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<channel><title><![CDATA["Nationalsozialismus in Hall in Tirol: NS-Widerstand, Verfolgung und Schicksale" - Franziskaner Pater Eligius Dastl]]></title><link><![CDATA[https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/franziskaner-pater-eligius-dastl]]></link><description><![CDATA[Franziskaner Pater Eligius Dastl]]></description><pubDate>Wed, 22 Apr 2026 11:41:40 -0700</pubDate><generator>Weebly</generator><item><title><![CDATA[Franziskaner Pater Eligius (August) Dastl OFM (1899 – 1970)]]></title><link><![CDATA[https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/franziskaner-pater-eligius-dastl/franziskaner-pater-eligius-august-dastl-ofm-1899-1970]]></link><comments><![CDATA[https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/franziskaner-pater-eligius-dastl/franziskaner-pater-eligius-august-dastl-ofm-1899-1970#comments]]></comments><pubDate>Thu, 04 Sep 2025 15:01:19 GMT</pubDate><category><![CDATA[Uncategorized]]></category><guid isPermaLink="false">https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/franziskaner-pater-eligius-dastl/franziskaner-pater-eligius-august-dastl-ofm-1899-1970</guid><description><![CDATA[read more:  FR Father Eligius Dastl (English)  Bold Franciscan Friar             Foto Franziskaner Pater Eligius (August) Dastl. In: Archiv der Tiroler Franziskaner Provinz in Hall in Tirol.  Eine Stimme in der W&uuml;ste: Widerstand von der Kanzel  In den Annalen des Widerstands gegen das nationalsozialistische Regime zeigte sich Mut in vielen Formen. F&uuml;r&nbsp;Pater Eligius Dastl, einen Franziskanermissionar mit einer globalen Perspektive, war es ein Moment der unbeugsamen Wahrheit, von de [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<h2 class="wsite-content-title">read more:</h2>  <h2 class="wsite-content-title"><strong><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/blog-en-father-eligius-dastl.html">FR Father Eligius Dastl (English)</a></strong></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><strong><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/en-bold-franciscan-friar.html">Bold Franciscan Friar</a></strong></h2>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <div class="wsite-spacer" style="height:50px;"></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0;margin-right:0;text-align:center"> <a> <img src="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/uploads/1/4/4/3/144346304/published/bild-20-08-25-um-16-56.jpeg?1756998163" alt="Picture" style="width:246;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <div class="paragraph"><font size="2">Foto Franziskaner Pater Eligius (August) Dastl. In: Archiv der Tiroler Franziskaner Provinz in Hall in Tirol.</font></div>  <h2 class="wsite-content-title"><span style="color:rgb(47, 84, 150)"><strong><span style="color:rgb(15, 17, 21)">Eine Stimme in der W&uuml;ste: Widerstand von der Kanzel</span></strong></span></h2>  <div class="paragraph"><span style="color:rgb(15, 17, 21)">In den Annalen des Widerstands gegen das nationalsozialistische Regime zeigte sich Mut in vielen Formen. F&uuml;r<span>&nbsp;</span><strong>Pater Eligius Dastl</strong>, einen Franziskanermissionar mit einer globalen Perspektive, war es ein Moment der unbeugsamen Wahrheit, von der Kanzel einer kleinen Dorfkirche herab, der ihn zum Staatsfeind stempelte und seine Verfolgung nach sich zog.</span><br /><span></span></div>  <h2 class="wsite-content-title"><span style="color:rgb(47, 84, 150)"><strong><span style="color:rgb(15, 17, 21)">Von Enns in die Welt: Der Missionar</span></strong></span></h2>  <div class="paragraph"><span style="color:rgb(15, 17, 21)">Am 17. August 1899 wurde August Dastl in Enns (Di&ouml;zese Linz) geboren. Seine Lebensbahn zeichnete sich fr&uuml;h ab, als er 1917 in Pupping in den Franziskanerorden aufgenommen wurde und den Ordensnamen<span>&nbsp;</span><strong>Eligius</strong></span><span style="color:rgb(15, 17, 21)">erhielt. Seine Berufung f&uuml;hrte ihn nicht in ein stilles Leben innerhalb &ouml;sterreichischer Mauern, sondern auf die weiten Missionsfelder der Welt. 1924 in Salzburg zum Priester geweiht, wurde er bald in die Auslandsmissionen entsandt, zun&auml;chst<span>&nbsp;</span><strong>1928 nach Hunan in China</strong><span>&nbsp;</span>und<span>&nbsp;</span><strong>1929 nach Bolivien</strong>.</span><br /><span></span><span style="color:rgb(15, 17, 21)">Jahrelang arbeitete er dort unter den Guaran&iacute;, stellte sich den immensen Herausforderungen von Sprache, Kultur und Krankheit. Sein Dienst endete abrupt 1937, als eine schwere<span>&nbsp;</span><strong>Malaria-Erkrankung</strong></span><strong><span style="color:rgb(15, 17, 21)">&nbsp;</span></strong><span style="color:rgb(15, 17, 21)">seine R&uuml;ckkehr nach &Ouml;sterreich erzwang. In seiner Heimat &uuml;bernahm er die cruciale Rolle des<span>&nbsp;</span><strong>Provinzmissionsprokurators</strong>, basierend im Franziskanerkloster Hall in Tirol. Von 1938-1939 und erneut ab 1946 redigierte er den Jahresbericht der Missionsgesellschaft, &bdquo;Die Franziskaner-Missionen&ldquo;, und nutzte seine Worte, um Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die globale Arbeit des Ordens zu gewinnen.</span><br /><span></span></div>  <h2 class="wsite-content-title"><span style="color:rgb(47, 84, 150)"><strong><span style="color:rgb(15, 17, 21)">Die schicksalhafte Predigt: &bdquo;Wie Bluthunde&ldquo;</span></strong></span></h2>  <div class="paragraph"><span style="color:rgb(15, 17, 21)">Seine Gabe mit Worten war es, die zu seiner Konfrontation mit dem NS-Regime f&uuml;hrte. Am<span>&nbsp;</span><strong>18. Mai 1939&nbsp;</strong></span><span style="color:rgb(15, 17, 21)">predigte <strong>Pater Eligius </strong>in der Kirche von Gnadenwald bei Hall. In seiner Reflexion &uuml;ber die Himmelfahrt Christi und die K&auml;mpfe des irdischen Lebens sprach er aus eigener Erfahrung &uuml;ber die sp&uuml;rbare Feindseligkeit, der die Kirche ausgesetzt war.</span><br /><span style="color:rgb(15, 17, 21)">Er sagte:<span>&nbsp;</span><strong>&bdquo;Wie die Bluthunde sind sie gegen uns. Es ist wahr, dass wir Priester verfolgt werden, das kann noch zu etwas &Uuml;blem f&uuml;hren.&ldquo;</strong></span><br /><span style="color:rgb(15, 17, 21)">Sp&auml;ter erkl&auml;rte er dem Gericht, er sei wiederholt als &bdquo;Pfaffe&ldquo; beschimpft worden und man habe sogar einen Hund auf ihn gehetzt. Seine Predigt, gehalten vor einer kleinen Gemeinde von etwa zw&ouml;lf Personen, war ein Ausbruch der Verzweiflung und eine scharfz&uuml;ngige, doch zutreffende Beschreibung der staatlichen Verfolgung.</span></div>  <h2 class="wsite-content-title"><span style="color:rgb(47, 84, 150)"><strong><span style="color:rgb(15, 17, 21)">Verhaftung, Prozess und Verurteilung</span></strong></span><br /></h2>  <div class="paragraph"><span style="color:rgb(15, 17, 21)">F&uuml;r diese einzige, machtvolle Metapher schlug der Staat zur&uuml;ck. Pater Eligius wurde verhaftet und vom<span>&nbsp;</span><strong>4. bis 10. Juli 1939</strong><span>&nbsp;</span>im Polizeigef&auml;ngnis Innsbruck festgehalten. Sein Prozess war schnell. Am<span>&nbsp;</span><strong>9. September 1939</strong>, nur Tage nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs, befand ihn das Sondergericht in Linz f&uuml;r schuldig, das Vertrauen des Volkes in die politische F&uuml;hrung untergraben zu haben.</span><br /><span></span><span style="color:rgb(15, 17, 21)">Die Urteilsbegr&uuml;ndung des Gerichts hob die Gefahr hervor, die es in seinen Worten wahrnahm: &Auml;u&szlig;erungen in der Kirche, insbesondere vor mehreren Personen, die behaupteten, die Nationalsozialisten verfolgten die Kirche &bdquo;wie Bluthunde&ldquo;, wurden als Gefahr f&uuml;r die &ouml;ffentliche Ordnung angesehen. Er wurde zu<span>&nbsp;</span><strong>f&uuml;nf Monaten Gef&auml;ngnis</strong><span>&nbsp;</span>verurteilt (Aktenzeichen: 500/LG 733/39).</span><br /><span></span></div>  <h2 class="wsite-content-title"><span style="color:rgb(47, 84, 150)"><strong><span style="color:rgb(15, 17, 21)">Sp&auml;teres Leben und Verm&auml;chtnis</span></strong></span></h2>  <div class="paragraph"><span style="color:rgb(15, 17, 21)">Nach Verb&uuml;&szlig;ung seiner Stra&szlig;e kehrte Pater Eligius schlie&szlig;lich zu seiner Arbeit zur&uuml;ck. Er setzte seine kuriale Rolle als Missionsprokurator in Salzburg fort und bekleidete die Position bis 1969. Als Beweis f&uuml;r seinen entschlossenen Charakter lernte er mit 56 Jahren noch das Autofahren, um seine Pflichten besser erf&uuml;llen zu k&ouml;nnen.</span><br /><span></span><span style="color:rgb(15, 17, 21)">Er starb am 6. Juni 1970 in Braunau und wurde in Maria Schmolln begraben.<br /><br />&#8203;Die Geschichte von Pater Eligius Dastl ist ein eindrucksvolles Beispiel f&uuml;r</span><span><span style="color:rgb(15, 17, 21)">&nbsp;Widerstand</span></span><strong><span style="color:rgb(15, 17, 21)">&nbsp;von Ordensangeh&ouml;rigen</span></strong><span style="color:rgb(15, 17, 21)">. Er war kein Teil einer verschw&ouml;rerischen Gruppe, sondern ein Mann, der es wagte, in einer Zeit &uuml;berw&auml;ltigender Angst und Stille die schmerzhafte Wahrheit auszusprechen. Seine Bestrafung f&uuml;r eine einzige Predigt exemplifiziert die extreme Sensibilit&auml;t des Regimes gegen&uuml;ber jeder Form &ouml;ffentlicher Kritik und dessen r&uuml;cksichtslose Entschlossenheit, selbst die kleinste Stimme des Dissens zu unterdr&uuml;cken. Sein Verm&auml;chtnis ist das eines Missionars, der sich der Verfolgung im Ausland stellte und dieselbe furchtlose Hingabe mitbrachte, um zu Hause gegen Ungerechtigkeit zu sprechen.</span><br /><br /><span></span></div>]]></content:encoded></item></channel></rss>