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<channel><title><![CDATA["Commemorating the Anti-Nazi Resistance and Victims of the Nazi Regime in Hall in Tirol" - Fritz W&uuml;rthle]]></title><link><![CDATA[https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/fritz-wuumlrthle]]></link><description><![CDATA[Fritz W&uuml;rthle]]></description><pubDate>Mon, 16 Mar 2026 11:48:36 -0700</pubDate><generator>Weebly</generator><item><title><![CDATA[Widerstand im Schatten der Wehrmacht: Fritz Würthle (1902-1976)]]></title><link><![CDATA[https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/fritz-wuumlrthle/widerstand-im-schatten-der-wehrmacht-das-netzwerk-der-gruppe-wurthle]]></link><comments><![CDATA[https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/fritz-wuumlrthle/widerstand-im-schatten-der-wehrmacht-das-netzwerk-der-gruppe-wurthle#comments]]></comments><pubDate>Fri, 29 Aug 2025 09:16:49 GMT</pubDate><category><![CDATA[Uncategorized]]></category><guid isPermaLink="false">https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/fritz-wuumlrthle/widerstand-im-schatten-der-wehrmacht-das-netzwerk-der-gruppe-wurthle</guid><description><![CDATA[   	 		 			 				 					 						    Blog (EN)  104 German military resistance (during the Nazi era) Friedrich  Würthle (1902- 1976)      					 								 					 						          					 							 		 	     Widerstand gegen das NS-Regime hatte viele Gesichter und fand oft an unerwarteten Orten statt. In Tirol formierte sich eine der mutigsten und bestvernetzten Widerstandsbewegungen &ndash; angef&uuml;hrt von der Gruppe um den Schriftsteller Fritz W&uuml;rthle (1902-1976). Ihr ungew&ouml;hnlicher Schauplatz [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <div><div class="wsite-multicol"><div class="wsite-multicol-table-wrap" style="margin:0 -15px;"> 	<table class="wsite-multicol-table"> 		<tbody class="wsite-multicol-tbody"> 			<tr class="wsite-multicol-tr"> 				<td class="wsite-multicol-col" style="width:50%; padding:0 15px;"> 					 						  <div style="text-align:left;"><div style="height: 10px; overflow: hidden;"></div> <a class="wsite-button wsite-button-small wsite-button-normal" href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/blog-en-fritz-wuumlrthle.html" > <span class="wsite-button-inner">Blog (EN)  104 German military resistance (during the Nazi era) Friedrich  W&uuml;rthle (1902- 1976) </span> </a> <div style="height: 10px; overflow: hidden;"></div></div>   					 				</td>				<td class="wsite-multicol-col" style="width:50%; padding:0 15px;"> 					 						  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:left"> <a> <img src="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/uploads/1/4/4/3/144346304/published/flag.png?1756469566" alt="Picture" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>   					 				</td>			</tr> 		</tbody> 	</table> </div></div></div>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <div class="paragraph">Widerstand gegen das NS-Regime hatte viele Gesichter und fand oft an unerwarteten Orten statt. In Tirol formierte sich eine der mutigsten und bestvernetzten Widerstandsbewegungen &ndash; angef&uuml;hrt von der Gruppe um den Schriftsteller Fritz W&uuml;rthle (1902-1976). Ihr ungew&ouml;hnlicher Schauplatz: das Wehrmeldeamt der Wehrmacht in Innsbruck, das zur Kommandozentrale eines weitverzweigten Netzes des Widerstands wurde.</div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Fritz W&uuml;rthle: Vom Journalisten zum Widerstandsk&auml;mpfer</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Fritz W&uuml;rthle, ein Salzburger Schriftsteller und Journalist, war kein unbeschriebenes Blatt. Bereits 1933, w&auml;hrend seiner T&auml;tigkeit f&uuml;r das "Berliner Tagblatt", gewann er tiefe Einblicke in die brutale Realit&auml;t des Nationalsozialismus. Seine &Uuml;berzeugung trieb ihn 1936 dazu, eine anti-nationalsozialistische Brosch&uuml;re zu verfassen. Dieser mutige Schritt beinahe sein Verh&auml;ngnis: Nach dem Einmarsch deutscher Truppen wurde die Brosch&uuml;re &ndash; zwar ohne seinen Namen, aber mit seinen handschriftlichen Korrekturen &ndash; von der Gestapo gefunden. W&uuml;rthle war in h&ouml;chster Gefahr.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Die Tarnung: Widerstand in Uniform</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Aus Sicherheitsgr&uuml;nden schloss sich W&uuml;rthle scheinbar dem System an und trat der Wehrmacht bei. 1940 wurde er ins Wehrmeldeamt Innsbruck abkommandiert. Was sich als strategischer R&uuml;ckzug darstellte, erwies sich als genialer Schachzug. Denn in dieser scheinbar b&uuml;rokratischen Institution existierte bereits eine Zelle &uuml;berzeugter Regimegegner. W&uuml;rthle stie&szlig; nicht in ein leeres B&uuml;ro, sondern in den Kern des organisierten Widerstands.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Das Wehrmeldeamt: Die Zentrale des stillen Widerstands</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Doch was war die eigentliche Funktion dieses Amtes? Das Wehrmeldeamt Innsbruck war die zentrale Meldestelle f&uuml;r Wehrpflichtige und unterstand dem Generalkommando in Salzburg. Jede Einberufung, jede Entlassung oder Versetzung musste hier bearbeitet und von Salzburg genehmigt werden. Diese b&uuml;rokratische Abh&auml;ngigkeit schuf einen unerwarteten Spielraum &ndash; eine Grauzone, die die Widerstandsk&auml;mpfer geschickt f&uuml;r ihre Zwecke nutzten.<br />Unter der F&uuml;hrung von Fritz W&uuml;rthle und mit Schl&uuml;sselfiguren wie&nbsp;<strong>Dr. Leo Praxmarer</strong>&nbsp;(ehemaliger Regierungskommiss&auml;r und Mitglied der A.V. Austria Innsbruck) und dem sp&auml;teren Leiter der Wiener Staatspolizei,&nbsp;<strong>Dr. Peterlunger</strong>, gelang dem Netzwerk Unglaubliches:<br /><ul><li>Sie f&auml;lschten Akten und Krankmeldungen.</li><li>Sie "verloren" Meldungen und verz&ouml;gerten Verfahren.</li><li>Sie sch&uuml;tzten regimekritische Wehrpflichtige vor der Einberufung.</li><li>Sie verhinderten die Versetzung von Soldaten an die Front.</li></ul>Praxmarer gr&uuml;ndete zudem die "<strong>Mittwochsgruppe</strong>" mit ehemaligen Beamten, zu der auch Ing. Anton Hradetzky geh&ouml;rte, und trieb den Widerstand auch au&szlig;erhalb des Amtes voran.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Vom passiven zum aktiven Widerstand: Die milit&auml;rische Wende</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Die Aktivit&auml;ten gingen weit &uuml;ber b&uuml;rokratische Sabotage hinaus.&nbsp;<strong>1943</strong>&nbsp;eskalierte der Widerstand auf einer geheimen Besprechung auf der&nbsp;<strong>Hungerburg</strong>&nbsp;bei Innsbruck. Mit dabei waren Dr. Leo Praxmarer, Ing. Ortner und Fritz W&uuml;rthle. Hier wurde erstmals intensiv &uuml;ber die Vorbereitung&nbsp;<strong>bewaffneter Aktionen&nbsp;</strong>diskutiert und erwogen, Kontakt zu Widerstandsgruppen in M&uuml;nchen aufzunehmen.<br />Gleichzeitig kn&uuml;pfte W&uuml;rthle Verbindungen zu bewaffneten&nbsp;<strong>Maquis-Partisanengruppen</strong>&nbsp;in den Bergen um Innsbruck (bei Gnadenwald, im &Ouml;tztal und in der N&auml;he der Schweiz), in denen desertierte Wehrmachtssoldaten, entflohene Gefangene und Regimegegner aus Tirol und dem gesamten Reichsgebiet Unterschlupf fanden.<br />Trotz eines schweren R&uuml;ckschlags &ndash; der Aufdeckung des&nbsp;<strong>Flora-Kreises</strong>&nbsp;durch die Gestapo und der Verhaftung von Dr. Hermann Flora sen. und Pater Johann Steinmayr &ndash; konnten die Widerstandsk&auml;mpfer ihre Arbeit fortsetzen. Es wurden Waffen- und Munitionslager angelegt und &uuml;ber den per Fallschirm abgesprungenen franz&ouml;sischen Offizier Ferdinand Z&ouml;llner eine erste systematische Verbindung zu den Alliierten hergestellt.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Die nationale Vernetzung: Karl Gruber und die O5</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Eine Schl&uuml;sselfigur f&uuml;r die &uuml;berregionale Einigung war&nbsp;<strong>Dr. Karl Gruber</strong>&nbsp;(Mitglied der Austria Wien), der von Berlin aus eine Wiener Widerstandsgruppe leitete. Als geb&uuml;rtiger Tiroler suchte er 1943 den Kontakt nach Innsbruck. &Uuml;ber den Funkspezialisten Ing. Carl Hirnschrott und die Gruppe um Anton Walder und Anton Haller in Solbad Hall fand er schlie&szlig;lich zu Fritz W&uuml;rthle.<br />Trotz W&uuml;rthles strafweiser Versetzung nach Lienz 1944 setzten sich die Bem&uuml;hungen um eine Vereinigung fort. In einer dramatischen&nbsp;<strong>n&auml;chtlichen Zusammenkunft am 9. April 1945</strong>&nbsp;im Sanatorium der Kreuzschwestern trafen sich W&uuml;rthle und Karl Gruber. Gruber erl&auml;uterte sein Ziel: einen vereinten bewaffneten Aufstand beim Heranr&uuml;cken der Amerikaner, um &Ouml;sterreichs Anspruch auf Unabh&auml;ngigkeit zu untermauern.<br /><br />&#8203;<strong>Am 13. April 1945</strong>&nbsp;war es soweit: Bei einem milit&auml;rischen Treffen in Innsbruck wurde&nbsp;<strong>Karl Gruber zum milit&auml;rischen F&uuml;hrer des Tiroler Widerstands</strong>&nbsp;ernannt.&nbsp;<strong>Fritz W&uuml;rthle wurde sein Stellvertreter</strong>. Oskar G&ouml;rz wurde Hauptverbindungsmann zu den Wehrmachtszellen und J&ouml;rg Sackenheim Leiter der zivilen Kampfgruppen. Unter Grubers F&uuml;hrung vereinten sich die Gruppen Ronczkay, Hradetzky, Flora, Mair, Gamper, Winkler und die Polizeizelle von Rudolf J&uuml;nger.<br /><br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Die Rolle der O5: Fritz Molden und die Alliierten</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Einen entscheidenden Schub f&uuml;r die Einheit brachte der Anschluss der&nbsp;<strong>Gruppe O5</strong>&nbsp;unter&nbsp;<strong>Helmut Heuberger</strong>&nbsp;am 26. April 1945. Die O5, organisiert von den Br&uuml;dern&nbsp;<strong>Otto und Fritz Molden</strong>, war bestrebt, den zersplitterten &ouml;sterreichischen Widerstand zu zentralisieren und direkte Verbindungen zu den Alliierten zu kn&uuml;pfen.<br /><strong>Fritz Molden</strong>&nbsp;gelang dies mit spektakul&auml;ren Aktionen: Aus seiner Wehrmachtseinheit in Italien floh er in die Schweiz und gewann das Vertrauen des US-Geheimdienstes OSS. In zw&ouml;lf lebensgef&auml;hrlichen Kurierreisen &ndash; in Wehrmachtsuniform und mit gef&auml;lschten Papieren &ndash; schmiedete er ein &uuml;berregionales Nachrichtennetz. Die Aufdeckung des Wiener POEN-Komitees durch die Gestapo im M&auml;rz 1945 erh&ouml;hte die Bedeutung Tirols als letztes intaktes Zentrum noch mehr. Die Wohnung von&nbsp;<strong>Univ.-Prof. Dr. Richard Heuberger</strong>&nbsp;in Innsbruck wurde zur zentralen Anlaufstelle f&uuml;r O5-Kuriere.<br />Mutige Kurierl&auml;ufer wie die Medizinstudenten&nbsp;<strong>Herwig Walln&ouml;fer</strong>&nbsp;und&nbsp;<strong>Louis Mittermayer</strong>&nbsp;&uuml;berquerten die Alpen in die Schweiz, um Nachrichten zu &uuml;berbringen. Im Dezember 1944 brachte Fritz Molden sogar zwei franz&ouml;sische OSS-Offiziere nach Innsbruck, deren Anwesenheit den Zusammenschluss des Tiroler Untergrunds erst m&ouml;glich machte.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Die heldenhaften Frauen im Schatten</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Die Nachrichten- und Versorgungsarbeit w&auml;re ohne eine&nbsp;<strong>Reihe mutiger Frauen</strong>&nbsp;nicht m&ouml;glich gewesen. Sie riskierten ihr Leben, indem sie Unterkunft boten, Verfolgte versteckten und als Kuriere agierten. Zu ihnen geh&ouml;rten:<br /><strong>Dora Scheibenpflug, Anni Vogelsberger, Ruth Kopriva, Frau Fischer, Herthi Pfeffer, Trude Sch&ouml;nherr, die Schwestern H&auml;fele, Thea Bianci</strong>&nbsp;und viele weitere, deren Namen oft unerw&auml;hnt blieben.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Ein Verm&auml;chtnis des Mutes und der Einheit</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Die Geschichte des Wehrmeldeamtes Innsbruck und der Gruppe W&uuml;rthle steht beispielhaft f&uuml;r den zivilen Ungehorsam und den mutigen, hochgradig vernetzten Widerstand von Menschen aus allen gesellschaftlichen Schichten &ndash; von Katholiken &uuml;ber Sozialisten bis zu Konservativen, Milit&auml;rs und Studenten. Sie bewiesen, dass Widerstand selbst unter dem dunkelsten Schatten m&ouml;glich und nur durch Zusammenhalt &uuml;ber alle politischen und pers&ouml;nlichen Differenzen hinweg wirksam war. Ihr mutiges Handeln in den letzten Kriegstagen trug ma&szlig;geblich zur friedlichen Befreiung Tirols bei und legte den Grundstein f&uuml;r den Wiederaufbau eines freien &Ouml;sterreichs.<br /></div>]]></content:encoded></item></channel></rss>