die Wehrmacht.</span><br /><span style="color:rgb(15, 17, 21)">Als ein Kollege diese Nachricht verk&uuml;ndete, reagierte Alois Ebster mit Skepsis und Wut. Er fragte seine Kameraden, ob sie denn geh&ouml;rt h&auml;tten, was der<span>&nbsp;</span><strong>Schweizer Sender</strong><span>&nbsp;</span>&ndash; eine Quelle f&uuml;r unzensierte Nachrichten, deren Abh&ouml;ren streng verboten war &ndash; dazu meldete. Er konterte die NS-Propaganda mit den Worten:<br /><br /></span><strong><span style="color:rgb(15, 17, 21)">&bdquo;Die Engl&auml;nder und Amerikaner sind in Norwegen eingebrochen. Davon sagen unsere aber nichts. Bei uns dreht es sich nur ums Leute umbringen.&ldquo;<br />&#8203;</span></strong><br /><span style="color:rgb(15, 17, 21)">Mit dieser mutigen Aussage zweifelte er nicht nur die Glaubw&uuml;rdigkeit der NS-Nachrichten an, sondern prangerte direkt die brutale Realit&auml;t des Krieges an.</span></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong><span style="color:rgb(15, 17, 21)">Die Denunziation: Der allt&auml;gliche Terror am Arbeitsplatz</span></strong></h2>  <div class="paragraph"><span style="color:rgb(15, 17, 21)">Der Vorfall blieb nicht ohne Folgen. Einer oder mehrere der anwesenden Kollegen zeigten Ebster an. Diese<span>&nbsp;</span><strong>Denunziation</strong><span>&nbsp;</span>war kein Einzelfall, sondern ein bestimmendes Element der NS-Herrschaft. Der Arbeitsplatz, an dem man sich eigentlich sicher f&uuml;hlen sollte, wurde oft zum Ort der &Uuml;berwachung und des Misstrauens. Die Regime f&ouml;rderte aktiv, dass Nachbarn, Kollegen und sogar Freunde sich gegenseitig bespitzelten. Angst und Einsch&uuml;chterung sollten jegliche regimekritische Gesinnung im Keim ersticken. Der Fall Ebster ist ein typisches Beispiel daf&uuml;r, wie ein vermeintlich privates Gespr&auml;ch unter Kollegen zur Grundlage einer schwerwiegenden Anklage werden konnte.</span><br /><span></span></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong><span style="color:rgb(15, 17, 21)">Die Verurteilung</span></strong></h2>  <div class="paragraph"><span style="color:rgb(15, 17, 21)">Aufgrund der Denunziation wurde Alois Ebster angeklagt. Das Gesetz, das seine &Auml;u&szlig;erung zum Verbrechen machte, war das ber&uuml;chtigte<span>&nbsp;</span><strong>&bdquo;Heimt&uuml;cke-Gesetz&ldquo;</strong><span>&nbsp;</span>vom 20. Dezember 1934. Es bestrafte jede &Auml;u&szlig;erung, die &bdquo;geeignet ist, das Wohl des Reichs oder das Ansehen der Reichsregierung oder der NSDAP zu sch&auml;digen&ldquo;.</span><br /><span></span><span style="color:rgb(15, 17, 21)">Am<span>&nbsp;</span><strong>1. M&auml;rz 1943</strong><span>&nbsp;</span>verurteilte ihn das Landgericht Innsbruck wegen dieses Vergehens zu<span>&nbsp;</span><strong>f&uuml;nf Monaten Gef&auml;ngnis</strong>. Das Urteil zeigt die extreme Repression des NS-Staates, der selbst kleinste &Auml;u&szlig;erungen des Zweifels im privaten Kreis unnachgiebig verfolgte.</span><br /><span></span></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong><span style="color:rgb(15, 17, 21)">Ein Denkmal der Zivilcourage</span></strong></h2>  <div class="paragraph"><span style="color:rgb(15, 17, 21)">Alois Ebsters Geschichte ist mehr als nur ein Eintrag in einem Gerichtsprotokoll. Sie steht f&uuml;r den stillen Widerstand des &bdquo;kleinen Mannes&ldquo;, f&uuml;r den Mut, in einer Zeit allgegenw&auml;rtiger L&uuml;gen und der Bedrohung durch Denunziation die Wahrheit auszusprechen &ndash; und f&uuml;r den hohen Preis, den man daf&uuml;r zahlen musste. Sein Schicksal erinnert uns an die&nbsp;</span><strong style="color:rgb(15, 17, 21)">Verletzlichkeit</strong><span style="color:rgb(15, 17, 21)">&nbsp;von Meinungsfreiheit und den steten Wert von Zivilcourage.</span></div>  <div class="paragraph"><em><span style="color:rgb(15, 17, 21)">Quelle: Basierend auf historischen Gerichtsakten. Die Namen der weiteren Beteiligten (N.N.) sind aus Datenschutzgr&uuml;nden nicht angef&uuml;hrt.</span></em><br /><span></span></div>]]></content:encoded></item></channel></rss>