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<channel><title><![CDATA["Nationalsozialismus in Hall in Tirol: NS-Widerstand, Verfolgung und Schicksale" - DDDr. Pater Johannes Kapistran Pieller]]></title><link><![CDATA[https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/dddr-pater-johannes-kapistran-pieller]]></link><description><![CDATA[DDDr. Pater Johannes Kapistran Pieller]]></description><pubDate>Thu, 16 Apr 2026 04:29:54 -0700</pubDate><generator>Weebly</generator><item><title><![CDATA[Ein Franziskanerpater im Widerstand gegen das NS-Regime]]></title><link><![CDATA[https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/dddr-pater-johannes-kapistran-pieller/august-20th-2025]]></link><comments><![CDATA[https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/dddr-pater-johannes-kapistran-pieller/august-20th-2025#comments]]></comments><pubDate>Wed, 20 Aug 2025 15:42:09 GMT</pubDate><category><![CDATA[Uncategorized]]></category><guid isPermaLink="false">https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/dddr-pater-johannes-kapistran-pieller/august-20th-2025</guid><description><![CDATA[   	 		 			 				 					 						    Blog (EN) DDDr. Father Kapistran Pieller (1891-1945)     					 								 					 						          					 							 		 	            Foto DDDr. Pieller OFM P.Johannes Kapistran. Online unter, {biolex &ouml;cv - Google Suche} (Stand 20.8.2025)  Fr&uuml;he Jahre und vielseitige Ausbildung  Wilhelm Pieller wurde am 30. September 1891 in Wien geboren. 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Online unter, {biolex &ouml;cv - Google Suche} (Stand 20.8.2025)</font><br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Fr&uuml;he Jahre und vielseitige Ausbildung</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Wilhelm Pieller wurde am 30. September 1891 in Wien geboren. Sein Werdegang war von fr&uuml;hen Schicksalsschl&auml;gen gepr&auml;gt: Nach dem Tod seines Vaters musste er mit nur 14 Jahren das Gymnasium verlassen. Zun&auml;chst absolvierte er einen Handelsschulkurs und arbeitete als Kontorist, doch folgte er 1909 seiner Berufung und trat in Graz in den Franziskanerorden ein, wo er den Ordensnamen&nbsp;<strong>Johannes Kapistran</strong>&nbsp;annahm.<br />Mit gro&szlig;em Ehrgeiz holte er im Franziskanergymnasium in Hall (Tirol) die Matura nach. Nach seinem Theologiestudium in Wien und Graz wurde er zum Priester geweiht. Sein Wissensdurst war damit nicht gestillt: Der Orden erm&ouml;glichte ihm ein weiteres Studium der Rechts- und Staatswissenschaften in Graz, das er 1929 mit der Promotion zum&nbsp;<strong>Dr. rer. pol.</strong>&nbsp;und&nbsp;<strong>Dr. iur.</strong>&nbsp;abschloss. 1937 folgte schlie&szlig;lich der dritte Doktorgrad, der&nbsp;<strong>Dr. theol.</strong>, an der Universit&auml;t Wien. Aufgrund seiner drei Doktortitel wurde er oft respektvoll als&nbsp;<strong>"DDDr. Pieller"</strong>&nbsp;bezeichnet.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Seelsorger und heimlicher Widerstandsk&auml;mpfer</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Pater Johannes Kapistran war ein vielseitig engagierter Seelsorger. Er wirkte als Verbindungsseelsorger der Urverbindung Carolina, in der St. P&ouml;ltener Franziskanergemeinschaft als Gefangenenseelsorger, als Kaplan in Maria Enzersdorf und schlie&szlig;lich ab 1940 als Guardian des Franziskanerklosters in Eisenstadt und Rektor der dortigen Klosterschule.<br />&Uuml;ber seinen Mitbruder Frater Benno (Eduard Pumpernig) kam er mit der&nbsp;<strong>"Antifaschistischen Widerstandsbewegung &Ouml;sterreichs" (AF&Ouml;)</strong>&nbsp;in Kontakt. Diese Gruppe, um den K&auml;rntner Pfarrer Dr. Anton Granig und den ehemaligen Abgeordneten Karl Krumpl aufgebaut, verteilte regimekritische Flugschriften. Pater Johannes Kapistran unterst&uuml;tzte den Widerstand, indem er Flugbl&auml;tter verfasste, die unter anderem in Klagenfurt verteilt wurden.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Verhaftung und Verurteilung</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Die Gestapo schlug im Fr&uuml;hjahr 1943 zu und zerschlug die AF&Ouml;. Nach der Verhaftung der f&uuml;hrenden Mitglieder wurde auch Pater Johannes Kapistran am 23. August 1943 in Eisenstadt festgenommen. Ihm wurde zur Last gelegt, Flugschriften verfasst, 150 Reichsmark sowie zwei Revolver mit Munition &uuml;bergeben zu haben.<br />In einem Gestapobericht wurde er als "unentwegter Staatsgegner &uuml;belster Sorte" bezeichnet. Nach monatelanger Haft in der Wiener Rossauer L&auml;nde und im Landesgericht wurde er am 11. August 1944 vom Volksgerichtshof&nbsp;<strong>wegen Vorbereitung zum Hochverrat und Feindbeg&uuml;nstigung zum Tode verurteilt</strong>. Alle Begnadigungsgesuche blieben erfolglos.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Der Todesmarsch und das Ende in Stein</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Bis kurz vor Kriegsende harzte Pater Johannes Kapistran im Todeskerker des Wiener Landesgerichts. Am 5. April 1945, unmittelbar vor dem Einmarsch der Roten Armee, begann f&uuml;r ihn und 40 weitere Todeskandidaten ein grausamer Fu&szlig;marsch. Aneinandergekettet &ndash; sein Mitbruder, Provinzial Angelus Steinwender, war sein Kettenpartner &ndash; wurden sie von Wien &uuml;ber Stockerau nach&nbsp;<strong>Stein an der Donau</strong>getrieben.<br />Ein Augenzeuge beschrieb den Zug der "WesEN, die noch nicht tot sind und doch nicht mehr leben". Am 15. April 1945, nur wenige Tage vor der Befreiung, wurde Pater Johannes Kapistran im Hof des Gef&auml;ngnisses Krems-Stein zusammen mit anderen Gefangenen von SS-M&auml;nnern mit Maschinengewehren ermordet. Er wurde in einem Massengrab beigesetzt.<br />Pater Johannes Kapistran Pieller bleibt als mutiger Geistlicher in Erinnerung, der seine &Uuml;berzeugung mit dem Leben bezahlte und sich bis zuletzt gegen die Unmenschlichkeit des NS-Regimes auflehnte.<br /></div>]]></content:encoded></item></channel></rss>