<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" >

<channel><title><![CDATA["Nationalsozialismus in Hall in Tirol: NS-Widerstand, Verfolgung und Schicksale" - Frater Maxim - Johann Gredler (Franziskaner1)]]></title><link><![CDATA[https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/frater-maxim---johann-gredler-franziskaner1]]></link><description><![CDATA[Frater Maxim - Johann Gredler (Franziskaner1)]]></description><pubDate>Wed, 22 Apr 2026 10:39:28 -0700</pubDate><generator>Weebly</generator><item><title><![CDATA[Der unerschütterliche Widerstand des Frater Maximin Gredler (1871 - 1950)]]></title><link><![CDATA[https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/frater-maxim---johann-gredler-franziskaner1/der-unerschutterliche-widerstand-des-frater-maximin-gredler-1871-1950]]></link><comments><![CDATA[https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/frater-maxim---johann-gredler-franziskaner1/der-unerschutterliche-widerstand-des-frater-maximin-gredler-1871-1950#comments]]></comments><pubDate>Tue, 19 Aug 2025 14:43:46 GMT</pubDate><category><![CDATA[Uncategorized]]></category><guid isPermaLink="false">https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/frater-maxim---johann-gredler-franziskaner1/der-unerschutterliche-widerstand-des-frater-maximin-gredler-1871-1950</guid><description><![CDATA[read more:&nbsp;  Father Maximin Gredler         Frater Maximin (Johann) Gredler. In Archiv der Tiroler Franziskaner Provinz, Hall in Tirol.  Ein Franziskanerbruder widersteht der NS-Gewalt  Die Geschichte der Klosteraufhebungen unter dem NS-Regime ist eine Geschichte von Enteignung, Vertreibung und Unrecht. Sie ist aber auch eine Geschichte des mutigen Widerstands von Einzelpersonen, die sich ihrem Gewissen verpflichtet f&uuml;hlten. Eine solche Person war&nbsp;Frater Maximin (Johann Gredler),  [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<h2 class="wsite-content-title"><strong>read more:&nbsp;</strong></h2>  <h2 class="wsite-content-title"><strong><font size="6"><a href="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/en-frater-maxim---johann-gredler-franziskaner1.html" title="">Father Maximin Gredler</a></font></strong></h2>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0;margin-right:0;text-align:center"> <a> <img src="https://www.ns-widerstand-hallintirol.com/uploads/1/4/4/3/144346304/published/bild-19-08-25-um-16-37.jpeg?1755614896" alt="Picture" style="width:339;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <div class="paragraph"><font size="2" color="#2a2a2a">Frater Maximin (Johann) Gredler. In Archiv der Tiroler Franziskaner Provinz, Hall in Tirol.</font></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Ein Franziskanerbruder widersteht der NS-Gewalt</strong><br /></h2>  <div class="paragraph"><span style="color:rgb(0, 0, 0)">Die Geschichte der Klosteraufhebungen unter dem NS-Regime ist eine Geschichte von Enteignung, Vertreibung und Unrecht. Sie ist aber auch eine Geschichte des mutigen Widerstands von Einzelpersonen, die sich ihrem Gewissen verpflichtet f&uuml;hlten. Eine solche Person war&nbsp;<strong>Frater Maximin (Johann Gredler)</strong>, ein Franziskanerbruder in Hall in Tirol, dessen standhaftes Auftreten bis heute beeindruckt.</span></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Wer war Frater Maximin?</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Frater Maximin, mit b&uuml;rgerlichem Namen&nbsp;<strong>Johann Gredler</strong>, wurde am 28. Januar 1871 geboren und starb am 7. Oktober 1950. Er war &uuml;ber 50 Jahre lang Franziskanerbruder im Kloster Hall in Tirol. Nach der gewaltsamen Aufl&ouml;sung des Klosters fand er eine neue Aufgabe als Sakristan in Tux-Lanersbach. Seine Geschichte wurde von seiner Nichte Theresia Rainer &uuml;berliefert und 1979 dem Dokumentationsarchiv des &ouml;sterreichischen Widerstands (D&Ouml;W) &uuml;bergeben.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Die gewaltsame Aufl&ouml;sung des Klosters</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Am&nbsp;<strong>30. September 1940</strong>&nbsp;wurde das Franziskanerkloster in Hall von den Nationalsozialisten enteignet und die Ordensgemeinschaft vertrieben. Sechs Patres durften zun&auml;chst f&uuml;r seelsorgerische Aufgaben zur&uuml;ckbleiben, doch auch sie wurden wenig sp&auml;ter verhaftet.<br />Der eigentliche H&ouml;hepunkt der Schlie&szlig;ung traf Frater Maximin jedoch am&nbsp;<strong>2. Oktober 1940</strong>. W&auml;hrend er nach der Messfeier in der Sakristei arbeitete, erschien pl&ouml;tzlich die Geheime Staatspolizei (Gestapo), begleitet vom Haller B&uuml;rgermeister, Dipl. Ing. Heinz Bauer.<br /><br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Ein Akt des Widerstands: Die Worte des Frater Maximin</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Die Gestapo befahl Frater Maximin, sofort alles stehen und liegen zu lassen. Die Kirche w&uuml;rde, wie das Kloster, geschlossen und alles Inventar beschlagnahmt. Ersch&uuml;ttert erf&uuml;llte der Bruder die letzte heilige Pflicht: er&nbsp;<strong>l&ouml;schte das Ewige Licht</strong>&nbsp;aus.<br />Dann wandte er sich an den anwesenden B&uuml;rgermeister und sprach die denkw&uuml;rdigen Worte, die in der Chronik der Tiroler Franziskanerprovinz festgehalten sind:<br /><strong>&bdquo;So, Herr B&uuml;rgermeister, jetzt lassen Sie sich den Raub gut schmecken. Es soll Ihnen aber keinen Segen bringen.&ldquo;</strong><br />Auf die faule Ausrede des B&uuml;rgermeisters (&bdquo;Ja, ich bin ja nicht schuld&ldquo;) entgegnete Frater Maximin mit der Klarheit eines reinen Gewissens:<br /><strong>&bdquo;Was, nicht doch. Ich war 50 Jahre in diesem Hause und habe auch Augen gehabt. Und ich habe die 50 Jahre nichts Unrechtes gesehen.&ldquo;</strong><br />Selbst die Aufforderung, sein Ordensgewand gegen Zivilkleidung zu tauschen, wies er entschieden zur&uuml;ck:&nbsp;<strong>&bdquo;Ich habe in dem Kleid immer gearbeitet... Jetzt gehe ich. B'h&uuml;t Ihnen Gott!&ldquo;</strong>&nbsp;Mit diesen letzten Worten verlie&szlig; er seine Heimat von f&uuml;nf Jahrzehnten.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Verhaftung und Haft</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Sein mutiger Protest blieb nicht ohne Folge. Vom&nbsp;<strong>17. bis 20. Dezember 1940</strong>&nbsp;wurde Frater Maximin in Zell am Ziller inhaftiert und anschlie&szlig;end bis zum&nbsp;<strong>6. Januar 1941</strong>&nbsp;ins Polizeigef&auml;ngnis nach Innsbruck &uuml;berstellt. Auch die verbliebenen Patres wurden am 4. November 1940 verhaftet. Drei von ihnen wurden des Gaues Tirol verwiesen, die anderen drei bis zum 21. November im Innsbrucker Gef&auml;ngnis festgehalten.<br /></div>  <h2 class="wsite-content-title"><strong>Ein Verm&auml;chtnis des Mutes</strong><br /></h2>  <div class="paragraph">Frater Maximin Gredler lie&szlig; sich weder von der Obrigkeit noch von der brutalen Gestapo einsch&uuml;chtern. Sein Widerstand bestand nicht in geheimen Aktionen, sondern in der &ouml;ffentlichen, mutigen Anklage des Unrechts und in der treuen Bewahrung seiner Ordensidentit&auml;t bis zum letzten Moment. Er steht damit exemplarisch f&uuml;r den stillen, aber standhaften Widerstand vieler gl&auml;ubiger Menschen w&auml;hrend der NS-Diktatur.<br /><em>Quelle: Informationen von Theresia Rainer, &uuml;bermittelt an das D&Ouml;W (1979), sowie die Chronik der Tiroler Franziskanerprovinz (1946)</em><br /></div>]]></content:encoded></item></channel></rss>